#21  
Alt 07.03.2020, 03:12
Benutzerbild von Araminta
Araminta Araminta ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 12.11.2016
Beiträge: 436
Standard

Genau heute vor 100 Jahren ist meine Ururgroßmutter gestorben.
Angeblich an der Spanischen Grippe - obwohl die doch nur 18/19 war. Aber wenn, wäre es schon ein Zufall.
Sie starb mit nur 32 Jahren und ich möchte hiermit an sie denken und sie unvergessen machen.
Auch wenn das Grab verloren ist, ist sie nicht unvergessen.
Mit Zitat antworten
  #22  
Alt 07.03.2020, 11:34
assi.d assi.d ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.11.2008
Ort: Osthessen, bei Fulda
Beiträge: 1.893
Standard

Zitat:
ist sie nicht unvergessen.

Öhm, eine doppelte Verneinung ist eine Bejahung.

Astrid, die das Klugscheißen nicht lassen kann
Mit Zitat antworten
  #23  
Alt 07.03.2020, 11:43
Benutzerbild von magic70
magic70 magic70 ist offline weiblich
Benutzer
 
Registriert seit: 15.02.2019
Ort: Niedersachsen, Landkreis Gifhorn
Beiträge: 32
Standard

Was für ein spannender Thread !


Wir schreiben also das Jahr 1920 ... mal sehen ...


-meine Urgrosseltern (8 und 9) sind 27 und 26 Jahre alt und kennen sich vermutlich noch nicht, sie stammt aus Iserlohn, er aus Neudorf-Platendorf im Landkreis Gifhorn, geheiratet wird erst 1922, ein Sohn, mein Opa, wird 1923 geboren. Ob 8 und 9 von WK I familiär berührt wurden, ist mir nicht bekannt



-die Urgrosseltern (10 und 11) sind 26 und 17 Jahre alt und kennen sich ganz bestimmt, denn 10 heiratet zuerst die Tante von 11 im Jahre 1918 (diese stirbt im Sommer 1923 und er heiratet dann die Nichte). Da Uropas rechter Arm in WK I verloren ging, war das eine auch praktische Lösung,allerdings war die Ehe glücklich und als Uropa beieinem Autounfall stirbt (1962) verfällt Uroma in tiefe Trauer und wird dadurch auch körperlich krank. Sie bekommen eine Tochter, meine Oma, in 1924.


-die Urgosseltern (12 und 13) sind 28 und 26 Jahre alt und lernen sich im Jahre 1920 kennen, sie heiraten in 1921. Sie leben ländlich mit einem grossen Garten und ein wenig Nutzvieh, viele Kochrzepte sind glücklicherweise aus der Zeit überliefert.



-die Urgrosseltern (14 und 15) sind 29 und 28 Jahre alt, haben in 1915 geheiratet und bereits 2 Kinder, das dritte von insgesamt 8 kommt im Januar 1921 zur Welt.
__________________
Liebe Grüsse
Dunja
Mit Zitat antworten
  #24  
Alt 08.03.2020, 16:50
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.03.2017
Ort: Österreich
Beiträge: 1.204
Standard

Zitat:
Zitat von Araminta Beitrag anzeigen
Genau heute vor 100 Jahren ist meine Ururgroßmutter gestorben.
Angeblich an der Spanischen Grippe - obwohl die doch nur 18/19 war. Aber wenn, wäre es schon ein Zufall.
Sie starb mit nur 32 Jahren und ich möchte hiermit an sie denken und sie unvergessen machen.
Auch wenn das Grab verloren ist, ist sie nicht unvergessen.
Hallo.

Die Spanische Grippe wütete 1918/1919 und auch 1920/1929, allerdings nur mehr in wenigen Wellen.

Von daher käme das schon hin.

Herzliche Grüße

Andrea
__________________
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.
Mit Zitat antworten
  #25  
Alt 05.06.2020, 22:00
Benutzerbild von Adea
Adea Adea ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 17.10.2015
Ort: Berlin
Beiträge: 440
Standard Update 1920

Ich hole das Thema mal wieder hervor und mache ein Update für das Jahr 1920. Genau wie im Vorjahr lebten 15 meiner direkten Vorfahren, es gab keine Geburten und keine Sterbefälle.

1920 wurde mein Mecklenburger Großvater eingeschult. Sein Vater war vier Jahre zuvor in Frankreich gefallen, er hatte ihn nie richtig kennengelernt. Das gleiche Schicksal wird sich später im Zweiten Weltkrieg wiederholen. Er selbst wird mit 28 Jahren an der Ostfront fallen und auch seine Kinder werden ohne ihren Vater aufwachsen.

Meine Oma lebt 1920 mit ihren Eltern und älteren Geschwistern in der Hamburger Innenstadt in beengten und ärmlichen Verhältnissen. Sie geht noch nicht in die Schule und verbringt viele Wochen des Jahres auf dem Lande, auf dem Bauernhof ihrer Großmutter in Mecklenburg. Innerhalb der nächsten vier Jahre werden in Hamburg ihre Mutter, ihr Vater und ihre Schwester sterben und meine Oma wird für immer in Mecklenburg bleiben, dort zur Schule gehen und wohlbehütet in der Familie ihrer Tante und bei ihrer Großmutter mütterlicherseits aufwachsen.

Im fernen Masuren findet am 11.07.1920 eine Volksabstimmung statt. Nach dem Versailler Vertrag sollen die Bewohner im südlichen Ostpreußen darüber entscheiden, ob ihre Kreise der Republik Polen angeschlossen werden oder in Ostpreußen verbleiben. In der Kreisstadt Lötzen werden über 99 Prozent der Wähler für Deutschland stimmen. Auch meine Urgroßeltern Otto und Auguste gehen zur Wahl. In der Stadt herrscht Volksfeststimmung, meine Oma nimmt als Schulkind am großen Festumzug Teil. Auf dem Bahnhof kommen Sonderzüge aus allen Teilen des Reiches an, denn alle Personen, die im Abstimmungsgebiet geboren wurden, sind wahlberechtigt. Auch einige ausgewanderte Geschwister meiner Urgroßeltern sind zur Abstimmung angereist und es gibt überall Familientreffen.

50 km nördlich von Lötzen, im ostpreußischen Kreis Angerburg, verfolgen meine Urgroßeltern Karl und Emma aufmerksam die Abstimmung in ihrem Nachbarkreis. Der Kreis Angerburg gehört nicht zum Abstimmungsgebiet. 1920 geht mein Opa noch zur Schule, seine älteren Geschwister haben das Elternhaus bereits verlassen. Meine Urgroßeltern sind seit 28 Jahren verheiratet und sie werden noch weitere 25 glückliche Ehejahre miteinander verbringen, bevor beide 1945 über 1000 km von ihrem Heimatort entfernt sterben.

LG Adea
__________________

Dauersuche:

- Eltern und Geschwister von Emma Niklaus (* 1866 in Groß Jahnen, Kirchspiel Szabienen, Kreis Darkehmen/Ostpreußen)
- Herkunft von Christian Rausch, um 1811 als Soldat beim dänischen Militär in Warder (bei Segeberg/Holstein)
- Alles über die Papiermacher-Familie Seidler (vor 1800 in Mecklenburg und Holstein)

Meine Suchregionen: Mecklenburg, Ostpreußen, Holstein, Hamburg, Vogtland, Salzburger Land (vor 1732)


Mit Zitat antworten
  #26  
Alt 06.06.2020, 12:55
hessischesteirerin hessischesteirerin ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.06.2019
Beiträge: 440
Standard

Wir schreiben Juni 1920

Deutschland (9 Personen)
meine Omi wurde gestern 13 Jahre alt, mein Opi wird im September 12 Jahre
Bis vor kurzem haben beide noch in einer Strasse gewohnt, aber Uroma Karoline Katharina hat das Haus in der mindestens 7 Generation verkauft und so ist Omi in eine Seitenstrasse gezogen. Ein kleines Häuschen mit Scheuer, Stallung und viel Ackerland, es war bis letztes Jahr noch im Familienbesitz
Uroma Karoline ist übrigens gerade 42 Jahre alt, ihr Mann mein Ur-Opa Heinrich Philipp 47J.
meine 2x Urgrosseltern Johannes (63) und Amalie (60) leben auch noch, sie sind die Eltern von Karoline Katharina
von Opas Seite leben:
Meine Urgroßeltern Philip Lorenz (58) und Katharina Margarethe (43)
mein 2x Ur-Großvater Philip Christoph (75) er lebt als Einziger nicht im gleichen Ort, sondern 2 Dörfer weiter.
Fazit: alle bis auf meinen 2xUr-Großvater leben in einem Dorf und sogar lange Zeit in einer Strasse


(6 Personen)
Opa Franz ist gerade mal 12 Jahre alt als sein Vater Franziscus de Paula ist 41 bereits 2 mal verwitwet ist und mit der zukünftigen dritten Frau zusammenlebt. Sie leben in dem Haus, in dem später auch mein Vater als kleiner Junge leben wird. Dieses Haus wurde abgerissen, neu bebaut und wurde vor 2 Jahren verkauft.


Oma Hedwig ist 6 Jahre alt und lebt auf dem Bauernhof von Uropa Franz (53 Jahre) und Uroma Aloisia (40) hier lebt auch die Mutter von Uropa Franz, Maria Reiner (81). Der Hof ist seit 109 Jahre im Familienbesitz und wird in den Matrikeln zum ersten Mal 1611 erwähnt. (2020 ist der Hof immernoch im Familienbesitz)
Uroma Aloisia ist kurz vor der Niederkunft - heute in 13 Tagen wird meine Oma Aloisia auf die Welt kommen. Aloisia wird das 4. Kind sein.
Während sie oben auf dem Hof auf das Baby "warten" kommen gerade unten im Dorf die ersten Lipizzaner auf dem Gestüt an, nachdem die Zucht in Lipica aufgegeben wurde, werden nun hier die weißen Pferde gezüchtet. Die 100-Jahr-Feier sollte auf dasselbe Wochenende fallen, wie der 100 Geburtstag von Aloisia, würde sie noch leben, hätte sie das sehr gefreut.

Ich darf ich glücklich schätzen, dass keiner meiner Vorfahren im Krieg geblieben ist. Uropa Franziskus war wohl beim Militär, aber ich habe noch nicht mehr darüber herausbekommen.
Mit Zitat antworten
  #27  
Alt 06.06.2020, 21:05
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.03.2017
Ort: Österreich
Beiträge: 1.204
Standard

Zitat:
Innerhalb der nächsten vier Jahre werden in Hamburg ihre Mutter, ihr Vater und ihre Schwester sterben und meine Oma wird für immer in Mecklenburg bleiben, dort zur Schule gehen und wohlbehütet in der Familie ihrer Tante und bei ihrer Großmutter mütterlicherseits aufwachsen.
Was ist passiert ? Bezogen auf den frühen Tod der beinahe die ganze Familie umfasst.

Herzliche Grüße

Andrea
__________________
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.
Mit Zitat antworten
  #28  
Alt 10.06.2020, 20:10
Benutzerbild von Adea
Adea Adea ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 17.10.2015
Ort: Berlin
Beiträge: 440
Standard

Was Anfang der 1920er Jahre in Hamburg in der Familie genau passiert ist, wüsste ich auch gerne.

Meine Oma war damals noch viel zu klein, sie hatte überhaupt keine Erinnerungen an diese Zeit und wusste es nur aus den Erzählungen ihrer ältesten Schwester. Demnach starb zuerst die Mutter 1922 an einer Infektionskrankheit. Die damals 11-jährige Schwester hatte sich bei ihr angesteckt und starb 1923. Und der Vater hat den frühen Tod von Ehefrau und Tochter vermutlich nicht verkraftet, er starb 1924 in der Staatlichen Krankenanstalt Langenhorn.

Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich noch einmal im Staatsarchiv Hamburg suchen, ob es dort noch irgendwo Akten von 1924 aus Langenhorn gibt.

LG Adea
__________________

Dauersuche:

- Eltern und Geschwister von Emma Niklaus (* 1866 in Groß Jahnen, Kirchspiel Szabienen, Kreis Darkehmen/Ostpreußen)
- Herkunft von Christian Rausch, um 1811 als Soldat beim dänischen Militär in Warder (bei Segeberg/Holstein)
- Alles über die Papiermacher-Familie Seidler (vor 1800 in Mecklenburg und Holstein)

Meine Suchregionen: Mecklenburg, Ostpreußen, Holstein, Hamburg, Vogtland, Salzburger Land (vor 1732)


Mit Zitat antworten
  #29  
Alt 10.06.2020, 21:09
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.03.2017
Ort: Österreich
Beiträge: 1.204
Standard

Hallo Adea.

Das ist ja traurig. Deine arme Oma.

Toi, toi, toi dass du im Staatsarchiv Hamburg was dazu findest.

Herzliche Grüße

Andrea
__________________
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.
Mit Zitat antworten
  #30  
Alt 10.06.2020, 21:10
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.03.2017
Ort: Österreich
Beiträge: 1.204
Standard

Bitte löschen, Doppeleintrag.
__________________
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.

Geändert von Andrea1984 (10.06.2020 um 21:11 Uhr)
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:55 Uhr.