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  #1  
Alt 24.06.2020, 09:20
Ruebezahl7 Ruebezahl7 ist offline männlich
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Standard Sta Lünen - Lindenhorst (Eving) zwei Sterbebücher parallel? Unterschied?

Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1874-1900
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Lindenhorst, Lünen, Eving
Konfession der gesuchten Person(en):
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken):
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive):



Hallo zusammen


Beim Durchsuchen der Sterberegister ist mir aufgefallen, dass es für Lünen zeitgleich jahrelang zwei Sterberegister gab:

http://www.landesarchiv-nrw.de/digit.../P6/P6-15.html


(155) Sterberegister, Lünen | 1883


und


(311) Sterberegister, Lünen | 1883




Weiss jemand worin der genau Unterschied liegt? Zwar sagt 155 Stadt Lünen und 311 Amt Lünen, jedoch sind dann im ersten Einträge aus Niedereving, was ich zum Amt gezählt hätte.



(Ich bin auf der Suche nach Verstorbenen in Lindenhorst und Niedereving vor deren Eingemeindung.)



VG,
Ruebezahl7
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  #2  
Alt 24.06.2020, 09:45
Benutzerbild von Ralf-I-vonderMark
Ralf-I-vonderMark Ralf-I-vonderMark ist offline männlich
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Hallo Ruebezahl7,

Findbuch P6/6 Standesämter in der Stadt Dortmund:
Zwischen 1874 und 3/1905 gehörte der Bezirk des Standesamtes Dortmund-Eving zum Standesamt Lünen-Amt [Bestand P6/15]. Zwischen 4/1905 und 6/1914 gehörte der Bezirk des Standesamtes Dortmund-Eving zum Standesamt Eving (Stadt Lünen) [Bestand P6/15].
vgl. Beitrag vom 07.08.2019 #80: https://forum.ahnenforschung.net/sho...9&postcount=80

Findbuch P6/15 Standesämter in der Stadt Lünen:
Zwischen 4/1905 und 6/1914 gehörte der Bezirk des Standesamtes Lünen Amt zum Standesamt Eving. Ab 7/1914 gehörte der Bezirk des Standesamtes Lünen Amt zum Standesamt Brambauer.
Zwischen 1874 und 3/1905 gehörte der Bezirk des Standesamtes Eving zum Standesamt Lünen-Amt. Ab 1915 gehörte der Bezirk des Standesamtes Eving zum Standesamt Brambauer.
Zwischen 1874 und 3/1905 gehörte der Bezirk des Standesamtes Lünen-Horstmar zum Standesamt Lünen. Zwischen 4/1905 und 9/1923 gehörte der Bezirk des Standesamtes Lünen-Horstmar zum Standesamt Dortmund-Deme [Bestand P6/6]. Zwischen 10/1923 und 2/1924 gehörte der Bezirk des Standesamtes Lünen-Horstmar zum Standesamt Lünen.
Zwischen 1874 und 3/1905 gehörte der Bezirk des Standesamtes Brambauer zum Standesamt Lünen Amt. Zwischen 4/1905 und 1914 gehörte der Bezirk des Standesamtes Brambauer zum Standesamt Eving.

vgl. Beitrag vom 07.08.2029 #81: https://forum.ahnenforschung.net/sho...1&postcount=81

Viele Grüße
Ralf
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  #3  
Alt 24.06.2020, 11:03
Ruebezahl7 Ruebezahl7 ist offline männlich
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Hallo Ralf,
Danke Dir für die näheren Informationen!
Die grundsätzlichen Zugehörigkeit von Lindenhorst hatte ich schon auf gen.wiki gesehen.



Was ich mich frage ist: was ist der Unterschied der beiden Sterbebücher Amt und Stadt Lünen, da sie scheinbar dann doch beide auch Verstorbene aus Lindenhorst und Niedereving zu führen scheinen.



Nun gut, ich werde einfach mal das Amt Lünen weiter durchsuchen. 10 Jahre hab ich schon durch geklickt, kommen noch 15 in Lünen, bevor es dann im Sta Eving weitergeht...

Ich hoffe nur, dass ich nicht doch noch die Bücher der Stadt Lünen durchklicken muss.


Beste Gruesse,
Ruebezahl7
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  #4  
Alt 24.06.2020, 11:07
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Andre_J Andre_J ist offline
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Zitat:
Zitat von Ruebezahl7 Beitrag anzeigen

(155) Sterberegister, Lünen | 1883
(311) Sterberegister, Lünen | 1883

Weiss jemand worin der genau Unterschied liegt? Zwar sagt 155 Stadt Lünen und 311 Amt Lünen, jedoch sind dann im ersten Einträge aus Niedereving, was ich zum Amt gezählt hätte.
Schau mal auf den Einband:

Nr. 155 Amt Lünen

Nr. 311 Lünen (Amt)

Da ist die Verwirrung wohl vorprogrammiert.

Nr. 155 Sterbeeintrag Nr. 1:
Zeuge wohnhaft in Lünen
Verstorbener wohnhaft zu Altenderne
geboren zu Nieder-Eving
verstorben zu Lünen im Hospital.
Alle Nachfolgenden sind ebenfalls ausdrücklich in Lünen verstorben.

Sterbeorte in Nr. 311:
Hostedde, Horstmar, Brechten, Eving, Lindenhorst, Holthausen, Kirchderne usw.
Also alles um Lünen herum.

Da sich die Todesfälle im 20. Jahrhundert zunehmend in die Krankenhäuser verlagerten, wirst du um die Akten der Stadt Lünen nicht herum kommen.
Ich kenne mich mit der Krankenhauslandschaft im Dortmunder Norden nicht so aus, eventuell wurden Notfallpatienten auch nach Dortmund eingeliefert, unabhängig von der Eingemeindung.


Gruß,
Andre_J

Geändert von Andre_J (24.06.2020 um 11:14 Uhr)
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  #5  
Alt 24.06.2020, 12:05
Ruebezahl7 Ruebezahl7 ist offline männlich
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Das meinte ich. Ein herrliches Puzzle. Ich rotiere schon...


Aber guter Tipp bzgl Krankenhäuser. Hatte auch schon einen Verstorbenen im Dortmunder Luisenhospital und hab ihn daher in Dortmund gefunden. Zuständige Kirche war 1911 in Eving anstatt Brechten, beerdigt auf Friedhof Eving.


Ist durch die Eingemeindung von Lindenhorst/Eving in 1905 dann scheinbar auch die Zuständigkeit der Kirche von Brechten auf Eving folgerichtig gewechselt?
(Ich weiss aus dem katholischen Köln, dass je nach Strassenzug eine bestimmte Kirche zuständig und der Friedhof daran gebunden war.)
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  #6  
Alt 24.06.2020, 14:48
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Andre_J Andre_J ist offline
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Zitat:
Zitat von Ruebezahl7 Beitrag anzeigen
Ist durch die Eingemeindung von Lindenhorst/Eving in 1905 dann scheinbar auch die Zuständigkeit der Kirche von Brechten auf Eving folgerichtig gewechselt?
Nein, nicht sooo einfach.
Lindenhorst wurde evangelischerseits von Brechten abgepfarrt, die Kirche 1913 gebaut.
Eving wurde 1895 von (Kirch-)Derne abgepfarrt, die Kirche 1899 eingeweiht. 1959/60 kam noch das Gemeindezentrum Kemminghausen hinzu.

Im Gegensatz zu den Katholischen, wo die Pfarrgrenzen "von oben" festgelegt werden, geschieht dies bei den Evangelischen auf Synodalem Weg. Wenn dir dein Pfarrer zu lutherisch oder zu reformiert ist, kannst du dich zu jeder beliebigen anderen Gemeinde umpfarren lassen. Mancherorts gibt es ja heute noch reformierte und lutherische Gemeinden nebeneinander. Und politische Grenzen sind auch bei der Abgrenzung der Evangelischen Kirche von Westfalen nur eine Richtschnur.

Gruß,
Andre_J

Geändert von Andre_J (24.06.2020 um 15:47 Uhr)
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  #7  
Alt 25.06.2020, 14:29
Ruebezahl7 Ruebezahl7 ist offline männlich
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Verstehe. Danke für die Informationen.



Ich habe über das Friedhofsamt einige neue Daten erfahren können. Jedoch fehlt auch hier dann leider das KB aus Eving nach 1921 (Beerdigung auf dem Friedhof Eving) oder aber die Personen sind nicht am gemeldeten Wohnort (Wallrabestr) im Sta Dortmund I oder II zu finden. Da sie mit um die 40 Jahren verstarben ist hier natürlich wieder ein Krankenhaus in einer anderen Stadt oder oder oder möglich.

Daher suche ich für die Personen in den Zeitungsmitteilungen der Standesämter aus Dortmund oder Traueranzeigen der Verwandten. Evtl hab ich da mehr Glück.


Gab es für den Bereich um Lindenhorst oder Eving auch eine eigene Zeitung, die man auch online einsehen kann?



Nach einem Strassenbahnunfall verstarb ein Vorfahre in Dortmund im Krankenhaus. In der Zeitung aus 31.1.1911 finde ich in Dortmund die Traueranzeige der Familie und eines Vereins. Leider geht nicht hervor wann dieser Unfall war. Jetzt bin ich auf der Suche nach der Meldung zum Unfall...

Gibt es Strassenbahnkarten für Dortmund aus 1911? Dann könnte ich sehen ob die Strassenbahn evtl durch Lindenhorst ging. Seine Wirtschaft Heuner war dort in der Bergstrasse gelegen.


VG,
Ruebezahl7
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  #8  
Alt 25.06.2020, 18:07
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Andre_J Andre_J ist offline
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Zitat:
Zitat von Ruebezahl7 Beitrag anzeigen

Nach einem Strassenbahnunfall verstarb ein Vorfahre in Dortmund im Krankenhaus. In der Zeitung aus 31.1.1911 finde ich in Dortmund die Traueranzeige der Familie und eines Vereins. Leider geht nicht hervor wann dieser Unfall war. Jetzt bin ich auf der Suche nach der Meldung zum Unfall...

Gibt es Strassenbahnkarten für Dortmund aus 1911? Dann könnte ich sehen ob die Strassenbahn evtl durch Lindenhorst ging. Seine Wirtschaft Heuner war dort in der Bergstrasse gelegen.
Laut Wikipedia gab es eine Straßenbahn von Zeche Minister Stein nach Lindenhorst ab 1927 bis 1973, also erst nach Ableben deines Vorfahren.

Schon seit 1904 gab es aber die Straßenbahn von Fredenbaum über Brechten nach Brambauer. Auf dem Weg zur Kirche in Eving kam diese deinem Vorfahren in die Quere.

Und die Städtische Straßenbahn von Fredenbaum stadteinwärts fuhr schon seit 1881. Also Gelegenheit genug, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Allerdings endete dies meistens tödlich für die Fußgänger.

Gruß,
Andre_J
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eving , lindenhorst , lünen , sterbebücher

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