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  #1  
Alt 15.09.2019, 17:02
Lord-der-Macht Lord-der-Macht ist offline
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Registriert seit: 18.05.2018
Beiträge: 26
Standard Bürgerliche und bäuerliche Zweige und Nachkommen nassauischer Adelsgeschlechter - Wahrheitsgehalt

Hallo,
ich habe bei einer Recherche folgende Seite gefunden:https://argewe.lima-city.de/sonstige...schlechter.htm
In einem Abschnitt darin
Zitat:
Größer ist der Verdacht bei Herkunftsnamen,die Burgennamen sind. (...).Ebenso darf man wohl auch bei Johann Löwenstein,1648 in Dornholzhausen,und den Löwenstein in Frücht und Winningen mit einer Abstammung von den von Liebenstein-Löwenstein rechnen.
heißt es, dass Familien mit den Namen von Burgen, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, mit den adligen Familien verwandt sind. Ich bin mit dieser Familie verwandt, die oben genannt wird. Wobei die Löwensteins aus Frücht von den Löwenstein aus Winningen abstammen, also als eine Familie angesehen werden können. Ein OFB von Winningen/Mosel geht bis 1595 zurück, bis dort hin heißt es aber wohl nur Löwenstein, also ohne Titel.

Kann jemand einschätzen wie hoch der Wahrheitsgehalt dieses Textes im allgemeinen ist? Kann tatsächlich davon ausgegangen werden, dass solche Familien miteinander verwandt sind?


Freue mich über jede Antwort bzw. Einschätzung, gerne auch andere die Suchen.


MfG
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  #2  
Alt 15.09.2019, 18:24
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Ort: Harz
Beiträge: 1.052
Standard

Hallo Lord der Macht,

ich denke, in den allermeisten Fällen ist das Wunschdenken. "Löwenstein" (aus Winningen erforsche ich auch) ist ja ein Name, den es in verschiedenen Gegenden unabhängig voneinander gibt. Weder werden alle bürgerlichen Löwensteins miteinander verwandt sein, noch diese mit den verschiedenen adeligen Löwensteins. Auch nennen sich alte adelige Familien nicht unbedingt nach einer Burg. Viele hatten gar keine. Sie nennen sich in der Regel, falls sie sich nach einem Ort nennen, was ja auch nicht zwingend der Fall ist, nach einem Ort, an dem sie mal ansässig waren. Oder noch sind. Das muß noch nicht einmal der Ort sein, an dem sie zuerst ansässig waren. Manchmal haben die Namen sich auch geändert, wenn beispielsweise eine Familie oder eine Linie in einen anderen Ort gezogen ist.

Natürlich gibt oder gab es hier und da auch bürgerliche Familien, die ursprünglich zum niederen Adel gehörten, aber, meist aus wirtschaftlichen Gründen, in der frühen Neuzeit in das Bürgertum übergetreten sind. Die Grimmelshausen sind ein bekanntes Beispiel hierfür.

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Johann Heinrich Jonas ANDRAE, Pastor, * 1796 in Kutzleben
Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Andreas Christian HAGERODT, Ackermann und Krüger in Ahlshausen, * um 1740
Johann Heinrich MAASBERG, Müllermeister, Kaufmann und Brinksitzer in Söhlde, * 1725
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  #3  
Alt 16.09.2019, 15:49
Alter Mansfelder Alter Mansfelder ist offline
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Beiträge: 2.975
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Hallo Mylord,

der Verfasser Hellmuth Gensicke war Staatsarchivdirektor und galt als verlässlicher Historiker: https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmuth_Gensicke

Für die in dem verlinkten Beitrag genannten Einzelfälle muss das natürlich nichts heißen, zumal hier (nur hier online?) keine Fußnotenverweise auf Quellen vorhanden sind.

Wie consanguineus schon geschrieben hat, besteht in solchen Fällen generell die Gefahr, dass der Wunsch Vater des Gedankens gewesen ist, denn bloße Namensgleichheiten haben grundsätzlich nichts zu bedeuten. Deshalb ist es unabdingbar, Nachweise in zeitgenössischen (!) Quellen (Urkunden, Bücher, Akten) zu finden. Wenn Du bis 1595 zurück auf nichts gestoßen bist und auch in älteren Quellen keinen verlässlichen Anhaltspunkt findest, würde ich an Deiner Stelle nicht in eine solche Richtung spekulieren.

Es grüßt der Alte Mansfelder
__________________
Gesucht:
- Albrecht, Gottfried, Ziegeldecker aus Aschersleben, oo wo? v. 1791
- Beilcke, Joh. Caspar, Schafmeister Südharz, oo wo? um/v. 1767
- Blendor, Blandor(t), Joh. Christian, zul. Unteroffizier, *?/oo v. 1762/+ v. 1793 wo?
- Daume, Daniel *wo? (1716), zul. Erbmüller in Stangerode
- Kaur, Johann, 1815 Soldat Magdeburger Garnison, Schneider, */oo/+ wo?
- Knispel, Michael, oo wo? um/v. 1812 (Prov. Posen) Anna Rosina Linke
- Stahmer, Jacob *wo? (1767), Soldat, zul. in Aschersleben
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  #4  
Alt 18.09.2019, 12:00
Lord-der-Macht Lord-der-Macht ist offline
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Themenstarter
 
Registriert seit: 18.05.2018
Beiträge: 26
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Moin,
ich bedanke mich für eure Antworten. Wunschdenken ist es bei mir nicht. Bin durch Zufall auf diesen Aufsatz gestoßen und neugierig geworden.
Denke auch nicht, dass alle Löwensteins miteinander verwandt sind, weiß allerdings mit Sicherheit, dass Löwensteins aus Frücht dort etwa um 1800 ansässig wurden, und zwar aus Winningen.



Zitat:
Für die in dem verlinkten Beitrag genannten Einzelfälle muss das natürlich nichts heißen, zumal hier (nur hier online?) keine Fußnotenverweise auf Quellen vorhanden sind.
Soweit ich es bis jetzt gefunden habe, ist der Aufsatz nur dort Online. Er stammt aus dem Genealogisches Jahrbuch Bd. 8 (1968) S. 41-62, dieses ist aber leider auch nicht Online. Vielleicht besitzt es jemand und könnte Auskunft geben, ob Quellen genannt werden.



Zitat:
Wenn Du bis 1595 zurück auf nichts gestoßen bist und auch in älteren Quellen keinen verlässlichen Anhaltspunkt findest, würde ich an Deiner Stelle nicht in eine solche Richtung spekulieren.
Ich komme in Winningen nur bis ca. 1755 zurück, habe dort also noch etwas Arbeit vor mir, um meine Linie Löwenstein weiterzusuchen. Sonst habe ich angefangen nach Informationen zu suchen, sowohl im Acinsys.hessen als auch in der archivdatenbank.lha-rlp, finden sich viele Informationen.

Wahrscheinlich meint Hellmuth Gensicke die Burg Liebenstein bei Kamp-Bornhofen. Dort war ein von Löwenstein-Schenkenberg eingeheiratet, aber nur für kurze Zeit dort im Winter ansässig, bis der Besitzt verkauft wurde und der Titel von Liebenstein entstand. Ob dies aber der richtige Zweig ist, weiß ich definitiv nicht.


MfG
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  #5  
Alt 18.09.2019, 14:28
Scherfer Scherfer ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.02.2016
Beiträge: 1.226
Standard

Ich kann zwar zu Deiner Frage nichts direkt beitragen, würde die Möglichkeit einer Verwandtschaft mit den von Löwenstein aber nicht gleich kategorisch ausschließen. Ich selbst habe in Londorf, Hessen, Vorfahren namens Rabenau, die sich von einem unehelichen Sohn der adeligen Familie von Rabenau herleitet.
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Stichworte
bürgerliche abstammung , frücht , löwenstein , nassauischer adel , winningen

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