#11  
Alt 21.05.2020, 11:29
assi.d assi.d ist offline weiblich
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Die haben die KBs! Mußt halt irgendwann mal hinfahren und selbst nachsehen.

Ich habe in dem Ahnenpass meiner Oma auch eine "Rebekka" gefunden, die aber stockkatholisch war.... jüdisch klingende Vornamen waren am Florenberg wohl gerne genommen

Gruß
Astrid
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  #12  
Alt 21.05.2020, 15:29
Maruschka Maruschka ist offline
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Zitat:
Zitat von assi.d Beitrag anzeigen
Die haben die KBs! Mußt halt irgendwann mal hinfahren und selbst nachsehen.

Ich habe in dem Ahnenpass meiner Oma auch eine "Rebekka" gefunden, die aber stockkatholisch war.... jüdisch klingende Vornamen waren am Florenberg wohl gerne genommen

Gruß
Astrid



Ja, wenn man endlich wieder in Archive darf, werde ich da mal hinfahren.



Die Familie ist auch stockkatholisch. Es war auch wohl ein Lesefehler seitens meines Urgroßvaters, der dachte, der Vater von David Quell hieße Joel Salanov. Keine Ahnung, wie man darauf kommt. Musste beim Lesen der Geschichte mehrmals schmunzeln.


David Quell hat später Margarethe Hardt geheiratet. Bei dieser Dame war mein Urgroßvater der Überzeugung, dass sie Hugenottin war, weil sie aus Friedrichsdorf (eine Hugenottensiedlung bei Bad Homburg) kam. Die Familie hat aber nur in Hugenottenfamilien hineingeheiratet.



Was ich eher interessant finde ist, dass Johannes Quell mit fast 50 Vater wurde. Schien eine zweite Ehe gewesen zu sein. Aber das kann man nur über die Kirchenbücher herausfinden. David Quell hatte noch eine Schwester (Flora Margaretha), die 1840 geboren wurde. Der Vater der beiden starb, als David 4 Jahre alt war.
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  #13  
Alt 22.05.2020, 09:19
assi.d assi.d ist offline weiblich
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Zitat:
David Quell hat später Margarethe Hardt geheiratet. Bei dieser Dame war mein Urgroßvater der Überzeugung, dass sie Hugenottin war, weil sie aus Friedrichsdorf (eine Hugenottensiedlung bei Bad Homburg) kam.
...und da bist du dir ganz sicher? Im Fuldaer Stadtteil Kohlhaus (keine 3 km von Bronnzell entfernt) gibt es mehrere Hardt-Familien.... könnte also auch eine Geschichte des Opas sein. Habe mich zwar nie damit beschäftigt, aber ich erlaube mir die These, daß es in der katholischen Domstadt Fulda keine gemischt konfessionellen Ehen gab....würde mich seeehhhr wundern.

Ein ähnliches Gerücht habe ich allerdings auch in der Familie: meine Oma aus dem Eichsfeld soll ev. gewesen sein und 1938 vor der Ehe konvertiert sein: alles Humbug. Oma war genauso stockkatholisch wie der Ehemann.

Gruß
Astrid
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  #14  
Alt 23.05.2020, 23:45
Maruschka Maruschka ist offline
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Zitat:
Zitat von assi.d Beitrag anzeigen
...und da bist du dir ganz sicher? Im Fuldaer Stadtteil Kohlhaus (keine 3 km von Bronnzell entfernt) gibt es mehrere Hardt-Familien.... könnte also auch eine Geschichte des Opas sein. Habe mich zwar nie damit beschäftigt, aber ich erlaube mir die These, daß es in der katholischen Domstadt Fulda keine gemischt konfessionellen Ehen gab....würde mich seeehhhr wundern.

Ein ähnliches Gerücht habe ich allerdings auch in der Familie: meine Oma aus dem Eichsfeld soll ev. gewesen sein und 1938 vor der Ehe konvertiert sein: alles Humbug. Oma war genauso stockkatholisch wie der Ehemann.

Gruß
Astrid



Tatsächlich war ich mir nicht ganz so sicher. Ganz ursprünglich kam die Hardt-Familie aus Seulberg bei Bad Homburg und ist später (da muss ich mich jetzt selbst bzw. meinen Uropa korrigieren) nicht nach Friedrichsdorf, sondern nach Köppern übergesiedelt.


In den Kirchenbüchern steht ja auch nicht drin, dass das Hugenotten waren. Wäre ja mal interessant, wie genau der Pfarrer festgehalten hat, dass die Familie den Hugenotten angehört hat und woran man das als Ahnenforscher genau erkennt.



Ich bin mal so frei und kopiere den Text hier rein. Ist zwar eigentlich schon offtopic, weil ich ja hier nach Kirchenbüchern gefragt habe, aber er ist wirklich sehr kurios und stimmt größtenteils nicht mit meinen bisherigen Forschungsergebnissen überein:



"Napoleon´s Truppen kamen 1813 geschlagen aus Russland zurück. Aber sie hatten einige Kinder aus reichen Familien von Moskau mitgebracht, in der Hoffnung, dass sie gutes Lösegeld ergeben. So war auch der 13-jährige Joel Salanov dabei, ein Kind von reichen jüdischen Eltern.
Auf dem Weg nach Frankreich kamen sie auch durch Deutschland. Als sie in der Nähe von Bad Homburg übernachteten, floh Joel in dieser Nacht aus seinem Zelt und dem ganzen Zeltlager der Soldaten, lief so schnell er konnte auf den nahen Berg, der bewaldet war. Dort im Taunus fühlte er sich sicher. Er ernährte sich von Waldbeere und trank Wasser aus einer Quelle.


Einige Tage später fand ihn dort ein Eremit, ein katholischer Einsiedler-Mönch und nahm ihn mit in ein katholisches Dorf im Taunus. Dort lernte er das Tischlerhandwerk. Aber man bemerkte auch, dass er Jude war. Damit war er nicht standesgemäß, konnte keine standesgemäße Hochzeit halten. Aber es gab in dem Dorf ein Mädchen, die ebenfalls nicht standesgemäß war. Ihre Mutter verriet nicht, wer der Vater des Mädchens war. Nur hinter vorgehaltener Hand erzählte man, dass sie die Tochter des Pfarrers war, doch das war nicht offiziell.

Die beiden hatten jedenfalls keine offizielle katholische Hochzeit und es gab damals auch noch keine standesamtlichen Hochzeiten. So waren sie auch als Paar von der Gesellschaft ausgestoßen, genau wie ihre Kinder.
Auch sie waren nicht standesgemäß, konnten nicht getauft werden und tauchten in keinem Kirchenregister auf. Johannes heiratete zwar eine Katholikin aus dem Dorf, aber auch er konnte keine standesgemäße Hochzeit ausrichten.


Deren Sohn David hatte genug von dieser ständigen Ausgrenzung. Er zog nach Friedrichsdorf um, einem Dorf von Hugenotten, wurde evangelisch und konnte endlich richtig heiraten. "


So hat es wohl mein Urgroßvater immer erzählt.
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  #15  
Alt 25.05.2020, 10:12
assi.d assi.d ist offline weiblich
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Puh, das klingt teilweise schwer nach dem Simplicissimus....Da wirst du nur mit genauer Ahnenforschung, Generation für Generation, weiterkommen.

Die KB von Bronnzell sind aber eigentlich recht ausführlich. Da hat der Pfarrer schon mal die eine oder andere Randnotiz beigefügt.

Hoffentlich macht das Archiv bald wieder auf. Halt uns mal auf dem Laufenden. Klingt spannend.

Gruß
Astrid
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