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  #1  
Alt 02.10.2018, 15:22
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Saure Saure ist offline männlich
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Standard Wehrstammbuch, Soldbuch

Hallo,

in dem Wehrstammbuch (das bei der WASt vorliegt) und in dem Soldbuch (das mir vorliegt) meines Vaters, enden die Eintragungen im Sommer 1944.

Dies ist auch sehr interessant:
https://www.forum-der-wehrmacht.de/i...-und-soldbuch/

Einheiten, in denen mein Vater nach dem Sommer 1944 war, sind der WASt nicht bekannt.

Mein Vater ist jedoch nachweislich 1945 in Niederösterreich in amerik. und anschl. in russ. Kriegsgefangenschaft geraten, und am 24.09.1945 in russ. Kriegsgefangenschaft gestorben.

Meine Frage ist jetzt:
Kann es sein, dass meinem Vater im Sommer 1944 ein neues Wehrstammbuch und ein neues Soldbuch ausgestellt wurde ?
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Dieter Saure

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Geändert von Saure (02.10.2018 um 15:39 Uhr)
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  #2  
Alt 02.10.2018, 16:15
Gerrit Gerrit ist offline männlich
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Hallo Dieter.


Im Falle eines Verlustes wurden m.E. Abschriften aus den Unterlagen der jeweils höheren Abteilung angefordert und die Unterlage nacherstellt. Diese Praxis wurde zumindest bei Soldbüchern angewandt.



Ehrlich gesagt, schwer vorstellbar, warum man ein neues Stammbuch hätte ausstellen sollen, wenn dieses bei der Division lag. Und wenn es so wäre, hätte man doch die Informationen aus der Stammrolle angefordert.
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  #3  
Alt 02.10.2018, 16:48
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Hallo Gerrit,

vielen Dank für Deine Angaben.

Das Wehrstammbuch und das Soldbuch sind ja immer noch körperlich vorhanden.

Ich frage mich nur, warum diese Bücher nicht bis zum Ende des Krieges auf dem laufenden gehalten wurden ?

Kann es theoretisch sein, dass mein Vater zur Waffen-SS kam und dadurch ein anderes Wehrstammbuch und ein anderes Soldbuch erhielt ?

Ein Heimkehrer (er wurde von der Seenotstaffel 5 im August 1944 zur Waffen-SS (Totenkopf) versetzt) gab in einer eidesstattlichen Erklärung an, dass er zusammen mit meinem Vater in Niederösterreich in Gefangenschaft geraten ist.
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  #4  
Alt 02.10.2018, 18:51
Gerrit Gerrit ist offline männlich
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An die SS hatte ich gar nicht mehr gedacht. Möglich; ich kenne mich mit der SS und deren Soldbüchern und Unterlagen nicht aus.


Aus Wiki "Im September 1944 wurden der Division rund 5000 Soldaten als Ersatz zugeführt. Diese Verstärkung bestand aus Marine-Artilleristen und 4316 Angehörigen der Luftwaffe."

Natürlich ist denkbar, dass man auch noch auf übrigen Wehrmachtssoldaten zurückgriff.
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  #5  
Alt 02.10.2018, 19:28
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Saure Saure ist offline männlich
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Hallo Gerrit,

ich habe mir jetzt das Buch
'Soldaten Kämpfer Kameraden - Marsch und Kämpfe der SS-Totenkopfdivision - Band Vb'
bestellt.

Dann schaue ich mir dies mal an:
'Ein Heimkehrer (er wurde von der Seenotstaffel 5 im August 1944 zur Waffen-SS (Totenkopf) versetzt) gab in einer eidesstattlichen Erklärung an, dass er zusammen mit meinem Vater in Niederösterreich in Gefangenschaft geraten ist.'

Mein Vater soll ja zuletzt beim:
Aufstellungs-Stab A Gren.E.u.A. I/134 Brünn
gewesen sein.
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Geändert von Saure (02.10.2018 um 19:57 Uhr)
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  #6  
Alt 03.10.2018, 11:44
Henry Jones Henry Jones ist offline männlich
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Hallo,

das Wehrstammbuch wurde bei der zuständigen Wehrersatzdienststelle geführt und wurde mittels übersandter Kriegsstsammrollen usw. ergänzt, natürlich immer mit einem zeitlichen Verzug.

Ab August 1944 wurde die Führung aber stark vereinfacht, und es wurde nur noch wenn der Soldat gefallen oder vermisst wurde ergänzt. Deshalb gibt es hier wohl keine späteren Einträge.

Wie das Soldbuch allerdings zur WASt gekommen ist, ist mir nicht klar. Vielleicht sollte dein Vater nach dem er ja wohl mehrmals für untauglich erklärt wurde aus dem Dienst entlassen werden und das Soldbuch wurde dann an die Wehrersatzdienststelle übersandt und in das Wehrstammbuch eingelegt. Später hat er dann vielleicht ein neues bekommen als er wieder an die Front musste.

Muss mal im Absolon schauen ob ich dazu etwas finde.

Gruß Alex
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  #7  
Alt 03.10.2018, 13:44
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Saure Saure ist offline männlich
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Hallo Alex,

auch Dir vielen Dank für Deine Ausführungen.

Ich habe unten mal die letzten Eintragungen im Wehrstammbuch und im Soldbuch eingestellt.

Ja, im Spätsommer / Herbst 1944 muß mein Vater wieder eingezogen worden sein.

Meine Mutter hat auf der 'Kriegsgefangenen- und Vermisstenregistrierung 1950'
seine letzte Einheit mit:
Aufstell.-Stab A Gren.E.u.A.B. I/134 Brünn
angegeben.
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Geändert von Saure (03.10.2018 um 13:46 Uhr)
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  #8  
Alt 03.10.2018, 14:17
Henry Jones Henry Jones ist offline männlich
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Hallo Dieter,


liegen dir alle Seiten des Wehrstammbuchs von der WASt vor? Möglicherweise lohnt ein neuer Anlauf, auch zwecks der Unterlagen vom Krankenbuchlager und etwaiger Einleger in das Wehrstammbuch.

Habt ihr das Soldbuch von der WASt ausgehändigt bekommen oder woher stammt das Original?


Ich gehe davon aus, dass dein Vater im Rahmen der 44. ID in Gefangenschaft geraten ist. Die KTB sind leider nur bis August 1944 existent.


Schon beim DRK-Suchdienst nachgefragt ob es dort Heimkehrer-Karteikarten mit dem gleichen Truppenteil gibt?


Manche Lücken im Lebenslauf wird man nicht mehr klären lassen. Bei meinem Großvater gibt es nach März 1944 (k.v. nach Verwundung) keinerlei Aufzeichnungen mehr.


Gruß Alex
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  #9  
Alt 03.10.2018, 14:44
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Hallo Alex,

noch mal vielen Dank für Deine Bemühungen.

'Liegen dir alle Seiten des Wehrstammbuchs von der WASt vor? Möglicherweise lohnt ein neuer Anlauf, auch zwecks der Unterlagen vom Krankenbuchlager und etwaiger Einleger in das Wehrstammbuch.'
Ich habe nur ein paar Kopien erhalten.
Ich weiß aber, dass das Wehrstammbuch jetzt bei der WASt liegt.

'Im Herbst 2005 übernahm die Deutsche Dienststelle (WASt) ca. 4.000.000 Wehrstammbücher aus den Beständen des Bundesarchivs Aachen Kornelimünster.',
da war auch meins dabei.

'Habt ihr das Soldbuch von der WASt ausgehändigt bekommen oder woher stammt das Original?'
Ich habe das Soldbuch damals von der WASt erhalten.

'Ich gehe davon aus, dass dein Vater im Rahmen der 44. ID in Gefangenschaft geraten ist. Die KTB sind leider nur bis August 1944 existent.'
Ich habe damals in der Zeitschrift der 44.ID eine Suchmeldung aufgegeben. Leider hat sich dazu keiner gemeldet.

'Schon beim DRK-Suchdienst nachgefragt ob es dort Heimkehrer-Karteikarten mit dem gleichen Truppenteil gibt?'
Ja, ich habe damals die Heimkehrer-Karteikarten von den Heimkehrern erhalten, die mutmaßlich noch am Leben waren.
Ich konnte daraufhin 13 Heimkehrer aus dem Grenadier Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon I / 134 befragen, aber keiner konnte sich an meinen Vater erinnern.
Vielleicht lag es daran, dass mein Vater zum Aufstellungsstab A dieses Bataillons gehörte, der vielleicht woanders untergebracht war.

'Manche Lücken im Lebenslauf wird man nicht mehr klären lassen. Bei meinem Großvater gibt es nach März 1944 (k.v. nach Verwundung) keinerlei Aufzeichnungen mehr.'
Ja, leider.
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Dieter Saure

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Geändert von Saure (04.10.2018 um 10:18 Uhr)
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  #10  
Alt 03.10.2018, 18:27
schulkindel schulkindel ist offline
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Standard Wehrstammbuch, Soldbuch

Hallo Dieter,

Ich bin militärisch nicht bewandert und beantworte Deine spezielle Frage nicht. Ein Soldbuch habe ich nicht vorliegen.
Ein Denkanstoß:
Ich hatte auf Antrag von der WAST eine gute Aufstellung bekommen über Stationen, wo mein Vater im II. Weltkrieg im Einsatz war (auch Lazarettnennung). Die Aufzeichnungen endeten im September 1944 mit der Bemerkung „vermisst“ und dem Hinweis, mich an den Suchdienst des DRK in München zu wenden.
Das habe ich getan.
Mein Vater war in russische Gefangenschaft geraten, das wusste ich noch von ihm zu seinen Lebzeiten.
Ich habe vom Suchdienst eine Aufstellung (in russischer Sprache mit Anleitung zur Bedeutung der einzelnen Felder) bekommen. Bis 1946 waren die Erfassung der Daten in der sowjetischen Gefangenschaft wohl nachlässig oder unpräzise. Aber danach wurden die weiteren Stationen aufgezeichnet bis zu seiner zur Repatriierung ins Gefangenenlager.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass ab 2018 dieser Suchdienst eingestellt wird.

Gruß
Renate
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soldbuch , wehrstammbuch

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