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Alt 13.05.2020, 20:06
bsobota bsobota ist offline männlich
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Standard Gerda Waltraud Schulz, geb. 1934 in Königsberg

Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1934-1945
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Königsberg i.Pr.
Konfession der gesuchten Person(en): evangelisch
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken): VFFOW; Archion; Familysearch; Ancestry
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive): DRK Suchdienst; Kirchlicher Suchdienst; Standesamt I Berlin, Ev. Kirchenbucharchiv Berlin; Russische Archive in Kaliningrad und Moskau; Archion; Lastenausgleichsarchiv Bayreuth



Meine Großmutter Gerda Waltraud Reimnitz, geboren am 25.09.1934 in Königsberg, sucht ihre Familienangehörige, allen voran ihre Geschwister. Ihre Eltern waren Berta Schug mit Mann. („Schug“ unter Berücksichtigung verschiedener Schreibweisen.) Leider erinnert sich meine Großmutter nicht mehr an den Vornamen ihres Vaters, der in Königsberg einen Kohlenhandel betrieb und zur damaligen Zeit vermögend gewesen sein soll.
Die Familie wohnte auf dem „Steindamm“ in Königsberg. Ihr ist bekannt, dass sie noch drei Schwestern hatte. In sehr frühen Kinderjahren kamen meine Großmutter und ihre Geschwister in ein Königsberger Kinderheim / Waisenhaus. Wir vermuten, dass die Eltern kein wahres Interesse an Kindern hatten. Man genoss das Leben in vollen Zügen und tat große Reisen. Im Kinderheim verliert sich der Kontakt zu ihren anderen Geschwistern.
Meine Großmutter Gerda wurde als einziges Kind von Familie Schulz adoptiert. Ihr Adoptivvater Emil Adolf Schulz war am 25.01.1903 in Königsberg/Haberberg geboren, beschäftigt bei den Gaswerken in leitender Stellung und am 14.06.1981 in Görlitz gestorben. Seine Ehefrau hieß Elsbeth Margarete Nitz, geboren am 8.04.1907 in Königsberg/Haberberg geboren und 1965 in Görlitz verstorben.
Gerda wohnte mit ihrer Adoptivfamilie in der „Kleinen Sandgasse 14“ in Königsberg/Haberberg. Es existiert ein Foto von der Einschulung mit 6 Jahren. Da muss sie schon adoptiert gewesen sein. Familie Schulz hatte noch zwei weitere Kinder zuvor aus einem Kinderheim / Waisenhaus adoptiert, Heinz und Siegfried. Trotz mehrmaliger Nachfragen über ihre Familienherkunft bekam meine Großmutter keine Antwort von ihren Adoptiveltern. Ihr ist aber bekannt, dass Elsbeth Schulz in Kontakt mit der leiblichen Mutter Berta stand. Berta Schug wurde stets von meiner Großmutter, nichts wissend und ahnend, Tante Berta genannt. Eines Tages jedoch versprach ihr die leibliche Mutter, wenn sie „Mutter“ zu ihr sagen würde, dann bekäme meine Großmutter eine Tafel Schokolade. Mit der Schokolade in der Hand rannte dann Gerda zu ihrer Adoptivmutter und erzählte ihr von der Begegnung. Seit diesem Moment sah sie ihre leibliche Mutter nie wieder.
1945 flüchtete die Familie unter ärmlichsten und unmenschlichsten Bedingungen durch Vertreibung der Russen zunächst zur Zwangsarbeit in Kalgen bei Königsberg und 1948 mit dem Zug in Richtung Westen, über Berlin, Löbau nach Görlitz.
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gerda waltraud schulz , königsberg

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