#1  
Alt 22.08.2020, 12:19
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.04.2020
Ort: Südostoberbayerisches Alpenvorland
Beiträge: 956
Standard DNA Test

Hallo liebes Forum,

was bringt mir eigentlich ein DNA Test für die Ahnenforschung?
Es macht doch eigentlich nur Sinn, wenn ich in den Nebenlinien forsche oder?
Klärt mich bitte auf.

LG Gudrid
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 22.08.2020, 16:54
OliverS OliverS ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.07.2014
Ort: Süddeutschland
Beiträge: 2.918
Standard

Hallo, nun bei einigen ist selbst die direkte Linie nicht erforschbar.
Ostpreußen heute russischer Teil zum Beispiel. Kaum Unterlagen haben den Krieg überlebt.
Meine Frau kommt nicht über Ihren Urgroßvater hinaus.
Da macht ein Test dann Sinn, um weitere Mitglieder der Familie zu finden, denn jeder hat andere Überlieferungen (Urkunden/Fotos/Geschichten...) die zusammen weiter helfen könnten.
Also nicht nur Nebenlinien aber durchaus auch.


Natürlich auch dann, wenn man Zweifel an der Richtigkeit hegt. Gibt einige Beispiele, wo plötzlich die Papierforschung in Frage gestellt werden musste, denn der Onkel war plötzlich der Vater ^^ kann natürlich auch ohne vorherige Zweifel passieren, sollt man einplanen.

Gruss
__________________
Dauersuchen:

1) Frau ?? verwitwerte WIECHERT, zwischen 1845 und 1852 neu verheiratete SPRINGER, wohnhaft 1852 in Leysuhnen/Leisuhn
2) GESELLE, geboren ca 1802, Schäfer in/aus Kiewitz bei Schwerin a.d. Warthe und seine Frau Henkel
3) WIECHERT, geboren in Alikendorf (Großalsleben) später in Schönebeck

Geändert von OliverS (22.08.2020 um 16:57 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 22.08.2020, 17:07
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 22.04.2020
Ort: Südostoberbayerisches Alpenvorland
Beiträge: 956
Standard

Danke, aber wie geht es weiter?
Im Falle deiner Frau, wie findet man dann Verwandte, Anschriften, Verbindungen etc.?
LG Gudrid
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 22.08.2020, 18:45
OliverS OliverS ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.07.2014
Ort: Süddeutschland
Beiträge: 2.918
Standard

Kann ich dir gerne erklären, denn ich habe tatsächlich welche gefunden.
War selber überrascht das es ging.


Ein Beispiel. Es gab einen guten Treffer, natürlich in den USA.
Also anschreiben und hoffen eine Antwort zu bekommen.
Sie kam, eine 82 jährige die in Deutschland geboren wurde.
Nun soweit so gut. Zu ihrer Mutter wusste sie nur den Vornamen und Ehenamen und das sie in diner Kleinstadt südlich Magdeburg geboren wurde.
Passte leider also garnicht zu Ostpreußen, sie wusste davon auch nichts.
Also an die Arbeit, Anfrage nach Sterbedaten in der kleinen Stadt, gefunden und vom Amt die Info zur Geburt bekommen, leider auch in der Nähe Magdeburg. Dort angefragt, Hochzeit gefunden, und dann .... der Geburtsname ist derselbe wie der meiner Frau!
Tja wie nun, wer ist da wann nach Ostpreussen oder andersherum gegangen.
Meldebücher in Sachsen-Anhalt gesucht, und Treffer, der Vater von Ihr kommt aus Heiligenbeil und ist nach Sachsen-Anhalt gekommen.
Somit hatte ich die passende Spur nach Ostpreussen und konnte dann durch den Sterbeeintag aus Heiligenbeil denjenigen Identifizieren.
Ein Bruder des Urgroßvaters meiner Frau.
Und sie wusste von weiteren Kindern die u.a. auch in die USA gegangen sind, und sie steuerten Bilder und Dokumente bei.
So kamen wir wieder ein stück weiter.


DNA ist für mich nur als Ergänzung zur klassischen Forschung - man darf nicht erwarten das einem dann alles serviert wird.
__________________
Dauersuchen:

1) Frau ?? verwitwerte WIECHERT, zwischen 1845 und 1852 neu verheiratete SPRINGER, wohnhaft 1852 in Leysuhnen/Leisuhn
2) GESELLE, geboren ca 1802, Schäfer in/aus Kiewitz bei Schwerin a.d. Warthe und seine Frau Henkel
3) WIECHERT, geboren in Alikendorf (Großalsleben) später in Schönebeck
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 22.08.2020, 19:09
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 22.04.2020
Ort: Südostoberbayerisches Alpenvorland
Beiträge: 956
Standard

Interessant, danke!
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 22.08.2020, 22:24
Benutzerbild von LutzM
LutzM LutzM ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.02.2019
Ort: Greifswald
Beiträge: 2.269
Standard

Bei mir gab es einen Nebenlinientreffer. Großcousin x. Grades, wir teilen uns einen x-fachen Urgroßvater. Da auch er einen sehr gepflegten Stammbaum hat, konnten wir div. Daten ab/angleichen. Im Endeffekt nichts bewegendes, aber schon irgendwie interessant.

Aber glauben, man findet was wirklich wichtiges, sollte man nicht. Die Listen mit den möglichen Treffern ist gefühlt 100e Seiten lang, 85% davon haben noch nicht mal einen Stammbaum online. Da lohnt sich der Kontaktversuch m.M.n. gar nicht erst.
__________________
Lieben Gruß

Lutz

--------------
mein Stammbaum
suche Eising * um 1880 aus/bei Creuzburg/Ostpreußen, sowie (August & Hellmut) Wegner und (Friederike) Lampe * um 1840 aus/bei Kleinzerlang/Prignitz
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 23.08.2020, 05:56
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 22.04.2020
Ort: Südostoberbayerisches Alpenvorland
Beiträge: 956
Standard

Guten Morgen,

das heißt, mit dem DNA Test bekommt ihr eine Liste mit Namen, die mit euch verwandt sind? Die könnt ihr dann kontaktieren?

LG Gudrid
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 23.08.2020, 09:19
Mismid Mismid ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.02.2009
Beiträge: 784
Standard

Zitat:
Zitat von Gudrid Beitrag anzeigen
Guten Morgen,

das heißt, mit dem DNA Test bekommt ihr eine Liste mit Namen, die mit euch verwandt sind? Die könnt ihr dann kontaktieren?

LG Gudrid

Es gibt eine Liste von usern (das sind meistens keine Echtnamen) mit der jeweiligen genetischen Übereinstimmung (Prozentual, Segmenten).
Je höher der Wert, desto enger die Verwandtschaft.
Bis zum 3.-4. Grad ist eine Verwandtschaftswahrscheinlichkeit sehr hoch.
Bei den niedrigeren Werten geht es irgendwann in die Zufallswahrscheinlichkeit.
Manche haben einen Stammbaum hinterlegt, andere nicht. Manche haben zwar einen Stammbaum, aber nicht öffentlich.


Ich hatte mal jemand angeschrieben, bei dem eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit vorhanden war, aber der Stammbaum nicht öffentlich, so dass ich nicht sehen konnte, wie dies zu Stande kommt.

Ursprünglich dachte ich es wäre väterlicherseits, da ich mütterlicherseits ja die nahen Verwandten alle gekannt habe.
Ich habe dann auch eine Antwort bekommen und nachdem die Person mir den Geburtsort genannt hatte, war mir sofort klar wie es zusammenhängt.
Es war die Enkelin meines Urgroßvaters 1. Ehe die später in die USA ausgewandert waren.



Natürlich gibt es nicht viele andere, bei denen man den Zusammenhang nachweisen konnte. Oft hat den anderen der weitere Baum gefehlt, den ich aber gut ergänzen konnte, in dem ich die fehlenden Glieder (Kinder, Ehepartner) meiner Urahnen anhand von Kirchenbucheinträgen oder Ortsfamilienbücher ausfindich machen konnte.


Manche genetische Übereinstimmungen sind gemeinsame Verwandte erst in der 8. oder 10. Generation.


Am besten erkennt man die Übereinstimmung, wenn die gemeinsamen Vorfahren aus dem gleichen Ort mit gemeinsamen Namen kommen. Bei ausgefallen Namen auch nur am Namen. Bei kleinen Ort auch nur am Ort.



Die 2. Möglichkeit der übergeordneten genetische Herkunft (Regionen aus den die Vorfahren kommen) ist meist nur Spielerrei. Zum einen ist es relativ ungenau mit hohen Streuwerten und zum anderen weiß ich selbst, dass meine Vorfahren alle aus Mitteleuropa und Osteuropa stammen.
Kann natürlich interessant sein, für die die gar nichts wissen, dass sie zum Beispiel Europäische und afrikanische Vorfahren hatten.

Geändert von Mismid (23.08.2020 um 09:22 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 23.08.2020, 10:00
Benutzerbild von Saraesa
Saraesa Saraesa ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.11.2019
Beiträge: 876
Standard

Bevor es zu Verwirrungen kommt: Wie Mismid schon sagte, kann man nur diejenigen Leute kontaktieren, die ebenfalls auf der Plattform angemeldet sind und ihren DNA-Test hochgeladen haben. Bei MyHeritage haben erstaunlich viele User ihren Klarnamen als Nicknamen gewählt.
Die Liste von DNA-Matches lässt sich noch besser filtern, wenn man auch DNA-Tests enger Familienangehöriger hochgeladen hat - das erleichtert die Zuordnung von bestimmten Linien erheblich. Ich habe immer noch die naive Hoffnung, irgendwann so eine Spur zum Vater meiner unehelichen Ururgroßmutter zu finden.
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 23.08.2020, 10:30
Mismid Mismid ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.02.2009
Beiträge: 784
Standard

Zitat:
Zitat von Saraesa Beitrag anzeigen
Ich habe immer noch die naive Hoffnung, irgendwann so eine Spur zum Vater meiner unehelichen Ururgroßmutter zu finden.

Ja diese Hoffnung habe ich auch noch bei meinem unehelich geborenen Urgroßvaters.
Allerdings würde man dann ja eine relativ nahe genetische Übereinstimmung in Kombination mit einem vollständigen Stammbaum der anderen Person benötigen. In der Hoffnung das eine männliche Person dieses Stammbaumes die in den Zeitraum fällt und aus dem Ort kommt.


Ich habe da zwar momentan mehrere Kandidaten, kann es aber trotzdem noch nicht belegen.
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:52 Uhr.