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  #1  
Alt 29.08.2019, 20:09
Claire Claire ist offline
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Registriert seit: 01.02.2019
Beiträge: 104
Standard Mitmachen bei "find-a-grave": eher ja oder eher nein?

Liebe ForumsleserInnen,

ich habe schon mehrmals davon profitiert, dass jemand bei find-a-grave ein Foto bzw. eine Beschreibung von einem Grabstein eingestellt hatte, zugegebenermaßen war das immer in den USA. Ich überlege nun, ob ich mich selbst aktiv beteiligen soll/will - und kann mich einfach nicht entschließen. Vielleicht bringen mich ja euere Meinungen weiter.

Meine Hemmungen sind deshalb so groß, weil ich nicht sicher sein kann, dass die jeweils betroffenen Familien damit einverstanden wären. Daher habe ich mir den alten jüdischen Teil des Friedhofs vorgestellt, wo seit den 1940er Jahren niemand mehr bestattet wurde und auch keine Nachkommen mehr vor Ort leben.

Ich freue mich über zahlreiche Einschätzungen und bin sehr gespannt darauf.

Vielen Dank vorab
Claire
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  #2  
Alt 29.08.2019, 20:49
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 3.514
Standard

Hallo, Claire!

Wie haben sicherlich alle schon von Dingen profitiert, die andere getan haben, und wenn man da selbst etwas "zurückgeben" kann, finde ich das toll!

Okay, bei "find a grave" findet man mehrheitlich Fotos von US-Gräbern. "Billion Graves" ist eine ähnliche Seite, auf der man auch viele Grabsteine aus Deutschland findet.
Von meinen Haasters sind zumindest drei Gräber zu finden, wobei mich auch niemand gefragt hat, ob ich damit einverstanden bin, dass der "Quail" ein Foto vom Grabstein meiner Großeltern gemacht und der Herr Müller das 2015 eingestellt hat.

https://de.billiongraves.com/grave/F...ecker/17676200

Ich habe nichts dagegen, daran ist nichts "Geheimes".

Dass Du Dir nun den jüdischen Friedhof "vornehmen" möchtest, finde ich ganz, ganz toll!!! Damit machst Du sicherlich nichts verkehrt, im Gegenteil!
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck

Geändert von scheuck (29.08.2019 um 20:50 Uhr)
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  #3  
Alt 29.08.2019, 23:24
Benutzerbild von Bienenkönigin
Bienenkönigin Bienenkönigin ist offline weiblich
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Registriert seit: 09.04.2019
Ort: Oberbayern
Beiträge: 311
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Hallo Claire,
finde ich auch eine gute Idee.

Ich selbst habe über Find-a-grave (Hinweis bei Ancestry) auch einen wertvollen Hinweis zu meinen Münchener Vorfahren bekommen.
In dem Familiengrab liegen u.a. zwei Vorfahren, die 1786 geboren wurden.

Es sind dort aber noch 1998 und 2010 weitere Mitglieder bestattet worden (die ich nicht kenne).
Aus Datenschutzgründen dürfte ich vermutlich diese Namen nicht abtippen.

Aber anscheinend dürfen sie als Bild online gestellt werden, da man sie ja auch bei einem Friedhofsrundgang lesen könnte?

Ich hatte auch kurz überlegt, ob ich mitmache, aber da ist zum einen der Aufwand, den ich momentan nicht leisten kann, und dann die rechtlichen Bedenken.

VG
Bienenkönigin
__________________
Penkert, Wawrosch (Sudetenland, Böhmen,)
Lehnert (Ansbach, München)
Elch (Allgäu - Kaufbeuren, Kempten, Salzburg)
Müller (Allgäu - Memmingen, Kempten)
Schnell (Lindau)
Demmel, Didusch (Bayersoien, Saulgrub, München)
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  #4  
Alt 29.08.2019, 23:49
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 3.514
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Hallo,

rechtliche Bedenken sehe ich eigentlich nicht, denn jeder ahnen-forschende Helfer, der sich bei einem solchen Projekt engagiert, kennt die Datenschutzfristen.

Zudem liegt unser Interesse und das derjenigen, die sich solche Seiten ansehen bzw. dort suchen, ja auch deutlich in der Vergangenheit.
An meinem Wohnort würde sich der Hasefriedhof für eine solche Foto-Aktion geradezu anbieten, es gibt dort alte und ur-alte Gräber, die sicherlich für viele Sucher interessant wären.
Leider liegt der seit einigen Jahren entwidmete Friedhof in einer Gegend, die man als Frau (auch mit einem Schäferhund) besser nicht betreten sollte. - Die Stadt hatte sicher mit der Idee, den alten Friedhof in einen Park zu verwandeln und "neues Leben zwischen alten Gräbern" zu schaffen, eine gute Idee; leider ist das gründlich daneben gegangen.
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #5  
Alt 30.08.2019, 02:14
Benutzerbild von Svenja
Svenja Svenja ist offline weiblich
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Hallo

Es gibt auch deutsche und französische Friedhofs- bzw. Gräberdatenbanken. Die jüdischen Friedhöfe in Baden-Württemberg und teilweise auch anderer Städte und Regionen sind auch schon erfasst.

Gruss
Svenja
__________________
Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste: http://iten-genealogie.jimdo.com/

Interessengemeinschaft Oberbayern http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=38

Interessengemeinschat Unterfranken http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=37

Interessengemeinschaft Sudetendeutsche http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=73
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  #6  
Alt 30.08.2019, 08:15
OliverS OliverS ist offline männlich
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Registriert seit: 27.07.2014
Ort: Süddeutschland
Beiträge: 2.425
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Genau wie die Vorredner, machen wenn die Zeit da ist.
Hier ein sehr gelungenes Projekt dazu:
http://grabsteine.genealogy.net/
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  #7  
Alt 30.08.2019, 09:49
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 3.514
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Hallo,

man hat sich also hinsichtlich der rechtlichen Seite beraten lassen:

Dürfen wir das?

Wir haben uns zu Beginn des Projektes über die Rechtmäßigkeit der Veröffentlichung von Grabsteinbildern beraten lassen. Mit dem Aufstellen eines Grabsteins ist die Öffentlichkeit hergestellt, zudem werden Daten verstorbener Personen vom Schutzbereich der datenschutzrechtlichen Vorschriften ausdrücklich nicht erfasst. Dennoch haben wir uns mit Rücksicht auf trauernde Angehörige dazu entschlossen, das traditionelle Trauerjahr zu respektieren. Deshalb zeigen wir keine Grabsteinbilder von Personen, die im laufenden oder vorhergehenden Jahr verstorben sind.


Also ist diese Frage offenbar geklärt, obwohl ich persönlich dazu eine etwas andere Ansicht habe und die obige Aussage ganz ehrlich gesagt auch nicht so ganz verstehe, aber da steht auf einem anderen Blatt und ist off-topic.
Für mich ist es ein Unterschied, ob ich als Besucher/Spaziergänger auf einem Friedhof sehe, dass Herr Schapalz am 18.08.2016 gestorben ist, oder ob ich vom Grabstein ein Foto mache und das in's Inet zu stellen.
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck

Geändert von scheuck (30.08.2019 um 09:53 Uhr)
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  #8  
Alt 30.08.2019, 10:09
bleu-de-pastel bleu-de-pastel ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von scheuck Beitrag anzeigen
Hallo,

Dennoch haben wir uns mit Rücksicht auf trauernde Angehörige dazu entschlossen, das traditionelle Trauerjahr zu respektieren. Deshalb zeigen wir keine Grabsteinbilder von Personen, die im laufenden oder vorhergehenden Jahr verstorben sind.
Hallo scheuck,

die Regelungen zu Auskünften auf Friedhöfen zu vorhandenen Gräbern unterlaufen zum Teil den Datenschutz bezügl. der Sterbedaten Verstorbener. Deshalb finde ich die Rücksichtname keine Grabsteinbilder von Personen, die im laufenden oder vorhergehenden Jahr verstorben sind zu zeigen, sehr lobenswert.

Doch soweit mir bekannt ist, unterliegen Grabsteine auf Friedhöfen, bzw. Auskünfte zu Grabstellen (mit Ausnahme von anonymen Bestattungen) bei den Friedhofsverwaltungen nicht dem Datenschutz - was für uns Ahnenforscher natürlich in bestimmten Fällen auch ein Vorteil sein kann!

Grüsse von bleu-de-pastel
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  #9  
Alt 30.08.2019, 10:24
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
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Registriert seit: 23.10.2011
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Hallo,

dass man keine Fotos von "frischen" Gräbern macht, ist wohl das Mindeste, das man erwarten kann, oder? Insofern halte ich das auch für "lobenswert", aber gleichzeitig auch für selbstverständlich .

Offenbar sehen die jeweiligen Friedhofsverwaltungen die Rechtslage auch unterschiedlich, denn mir ist es schon mehrfach passiert, dass ich keinerlei Auskunft bekommen habe, weil ...

"Hin wie her", selbstverständlich sind wir froh und glücklich, wenn jemand, den wir fragen, die Rechtslage nicht so ganz genau kennt bzw. sie im Fall des Falles etwas "leger" auslegt! - Also, nicht weiter nachdenken, nicht motzen, sich freuen, wenn man schlauer gemacht wird.
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
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  #10  
Alt 30.08.2019, 12:20
sigrungaerber sigrungaerber ist offline
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Registriert seit: 08.06.2019
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ich würde zur Sicherheit in der jüdischen Gemeinde nachfragen.

Oder, falls es diese nicht mehr geben sollte, bei der Stadtverwaltung - gerade bei jüdischen Friedhöfen gibt es einige Ausnahmen, ich kenne welche, bei denen fotografieren zwar erlaubt ist, aber eben nur für den rein privaten Zweck.
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