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  #11  
Alt 23.06.2019, 21:52
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Anna Sara Weingart Beitrag anzeigen
Hallo, ich meinte das nördliche Norddeutschland. (Eiszeit-Gletscher-Gebiet) Der Themenersteller kommt ja aus Itzehoe.

Ja, tut mir leid. Das hatte ich übersehen.

Viele Grüße
consanguineus
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Suche:

Johann Heinrich Jonas ANDRAE, Pastor, * 1796 in Kutzleben
Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Andreas Christian HAGERODT, Ackermann und Krüger in Ahlshausen, * um 1740
Johann Heinrich MAASBERG, Müllermeister, Kaufmann und Brinksitzer in Söhlde, * 1725
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  #12  
Alt 24.06.2019, 05:34
focke13 focke13 ist gerade online
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Hallo
Die Höfe sind oft wesentlich älter als die
Wohnhäuser. Leider wurden durch Feuer und Krieg die Gebäude hin und wieder zerstört. Die Fragestellung am Anfang ist für mich nicht eindeutig.
Mfg
Focke13
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  #13  
Alt 24.06.2019, 07:08
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Guten Morgen!

Fast hätte ich dem Threadersteller den Rat gegeben, sich wegen der Altersbestimmung mit der Unteren Denkmalbehörde in Verbindung zu setzen. Dann fiel mir aber die Geschichte ein, daß der Sachbearbeiter unserer Behörde meine Hofscheune auf 1818 geschätzt hat, obwohl sie ganz offensichtlich erheblich älter ist. Jeder, der sich einigermaßen mit Fachwerkscheunen und deren Konstruktion auskennt, sieht das sofort. Zudem gibt es alte Grundrisse des Hofes aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, auf denen diese Scheune bereits eingezeichnet ist. Samt einem wesentlich älteren Anbau, der heute noch existiert. Wie kommt der Denkmal"experte" des Landkreises zu seiner Einschätzung? Eine datierte Inschrift an einem Balken und eine ebenfalls datierte Wetterfahne haben ihn verleitet. Fazit: traue weder der Denkmalbehörde, noch irgendwelchen Inschriften wenn Du wissen willst, wie alt ein Gebäude ist. Ich kenne erfahrene Zimmerleute, die viel mit alten Fachwerkgebäuden zu tun haben. Restauration, Translozierung etc. Solche Koryphäen können einem oft das Baujahr eines alten Fachwerkbaus bis auf ein oder zwei Jahrzehnte genau ansagen.

Viel Erfolg und viele Grüße
consanguineus
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  #14  
Alt 24.06.2019, 09:05
Xylander Xylander ist offline männlich
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Hallo consanguineus,
unter bestimmten Voraussetzungen geht es mit der Dendrochronologie aufs Jahr genau. https://de.wikipedia.org/wiki/Dendro..._Denkmalpflege

Die Gefahr, wiederverwendete Balken zur Datierung heranzuziehen und damit bei einem falschfrühen Baudatum zu landen, darf man nicht unterschätzen, nicht nur bei der Dendochronologie. Passiert ist es in einem mir bekannten Fall ebenfalls einem Vertreter der unteren Denkmalschutzbehörde. Er schätzte das Gebäude rund 250 Jahre zu alt. Trotzdem bleibe ich bei meiner Empfehlung, auch die Denkmalbehörde heranzuziehen. Ja, und natürlich erfahrene Zimmerleute.

Zur Ausfachung: eine Mauerwerkausfachung bedeutet nicht zwangsläufig ein relativ geringes Alter. Sie kann auch Ersatz einer früheren Stakung mit Lehmverstrich sein.

An den Themenersteller nochmal die Bitte um das ein oder andere Foto mit Angaben, soweit bekannt.

Viele Grüße
Xylander

Geändert von Xylander (24.06.2019 um 09:26 Uhr)
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  #15  
Alt 24.06.2019, 11:31
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Xylander!

Zitat:
Zitat von Xylander Beitrag anzeigen
Die Gefahr, wiederverwendete Balken zur Datierung heranzuziehen und damit bei einem falschfrühen Baudatum zu landen, darf man nicht unterschätzen, nicht nur bei der Dendochronologie.
Genau deswegen habe ich die Dendrochronologie nicht erwähnt. Die Alten haben ja so viel Material wiederverwendet.

Zitat:
Zitat von Xylander Beitrag anzeigen
Zur Ausfachung: eine Mauerwerkausfachung bedeutet nicht zwangsläufig ein relativ geringes Alter. Sie kann auch Ersatz einer früheren Stakung mit Lehmverstrich sein.
So sieht es aus!

Viele Grüße
consanguineus
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  #16  
Alt 24.06.2019, 13:24
Xylander Xylander ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Hallo Xylander!
Genau deswegen habe ich die Dendrochronologie nicht erwähnt. Die Alten haben ja so viel Material wiederverwendet.
consanguineus
Hallo consanguineus,
wenn schriftliche Quellen fehlen oder deren Angaben verifiziert oder präzisiert werden sollen, leistet sie Datierungshilfe und ist sicherlich eines der wichtigsten Instrumente zur Altersbestimmung historischer Hölzer, nicht nur im Holzbau.

Natürlich passieren Fehlinterpretationen, aber Fachleute (bin nicht so direkt einer) sollten sie weitgehend vermeiden können. Vor allem muss man den Gesamtbestand betrachten. Bei einzelnen großdimensionierten Holzbauteilen des Primärtragwerks (Hallenständer, Deckenunterzüge) bei ansonsten eher geizigen Querschnitten würde ich zunächst mal argwöhnisch sein. Auch bei kürzeren Bauteilen wie zB Querriegeln oder Streben im Fachwerk finden sich oft recycelte Bauteile. Habe ich aber eine Serie gleichartiger, gleich langer Bauteile mit gleichem Querschnitt wie zB Deckenbalken, und die dann ohne Stückelungen, funktionslose Zapfenlöcher, Holznägel oder Verblattungsspuren, dann nehme ich an, dass sie nicht recycelt sind. Jedenfalls würde ich bei einem (mir) wichtigen Holzbauwerk nicht wegen eventueller Fehler auf die Dendrochronologie verzichten. Bei der Probennahme stünde ich sicherlich daneben, und das glaube ich auch von Dir

Viele Grüße
Xylander

Geändert von Xylander (24.06.2019 um 14:58 Uhr)
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  #17  
Alt 24.06.2019, 14:37
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Malte55 Beitrag anzeigen
Moin,
wer kennt sie nicht, die Megalitharchitektur etwa 3000 BC...
Mit Feldsteinen lassen sich dagegen Kirchen bauen und für die Fachwerkbauten der Bauern gaben sie sicherlich auch das Fundament.
Malte

Diese Feldsteine meinte ich. Mancherorts sagt man auch zu denen Findling. Nicht nur zu den ganz großen Trümmern.
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  #18  
Alt 25.06.2019, 09:28
Benutzerbild von Bergkellner
Bergkellner Bergkellner ist offline
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Hallo KoH,

ich würde mich erst einmal an das nächstliegende Heimatmuseum wenden. Es ist erstaunlich, was dort für Wissen - auch über die Geschichte der Höfe und Häuser - schlummert. Und wenn sie selbst nicht weiter wissen, kennen die Mitarbeiter sicher jemanden, der sich in der Materie auskennt.

Ortsbücher zu Jubiläen sind auch eine hervorragende Fundgrube. Wir haben bei einen Hof in Felde(LK Verden, NS) einen Großteil der Geschichte an Hand einen solchen Buches rekonstruieren können.

Falls es einen Handwerker in deiner Nähe gibt, der aus Abriss-Häusern altes Baumaterial rettet und recycelt, wäre auch der ein Ansprechpartner.
Solche Leute haben ein gutes Auge für Details und kennen sich in den baugeschichtlichen Phasen aus.


Noch eine kleine Ergänzung zur Feldsteindiskussion: mein Wohnhaus hat heute noch das Erdgeschoss aus Feldsteinen. 70er Mauern, im Sommer kühl, im Winter dämmen sie die Kälte gut.
Im Erzgebirge wurde das Erdgeschoss früher nur aus Feldsteinen gebaut, die wachsen, laut meinem alten Nachbarn, auf unseren Feldern am besten...


Ja, ich erforsche die Geschichte meines Hauses. Es ist kein Hof, sondern nur ein "Gartenhaus", das nach 1834 erbaut wurde.
Ich habe mir dafür im Grundbuchamt die alten Akten abfotografiert und schmökere am Computer gerne mal darin.
Dabei habe ich schon festgestellt, dass die Geschichte der Hausentstehung eine andere war, als mein Großvater sie erzählt hat.


Lg, Claudia von den bergkellners
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Wer lesen kann, ist besser dran!(Andreas' Opa Fred)
Nierngstwuh giehts so zu wie uff dar Walt!(Claudias Uroma Anna)

Suchen immer:
Loewe - Steinau an der Oder/Schlesien(vor 1850)
Heine - Glogau/Schlesien(vor 1850)
Hollenstein - Bleiwäsche/Westfalen(vor 1710)
Ulich - Neukirchen b. Stollberg(um 1710)
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Buden/Budin - Wriezen u.U./Brandenburg(um 1700)
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  #19  
Alt 25.06.2019, 18:00
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KoH KoH ist offline männlich
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Hallo und dankle an die ZAHLREICHEN antworten auf meine frage.

Ich habe mal eine woche beim Heimatmuseum zugebracht,es gibt nichts über den Hof,

er hatte nichts mit milch zutun,
ich schätze 1800-1900,gebrannte rote ziegel.


Ansässig ist die familie seit min 1700 in dem Dorf,hier nun nach kurzem OP-urlaub das Foto es gibt dieses eine aus 3 versch. winkeln,die alle das gleiche zeigen,ich begnüge mich damit,eines davon zuzeigen.


mfg Kim
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg schröderhof3.jpg (19,8 KB, 27x aufgerufen)
Dateityp: jpg schröderhof2.jpg (242,1 KB, 28x aufgerufen)
__________________
Das wichtigste: Suche alles zur Familie BETTIN aus Linde,FLatow.

Geändert von KoH (25.06.2019 um 18:01 Uhr)
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  #20  
Alt 25.06.2019, 18:20
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Hallo KoH,

das Gebäude wurde in der letzten Dekade des 19. Jahrhunderts errichtet.

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