#1  
Alt 11.05.2007, 21:22
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Tino Tino ist offline männlich
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Standard Ahnenbücher Adelsfamilien Altmark?

Ich grüße alle Teilnehmer und hoffe dass mir jemand bei meinen Fragen helfen kann. Ich beschäftige mich jetzt gut 10 Jahre mit meiner Familienforschung und eine große Hilfe war mir dabei der Genealoge Bernhard Bleis (ein entfernter Verwandter und mittlerweile guter Freund und Ratgeber). Die Ahnenübersicht ist auf 400 Personen angewachsen und wirft wieder einmal mehr Fragen als Antworten auf. In meiner Ahnenübersicht ist eine Margaretha von Bardeleben die in Wust geboren wurde und am 24.03.1655 verstarb. Die Angaben ihrer Vorfahren gehen teilweise bis 1100-1200 zurück und zum Teil mit den Bezeichnungen "Ritter", aber die Angaben gehen manchmal nicht über Namen und oder Geburts,- Sterbedatum hinaus. Ein Googeln nach Ahnenübersichten der Familien oder eine Suche in Gedbas blieb ohne Erfolg. Gibt es Ahnenübersichten der einzelnen Adelsfamilien oder andere Möglichkeiten um die Angaben noch komplettieren zu können?
Es tauchen Angehörige mit folgenden Namen auf: von Bardeleben, von Bernewitz, von der Hagen, von Enderlein, von Friesack, von Götzen, von Greifenberg, Gräfin von Orlamünde, von Malitz, von Owenberg, von Pfuel, von Quitzow, von Retzdorf, von Skeuditz, von Stechow, von Tresckow, von Wildenbrock, von Wilmersdorf;
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  #2  
Alt 11.05.2007, 23:04
Andreas G Andreas G ist offline
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zu Quitzow findet sich vielleicht hier was:
Warnstedt, Christopher Frhr. von, Die v. Quitzow auf Eldenberg (Genealogie, 14. Jahrgang, 1965, Verlag Degener & Co, Neustadt an der Aisch)

Vielleicht findet sich auch noch etwas in den einschlägigen Werken, z. B. der "Gotha".

Viele Grüße
Andreas
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  #3  
Alt 12.05.2007, 01:16
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Hallo Tino,

vielleicht ein bißchen Info zu Bardeleben

Bardeleben, Barleben (in Roth ein schrägerechts liegendes, silbernes Breitbeil mit goldenem Stiel, und im rechten Unterwinkel eine fünfblättrige, silberne Rose). Altes, Magdeburgisches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen Stammsitz bei Magdeburg, welches urkundlich schon im 12. Jahrhundert vorkommt und in der Nähe des Ohreflusses sich bis zum 16. Jahrhundert fand. Seit dem 14. Jahrhundert warb die Familie auch in der Mark Brandenburg reichen Grundbesitz und breitete sich im 18. Jahrhundert auch in Schlesien, Pommern, Preussen und Meklenburg aus. – Burchard v. B. wurde 1340 Bischof von Havelberg und Cuno zog 1563 mit dem Kurfürsten Joachim II. in Brandenburg auf den kaiserlichen Wahltag nach Frankfurt. Von den späteren Sprossen der Familie sind viele in k. preuss. Kriegsdiensten zu hohen Ehrenstellen elangt. Hans Christoph v. B. starb 1736 als k. preuss. Generallieutenant, Chef eine Infant. Reg. Und Gouverneur zu Wesel und ein Sohn desselben aus der Ehe mit einer v. Barfus wurde hessischer General und Gouverneur zu Kassel. Philipp Ernst, ein Sohn des Christoph Georg v. B., Herrn auf Ribbeck, Selbelang und Retzow, starb 1744 als k. preuss. Oberst und Chef eines Füselier-Reg., Christoph Carl Friedrich v. B. war preuss. Generalmajor und Chef des 2. Artill. Reg. Und 18 36 war ein General v. B. Inspecteur von der Artillerie am Rhein.

Bardeleben, Barleben (drei, 2 und 1, Beile; die Stellung der selben und die Farbe ergeben vielfache Varianten). Eine Abzweigung des vorstehenden alten magdeburgischen und märkischen Adelsgeschlechtes der v. Bardeleben, welche schon im 13. Jahrhundert im Mindenschen und Schauenburgischen Urkunden vorkommt. Die Familie war im Schauenburgischen schon 1300 mit Eilsen und 1317 mit Segelhorst angesessen und besass noch im 17. Jahrhundert daselbst, wie im Mindenschen, mehrere Güter. Im 16. Jahrhundert blühte dieselbe auch im Lüneburgischen und im 17. im Oldenburgischen Jeverschen). Zu dem lüneburg. Zweige gehörte, wie sich aus dem von v. Meding beschriebenen Wappen ergibt, Christoph v. B., welcher 1642 als Abt zu St. Michaelis in Lüneburg starb und im Jeverschen war Ernst Christian v. B. zu Ende des 17. Jahrhundert fürstl. Anhaltscher Staatsrath und Präsident und Landdrost zu Jever.

Bardeleben, Barleben (in Roth zwei nebeneinanderstehende, goldene Garben, über welchen ein weisser Wolf spring, doch finden sich auch alte Siegel vor, welche über den Graben einen aufwachsenden Wolf zeigen). Altes, Magdeburgisches, vom Stamme Bartensleben, s. den betreffenden Artikel, abgezweigtes Adelsgeschlecht. Dasselbe erwarb im jetzigen 1. Jerichowschen Kreise der Provinz Sachsen mehrere Güter. Lochau stand demselben schon 1356 zu, Tesdow bei Görzke, jetzt wüste, 1478 und Dudendorf und Ziepel 1613, so wie Glieneke 1706. Das Gut Ziesar war von 1553 an bis jetzt in der Hand der Familie.

Aus: Kneschke Neues allgemeines Adelslexikon 1859-70


Eine Christina von Bardeleben hat in eine Nebenlinie meiner Familie geheiratet, ebenso v. Hagen. Da habe ich weiter nichts. Mit den Grafen von Orlamünde habe ich gemeinsame Ahnen. Wenn Du mir einen "Einstieg" geben kannst, dann schau ich mal, was ich von denen an Daten habe.

Viele Grüße
Hina
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  #4  
Alt 12.05.2007, 10:48
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Ich danke Euch für Eure ausführlichen Antworten. Dank Deiner Buchempfehlung Andreas, habe ich noch Kontakt zu einem Forscher aufgenommen der diese Buch unter seinen Quellen vermerkt hat. Dir Hina schicke ich eine PDF Datei mit meiner Ahnenübersicht. Wäre ja ein glücklicher Umstand wenn wir uns ergänzen könnten oder sogar gemeinsame Nenner finden. Viele Grüße Tino
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  #5  
Alt 12.05.2007, 14:28
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Hallo Tino,

vielen Dank, ich habe Deine Daten erhalten.

Es geht also um Agnes Gräfin von Orlamünde. Bei den Abkömmlingen der v. Orlamünde gibt es erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Agnes, die jedoch als Äbtissin unverheirat blieb und keine Kinder hatte. Die weiblichen Abkömmlinge waren auch keine Gräfinnen von Orlamünde. Bei der in dem Zeitraum fraglichen Agnes Gräfin von Orlamünde könnte es sich evtl. um Agnes von Leiningen, die mit Otto III Graf von Orlamünde verheiratet war, handeln. Evtl. möglich, dass sie in 2. Ehe Werner von Stechow heiratete. Darauf habe ich allerdings keinerlei Hinweise gefunden. Viel mehr vermute ich, dass da mal etwas "hingebogen" wurde, denn die Ahnen von Otto III. von Orlamünde haben für "Sammler" schon etwas zu bieten .

Viele Grüße
Hina
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  #6  
Alt 14.05.2007, 10:44
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Hallo Tino,

Deine gesuchte Agnes v. Orlamünde ist nun gefunden. Sie war die Tochter von Graf Otto III. v. Orlamünde und Agnes von Leiningen. Oben besagte Agnes, die Äbtission im Kloster Himmelroth war, war ihre Nichte.
Damit bist Du nun zu einem recht illusteren Ahnenzweig gekommen, denn der Ururgroßvater von Agnes war Valdemar I., König von Dänemark ;-).

Alles andere per Mail.

Viele Grüße
Hina
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  #7  
Alt 14.05.2007, 20:44
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Ja Hina! Ich kann Dir nur immer wieder herzlich für Deine Zuarbeit per email danken. Sehr ausführliche Hintergrundinformationen. Danke das Du Dich so sehr bei dem -Fall "Agnes"- engagiert hast! Danke, Danke, Danke. Allein bei Otto III waren es ja weit über 500 Personen mehr.
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  #8  
Alt 21.05.2007, 20:04
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Hallo Tino,

wie der Zufall es so will. Jetzt bin ich beim weiteren Erfassen meiner direkten Ahnen auf Hermann IV v. Orlamünde, Sohn von Otto III und Bruder von Agnes v. Orlamünde gestoßen. Damit ist Otto v. Orlamünde mein Urgroßvater in 22. Generation. Bisher waren wir ja nur über die Dänen verwandt .

Viele Grüße
Hina
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  #9  
Alt 17.04.2010, 11:13
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Zitat:
Zitat von Tino Beitrag anzeigen
Ich grüße alle Teilnehmer und hoffe dass mir jemand bei meinen Fragen helfen kann.Gibt es Ahnenübersichten der einzelnen Adelsfamilien oder andere Möglichkeiten um die Angaben noch komplettieren zu können?
Es tauchen Angehörige mit folgenden Namen auf: von Quitzow
Stellvertretend für weitere Einträge zu von Quitzow in den KB von Kuhsdorf:

"Herr Heinrich Carl Friederich August von QUITZOW, Zögling des Friedrich Wilhelms Gymnasii zu Berlin, ein Sohn des Königl. Preuß. Obersten von der Cavallerie außer Diensten, Herrn August Heinrich von QUITZOW, Erb- und Gerichtsherrn auf Bullendorf und Bertkow und der Frau Caroline Johanne Helene geb. von Rohtt[so!] aus dem Hause Welle in der ehemaligen Altmark. Er war geboren zu Osterburg den 17t. November 1795 und starb zu Berlin, 16 J. 2 M. 17 T. alt, am 14t. Februar Morgens um 8 Uhr 1812 am Nervenfieber. Seine Leiche wurde hieher gebracht und am 18t Febr. in dem adelichen Erbbegräbniß beigesetzt.

Wir bringen weinend unsern Dank,
wir stammeln unseren Lobgesang,
Dir, der den Retter aus der Noth
gesendet hat den sanften Tod.

Des Todes Kampf war schwer und heiß;
die Stirn deckte kalter Schweiß;
hoch hob das Herz und zitternd sich;
da kam Gott und erbarmte sich.

Nun liegt Er da, den wir geliebt,
Er liegt und schläft, kein Kummer trübt
die Seele! Ewig wird sie nun
von dieses Lebens Jammer ruhn.

Der Leiden Kelch ist ausgeleert,
Er weint nicht nicht mehr; Er schläft und hört
der Klage Stimmen länger nicht,
genießt [?] vor Gottes Angesicht.

Zieh hin in Frieden! Himmelsruh
ström Dir vom Thron Gottes zu!
Bald legen unsern Pilgerstab
auch wir bei unsern Gräbern ab. - "

Quelle: Ev. Kirchenbuchduplikat Kuhsdorf, Ostprignitz, 1800-1849, S. 86, Tote 1812, Nr. 1

In Kuhsdorf findet man weitere Einträge zu den von Quitzows.

Geändert von clarissa1874 (17.04.2010 um 11:16 Uhr) Grund: Korrektur
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  #10  
Alt 17.04.2010, 13:55
Manfred Renner Manfred Renner ist offline männlich
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Reden Leo van de Pas : Adel

Hallo Tino ,

da ich weiss, dass HINA über ein profundes Wissen und gute Quellen verfügt, kann dieser
Tipp sicher nur eine Ergänzung sein. Vielleicht schaust Du Dir die Seite einmal an.
Leo hat über 300 000 Personen in seiner Datei. Hier die Adresse über Google :

1. Leo van de Pas eingeben oder gleich

2. < http://www.genealogics.org/index.php >

Beste Grüsse aus Hamburg an Dich und HINA ,

Manfred
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