#1  
Alt 14.02.2011, 11:58
Thomas_Sandberg Thomas_Sandberg ist offline männlich
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Standard "Von Hitler ein Haus geschenkt"

Moin,

eine Zeitzeugin berichtete mir, dass alle im Dorf, die "25 Jahre auf einer Stelle gewesen waren, nach 1933 von Hitler ein Haus geschenkt bekommen haben".

Gab es da Zuschüsse beim privaten Wohnungsbau in dieser Zeit?

Handelt es sich um Vergünstigungen für Angestellte des Öffentlichen Dienstes/Beamte?

Ich stehe auf dem Schlauch (Google hilft hier auch nicht weiter).

Grüße,

Thomas
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  #2  
Alt 14.02.2011, 12:39
Benutzerbild von Normen
Normen Normen ist offline männlich
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Hallo Thomas,

vielleicht hat es etwas mit den sogenanten Ley-Siedungen zu tun:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ley-Siedlung

oder oder mit der Organisation, bzw. Einrichtung GAGFAH (die gibt es auch heute noch).

Grüße Normen
__________________
Meine Ahnen bis zur 2. Generation
Oel (auch Oehl, Öhl) - Herkunftsorte: Johnsdorf bei Römerstadt und Kleppel bei Mährisch-Schönberg.
Pumm (auch Pum) - Herkunftsort: Frankstadt an der mährischen Grenzbahn.
Seip - Herkunftsorte: Watzenborn-Steinberg in Hessen (ab 3. Generation Hattenrod) und Albessen bei Kusel.
Dick - Herkunftsort: Konken bei Kusel.

Suche
den Geburtsort, bzw. -eintrag von meinem UrUrUrgroßvater Anastasius Pumm - geb. ca. 1788 - lebte und starb 1855 in Janowitz bei Römerstadt
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  #3  
Alt 16.02.2011, 02:03
Benutzerbild von Liisa
Liisa Liisa ist offline
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Hallo Thoma,

"nach 1933" ist ein dehnbarer Begriff. Und wo das laut der Zeitzeugin stattgefunden hat, ist aus Deiner Wiedergabe nicht ersichtlich.

Tatsache ist auf alle Fälle, daß die Enteignung jüdischen Eigentums bereits 1933 begonnen hat.
Frage doch die Zeitzeugin 'mal danach, um was für Häuser es sich handelte.
Wurden die Häuser extra für dieses "Geschenk" gebaut? Oder standen sie bereits vor 1933? Wer hat ggf. vorher dort gewohnt?
Was versteht die Zeitzeugin unter dem Begriff "geschenkt"?

Viele Grüße
Liisa
__________________

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  #4  
Alt 16.02.2011, 07:54
Thomas_Sandberg Thomas_Sandberg ist offline männlich
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Moin,

es handelt sich nicht um eine Enteignung (was natürlich denkbar wäre). Das Haus wurde neu gebaut. Wahrscheinlich gab es ein entsprechendes Hausbauprogramm mit finanzieller Unterstützung, für Angehörige des Öffentlichen Dienstes.

Zum Vergleich: Soldaten, die sich im Kaiserreich für 12 Jahre verpflichtet hatten, hatten danach Anspruch auf eine Verwendung im Staatsdienst.

Grüße,

Thomas
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  #5  
Alt 16.02.2011, 12:22
Benutzerbild von Silke Schieske
Silke Schieske Silke Schieske ist offline
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Hallo Normen,

Die Seite lässt sich schlecht öffnen.

Hallo Thomas,

Soweit ich das mal gesehen habe, erhielten Familien generell Kinderreiche, von Hitler ein Haus. Hierbei ging es ihm aber wohl eher darum, dass die Eltern und mögl. größere Kinder später bei ihm in den Rüstungsbetrieben arbeiten.
Das war von ihm eher eine Taktik, zumal die Männer dann möglicherweise noch länger in der Armee blieben.

LG Silke
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  #6  
Alt 16.02.2011, 18:57
moorbold1
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Zitat:
Zitat von Silke Schieske Beitrag anzeigen
... erhielten Familien generell Kinderreiche, von Hitler ein Haus.
Ich kenne auch so ein Beispiel aus meiner näheren Umgebung in Thüringen.

Kinderreiche Familie erhielt in den 30er Jahren ein Haus.

Die Nachkommen verließen den Ort.

Nach der politischen Wende 1989 tauchten die Nachfahren plötzlich wieder auf und verlangten eine Rückübertragung bzw. ein Abfindung.

Für den jetzigen Eigentümer stellte sich aber raus, dass diese Familie nie im Grundbuch eingetragen war, sondern das Land Thüringen.
Die Kinderreiche Familie lebte also Mietfrei in diesem Haus.

Ohne das erhoffte Vermögen verließen die Erben wieder den Ort
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hausbau , hitler , wohnungsbau

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