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  #1  
Alt 26.03.2013, 21:50
apirker apirker ist offline weiblich
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Unglücklich Verschollener Ahne

Liebe Ahnenforscher/innen,
nachdem ich jetzt mit meinem Latein am Ende bin (alle Möglichkeiten ausgeschöpft - glaube ich zumindest) wende ich mich mit dieser Frage an euch, vielleicht hat(te) ja jemand ein ähnliches Problem und hat eine Lösung gefunden, die mir auch weiterhelfen könnte:
Zu meinem Urgroßvater Johann Paul Burger (geboren am 17.4.1877 in Bleiberg ob Villach) gibt es absolut keine Aufzeichnungen. Ich weiß weder wann, noch wo er gestorben ist. Alle Recherchen (Anfragen bei allen in Frage kommenden Kirchenarchiven; Kärntner Landesarchiv; Bäckerinnung; Auswandererlisten; Magistrate ... ) blieben gänzlich erfolglos. Fast scheint es, als hätte er nie gelebt. Selbst meine Großmutter dürfte über seinen Verbleib nichts gewusst haben, denn der Eintrag im Ahnenpass (sehr akribisch geführt!) ist leer. Meine Ahnenforschung wächst und wächst aber diese für mich enorm wichtige Information bleibt mir verborgen.
Ich möchte die Suche dennoch nicht aufgeben, habt ihr einen Tipp für mich? Vielen Dank, freue mich über jeden noch so kleinen Hinweis!
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  #2  
Alt 26.03.2013, 22:31
gki gki ist offline
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Kannst Du nicht etwas genauer schildern, welche Informationen Dir vorliegen und was Du schon unternommen hast?

Du scheinst ja immerhin ein Geburtsdatum und Ort zu haben, wo kommt das her?
__________________
Gruß
gki
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  #3  
Alt 26.03.2013, 22:45
apirker apirker ist offline weiblich
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Hallo! Geburtsdatum und Ort (auch Angaben zu Mutter und deren Eltern und Großeltern) stammen aus den Matrikenbüchern Bleiberg. Mir liegen auch die Daten zur Heirat in Maria Elend vor (mit Barbara Fister, katholisch). Da die beiden unterschiedlicher Konfession waren, liegt er nicht bei seiner Frau begraben. Hier reißt der Faden eben ab ...
Was soll ich sagen, ich habe eigentlich alles unternommen. Wie ich schon schilderte, überall Anfragen gestellt und auch selbst recherchiert, nichts.
Ich hab sogar viele verfügbare Tageszeitungen durchforstet, um vielleicht über ein Unglück oder etwas Ähnliches Informationen zu erhalten, ebenfalls Fehlanzeige. Danke für dein Interesse :-)

PS: Einen kleinen Hinweis habe ich am Totenschein seiner Frau gefunden: Als sie 1911 in Maria Elend verstarb, war sie offenbar bereits Witwe. Das ist aber auch das einzige, was ich herausfinden konnte.

Geändert von apirker (26.03.2013 um 22:52 Uhr)
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  #4  
Alt 26.03.2013, 23:11
gki gki ist offline
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Dir geht es also um das Sterbedatum.

Wieviele Kinder gab es? Hast Du zu denen die Trauungen? Da steht ja auch oft dabei, ob die Eltern noch lebten.

Gibt es evangelische Matriken für Maria Elend?

Steht er nicht evtl. doch im katholischen Sterbebuch falls es keine evang. Matriken gibt?

Was für einen Beruf übte er aus, gab es eine Pension oder eine Innung, die Daten gehabt haben könnte?
__________________
Gruß
gki
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  #5  
Alt 26.03.2013, 23:24
apirker apirker ist offline weiblich
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Liebe/r gki:
Es gab drei Kinder, zwei Buben (von denen ich nur die Namen habe, sonst nix) und meine Oma. Bei deren Trauung wird der Vater nicht genannt.

Evang. Matriken für Maria Elend gibt es meines Wissens nach nicht (werde aber sicherheitshalber nochmal schauen). Da aber beim ev. Zentralarchiv kein Eintrag vorliegt (schreiben die zumindest) wird das wohl nicht helfen. Aber der Tipp an sich ist gut, ich könnte mal in Velden (das ist ganz in der Nähe) fragen ... auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.

Nein, im kath. Sterbebuch kein Eintrag, war selbst vor Ort.

Er war Bäckermeister in Klagenfurt. Die Innung hat keine Informationen, das Landesarchiv, an das die mich verwiesen haben, auch nicht.
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  #6  
Alt 26.03.2013, 23:36
gki gki ist offline
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Die Hochzeiten der beiden Brüder würden sich aufgrund des Nachnamens ja evtl. leichter finden lassen. Wenn's nicht gerade Gruber oder Moser war...

Hatte er eine eigene Bäckerei? Wer hat die fortgeführt? Hat ihm ein Haus gehört? Grundbuch?

Gibt es historische Adressbücher von Klagenfurt?

Wenn es für Maria Elend keine evangelischen Matriken gab, ist das Nachfragen im Nachbarort sicher sinnvoll. Vielleicht kennt sich da auch wer mit ähnlichen Fällen aus.

Daß der Vater bei der Trauung nicht erwähnt wird, ist eigenartig.

Ich spekuliere mal:
- Er war gar nicht der Vater
- der katholische(?) Pfarrer wollte keinen Protestanten eintragen.
- er war schon verstorben (aber das allein wäre kein Grund ihn nicht einzutragen)
- sie hatten sich scheiden lassen (ab wann ging das in Ö?)
__________________
Gruß
gki
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  #7  
Alt 26.03.2013, 23:52
gki gki ist offline
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Nochwas: Mit Jahrgang 1877 hätte er fast noch im ersten Weltkrieg eingezogen werden können. Auf jeden Fall mußte er Wehrdienst leisten. Das mag zwar vor der Ehe gewesen sein, aber vielleicht ergibt sich da noch was?

Das Kriegsarchiv in Wien soll alle möglichen Sachen haben.
__________________
Gruß
gki

Geändert von gki (27.03.2013 um 00:31 Uhr)
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  #8  
Alt 26.03.2013, 23:58
apirker apirker ist offline weiblich
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Die beiden starben lt. Erzählungen meiner Oma sehr jung an Lungentuberkulose, waren also sicher nicht verheiratet. Beide waren übrigens jünger als sie selbst.

Ob er eine eigene Bäckerei hatte? Ich weiß nicht, wohl eher nicht.
Nein, Grundbesitz auch nicht.

Gibt es historische Adressbücher von Klagenfurt? Tja, das wäre ein Hit.
Hab beim Magistrat gefragt, ob sie historische Meldedaten haben, Fehlanzeige.

Gerade habe ich eine E-Mail an die ev. Pfarre in Velden geschickt, danke für den Tipp!

- Er war gar nicht der Vater
Gut möglich. Am Geburtsschein meiner Oma wird er allerdings als Vater genannt. Was daran eigenartig ist, ist, dass meine Oma 1902 geboren wurde, geheiratet haben ihre Eltern aber im November 1903, also fast ein Jahr später ...

- der katholische(?) Pfarrer wollte keinen Protestanten eintragen.
Das kann ebenfalls möglich sein. Du hast recht, das war eine katholische Hochzeit in Maria Schmolln (OÖ). Allerdings waren meine Großeltern eng mit dem Pfarrer befreundet (daher Hochzeit bei ihm in OÖ und nicht in Kärnten), also die Idee verwerfen wir lieber.

- er war schon verstorben (aber das allein wäre kein Grund ihn nicht einzutragen)
Das ist ganz sicher so, denn die Heirat meiner Oma war 1928, da war er min. 17 Jahre tot.

- sie hatten sich scheiden lassen (ab wann ging das in Ö?)
Weiß ich leider nicht, wäre auch eine Möglichkeit, aber wird jemand dann einfach gar nicht mehr genannt?

In jedem Fall herzlichen Dank für deine Mühe. Gedankenaustausch tut gut :-) Wenn du aus meiner Gegend ahnenforschungstechnisch etwas brauchen solltest, gib mir bitte Bescheid.
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  #9  
Alt 27.03.2013, 00:25
gki gki ist offline
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Zitat:
Zitat von apirker Beitrag anzeigen
Die beiden starben lt. Erzählungen meiner Oma sehr jung an Lungentuberkulose, waren also sicher nicht verheiratet. Beide waren übrigens jünger als sie selbst.
Also eine Sackgasse.

Die Taufeinträge und Todeseinträge der Brüder würde ich mir aber trotzdem besorgen, schon wegen möglicher Wohnort- oder Adreßwechsel.

Zitat:
Ob er eine eigene Bäckerei hatte? Ich weiß nicht, wohl eher nicht.
Nein, Grundbesitz auch nicht.

Gibt es historische Adressbücher von Klagenfurt? Tja, das wäre ein Hit.
Hab beim Magistrat gefragt, ob sie historische Meldedaten haben, Fehlanzeige.
Richtige Anfragestelle wäre das Stadtarchiv.

https://www.findbuch.at/de/amts-und-...buch-1939.html

Hier ein Adressbuch von 1939, einige Burger aber kein Bäcker.


Zitat:
Gerade habe ich eine E-Mail an die ev. Pfarre in Velden geschickt, danke für den Tipp!
Gern geschehen!

Zitat:
- Er war gar nicht der Vater
Gut möglich. Am Geburtsschein meiner Oma wird er allerdings als Vater genannt. Was daran eigenartig ist, ist, dass meine Oma 1902 geboren wurde, geheiratet haben ihre Eltern aber im November 1903, also fast ein Jahr später ...
Das war nicht ungewöhnlich. Wenn er da als Vater genannt wurde, würde ich mal davon ausgehen, daß er es zumindest zu dem Zeitpunkt auch selber glaubte.

Wenn er sie dann noch heiratete, paßt das schon.

Zitat:
- der katholische(?) Pfarrer wollte keinen Protestanten eintragen.
Das kann ebenfalls möglich sein. Du hast recht, das war eine katholische Hochzeit in Maria Schmolln (OÖ). Allerdings waren meine Großeltern eng mit dem Pfarrer befreundet (daher Hochzeit bei ihm in OÖ und nicht in Kärnten), also die Idee verwerfen wir lieber.
Aber es ist doch schon merkwürdig...

Zitat:
- er war schon verstorben (aber das allein wäre kein Grund ihn nicht einzutragen)
Das ist ganz sicher so, denn die Heirat meiner Oma war 1928, da war er min. 17 Jahre tot.
Die 17 Jahre folgen aus dem Tod der Urgroßmutter? Dann hilft das Adressbuch von oben wohl nicht.

Zitat:
- sie hatten sich scheiden lassen (ab wann ging das in Ö?)
Weiß ich leider nicht, wäre auch eine Möglichkeit, aber wird jemand dann einfach gar nicht mehr genannt?
Gute Frage. Das Standesamtswesen gab es in in Ö ja noch nicht. Wie die Verquickung von staatlichem und kirchlichem so funktionierte, weiß ich nicht.

http://books.google.de/books?id=qraD...201900&f=false

Kurz: Protestanten durften sich scheiden lassen, Katholiken nicht. Was da bei gemischter Ehe passieren sollte ...

Das dürfte wohl relativ kompliziert gewesen sein.

Da die Trauung nur in einem kath. KB festgehalten worden sein dürfte und dort die Scheidung wohl eher nicht vermerkt worden wäre, dürfte es schwer sein, das herauszufinden...

Es sei denn, er hätte wieder geheiratet. Das würde ich der Vollständigkeit halber überprüfen.



Zitat:
In jedem Fall herzlichen Dank für deine Mühe. Gedankenaustausch tut gut :-) Wenn du aus meiner Gegend ahnenforschungstechnisch etwas brauchen solltest, gib mir bitte Bescheid.
Meine Österreicher saßen alle hart an der bayerischen Grenze. Mir macht das Spaß solche Phantome zu jagen.
__________________
Gruß
gki
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  #10  
Alt 27.03.2013, 01:55
Benutzerbild von karin-oö
karin-oö karin-oö ist offline weiblich
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Hallo apirker!

Für das Landeskrankenhaus Klagenfurt gibt es eigene Sterbebücher, hast du dort schon nachgesehen (bzw. nachsehen lassen)? Diese liegen im Archiv der Diözese Gurk.

Bist du sicher, dass dein Urgroßvater nicht auch in Maria Elend begraben wurde? Es gab ja auf allen Friedhöfen auch einen Bereich für Nicht-Katholiken.
Falls er aber auswärts im Krankenhaus verstorben ist, wurde er vielleicht in diesem Ort beerdigt. Was wäre der nächstgelegene evangelische Friedhof? Vielleicht kommst du über Grabbücher weiter, wenn in den Sterbematriken nichts zu finden ist.

Eine weitere Möglichkeit wäre, über die Heirat der Tochter noch mehr herauszubekommen. Auch wenn auswärts geheiratet wurde, müsste es in der Heimatpfarre Aufgebots-Unterlagen oder eine Eintragung ins Verkündbuch geben, in denen eigentlich der Brautvater verzeichnet sein sollte. In der Trau-Pfarre gibt es meist auch noch sogenannte Brautprüfungsprotokolle, die oft viel genauere Informationen enthalten als der Heiratseintrag.

Schöne Grüße und viel Erfolg
Karin
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bleiberg , burger , fister , klagenfurt , neuhold

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