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  #11  
Alt 09.07.2020, 21:16
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Xtine Xtine ist offline weiblich
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Hallo scheuck,

um noch etwas zur Verwirrung beizutragen, möchte ich noch evangelisch-protestantisch hinzufügen

Zwar andere Gegend, aber bei meinen Pfälzern habe icn tatsächlich schon alle 3 Angaben gefunden (vier mit katholisch ).

@ consanguineus
Zitat:
Davon abgesehen frage ich mich sowieso, weswegen in Genealogenkreisen auf die Religionszugehörigkeit so viel Wert gelegt wird.
Mir persönlich ist es auch wumpe, aber es hilft ungemein das richtige KB zu finden!
Gerade am Anfang hatte ich auch nur evangelisch vermerkt, aber spätestens nach einer langwierigen Suche in einem KB der falschen Kirche, habe ich gemerkt, daß es doch hilfreich ist den Zusatz zu vermerken.
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #12  
Alt 09.07.2020, 21:28
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Zitat:
Zitat von Xtine Beitrag anzeigen
Hallo scheuck,

um noch etwas zur Verwirrung beizutragen, möchte ich noch evangelisch-protestantisch hinzufügen

Zwar andere Gegend, aber bei meinen Pfälzern habe ich tatsächlich schon alle 3 Angaben gefunden (vier mit katholisch ).
Dank auch Dir, Xtine!

Verzeiht mir, das ist jetzt sicherlich etwas taktlos, und ich möchte niemandem auf die Füße treten, aber für eine Ungläubige ist evangelisch-protestantisch fast so wie "kathogelisch" (duck und wech) ...
__________________
Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck
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  #13  
Alt 09.07.2020, 22:01
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Ich wusste bis vor ein paar Jahren auch nicht, dass "reformiert" und "evangelisch" irgendwie das selbe sind.

Im Kanton Bern redet man von "reformiert", zumindest zu meiner Zeit (keine Ahnung, wie das vor 100+ Jahren war).
Es gibt aber auch noch evangelische Freikirchen, die allerdings nicht zur evangelisch-reformierten Landeskirche gehören. Aus katholischer und atheistischer Sicht ist das eh alles das selbe, aber im Detail gibt es dann doch Unterschiede.

Leider hilft das jetzt wohl auch nicht weiter .
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  #14  
Alt 09.07.2020, 22:12
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Dank Dir, Garfield!

Weiterhelfen tut schon, dass es tatsächlich Unterschiede zwischen evangelisch und lutherisch zu geben scheint, was mir nicht klar war. Ich kannte nur die Unterscheidung zwischen lutherisch und reformiert.

Letztlich spielt es aber für mich auch keine wirklich große Rolle, ich bin nur über diese Angaben gestolpert.

Zum Schluss der "Gag", in seiner Geb.-Urkunde steht, er sei evangelisch !!!
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Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck

Geändert von scheuck (09.07.2020 um 22:14 Uhr)
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  #15  
Alt 09.07.2020, 22:36
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Ich glaube, es hängt auch stark von der Region ab. In den 60ern gab es in meiner Ecke der Schweiz die Katholiken und die Protestanten, und letztere nannten sie sich selber auch so. Ueber die Jahrzehnte wurden aus den Protestanten die Reformierten, und als dann mal jedermann auf die neue Bezeichnung umgeschwenkt war, begannen sie sich "evangelisch-reformiert" zu nennen. Und wenn ich nicht mit Ahnenforschung angefangen hätte, dann hätte ich das wohl gar nicht bemerkt :-)

Aber, Schweizer Auswanderer z.B. nach Posen, Ostpreussen etc. hatten sich wenn immer möglich eine reformierte (nicht eine evangelische) Kirche ausgesucht. Also, so ein bisschen Halbwissen schadet da nicht.
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  #16  
Alt 09.07.2020, 23:02
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Eigentlich steht es in den alten Kirchenbüchern ja nicht mal drin. Ist ein Kirchenbuch der Parochie XY und da stehen sie alle drin, Religionszugehörigkeit habe ich da noch nie entdecken können.
Meine ostfriesischen Colonisten kamen aus dem Emsland, katholisch waren sie. Die nächste kath. Kirche war im Saterland , Familienereignisse sind in der Parochie Rhaude eingetragen, da steht alles drin. Aber dann haben die Katholiken angefangen sich eine eigene KIrche zu bauen und plötzlich muß ich wieder sortieren. Eigentlich ist die Religion wenig nützlich für die Familiengeschichte.
Erst als mein Urgroßvater in der Fremde geheiratet hat brauchte er einen Taufschein aus dem ich ersehen konnte dass er katholisch war, bei der Eheschließung und bei den Geburten der Kinder ist es vom Standesamt auch notiert worden. Er ist der einzige Katholik in der Familie, wahrscheinlich hat ihn der Standesbeamte deswegen in der Sterbeurkunde zum Lutheraner gemacht.
Selbst wenn es eingetragen ist stimmt es also auch nicht immer.
__________________
Lieber Gruß
Manfred


Gesucht: Herkunft von Johann Christoph Bresel (Brösel, Prehel, Brahel),
ehem. Dragoner im Churfürstlich Sächsischem ehemaligen Herzog Churländischen Regiment Chevaux Legers in Zittau.
Eheschließung 1781 in Zittau
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  #17  
Alt 09.07.2020, 23:10
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Davon abgesehen frage ich mich sowieso, weswegen in Genealogenkreisen auf die Religionszugehörigkeit so viel Wert gelegt wird. Ich meine nicht damals, sondern heute, wenn wir von längst verblichenen Personen sprechen. Inwiefern ist es für die Biographie relevant, ob jemand etwa im Jahre 1850 katholisch oder evangelisch oder sonstwas ist? Um 1550 fände ich das schon etwas spannender, aber einfach nur so. Für die Familiengeschichte ist es mir eigentlich vollkommen wumpe. Ich schreibe es halt auf weil es alle tun.
Naja, wenn einer z.B. Pfarrer ist, wär's schon wichtig zu wissen, welche Religion derjenige denn hat
In Orten, in denen es nur eine Kirche gibt, ist es wirklich relativ egal, aber wenn's mehrere Möglichkeiten gibt, ist es doch besser zu wissen, wo man als erstes suchen sollte. Das ist, ehrlich gesagt, für mich der Hauptgrund, die Religionszugehörigkeit zu notieren.
Für die persönliche Biographie war es wahrscheinlich auch um 1550 für viele Menschen relativ irrelevant. Es war ja in der Regel keine persönliche Entscheidung, welcher Religion man angehörte, sondern wurde vom Landesherrn bestimmt. In einem meiner Suchgebiete habe ich mich für die Personen aus dem 17. Jh. dazu entschlossen, keine Religion anzugeben, weil ich nicht weiß, als was sich die Personen selbst betrachtet haben. Da scheint ein Riesendurcheinander gewesen zu sein; offiziell katholisch, aber die Pfarrer in dem Gebiet hielten sich an den calvinistischen Ritus und hatten teilweise Familien. Was soll man da angeben? Katholisch-calvinistisch?

LG,
Antje
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  #18  
Alt 10.07.2020, 10:10
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Antje,

Zitat:
Zitat von AKocur Beitrag anzeigen
Naja, wenn einer z.B. Pfarrer ist, wär's schon wichtig zu wissen, welche Religion derjenige denn hat
vielleicht ist es nur ein Zufall, aber ich habe unter meinen Vorfahren ausschließlich protestantische Pastoren. Nicht einen einzigen katholischen Priester. Eigentlich seltsam. Was mag der Grund sein?

Zitat:
Zitat von AKocur Beitrag anzeigen
In einem meiner Suchgebiete habe ich mich für die Personen aus dem 17. Jh. dazu entschlossen, keine Religion anzugeben, weil ich nicht weiß, als was sich die Personen selbst betrachtet haben. Da scheint ein Riesendurcheinander gewesen zu sein; offiziell katholisch, aber die Pfarrer in dem Gebiet hielten sich an den calvinistischen Ritus und hatten teilweise Familien. Was soll man da angeben? Katholisch-calvinistisch?
Ja, und was ist mit denen, die beispielsweise katholisch getauft und dann "rübergemacht" sind, ob freiwillig oder nicht? Was würde man bei denen eintragen?

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Johann Andreas MAASBERG, Bürger und Windmüllermeister in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann und Gutspächter in Bredenfelde,* um 1720
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #19  
Alt 10.07.2020, 10:26
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Hallo Antje,

........... Ja, und was ist mit denen, die beispielsweise katholisch getauft und dann "rübergemacht" sind, ob freiwillig oder nicht? Was würde man bei denen eintragen?

Viele Grüße
consanguineus
DAS Problem habe ich mit meinem Ur-Großvater und dessen Kindern aus erster Ehe!

Mein Ur-Großvater ist definitiv evangelisch getauft (Tauf-Eintrag habe ich) und wird in allen weiteren Urkunden als katholisch bezeichnet.
Er war in erster Ehe mit einer evangelischen Frau verheiratet, die Kinder sind alle katholisch getauft (KB-Einträge habe ich alle) und werden in weiterführenden Urkunden (Heirat/Taufen der Kinder/Tod) grundsätzlich als evangelisch angegeben.

Ich habe dem Ur-Großvater einen Vermerk zur evangelischen Taufe verpasst, bei seinen Kindern umgekehrt
__________________
Herzliche Grüße und bleibt gesund!!!!!
Scheuck
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  #20  
Alt 10.07.2020, 11:48
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AKocur AKocur ist gerade online weiblich
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Hallo,
Zitat:
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vielleicht ist es nur ein Zufall, aber ich habe unter meinen Vorfahren ausschließlich protestantische Pastoren. Nicht einen einzigen katholischen Priester. Eigentlich seltsam. Was mag der Grund sein?
Die Trefferquote für protestantische Pfarrer unter direkten Vorfahren dürfte halt um einiges höher sein als für katholische.

Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Ja, und was ist mit denen, die beispielsweise katholisch getauft und dann "rübergemacht" sind, ob freiwillig oder nicht? Was würde man bei denen eintragen?
Freiwillige Wechsel der Religionszugehörigkeit habe ich nur in jüngster Zeit. Da schreibe ich das dann aber auch tatsächlich in das Feld zu Religion. Bei mir z.B. steht da "kath., ausgetreten seit 1997", bei einigen anderen "kath., seit XXXX evangelisch".
Bei den "unfreiwilligen" Wechseln würde ich es davon abhängig machen, ob es nur eine (oder wenige) Personen betrifft oder ganze Orte/Regionen und dann in den Notizen zur Person oder zum Ort darauf eingehen. Im Religionsfeld sollte es kurz und knapp sein; alles was mehr Erklärung bedarf ist in Notizen doch besser aufgehoben, wenn es einem wichtig genug ist, darauf einzugehen.

LG,
Antje
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