#1  
Alt 29.12.2009, 23:28
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Standard Entnazifizierungsakten

Hallo,

heute habe ich die Antwort vom Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland erhalten, das die Entnazifizierungsakte zu meinem Großvater erst 2013 einsehbar ist. Nach einem Nachweis darüber das ich die Enkelin bin wurde nicht gefragt. Wodran liegt das, ich habe hier ja schon öfter gelesen das Personen die Akten erhalten haben? Liegt es vielleicht daran das er 10 Jahre tot sein muß, bevor ich die Akte erhalte? Er starb 2003.

Gab es solche Akten eigentlich auch über Frauen oder nur über Männer? Dann wäre die Nachfrage nach der Akte meiner Großmutter noch interessant, die 1990 starb.
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Elke


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  #2  
Alt 30.12.2009, 01:33
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Hallo Elke,

Du kannst einen Antrag auf Schutzfristenverkürzung stellen, wenn Du nachweisen kannst, dass es Dein Großvater ist. Ob der Antrag genehmigt wird, weiß ich nicht. Spätestens 2013 darfst Du die Akte aber einsehen. Wann ist Dein Opa denn geboren?

Die Akten gab es auch über Frauen.

Liebe Grüße
Anton
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  #3  
Alt 30.12.2009, 02:44
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Hallo Anton,

mein Opa wurde 1918 geboren, meine Oma 1919. Die Akte gibt es, soviel wurde mir immerhin mitgeteilt. Meinst du es lohnt sich nach der Akte meines anderen Opas zu fragen der 1916 geboren wurde und schon 1985 gestorben ist, oder gilt da auch noch die Schutzfrist?
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  #4  
Alt 30.12.2009, 03:44
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Hallo Elke,

die Schutzfrist ist bei der anderen Akte (+ 1985) bereits abgelaufen. Normalerweise solltest Du darin Einsicht nehmen können.
Die Schutzfristen der anderen Akten laufen noch. Aber wie gesagt - Du kannst einen Antrag auf Schutzfristenverkürzung stellen. Ich schreibe Dir mal eben noch eine PN dazu.

Liebe Grüße
Anton
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  #5  
Alt 30.12.2009, 11:08
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Hallo,

heute habe ich die Antwort vom Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland erhalten, das die Entnazifizierungsakte zu meinem Großvater erst 2013 einsehbar ist. Nach einem Nachweis darüber das ich die Enkelin bin wurde nicht gefragt. Wodran liegt das, ich habe hier ja schon öfter gelesen das Personen die Akten erhalten haben? Liegt es vielleicht daran das er 10 Jahre tot sein muß, bevor ich die Akte erhalte? Er starb 2003.

Gab es solche Akten eigentlich auch über Frauen oder nur über Männer? Dann wäre die Nachfrage nach der Akte meiner Großmutter noch interessant, die 1990 starb.
Hallo, Elke,

darf ich fragen was eine "Entnazifizierungsakte" gewesen ist?
Danny
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  #6  
Alt 30.12.2009, 11:29
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Hallo Danny,

nach dem WWK II haben die Allierten (meist die Amis) aufgrund von militärischen oder offiziellen Unterlagen festgelegt, ob die Person eines Naziverbrechens schuldig oder "nur" ein Mitläufer war. Oftmals hat man erst danach eine Arbeitserlaubnis erhalten, das hing auch von der Position ab. Viele Bürgermeister von vor 1933 wurden von der militärischen Verwaltung wieder eingesetzt, da sie oft von den Nazis ihres Amtes enthoben worden waren, also politisch unbedenklich waren (keine Nazis).

Ich habe allerdings eine solche Akte noch nicht persönlich gesehen. Vielleicht gibt es Experten, die das noch besser erklären können.

lg Edda
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  #7  
Alt 30.12.2009, 11:49
Karen
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Hallo,

ich habe mal eine Entnazifierungsakte gesehen, die richtig dick und schwer war. Das war toll, viele sehr interessante Informationen aus dem Lebenslauf der Person! Leider war es nicht eine Akte von meinen Vorfahren

Beim Landesarchiv Rheinland kannst du telefonisch nachfragen, ob für deine Leute eine Akte vorliegt, Name und Geburtsdatum genügt und du kannst gleich fragen, was du vorlegen musst, um Einsicht zu nehmen. Wenn du dann Kopien anforderst, bekommst du sie schon kurze Zeit später zu moderaten Preisen.

Bei meinen Vorfahren fand ich jeweils ein Formblatt, wo die Lebensdaten der Person eingetragen waren, in welchen Parteien und Vereinigungen er gewesen war. Und jeweils einen handgeschriebenen Lebenslauf! Z.T. sehr detailliert.

Für mich war's ein Gewinn.

Viele Grüße,
Karen
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  #8  
Alt 30.12.2009, 14:30
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Hallo,

noch eine Frage, ist für Mönchengladbach auch das Landesarchiv Rheinland zuständig? Sind die Unterlagen eigentlich da wo die Person nach dem Krieg gewohnt hat oder da wo sie geboren wurde?
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  #9  
Alt 30.12.2009, 15:35
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Hallo,

hat auch einer, der im 2. WK normalen Soldatendienst leistete und in Gefangenschaft geriet eine solche Akte?
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Mlle
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  #10  
Alt 30.12.2009, 17:54
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nach Ende des II. Weltkrieges wurde von der Militärregierung jeder erwachsene Deutsche auf seine NS-Vergangenheit überprüft und es wurden Akten angelegt.
Diese betrifft auch die "Wehrmachtsangehörigen".
Ich habe von meinem Vater den "Fragebogen" vorliegen, der 6 Seiten DIN A4 umfasst.
Neben den Persönlichen Daten wurde die berufliche Ausbildung, Frage nach Wehrdienst, Mitgliedschaften in Organisationen und Vereinen, Mitgliedschaft oder Nebendienst in anderen Organisationen, eigene Veröffentlichungen und Reden, Einkommen und Vermögen, Reisen oder Wohnsitz im Ausland und andere Dinge...

Dieser Fragebogen dann abgegeben und bearbeitet und von der sog. Spruchkammer dann die Vergangenheit bewertet.

Vom Ergebnis wurde der Betreffende in der Regel durch eine Postkarte benachrihtigt.

Text:
" Der öffentliche Käger bei der Spruchkammer (Ort).
auf Grund der Angaben in Ihrem Meldebogen sind Sie von dem Gesetz zur Befreiung vom Nationalsozialismus und Militarismus vom 5.März 1946 nicht betroffen.
(Datum)
Der öffentliche Kläger"

Darüber muß es dann auch Akten geben.

Gruß Frank
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