Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Allgemeine Diskussionsforen > Aktuelle Umfragen
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Hinweise

Umfrageergebnis anzeigen: "Übersetzt" ihr gebeugte Namen eurer Ahnen in Übersichten?
Nein, der Name wird so erfasst wie im Geburtseintrag 26 43,33%
Nur der Vorname wird wie im Geburtseintrag erfasst, der Nachname wie bei den Nachkommen geschrieben 5 8,33%
Ja, "Franciscus Müllern" übersetze ich nach "Franz Müller" 23 38,33%
Andere Vorgehensweise/Sonstiges 9 15,00%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 60. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Thema geschlossen
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #1  
Alt 28.03.2011, 15:51
Benutzerbild von Leberecht
Leberecht Leberecht ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.03.2009
Ort: Sachsen
Beiträge: 512
Standard "Übersetzt" ihr gebeugte Vornamen?

Hallo liebe Mitforscher,

je weiter ich in meinen Ahnenlinien weiterkomme, umso mehr merke ich ein "Beugen" der Namen bei Einträgen in den Kirchenbüchern.

Klar, "Müllerin" oder "Müllern".. da ist der Nachname (wie dann bei den Kindern oder Enkeln) "Müller".

Mich würde interessieren: was macht ihr mit gebeugten Vornamen, insb. aus katholischen und/oder lateinischen Einträgen?
Z.B. habe ich jetzt von ein und derselben Vorfahrin im Kirchenbuch bei ihrer Geburt, ihrer Heirat und bei einem halb dutzend Kindern die Namen "Marianna", "Mariana", "Marina", "Marianne". Beim Ehemann Paul ists dasselbe Spiel, dort kommt noch Latein hinzu: "Paul", "Paulus", "Pauly".

Wie handhabt ihr solche Sachen? Übersetzt ihr die Vornamen (und auch die Nachnamen?) ins heutige Deutsch oder welche Version nehmt ihr?

Bei obigen Beispielen geht es ja durchaus noch.
Was aber mit Wencelslaus, Franciscus oder Stefanus? Einfach zu Wenzel, Franz oder Stefan machen? Die häufigste Variante z.B. bei Kindeseinträgen nehmen? Oder stets den vollen Geburtsnamen?

Viele Grüße
Leberecht

Edit: kleiner Nachtrag. Es geht hierbei natürlich ausdrücklich um die Vorgehensweise bei Übersichten, Stammtafeln etc. Ich denke jeder ernsthafte Ahnenforscher wird sich so oder so einen vermerkt machen, wie der entsprechende Name im Original im Kirchenbuch steht oder stand.

Geändert von Leberecht (28.03.2011 um 15:57 Uhr)
  #2  
Alt 28.03.2011, 16:06
Benutzerbild von Juanita
Juanita Juanita ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.03.2011
Ort: Geesthacht
Beiträge: 1.046
Standard

Ich nehme den Taufnamen und setzte die anderen in Klammern. Wenn ich den Taufeintr. nicht habe, nehme ich den Namen im Heiratseintrag u. als letztes den im Sterbeeintr. -
bis ich den den Taufeintr. habe. z. B.: Christophorus (Christoph), x Mülverstedt... usw.

Gruß! Juanita
  #3  
Alt 28.03.2011, 17:29
Benutzerbild von Bianca Bergmann
Bianca Bergmann Bianca Bergmann ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.12.2009
Ort: Vechta
Beiträge: 1.408
Standard

Ich versuche die Namen so aufzunehmen wie im Geburtseintrag aufgeführt. Jedenfalls die Vornamen. Bei FN wie z.B. Maria Schmidten schreibe ich Schmidt. Ich habe einen FN da weiß ich noch nicht genau wie ich es weiter handhabe.

Warbende, Warbend, Warbehn

Im Moment habe ich sie wie im Geburtseintrag. Aber ich habe einige dabei die sind als Warbend geboren und als Warbehn gestorben. Da wirds dann schon kompliziert.
__________________
Gruß Bianca

Gesucht: Gottfried Perlewitz, Soldat in Stettin und Louisa Krüger vor 1773
  #4  
Alt 28.03.2011, 18:00
Benutzerbild von Mats
Mats Mats ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 03.01.2009
Ort: Bückeburg
Beiträge: 3.384
Standard

Ich bin öfter darüber gestolpert, daß im Taufeintrag (z.B. am Rand neben der Ziffer) Stephanus stand, im Text hieß es dann "wurde auf den Namen Stefan getauft". In so einem Fall nehme ich nur den Namen Stefan.

Sonst so, wie es im Taufeintrag steht.
__________________
Es gibt nur 2 Tage im Jahr, an denen man so gar nichts tun kann:
der eine heißt gestern, der andere heißt morgen,
also ist heute der richtige Tag
um zu lieben, zu handeln, zu glauben und vor allem zu leben.
Dalai Lama
  #5  
Alt 28.03.2011, 19:09
Benutzerbild von Friedrich
Friedrich Friedrich ist offline männlich
Moderator
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 10.671
Standard

Moin zusammen,

was ich auf jeden Fall erstmal ändere, ist, die Deklination in den lateinischen Einträgen. Bei mir gibt's weder Jodocum, Jodoci oder Jodoco, sondern nur Jodocus.

Friedrich
__________________

"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
  #6  
Alt 28.03.2011, 20:12
Benutzerbild von Schlumpf
Schlumpf Schlumpf ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.04.2007
Ort: davorne links
Beiträge: 291
Standard

Hallo

"Gebeugte Vornamen"..tja
Lateinische Wortendungen wie "-us, -i, ae" werden nicht übernommen. Die Leute hießen auch nicht "des Peter" oder so.
Müllerin habe ich schonmal. Die bekommt in aller Regel auch den Namen "Müller", ohne Endung -in.
Was die eigentliche Schwierigkeit angeht sind Namen wie:
Gurg(en) = Georg oder Gregor
Lena = Magdalena oder Helena
Dilla = Odilie oder Adelheid und viele andere Namen im 17. Jahrhundert.
Nun, bei denen schreibe ich nix dabei. Sollen andere Leute sich selber ans Forschen begeben.
In meinem pers. Stammbaum hab ich immer Helena (Taufn. Lena) oder sowas hingeschrieben.
  #7  
Alt 28.03.2011, 20:45
UnFassbar UnFassbar ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 14.11.2010
Ort: Bodensee
Beiträge: 87
Standard

Sehe ich eher locker, so lange Geb.-Ort und Datum und andere Dinge übereinstimmen. Was die "Müllerin" angeht, wäre ich genau wie bei "Schmiedin" oder "Schulzin" vorsichtig ob das nicht den Stand/Beruf betrifft.

UnFassbar
  #8  
Alt 28.03.2011, 20:49
Benutzerbild von puuscheule
puuscheule puuscheule ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.01.2011
Beiträge: 408
Standard

Hallo,

da ich mit einer selbst gestrickten Tabelle arbeite, habe ich für jede Dokumentation eine Zeile und für die Vornamen und Nachnamen je eine extra Spalte für die Originalschreibweise.

Ich habe es schon erlebt, dass sich ein Pfarrer bei der Taufe nicht entscheiden konnte, ob er "Püschel" oder "Pieschel" schreiben soll. Der Kindsvater hatte die eine, der Großvater die andere Variante. Der Pfarrer hatte eine schöne Schrift, also kein Lesefehler.

Ob Maria Anna, Marianna etc. hängt auch vom Pfarrer ab.

Mit den Beugungen ist mir bei den Tschechischen Einträgen schon so mancher Fehler unterlaufen ...

Gruss,
Cornelia
  #9  
Alt 28.03.2011, 21:07
moorbold1
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Erinnert mich ein wenig an meine Vorfahren.

Im Taufbuch werden sie noch Johann genannt, ab Einsegnung bis zum Sterbeeintrag nur noch schlicht Hanß...

Eine Müllerin wird von mir als Müller angegeben.

Ihr Vater hatte ja auch nur den Namen Müller.

Alles andere wäre für mich zu unübersichtlich ...
  #10  
Alt 28.03.2011, 21:38
Benutzerbild von puuscheule
puuscheule puuscheule ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.01.2011
Beiträge: 408
Standard

Hallo,

das mit der Übersichtlichkeit versteh ich

Mein Istvan wird nur leider zwischendurch zum Stephan.
Der Vaclav zum Wenzel ...

Die Tschölsch zu Czölsch ..
Die Püschel/Pieschel habe ich auch schon als Pižl gefunden ...
Kroutil/Kroutilová (+ sonstige tschechische Grammatik)

@ moorbold1: da bleibt mir wenig Raum auch noch spanische Dörfer zu lernen Ich komme über "qué tal" kaum hinaus.

Gruss,
Cornelia
Thema geschlossen

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:24 Uhr.