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  #1  
Alt 26.04.2012, 21:47
jan20101010 jan20101010 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 24.06.2011
Beiträge: 506
Standard Familienname Grote / Grauten

Familienname: Grote
Zeit/Jahr der Nennung: 1700
Ort/Region der Nennung: Westfalen


Hallo,
ich habe noch einen Namen der mich interessieren würde. Es geht um den Namen Grote. Vor 1850 meistens Graute und vor 1820 Grauten.
Grauten konnte ich bis zum Ende des 17. Jahrhundert zurück verfolgen.
Der Familiename Grauten kommt scheinbar fast nur in Westfalen (Höxter, Brakel, Paderborn...) in katholischen und bäuerlichen Gegenden vor. Grauten gibt es in der Region auch noch bis heute.

Geändert von jan20101010 (26.04.2012 um 21:54 Uhr)
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  #2  
Alt 26.04.2012, 22:07
Benutzerbild von Laurin
Laurin Laurin ist offline männlich
Moderator
 
Registriert seit: 30.07.2007
Ort: Oberfranken
Beiträge: 4.934
Standard

Hallo Jan,

zum FN Grote muß nicht viel gesagt werden, der erklärt sich (fast) von selbst :
Niederdeutscher Übername zu mnd. grōt = "groß, gewaltig"

Ob die Formen Graute und Grauten ostwestfälisch / (lippisch?) dialektbedingt entstanden, könnte uns evtl. ein Kenner dieser Dialekte erläutern.
__________________
Freundliche Grüße
Laurin
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  #3  
Alt 26.04.2012, 23:20
jan20101010 jan20101010 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 24.06.2011
Beiträge: 506
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Danke, da hätte man echt drauf kommen können.
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  #4  
Alt 28.04.2012, 16:29
Xylander Xylander ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.10.2009
Beiträge: 1.707
Standard

Hallo Jan, hallo Laurin,

das ist ein Beispiel für die Diphthongierung von Langvokalen in westfälischen Dialekten (und auch im Ostfälischen): groot > graut, dood > daud, doon > daun usw. Dies beschränkt sich nicht auf Ostwestfalen-Lippe. Der FN Graute z.B. ist laut FamilySearch z.B. auch im Westmünsterland verbreitet.

In meiner Heimat in SW-Westfalen/Grenze zum Bergischen wurde sowohl als Koh auch Kau = Kuh verwendet.

Jan, die Herkunft Deiner Graute hast Du ja aber anscheinend schon ermittelt.

Im Unterschied dazu gibt es außerdem die bekannte Kürzendiphthongierung ("Westfälische Brechung": kochen = kuoken).

Viele Grüße
Xylander
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  #5  
Alt 02.05.2012, 23:04
jan20101010 jan20101010 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 24.06.2011
Beiträge: 506
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Vielen Dank auch für deine interessanten Ausführungen.
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