#1  
Alt 29.10.2008, 17:11
Karen
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Beiträge: n/a
Standard Wer erbt eure Forschungsergebnisse?

Habt ihr euch darüber schonmal Gedanken gemacht?
Was passiert mit euren gesammelten Werken? Hofft ihr darauf, dass die Kinder sich mal interessieren? Aber interessieren die sich wirklich? Vielleicht landet dann jahrelange Arbeit auf dem Müll?
Ist es euch egal, was damit passiert oder habt ihr "Vorsorge" getroffen? Hat schon jemand Interesse bekundet oder habt ihr eurem Umfeld mitgeteilt, dass eure Unterlagen in ein Stadtarchiv oder eine Ahnenforschergruppe wandern sollen?

Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten.

Viele Grüße,
Karen
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  #2  
Alt 29.10.2008, 17:46
gudrun gudrun ist offline
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Hallo,

ich habe schon vor Jahren eine Zusammenstellung meiner Forschung meinem Verein gegeben. Müßte ich allerdings jetzt wieder mal erweitern.
Meinen Sohn fragte ich auch schon. Seine Aussage: "Da wird nichts weggeschmissen"

Er interessiert sich jetzt noch nicht besonders, das wird aber hoffe ich, noch kommen.
Ein Ausweg wäre natürlich, daß ein Verein oder ein Archiv den Familienforscher-Nachlaß bekommt.

Viele Grüße
Gudrun
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  #3  
Alt 29.10.2008, 17:58
Benutzerbild von Alvire
Alvire Alvire ist offline weiblich
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Wir selbst haben keine Kinder und werden entsprechend auch keine Enkel haben. Unsere Nichten und Neffen sind im Grunde allesamt desinteressiert an der Arbeit selbst und daran, sich das Wissen anzueignen, wie man forscht. Für die Geschichten, die sich nach meiner jetzt 29 jährigen Tätigkeit ergaben, daran sind 2 interessiert und sie hören sie mit Begeisterung immer wieder gern. Ab und an kommen auch mal gezielte Fragen. Sag mal, weisst du was über Onkel X oder wie war das damals mit Oma?

Das Problem ist, also jedenfalls in meiner Familie, das keiner der Neffen und Nichten mehr kennenlernte, als Oma, Opa und die Tanten und Onkel aus dem nächsten Umfeld. Wir sind eine Grossfamilie und über ganz Deutschland verteilt. Es ist für sie schwer bis gar nicht wahrzunehmen, das hier oder dort eine weitere Cousine zur Welt kam. Dazu sind die Strecken zu gross. Meine Generation wuchs noch mit 4 Generationen auf. Mir sind die meisten noch persönlich bekannt, wenn auch Teile nur in dunkler Erinnerung aus meiner Kindheit. Wir sassen noch zusammen haben am Tisch gespielt, gebastelt, geredet und vor allem jedes Familienfest zusammen gefeiert. Weihnachten, Ostern usw. Heute noch kommen jeden Sonntag meine Familie zum essen zusammen. Die Kinder, die haben anderes zu tun. Ihnen gefallen diese Traditionen aus der Steinzeit nicht. Jedenfalls sind das ihr Kernaussagen.

Für mich bedeutet das, das alles was ich je angesammelt habe, auf dem Müll landen wird, wenn sich nicht von irgendeinem der Jungen (der Älteste ist 22) noch im Laufe der nächsten Jahre die Einstellung ändern wird oder sich einer der Sachen erbarmt und sie irgendwo dann in Erinernung in sein Regal stellt.

Ja, es ist schade, aber irgendwie sehe ich auch den Zeitfaktor und hoffe auf diesen.
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  #4  
Alt 29.10.2008, 18:25
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PetraW PetraW ist offline weiblich
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Standard Wer erbt eure Forschungsergebnisse

Hallo liebe Leser

Ich stelle gerade unsere Ahnen in ein Genealogieprogramm ein .Ist eine Heidenarbeit , aber ich möchte ja dann alles zusammen in Genealogy.net einstellen. Wenn ich dann mal nicht mehr bin, haben unsere Nachkommen eine schöne Erinnerung an uns.
Wer weiß, ob es in ein paar Jahren noch so einfach ist nach Ahnen zu forschen..?..
Wir haben noch einen Verein dem könnte ich auch alles geben.
Hallo Alvire.:
Dir wird schon noch was einfallen um die gesammelten Werke zu retten.
Bitte nix wegschmeißen das wäre doch für uns Forscher ein herber Verlust.... deine Zeilen ham mich so traurig gemacht.

LG Petra
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  #5  
Alt 29.10.2008, 18:29
Regine G.
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Hallo Karen,

ich hoffe doch, daß mein Sohn mal alles übernimmt. Ich habe ihm zum 30. Geburtstag eine als Buch gebundene Familienchronik (zum "Anfüttern" mit ganz vielen Bildern und alten Geldscheinen aus den letzten 110 Jahren bestückt) geschenkt. So nach dem Motto "Spiel, Spaß und Spannung". Na, mal sehen ich laß die Zeit für mich arbeiten.


Liebe Grüße Regine
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  #6  
Alt 29.10.2008, 18:31
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Franz Malangeri Franz Malangeri ist offline
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Beiträge: 160
Böse Wer erbt eure Forschungsergebnisse?

Hallo,
es ist wie bei jedem Hobby, egal ob jemand Briefmarken oder Münzen sammelt, für Oldtimer schwärmt oder sein Geld in Uhren investiert: man tut es in erster Linie für sich selbst. Es ist selten, jemanden zu finden, der die Arbeit zu würdigen weiss und mit der gleichen Sorgfalt weiter führt. Somit werden viele Stammbäume, sicher auch meiner, als Karteileiche irgendwann verschwinden.
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  #7  
Alt 29.10.2008, 18:49
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Schlumpf Schlumpf ist offline
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Hallo

Also ist so: Wir haben einen Haufen Kinder. Daher werde ich für die Forschung wohl sicherlich jemanden finden.
Da ich nach wie vor die Urheberrechte für meine Arbeit besitze, kann ich auch diese an meine Erben weiter vererben. Aber ich denke nicht, dass jemand weitermacht.
Da ich aber noch einige Zeit leben möchte, hab ich mir darüber keine Gedanken gemacht.

Soweit ist meinereiner gut aufgestellt. Das Problem ist aber eigentlich, jemanden zu finden, der sich dafür interessiert. Meine Töchter fahren im Moment auf "Larp" ab. Das schmeckt mir nicht.
Aber man hat ja Zeit. Vielleicht mache ich daraus ne "Familienstiftung"?..
oder ein Depositum...
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  #8  
Alt 29.10.2008, 19:01
roi roi ist offline
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Unsere Kinder würden nichts wegwerfen - aber weiterführen? Das ist im Moment nicht abzusehen, als ich im Alter meiner Kinder war, hab ich mich auch nicht für Familienforschung interessiert, obwohl ich wusste, dass da komplette Stammbäume und andere Unterlagen existieren. Immerhin ist nichts weggeworfen worden und ich konnte dann mit den Forschungsergebnissen von 3 Verwandten beginnen.
Der Genealogische Nachlass eines Großonkels, der als "Sippenforscher" gearbeitet hatte, war dem Westfälischen Genealogischen Verein übergeben worden und hat dann viele Jahre wohlverwahrt, aber ungenutzt in deren Archiv gelegen. In diesem Sommer habe ich diesen Nachlass übernommen (das meine Familie betreffende hatte ich ja schon) und werte nun ca. 30 komplette Ahnentafeln nebst Belegen aus. Damit jemand was davon hat - die Nachkommen der Familien kenne ich nicht - stelle ich diese Sachen bei GedbBas ein, genau wie meine eigenen Forschungsergebnisse. Auf diese Weise muss ich mir keinen Kopf darüber machen, dass diese ganze Arbeit nur für mich selbst war. Mir macht es Spaß - und wenn andere auch was davon haben, umso besser - da kommt es nicht darauf an, was meine Kinder machen...
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  #9  
Alt 29.10.2008, 19:06
gudrun gudrun ist offline
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Hallo,

in jedem Archiv gibt es Nachlaßsachen von Familienforschern. Wenn sich keiner in der Familie findet, dann eben damit in ein Archiv.
Immer noch besser, wie auf dem Müll oder im Altpapier.

Viele Grüße
Gudrun
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  #10  
Alt 29.10.2008, 20:11
Benutzerbild von anika
anika anika ist offline
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Beiträge: 2.092
Standard wer erbt euere forschungsergebnisse

Zitat:
Zitat von Alvire Beitrag anzeigen
Wir selbst haben keine Kinder und werden entsprechend auch keine Enkel haben. Unsere Nichten und Neffen sind im Grunde allesamt desinteressiert an der Arbeit selbst und daran, sich das Wissen anzueignen, wie man forscht. Für die Geschichten, die sich nach meiner jetzt 29 jährigen Tätigkeit ergaben, daran sind 2 interessiert und sie hören sie mit Begeisterung immer wieder gern. Ab und an kommen auch mal gezielte Fragen. Sag mal, weisst du was über Onkel X oder wie war das damals mit Oma?

Das Problem ist, also jedenfalls in meiner Familie, das keiner der Neffen und Nichten mehr kennenlernte, als Oma, Opa und die Tanten und Onkel aus dem nächsten Umfeld. Wir sind eine Grossfamilie und über ganz Deutschland verteilt. Es ist für sie schwer bis gar nicht wahrzunehmen, das hier oder dort eine weitere Cousine zur Welt kam. Dazu sind die Strecken zu gross. Meine Generation wuchs noch mit 4 Generationen auf. Mir sind die meisten noch persönlich bekannt, wenn auch Teile nur in dunkler Erinnerung aus meiner Kindheit. Wir sassen noch zusammen haben am Tisch gespielt, gebastelt, geredet und vor allem jedes Familienfest zusammen gefeiert. Weihnachten, Ostern usw. Heute noch kommen jeden Sonntag meine Familie zum essen zusammen. Die Kinder, die haben anderes zu tun. Ihnen gefallen diese Traditionen aus der Steinzeit nicht. Jedenfalls sind das ihr Kernaussagen.

Für mich bedeutet das, das alles was ich je angesammelt habe, auf dem Müll landen wird, wenn sich nicht von irgendeinem der Jungen (der Älteste ist 22) noch im Laufe der nächsten Jahre die Einstellung ändern wird oder sich einer der Sachen erbarmt und sie irgendwo dann in Erinernung in sein Regal stellt.

Ja, es ist schade, aber irgendwie sehe ich auch den Zeitfaktor und hoffe auf diesen.
in meiner familie hat der forscher die arbeit seines vaters fortgeführt.er hat auch nebenlinien erforscht,auch er hatte keine nachkommen. er hat briefe an familienmitglieder der seitenlienien verschickt. es gab in den nebenlienien interessierte verwante nun hat er einen großcoisin von mir mit dem virus ahnenforschung infiziert.versucht doch auf diesem wege eure ergebnisse weiterzu reichen. es gibt bestimmt verwante die sich für ahnenforschung interessieren. schöne grüße anika
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