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  #11  
Alt 20.11.2018, 00:13
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Holy Beitrag anzeigen
Natürlich sind in kleineren Ortschaften viele mehr oder weniger miteinander verwandt...

Hallo Holy,

interessanterweise betrachten aber sehr viele Menschen auf dem Lande, selbst Alteingessesene, alles, was über richtige Cousins und Cousinen hinausgeht nicht als Verwandtschaft, und zwar selbst bei Namensgleichheit und wenn sie in demselben Dorf leben! Sie wissen mitunter tatsächlich nichts über ihre Urgroßeltern und deren Nachkommen. Es interessiert sie schlicht und einfach nicht die Bohne.

Die alten Bauernfamilien stellen meistens eine Ausnahme dar. Bei vielen von ihnen, vor allem, wenn sie auf den historisch größeren Höfen sitzen, den "Ackerhöfen", wie sie in meiner Ecke früher hießen, wird das Bewußtsein für familiäre Zusammenhänge ebenso intensiv gepflegt wie beim Adel. Die Heiratskreise waren ja auch ähnlich geschlossen, wenngleich natürlich auf einer ganz anderen Ebene.

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Gruß

Geändert von consanguineus (20.11.2018 um 00:15 Uhr)
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  #12  
Alt 20.11.2018, 10:23
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Mütterlicherseits: Die Cousine meiner Mutter - also meine Tante 2. Grades - nebst deren Mutter (Schwägerin meiner seligen Oma), nebst Gatten, erwachsenen Kindern und Enkelkindern.
Und die Cousine meiner seligen Oma, nebst Gatten, erwachsenen Kindern und Enkelkindern, allerdings ist der Kontakt sehr lose.

Väterlicherseits: Cousin und Cousine meines Vaters - über die Linie meiner Oma und deren Geschwister, alle selig - zu der anderen Linie, auch Cousin und Cousine gibt es keinen Kontakt bzw. nicht von mir her.
__________________
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.
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  #13  
Alt 22.11.2018, 09:22
Holy Holy ist offline
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Hallo Holy,

interessanterweise betrachten aber sehr viele Menschen auf dem Lande, selbst Alteingessesene, alles, was über richtige Cousins und Cousinen hinausgeht nicht als Verwandtschaft, und zwar selbst bei Namensgleichheit und wenn sie in demselben Dorf leben! Sie wissen mitunter tatsächlich nichts über ihre Urgroßeltern und deren Nachkommen. Es interessiert sie schlicht und einfach nicht die Bohne.


Viele Grüße
consanguineus
Das stimmt natürlich. Ist ein Stück weit verständlich, aber auch schade. Ahnenforschung kann schon polarisierend sein und oft stößt man auf taube Ohren, auch wenn der Gegenüber dieselbe Abstammung hat.
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  #14  
Alt 22.11.2018, 18:23
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Holy Beitrag anzeigen
Das stimmt natürlich. Ist ein Stück weit verständlich, aber auch schade. Ahnenforschung kann schon polarisierend sein und oft stößt man auf taube Ohren, auch wenn der Gegenüber dieselbe Abstammung hat.

Nun, ich würde das Wissen um diejenigen Personen, mit denen ich den Urgroßvater teile oder auch eine oder zwei Generationen früher angesiedelte gemeinsame Vorfahren habe noch nicht als Ahnenforschung bezeichnen. Familie wird gelebt und Wissen wird weitergegeben durch Gespräche. Wo die nicht stattfinden, da kann freilich nichts tradiert werden. Mein Großvater kannte, das überrascht ja auch nicht, noch seinen eigenen Großvater. Wenn er von ihm erzählte, wurde für mich der Ururgroßvater lebendig. Er war kein Eintrag im Kirchenbuch oder in irgendwelchen Registern, sondern jemand, mit dem ich durch eine Person verbunden war, die ihn noch erlebt hat. So kam ich dazu, mich für die Altvorderen zu interessieren. Verstanden habe ich nie, aus welchem Grunde das polarisierend sein soll, bin aber auch noch nie jemandem persönlich begegnet, der Ahnenforschung tatsächlich polarisierend fand. Ich kann mir vorstellen, daß es in gewissen politischen und weltanschaulichen Kreisen nicht en vogue ist, sich für die Vergangenheit zu interessieren, aber wenn ich das weiß, dann diskutiere ich eben mit jemandem, der an der FU Berlin in den 1970ern Politologie studiert hat, nicht über solche Dinge.
__________________
Gruß

Geändert von consanguineus (22.11.2018 um 23:45 Uhr)
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  #15  
Alt 22.11.2018, 22:06
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Bergkellner Bergkellner ist offline
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Zitat:
Zitat von Holy Beitrag anzeigen
Natürlich sind in kleineren Ortschaften viele mehr oder weniger miteinander verwandt.
Nicht nur in kleineren...

Durch die Erzählungen meines Großvaters über die Familie seiner Mutter und ihre 8 überlebenden Geschwister kannte ich schon eine Menge Verwandtschaft in meinem Heimatort, das ist die Seifert-Verwandtschaft. Von der Familie seines Vaters hat mir mein Großvater auch eine Menge erzählt, das ist die Nestler- oder Samel-Verwandtschaft(nach unserem Nickname).

Meine Oma und meine Großtante wiederum konnten mir einiges über ihre Mutter, ihren Vater und deren Familien erzählen, das war die Looß- und die Langer-Verwandtschaft, zu der aber keine so enge Verbindung bestand wie zu den Seiferts und Samels.

Allein in meinem Herkunftsdorf bin ich - wissentlich - mit über 30 Familien über meine Urgroßeltern verwandt. Und bei den Recherchen in den Kirchenbücher kommen jetzt etliche dazu. Meine Cousine meinte letztens, als ich ihr von den Fortschritten erzählte, ich solle lieber die suchen, mit denen wir nicht verwandt seien, das wäre bestimmt einfacher.

Mit Bernd Schreiter, dem Heimatforscher aus Arnsfeld und der netten Frau Fritsch, die in Jöhstadt die Kirchenbücher durchsucht, teile ich mir Christoph Rubner(1573-1647) als Vorfahr, mit Jürgen Schreiter aus dem Ries-Museum in Annaberg, der der öffentliche Ries-Beauftragte ist, teile ich mir den "Schluhmich", Michael Feig, der ein direkter Nachkomme von Adam Ries ist...

Seit zwei Wochen weiß ich, Dank der Ausarbeitung vom Bernd Schreiter über die Familie von Elterlein, dass ich meine Vorfahrenlinie auf eine Schwester von Barbara Uthmann zurückführen kann...

Ach ja, und bevor ich es vergesse, erst in dieser Woche hat sich wieder herausgestellt, dass ich auch mit dem Alten Mansfelder verwandt bin - wegen der Verwandtschaftsnähe oder -ferne muss ich aber erst noch einmal nachrechnen.

Lg, Claudia von den bergkellners
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Wer lesen kann, ist besser dran!(Andreas' Opa Fred)
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Loewe - Steinau an der Oder/Schlesien(vor 1850)
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  #16  
Alt 23.11.2018, 00:28
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Moin Claudia,


Zitat:
Zitat von Bergkellner Beitrag anzeigen
Meine Cousine meinte letztens, als ich ihr von den Fortschritten erzählte, ich solle lieber die suchen, mit denen wir nicht verwandt seien, das wäre bestimmt einfacher.

mir geht es ähnlich. 3/4 meiner gesamten väterlichen Vorfahrenlinie war über mehrere Generationen in vier Orten ansässig. Ich sage dann immer, wenn ich aufzählen soll, welche der evangelischen Familien, die vor dem Krieg dort lebten, mit uns verwandt/versippt/verschwägert sind, oder welche es nicht sind, bevorzuge ich die letzten. Das geht schneller. Nämlich so: Keine.


Ich habe übrigens nie überprüft, wie genau manche Distanzverwandten zu mir bestehen, ich weiß nur, daß sie bestehen. Und es macht mir immer besonderen Spaß, Verwandten zu erklären, wie ihre Eltern miteinander verwandt waren...


Friedrich
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"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

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  #17  
Alt 23.11.2018, 00:52
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anika anika ist offline
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Hallo

Zählt es auch wenn man durch die Ahnenforschung feststellt das meine 3 Mal Urgroßeltern und die 4 Mal Urgroßeltern meines Mannes Schwestern waren.

Folglich hatten die Schwestern gemeinsame Eltern.

Unser Sohn ist dann mein Neffe im, ich weiß nicht welchem Grad

anika
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  #18  
Alt 23.11.2018, 01:59
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Hallo.

Bergkellner:
Zitat:
Ach ja, und bevor ich es vergesse, erst in dieser Woche hat sich wieder herausgestellt, dass ich auch mit dem Alten Mansfelder verwandt bin - wegen der Verwandtschaftsnähe oder -ferne muss ich aber erst noch einmal nachrechnen.
Die Welt ist doch wirklich ein Dorf und wie.

Dann sind der Alte Mansfelder und du entweder Cousin/Cousine X. Grades oder Onkel/Nichte X. Grades oder Tante/Neffe X. Grades.

Herzliche Grüße.

Andrea
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  #19  
Alt 23.11.2018, 10:54
Holy Holy ist offline
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Nun, ich würde das Wissen um diejenigen Personen, mit denen ich den Urgroßvater teile oder auch eine oder zwei Generationen früher angesiedelte gemeinsame Vorfahren habe noch nicht als Ahnenforschung bezeichnen. Familie wird gelebt und Wissen wird weitergegeben durch Gespräche. Wo die nicht stattfinden, da kann freilich nichts tradiert werden. Mein Großvater kannte, das überrascht ja auch nicht, noch seinen eigenen Großvater. Wenn er von ihm erzählte, wurde für mich der Ururgroßvater lebendig. Er war kein Eintrag im Kirchenbuch oder in irgendwelchen Registern, sondern jemand, mit dem ich durch eine Person verbunden war, die ihn noch erlebt hat. So kam ich dazu, mich für die Altvorderen zu interessieren. Verstanden habe ich nie, aus welchem Grunde das polarisierend sein soll, bin aber auch noch nie jemandem persönlich begegnet, der Ahnenforschung tatsächlich polarisierend fand. Ich kann mir vorstellen, daß es in gewissen politischen und weltanschaulichen Kreisen nicht en vogue ist, sich für die Vergangenheit zu interessieren, aber wenn ich das weiß, dann diskutiere ich eben mit jemandem, der an der FU Berlin in den 1970ern Politologie studiert hat, nicht über solche Dinge.
Na ja, man kann viel erzählen und trotzdem kein Interesse wecken, weil es den anderen einfach nicht interessiert. Oft ist es auch bei so gewesen, dass gerade mit Verwandten, von denen ich es nicht erwartet habe, besonders viel Feedback gekommen ist und andersrum genauso. Oft weiss man ja nicht, was einem erwartet, wenn man diese Infos weitergibt.
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  #20  
Alt 23.11.2018, 12:40
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Zitat:
Das geht schneller. Nämlich so: Keine.
Hi hi, so geht es mir mit evangelischen Ahnen. Die sind schnell gezählt: 0

Persönlich gekannt habe ich nur meine Oma mütterlicherseits. Alle anderen Großeltern sind im Krieg (aber nur ein Opa durch den Krieg) gestorben.

Verwand bin ich mit meinem Nachbarn und hier im Forum mit Rocco.

ist aber nicht schwer, wenn man in Osthessen nach BUG oder auch BUCH sucht, trifft man immer auf den Einen: Johannes Bug.

Ich habe aber noch den Ehrgeiz in diesem Leben die verschiedenen Stammbäume zusammenzuführen.

Gruss
Astrid
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