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  #31  
Alt 30.08.2011, 10:29
KatrinWe KatrinWe ist offline weiblich
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Nööö, ich mecker doch gar nicht, ich wohne halt nur im meteorologisch ungünstigen Gebiet. Ich brauchte in diesem Sommer zumindest sehr wenig Sonnencreme und die Sandalen halten auch noch ein Jahr länger - ist doch auch was...

Gruß von Katrin
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Eise(n)braun, aus dem Remstal in alle Himmelsrichtungen gewandert. Suche alle Infos, die mit diesem Namen zu tun haben
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  #32  
Alt 30.08.2011, 13:11
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Silke Schieske Silke Schieske ist offline
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Paul Otto,das hört sich an wie mein zu Hause, nur das meine Omi oben wohnte und wir zum baden immer zu ihr mussten. Dazu musste dann immer vorher Sommer wie Winter der Badeofen angeheizt werden.

Meine andere Oma hat dann immer den Waschkessel angeheizt und dann haben wir in einer großen Zinkwanne in der Waschküche gebadet.

Einfach klasse. Wir brauchten auch keinen Game Boy und der gleichen, meine Mutti hat immer von der Treppe zum Hof aus gerufen, wenn wir zum Mittag- oder Abendesssen kommen sollten. Wir hatten uns bei meiner Freundin nebenan einen alten Hühnerstall als Spielbude eingerichtet. Sogar mit Tapeten und Teppich.

LG Silke
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  #33  
Alt 30.08.2011, 13:33
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Silke Schieske Silke Schieske ist offline
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Und der Jahreswechsel 78/79 war
Meine Eltern hatten Nachtschicht und meine Schwester und ich haben Silvester mit unserer Omi gefeiert. Unsere Omi schlief irgendwann im Sessel ein und meine Schwester und ich haben bis morgens vor dem Fernseher zu jeglicher Musik getanzt und mit Konfetti und Papierschlangen um uns geworfen. Die Stube sah morgens aus das meine Mutti gleich ne Stunde früher aufstehen wollte um zum Mittag noch alles in Ordnung zu bringen. Sie hatte kaum mit dem saugen angefangen- peng ging der Strom weg und blieb auch weg. Wir haben noch bis zu Ostern Konfetti im Wohnzimmer gefundenAm schönsten war danach, das in unseren beiden Schulen durch den vielen Schnee und Frost die Heizungen eingefrohren waren und wir noch mindestens eine ganze Woche verlängerte Weihnachtsferien hatten

LG Silke
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  #34  
Alt 31.08.2011, 09:38
KatrinWe KatrinWe ist offline weiblich
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Standard (Welt)-politische Ereignisse

Hallo Ihr Lieben,

Silkes Anfrage nach unserem Erinnerungsvermögen brachte mich nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken. Nun frage ich Euch auch mal: Was sind denn Eure frühesten Erinnerungen zu dem, was in der mehr oder weniger großen weiten Welt vorging? Also politische Ereignisse, weltbewegende Themen, Sportveranstaltungen (Olympiade, Fußball-WM etc)...

Ich (Jahrgang 57 und im Schwäbischen aufgewachsen) sehe noch immer meine Mutter vor mir, die mit schreckgeweiteten Augen vor dem Radio sitzt und Nachrichten hört. Es ging um die Hochwasserkatastrophe 1962. Meine Mutter war aus Bremerhaven in den Süden gezogen und hatte Familie und Freunde in Bremerhaven. Sie hörte immer nur die schlimmen Informationen, starr vor Sorge um die Lieben. Bis nach Tagen endlich ein Anruf bei unserer Nachbarin ankam: Allen geht es gut.


Und vor eben diesem Radio saß sie auch ein Jahr später, weinend und in tiefer Trauer um J.F. Kennedy. Warum ihr das so dermaßen naheging, habe ich nie herausbekommen.


1964 hatten wir in unserer Wirtschaft den ersten Fernseher - unvergessen meine heißen Tränen, wenn eine Nationalhymne gespielt wurde, egal für welches Land. Das geht mir übrigens auch heute noch so, da kann ich ganz großzügig sein.



Liebe Grüße von Katrin
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  #35  
Alt 31.08.2011, 11:08
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Rolf Stichling Rolf Stichling ist offline männlich
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Standard Sturmflut

Zitat:
Zitat von KatrinWe Beitrag anzeigen
Hallo Ihr Lieben,

Silkes Anfrage nach unserem Erinnerungsvermögen brachte mich nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken. Nun frage ich Euch auch mal: Was sind denn Eure frühesten Erinnerungen zu dem, was in der mehr oder weniger großen weiten Welt vorging? Also politische Ereignisse, weltbewegende Themen, Sportveranstaltungen (Olympiade, Fußball-WM etc)...

Ich (Jahrgang 57 und im Schwäbischen aufgewachsen) sehe noch immer meine Mutter vor mir, die mit schreckgeweiteten Augen vor dem Radio sitzt und Nachrichten hört. Es ging um die Hochwasserkatastrophe 1962. Meine Mutter war aus Bremerhaven in den Süden gezogen und hatte Familie und Freunde in Bremerhaven. Sie hörte immer nur die schlimmen Informationen, starr vor Sorge um die Lieben. Bis nach Tagen endlich ein Anruf bei unserer Nachbarin ankam: Allen geht es gut.

Und vor eben diesem Radio saß sie auch ein Jahr später, weinend und in tiefer Trauer um J.F. Kennedy. Warum ihr das so dermaßen naheging, habe ich nie herausbekommen.

1964 hatten wir in unserer Wirtschaft den ersten Fernseher - unvergessen meine heißen Tränen, wenn eine Nationalhymne gespielt wurde, egal für welches Land. Das geht mir übrigens auch heute noch so, da kann ich ganz großzügig sein.


Liebe Grüße von Katrin
Hmmm, na gut.
Eigentlich wollte ich mich in diese Erzählungen an Erinnerungen nicht einmischen. Dieser Beitrag verleitet mich nun aber doch dazu, in die Tasten zu greifen. Warum gerade dieser?
Weil ich mich gut daran erinnere, wie ich als kleiner Junge bei genau dieser Sturmflutkatastrophe mit einem Schiff auf See war.
Da ich damals (anders als heute) erhebliches Untergewicht hatte, mehrere Kinderkrankheiten (Masern, Keuchhusten etc.) in Reihe auszustehen hatte und insgesamt "erholungsbedürftig" war, sollte ich für einige Wochen in ein Kinderheim auf der Insel Amrum. Frische Seeluft sollte den Appetit steigern. Meine Mutter brachte mich schon im Sturm zum Bahnhof. Beim Verlassen des Hauses sah ich schon erste Sturmschäden am Haus.
In Begleitung von DRK-Schwestern fuhr ein Zug voll Kinder an die Küste.
Dann ging es auf das Schiff und wir fuhren auf die Nordsee.
Ich wollte unbedingt auf das Oberdeck und mir den Sturm von der Reling aus anschauen. Diese spaßverderbenden DRK-Schwestern bestanden aber darauf, daß alle Kinder unter Deck blieben. Spielverderber!
Immerhin war es interessant zu beobachten, wie die Gläser im Thekenbereich im Seegang hin und her glitten - fallen sie bei der nächsten Welle heraus?
Der Kapitän fuhr nicht mehr bis Amrum. Das Schiff lief auf Föhr in den Hafen ein und wir wurden dort für eine Nacht provisorisch untergebracht. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Amrum.

Zum Radio: Ja, auch ich erinnere die besorgte Atmosphäre, als meine Eltern im Radio den Mauerbau verfolgten. Kommt jetzt der nächste Krieg?
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Herzliche Grüße und viel Erfolg bei der Suche nach den Ahnen.

Rolf Stichling

PS. Ich suche die Herkunft von

Tobias Stichling. Er erhielt als Gürtlermeister 1697 in Weimar das Bürgerrecht und stammt dem Bürgerbuch nach aus Erfurt.
In Erfurt gibt es aber so viele Stichlinge! Von welchem Zweig der Stichlinge in Erfurt mag mein Tobias abstammen?
1688 hat er seine Lehre als Gürtler in Erfurt beim Gürtlermeister Hucke begonnen. Jetzt suche ich die Eltern von Tobias.
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  #36  
Alt 31.08.2011, 11:19
crossmichi82 crossmichi82 ist offline
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Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich mit 6 Jahren auf unserer Kleinen Bank in der Küche gesessen habe und mein Erzeuger mich nciht abgeholt hat.

Ich hab nur geheult.

Das ist mir im Kopf geblieben neben all den anderen schönen Dingen
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  #37  
Alt 31.08.2011, 11:34
Benutzerbild von Silke Schieske
Silke Schieske Silke Schieske ist offline
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Hallo Katrin,

Ich muß gestehen, Fernsehen gehörte nicht zu meiem Alltag, da war für mich die fische Luft interessanter. Fernsehen gabs daher nur bei Sturm, Regen oder Krankheit bei mir.
Allerdings haben meine Freundin und ich, da sie jedes Jahr am 29.07. Geburtstag hat, bei Steuselkuchen und Karokaffee die Hochzeit von Prinz Charles und Lady Diana angeschaut.
Ich muß gestehen, ich habe mir auch die des Sohnes in diesem Jahr angeschaut.

Das einzigste was mich damals sehr geschockt hat, waren die Nachrichten zum Jahreswechsel 78/79. Das es woanders noch mehr geschneit hatte als bei uns und soviele Menschen erst nach der Schneeschmelze gefunden wurden. Das man Die Bevölkerung z.T. gar nicht versorgen konnte oder wenn nur aus der Luft.

LG Silke
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  #38  
Alt 31.08.2011, 11:43
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Micha1970 Micha1970 ist offline männlich
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Hallo zusammen,

dann will ich auch mal meine frühesten Kindheitserlebnisse zum besten geben

Meine frühste Erinnerung geht zurück in den Kindergarten. Ich bin 1974 im Alter von 4 dorthin gekommen. Damals war ich ein absolutes Mama-Kind und der Gedanke, dass ich alleine ohne meine Mutter im Kindergarten bleiben muss war gar nicht so schön. Nichts desto Trotz musste ich dahin. Ich kam in meine Gruppe und in dem Raum stand ein begehbares Holzhaus. Das strahlte für mich irgendeine Art Geborgenheit aus und so stürmte ich das Haus und beschmiss die anderen Kinder mit Holzklötzchen, damit sie ja nicht "mein" Haus betreten.

Eine weitere, für mich damals sehr traurige, Begebenheit muss im gleichen Jahr passiert sein. Meine Schwester ist 1973 geboren und ich weiß, sie lag zu diesem Zeitpunkt noch im Kinderwagen.

Meine Großmutter, meine Mutter, meine Schwester im Kinderwagen und ich waren in der Stadt und wollten mit der Straßenbahn heimfahren. Als diese kam wurde ich schon reingeschickt und meine Oma und meine Mutter wollten den Kinderwagen in den Waggon heben. Plötzlich ging die Tür zu, meine Oma stürtze auf die Straße, meine Mutter sprang aus dem Waggon um den Kinderwagen aufzufangen, die Tür ging ganz zu und die Straßenbahn fuhr los..... mit mir alleine an Bord. Ich weiß noch, dass ich ein Erdbeereis in der Hand hatte, heulend am Fenster stand und meiner Mutter zuwinkte, da ich dachte, ich sehe sie nie mehr wieder. Sie rannte der Bahn hinterher. Mittlerweile hatten Fahrgäste den Fahrer aufmerksam gemacht und an der nächsten Haltestelle konnte mich meine Mutter wieder in den Arm nehmen........... Wir sind dann an diesem Tag heimgelaufen.

Eigentlich ganz schön traurig. Aber ich habe es überlebt und fahre heute noch ohne Probleme Straßenbahn

LG
Micha
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  #39  
Alt 31.08.2011, 12:03
Ortti
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Hallo alle zusammen,

ich bin direkt an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, die im Norden und Westen im Abstand von ca 1 km an meinem Heimatort vorbeilief und zwar größtenteils auf Hügeln oder Wäldern. Da die Erwachsenen auch öfters davon sprachen, dass wir am Ende der Welt wohnen, setzte sich bei mir als Kind wirklich die Vorstellung fest, dass hinter dem Zaun nichts mehr kommt (bzw hinter dem Wald oder Hügel). Alle Länder wie Schweden oder Dänemark, auch Berlin lagen in meiner Vorstellung irgendwo südlich von uns. Diese Vorstellung behielt ich recht lange und es war für mich ein regelrechter Schock im Erdkundeunterricht in der 5. Klasse zu erfahren, dass es anders ist. Ich habe sehr lange gebraucht um meine interne Vorstellung der Weltkarte zu revidieren.

Grüßle
Ortti
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  #40  
Alt 31.08.2011, 14:12
KatrinWe KatrinWe ist offline weiblich
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Mensch, und ich dachte immer, ich wäre allein mit meinen ehemals dubiosen Erdkundekenntnissen:

Aus dem kleinen Dorf im Schwäbischen war ein Ausflug in die Kreisstadt schon immer ein Erlebniss - aber "Hinter Stuttgart ist die Welt zuende" (O-Ton mein Vater). War ja klar, dass die Schweiz im Norden lag und eh nur mit dem Schiff zu erreichen war.


Und dann nochmal mein Vater: "Hinterm Mond ist Schluss. Da ist dann ein Bretterzaun und dahinter spielen welche Fußball". Diesen Kopfkino ist immer noch da
.

Grüße von Katrin
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