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  #1  
Alt 08.01.2018, 20:32
nellanie nellanie ist offline
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Standard Georg Nathan - Auswanderung nach Russland 1814

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich bin auf der Suche nach Georg Nathan, geboren um 1747 (leider weiß ich nicht wo).

Ich habe folgendes aus dem Buch "Die Auswanderung aus Deutschland nach Russland in den Jahren 1763 bis 1862" von Karl Stumpp:

"1814 angekommen und eingebuergert: Nathan, Georg 69, aus der Warschauer Umsiedlung, seine Frau Christina 62, seine Kinder Johann 29, Christina 19"
Mit ihm kam sein Sohn Gottlieb Nathan und seine Familie.

Leider finde ich keinerlei Information woher die Familie ursprünglich kommt und warum sie die Auswanderung von Deutschland über Polen in die Ukraine unternommen haben.

Außerdem finde ich keine Hinweise auf die Eltern von Georg Nathan, um weiter forschen zu können.

Hat jemand Tipps für mich oder Quellen (wie Kirchenbücher), die ich für meine Forschung nutzen könnte?

Liebe Grüße, Nellanie
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  #2  
Alt 08.01.2018, 21:15
Benutzerbild von Svenja
Svenja Svenja ist offline weiblich
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Hallo Nellanie

In welchem Ort sind sie denn 1814 "angekommen und eingebürgert" worden?
Meinst du Kirchenbücher in der Ukraine oder in Polen? Welcher Religion/Konfession gehörten sie an?

Gruss
Svenja
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  #3  
Alt 08.01.2018, 21:26
nellanie nellanie ist offline
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Oh, die Informationen hab ich wohl vergessen zu tippen

Sie sind in Petersthal bei Odessa in der Ukraine angekommen.
Sie waren evangelisch bzw lutherisch.

Ich vermute, dass Georg in Deutschland geboren wurde, daher deutsche Kirchenbücher (evtl Rheinland-Pfalz Umgebung). Danach ausgewandert nach Polen. Es ist möglich, dass hier Kinder zur Welt gekommen sind. 1814 in die Ukraine ausgewandert. Georg ist wohl bei Petersthal gestorben, daher ist auch ein russisches Kirchenbuch interessant.

Liebe Grüße, nellanie
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  #4  
Alt 08.01.2018, 21:50
Benutzerbild von Svenja
Svenja Svenja ist offline weiblich
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Hallo Nellanie

Zuerst solltest du in den ukrainischen Kirchenbüchern suchen, dann in den polnischen Kirchenbüchern. Denn erst wenn du den Geburtsort in Deutschland kennst, kannst du in deutschen Kirchenbüchern suchen.

Petersthal bei Odessa ist in der Zeit von 1804-1806 entstanden und die Einwanderer sollen aus Württemberg, Elsass, Pfalz, Baden und Ungarn gekommen sein.

Gruss
Svenja
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  #5  
Alt 08.01.2018, 22:44
nellanie nellanie ist offline
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Danke

Wo finde ich solche Kirchenbücher?
Grüße, Nelli
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  #6  
Alt 09.01.2018, 00:02
Benutzerbild von Frank K.
Frank K. Frank K. ist offline männlich
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Hallo Nelli,

zunächst einmal herzlich willkommen im Forum.

Ergänzend zu den Angaben bei Karl Stumpp darf ich anfügen, dass diese in der Revisionsliste von Peterstal von 1816 enthalten sind.

Als Herkunft ist, wie bereits in Beitrag #1 angegeben: "aus der Warschauer Umsiedlung". In der Einführung der Revisionsliste von Peterstal ist (allgemein) die Herkunft mit "Württemberg, Rheinlande über Ungern" angegeben. Genaueres lässt sich noch nicht feststellen. Weitere Eintragungen habe ich bei Karl Stumpp noch nicht entdecken können.

Die genannte Passage von Seite 626 habe ich als Dateianhang angefügt.

Ich hoffe, damit etwas weiter helfen zu können.

Viele Grüße
Frank
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  #7  
Alt 09.01.2018, 08:34
Benutzerbild von Kleeschen
Kleeschen Kleeschen ist offline männlich
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Hallo Nelli,

eventuell kann ich Dir ja helfen. Meine Vorfahren lebten u.a. in Peterstal, ich habe auch kleinere Verbindungen zur Familie Nathan.

Peterstal gehörte seit der Ordination von Pastor Granbaum am 05.02.1812 zum Freudentaler Kirchspiel, die Kolonien wurden vorher wohl von Odessa und eventuell von Großliebental aus versehen (Kirchenbücher dieser Zeit existieren nicht). Bis zum Verbot der Religionsausübung unter der Sowjetunion gehörte Peterstal zum Freudentaler Kirchspiel. Die Originalkirchenbücher sind wahrscheinlich in den 1920er Jahren vernichtet worden. Die einzigen Quellen, die uns heute vorliegen, sind die durch das ev.-luth. Konsistorium St. Petersburg eingeforderten Kirchenbuchabschriften 1833-1917 (nur mit Lücken überliefert), die Unterlagen des Fürsorgekomitees für ausländische Ansiedler in Südrussland und die Unterlagen des Schulzenamtes Peterstal. Alle Quellen sind lückenhaft, vor allem die Dokumente des Fürsorgekomitees. Die zwei letztgenannten Bestände wurden von den Nationalsozialisten in den 1940ern "gerettet", nach Deutschland gebracht und sind großteils bei einem Fliegerangriff auf Berlin verbrannt. Die Reste liegen heute im Staatsarchiv Odessa.

Die Angabe von Stumpp, dass die Familie Nathan 1814 nach Peterstal kam, scheint zu stimmen. In Listen "über wirtschaftliche Einrichtungen" in Peterstal von 1811, 1812 und 1813 vom Fürsorgekomitee wird keine Familie Nathan genannt.

Am 04.02.1855 stirbt im Alter von 65 Jahren, 11 Monaten und 12 Tagen ein Johann Nathan, Ehemann der Anna Maria geb. Arndt. Als Geburtsort wird im Kirchenbuch "Kesterin in Preußen" angegeben. Von Peterstal sind glücklicherweise zwei Bände mit von der Kirche angelegten Familienregistern erhalten geblieben (1841-1860, 1861-1880 mit Nachträgen), diese erwähnen diese Familie. Johann Nathan ist demnach am 22.02.1789 geboren (kein Geburtsort angegeben), heiratete am 20.11.1832 Anna Maria Arndt und starb am 04.02.1855. Zu Anna Maria Arndt werden im Bd. 1 keine Daten angegeben. Als Kinder werden hier nur drei unverheiratete Töchter (wahrscheinlich aus erster Ehe von Johann Nathan) genannt.

Außerdem stirbt am 14.08.1848 ein Gottlieb Nathan im Alter von 61 Jahren, 6 Monaten und 12 Tagen, genannt wird er als Ehemann der Catharina geb. Retzlaff. Als Geburtsort wird nur Preußen genannt. Lt. Familienregister Bd. 1 wurde er am 02.02.1787 geboren (kein Geburtsort angegeben) und starb am 14.08.1848. Catharina Retzlaff sei am 15.03.1789 geboren. Es wird eine Tochter, Christina, genannt und zwei Söhne, Johann Gottlieb (* 1826) und Johann Nicolaus (* 1831). Dieser Johann Gottlieb heiratete 1845 die Barbara Kapfenstein.

Gottlieb und Johann sind wahrscheinlich die Söhne vom eingewanderten Georg Nathan.

Vielleicht haben Dir diese Informationen geholfen. Kennst Du Deine Verbindung zu den Einwanderern, d.h. hast Du Deine Vorfahren weiter erforscht?

Liebe Grüße
Kleeschen
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Krs. Südwestpfalz (Pfalz): Freyer, Stecke/Stüchter/Stöpfler, Neuhart, Kindelberger, Kochert & Wagner
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  #8  
Alt 09.01.2018, 10:17
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LG
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  #9  
Alt 10.01.2018, 19:14
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Erstmal ein großes Dankeschön an alle!

@Frank K.: Danke für den Anhang. Kannst du mir erklären, was genau mit Warschauer Umsiedlung" gemeint ist? Weißt du, ob viele Familien von Deutschland über Polen in die Ukraine ausgewandert sind?

@Kleeschen: Danke für die ausführliche Antwort. Ich habe meine Vorfahren soweit zurückverfolgen können:

Georg Nathan 1745 oo Christina
Gottlieb Nathan 1787 oo Katharina Retzlaff 1789
Johann Nikolaus 1831 oo Maria Vix 1884
Gottlieb Nathan 1860 oo Susanne Früh 1862
Eduard Nathan 1901 oo Martha Krüger 1903
...

Ich finde keine Information über die Eltern und die Herkunft von Georg Nathan. Würde gerne den Ursprung in Deutschland finden...

Hast du eine Idee wie ich weiter Vorgehen kann?

@Opa28: danke aber ich denke dieser Georg ist ein anderer. Er wurde auch etwas später geboren.

Grüße, Nelli
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  #10  
Alt 10.01.2018, 22:04
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Hallo Nelli,

hast Du alle Daten zu den Familien vorliegen? Ich könnte Dir Daten aus meinen Quellen bereitstellen.

Ich würde die Angabe "Kesterin" weiter verfolgen. Dein Vorfahre Gottlieb ist ja der Bruder des Johann Nathan, der 1855 starb und bei dem das angegeben wurde. Die Angabe von Stumpp mit Danzig muss nicht stimmen, Russisch Polen ist auch möglich - von dort gab es viele Nachwanderer nach Russland, vor allem in diesen Jahren.

Vielleicht fragst Du in der Ortssuche, was es mit Kesterin auf sich hat? (Lesefehler meinerseits ist ausgeschlossen)

Liebe Grüße
Kleeschen
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