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  #11  
Alt 24.06.2019, 14:32
DoroJapan DoroJapan ist offline weiblich
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Hallo

noch etwas zur Namenbedeutung:

"From the word "farina" = flour. Given to someone that worked as a miller or a baker"

Quelle: https://www.italyheritage.com/geneal...s/etymology/f/

Das hört sich wunderbar an. Auch noch Verwandte hast du gefunden. Sehr gut gemacht.

Bei einem Findelkind ist es sehr schwer herauszufinden, wer die leiblichen Eltern waren. Da hast du recht.
Hat er den Familiennamen von den neuen Eltern bekommen?
Wie alt war er als er gefunden wurde (gerade geboren, schon einige Wochen oder mehrere Monate alt.)?
Wo wurde er gefunden?

Vielleicht kannst du ja in der Zukunft an den Ort und den Platz reisen an dem er gefunden wurde.

liebe Grüße
Doro
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Brandenburg: Lehmann: Französisch Buchholz; Mädicke: Alt Landsberg, Biesdorf; Colbatz/Kolbatz: Groß Köris; Lehniger, Kermas(s), Matzke: Schuhlen-Wiese(Busch)
Schlesien: Neugebauer: Tschöplowitz+Neu-Cöln (Brieg); Gerstenberg: Pramsen; Langner, Melzer, Dumpich: Teichelberg (Brieg); Kraft: Dreißighuben (Breslau), Lorankwitz
Pommern-Schivelbein: Barkow: Falkenberg; Bast: Bad Polzin
Böhmen-Schluckenau: Pietschmann: Hainspach, Schirgiswalde; Kumpf: Alt Ehrenberg 243, 28; Ernst: Nixdorf 192

Geändert von DoroJapan (24.06.2019 um 14:49 Uhr)
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  #12  
Alt 25.06.2019, 07:30
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FJ Recktenwald FJ Recktenwald ist offline männlich
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Hallo Doro,
Es scheint oft passiert in Italien dass ein Kind als Findling gelegt wurde, er war gerade geboren in Cassino.
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  #13  
Alt 25.06.2019, 20:36
DoroJapan DoroJapan ist offline weiblich
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Hm...wenn er gerade geboren wurde, dann wohnt die Mutter nicht weit weg vom Fundort. Geboren und schnell weggebracht, damit man das Kind findet.
Sicherlich nur wenige Straßen entfernt. Die Mutter kann in dem Zustand (kurz nach der Geburt) nicht so weit laufen. Sie wird ihre Schwangerschaft vorher so lange geheim gehalten haben bis er auf die Welt kam.

liebe Grüße
Doro
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  #14  
Alt 25.06.2019, 21:37
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Hallo Recktenwald und Doro

Ich habe in "meinem" Dorf in Süditalien die Geburten in der ersten Hälfte des 19. Jhd. genauer untersucht. 1810-1827 gab es auffällig viele Kinder, die ausgesetzt wurden oder deren Eltern unbekannt waren. Teilweise wurden die Neugeborenen auf der Strasse gefunden (ich nehme an neben Häusern, wo sie schnell gefunden wurden), vor das Kloster gelegt oder "von einer unbekannten Person abgegeben". In letzterem Fall kann ich mir nur vorstellen, dass jemand mit dem Kind in ein Nachbardorf lief oder ritt, damit weniger gut nachvollzogen werden konnte, wer die Mutter war.
Ab 1834 gab es dann keine ausgesetzten Neugeborenen mehr, dafür etwa gleich viele Kinder von ledigen Müttern. Den Grund für den Wechsel kenne ich nicht.
Mir fiel aber auch noch auf, dass in jenem Dorf im 19. Jhd. bereits viele mit 17 Jahren das erste Mal heirateten. Ich vermute mal, um obige zwei Fälle zu vermeiden.
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  #15  
Alt 25.06.2019, 21:58
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Hallo Garfield und FJ,

das ist wirklich sehr interessant. Das ist so ähnlich wie in den "heutigen" Fällen:

Zwillinge von einer Frau
https://www.faz.net/aktuell/gesellsc...t-1740543.html

Drei Kinder von einer Frau
https://www.morgenpost.de/berlin/art...sche-Frau.html
https://www.berliner-zeitung.de/berl...lkind-30414298

Damals wirds sicherlich ähnlich gewesen sein. Auch die Findelkinder zwischen 1810-1827 könnten vielleicht von einer Frau (Mädchen) stammen - oder mehreren die davon gelesen hatten...wenn sie denn lesen konnten. Spricht sich ja auch rum.

liebe Grüße
Doro
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  #16  
Alt 26.06.2019, 19:04
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Garfield Garfield ist offline weiblich
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Hallo Doro

Danke für die interessanten Links.

Zitat:
Zitat von DoroJapan Beitrag anzeigen
Damals wirds sicherlich ähnlich gewesen sein. Auch die Findelkinder zwischen 1810-1827 könnten vielleicht von einer Frau (Mädchen) stammen - oder mehreren die davon gelesen hatten...wenn sie denn lesen konnten. Spricht sich ja auch rum.
Ich denke nicht, dass heutige Fälle von Findelkindern "sicherlich" gleich abliefen oder eine vergleichbare Ursache wie jene im 19. Jhd. hatten. Zu unterschiedlich waren die "normalen" Lebensumstände und die möglichen Ursachen, die zur Aussetzung führten. Darüber können wir nur spekulieren, oder aber jemand erforscht die gesamten sozialen Umstände von einem bestimmten Ort/Gegend und einer bestimmten Zeit.

In "meinem" Dorf in Süditalien waren übrigens die meisten einfachen Leute im 19. Jhd. (ich weiss leider nicht auswendig, bis wann genau), des Schreibens nicht mächtig. So festgehalten in den zivilstandesamtlichen Registern, bei denen anstelle der Unterschrift oft stand "die betreffende Person gibt an, Analphabet zu sein".
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  #17  
Alt 26.06.2019, 19:49
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Hallo Garfield,

das"sicherlich ähnlich" bezog sich auf die Vorgehensweise der Mütter, nicht auf die Ursache, die wird eine andere gewesen sein.

Liebe Grüße
Doro
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  #18  
Alt 05.07.2019, 22:36
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Hallo Doro und Garfield, vielen Dank fuer die Beitraege.
Ich gehoere zur eine Seite auf Facebook fuer Italienische Ahnenforschung und die haben mir folgendes erzaehlt.

Google Uebersetzung:
Italien des 19. Jahrhunderts war tief in Tradition, Religion und Aberglauben verwurzelt. Alle in der Gegend beteten in derselben Kirche, und Frauen teilten die Dienste derselben Hebamme. In einer so engen Gemeinschaft gab es nur wenige Geheimnisse. Für die unverheiratete schwangere Frau war dies feindliches Terrain, das begrenzte Möglichkeiten bot. Sie könnte im Haus ihrer Familie bleiben und versuchen, eine Schwangerschaft zu verbergen. Aber wenn sie von ihrer Familie gemieden, kann sie Zuflucht im Hause der Hebamme Lokale bis zum Zeitpunkt der Lieferung. So oder so würde sie höchstwahrscheinlich ihr Baby geben, wie es für immer Beide halten“stigmatisieren würde. Während viele verlassene Kinder illegitim waren, führten schlechte wirtschaftliche Bedingungen zur Aufgabe auch von legitimen Kindern von Eltern, die für sie waren nicht imstande, zu sorgen. Für diese Eltern sicherte oft die Beseitigung eines Mundes das Überleben der anderen Kinder.

In diesem Zusammenhang war der Verzicht auf Säuglinge ein durchaus wiederkehrender Umstand. Natürlich war es nichts Neues in der Geschichte. Vor dem Mittelalter, verzicht armen Eltern Kinder nicht, aber Sie benutzten sie zu verkaufen [2]: Waren verkauft weibliche Kinder mehr Diener oder Prostituierte und männlichen diejenigen zu sein, als Arme in der Landwirtschaft nicht für den harten Arbeiten wurden. Zu einem späteren Zeitpunkt verbot Friedrich II. Diese Verwendung mit einem Gesetz, das den Verkauf von Frauen zur Prostitution untersagte. die Einrichtung von Kirche gesponserten Findelhäuser 1198, Darüber hinaus verfügte Papst Innozenz III, um die traurige Entdeckung von Kindern stammen in den Tibers, weggeworfen. Im einfachsten Fall wurden aufgegeben Babys oft links „ausgesetzt“ auf den Stufen einer Kirche, so konnten sie leicht an die Kirche Pflege gefunden und abgegeben werden. Aber langsam verschiedene Arten von „Maschinen“ begann verwendet werden, um die Gesundheit der beiden neugeborenen Babys und das Ermessen der Veranstaltung zu sichern.

Eines der am häufigsten verwendeten System verwendet in Kirchen und Häusern war der Findling Findling Rad in Italienisch, die als „ruota dei Proietti“ bekannt war oder „degli Esposti ruota“. „Proietti“ wurden die verlassenen Kinder, buchstäblich weggeworfen (aus dem Lateinischen von Pro und jacere GEFORMT proicere, dass wir als „trow vor sich selbst“ übersetzen kann). Dies war bei einem horizontalen Holz Rad und Hohlzylinder mit einer kleinen Tür auf der einen Seite wurde die Hälfte installiert bleiben innerhalb und halb außerhalb des Gebäudes auf der Straße. Eine Frau, die auf der Innenseite aufmerksam gemacht, mit einem Baby weint oder die Glocke läutet, würde das Rad drehen, um das Baby zu bringen innen, wo es für eine Weile gepflegt werden, und die Mutter kann entwischen, ohne gesehen zu werden.
Weiterlesen.
https://www.abruzzogenealogy.com/inf...bruzzo-molise/
Gruss, Frank.

Geändert von FJ Recktenwald (05.07.2019 um 22:39 Uhr)
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  #19  
Alt 05.07.2019, 23:00
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AKocur AKocur ist offline weiblich
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Hallo,

Babyklappen gab es also auch schon früher. Sehr interessant.

Ich kann mich vom Studium dran erinnern, dass es schon in der Antike bei den Römern (bzw. Italern) üblich war, dass Kinder "entsorgt" wurden. Wenn ich mich korrekt erinnere, wurde ein Kind nach der Geburt dem Vater zu Füßen gelegt. Nahm er dieses hoch, erkannte er es als das seinige an und nahm es in die Familie auf. Wenn nicht, wurde das Kind nach draußen gebracht und einfach abgelegt. In den meisten Fällen kamen dann nach kurzer Zeit die Haussklaven und holten das Kind wieder ins Haus, wo es dann ebenfalls als Haussklave aufwuchs.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Art von Umgang mit (sogar ehelichen) Kindern, also sie aufzugeben, gerne aber im Wissen, dass das Kind versorgt wird, sich in Italien lange gehalten hat, wenn auch in wohl sehr unterschiedlichen Formen.
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