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  #1  
Alt 02.12.2018, 18:50
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Standard Adventskalender 2018

1. Dezember


Das
A und O



das Wesentliche, Wichtigste, bleibend Gültige.

Das griechische Alphabet beginnt mit Alpha (= A) und endet mit Omega (= O). Sprichwörtlich geworden durch den Bibelvers „Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.“ (Offb 1,8)



Wikipedia & Wiki Commons: Kirchenfenster Hiefenech
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  #2  
Alt 02.12.2018, 19:10
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Standard 2. Dezember

2. Dezember


Sich etwas hinter die Ohren schreiben




Im Mittelalter konnten die meisten Menschen weder lesen noch schreiben.
Trotzdem mußten sie aber Verträge abschließen, in denen es häufig um
Grenzziehungen von Grundstücken ging.
Damit diese mündlichen Verträge später auch vor Gericht Bestand hatten, waren Zeugen nötig.
Als "Erinnerungshilfe" wurden diese Zeugen an den Ohren gezogen oder sogar geohrfeigt.
Denn was mit Schmerzen verbunden ist, merkt sich der Mensch besonders gut.
Quelle


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  #3  
Alt 03.12.2018, 13:27
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Standard 3. Dezember

3. Dezember


Einen Zahn zulegen


Auch dieser Spruch stammt aus dem Mittelalter.
In den Burgküchen hingen die großen Töpfe an gezackten, einem Sägeblatt ähnliche Eisenschienen,
mit denen man die Höhe der Töpfe über dem Feuer regulieren konnte.
Wenn man also früher einen Zahn zulegte, brachte man den Topf näher ans Feuer heran und die Speisen wurden schneller gar.
Quelle



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  #4  
Alt 04.12.2018, 09:32
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Standard 4. Dezember

4. Dezember


Eine Eselsbrücke bauen


Esel gelten im Volksmund als dumm und störrisch. Nicht immer zu Recht, denn die Vierbeiner wissen ganz genau,
was sie wollen und was nicht: Sie verabscheuen es zum Beispiel, nasse Hufe zu bekommen.
Mit den meisten Langohren ist es absolut unmöglich, einen Fluß oder einen Bach zu durchqueren.
Ein Problem, mit dem vor allem die Menschen vor der Erfindung des Automobils konfrontiert waren.
Denn sie nutzten die Esel hauptsächlich als Lastentiere und für den Transport ihres Hab und Guts.

Mußten sie auf ihrem Weg einen Fluß passieren, wurden eigens für die störrischen Esel an schmalen Stellen des Wassers Brücken gebaut:
die so genannten Eselsbrücken.

Eine Eselsbrücke war daher ursprünglich ein kleiner Umweg, aber er führte trotzdem ans Ziel.
Quelle





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  #5  
Alt 05.12.2018, 17:21
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Standard 5. Dezember

5. Dezember


Ins Fettnäpfchen treten


So wie heute noch Lederschuhe eingefettet werden, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann,

versuchte man sich schon vor Jahrhunderten vor nassen Füßen zu schützen. Deshalb war es bei den Bauern üblich (wenigstens regional),
in die Nähe der Eingangstür (oder auch des Ofens) einen Napf mit Fett zu stellen, aus dem sich auch Gäste bei Bedarf bedienen konnten.
Dabei kam es vor, daß jemand das Pech hatte bzw. so ungeschickt war, in den Napf zu treten und dann entsprechende Fußabdrücke zu hinterlassen.
Die für die häusliche Ordnung und Sauberkeit verantwortliche Bäuerin war davon mit Sicherheit nicht sonderlich begeistert...

Oder auch:


Früher hängte man Schinken und Würste unter die Decke zum Trocknen auf. Um das heruntertropfende Fett aufzufangen,

wurden kleine Näpfe daruntergestellt. Wenn man nicht aufpasste, konnte man leicht ins "Fettnäpfchen treten",
was natürlich sehr ärgerlich war.
Quelle



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  #6  
Alt 06.12.2018, 09:42
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Standard 6. Dezember

6. Dezember


Nicht lange fackeln


In den dunklen Tagen des Mittelalters war es üblich bei einem Angriff auf eine Burg auch Feuer
zu verwenden (z.B. um das Haupttor abzufackeln). Jedoch war dieses Tor auch gleichzeitig einer der bestbewachtesten Orte
einer Burg und so sagten die Soldaten, welche an den Pechnasen oder den Schießscharten
über einem solchen Tor saßen oftmals: "der da unten fackelt nicht lange".

Aber auch aus dem altdeutschen "facken" hergeleitet: hin und her bewegen.
Aus facken ist fackeln geworden, was den gleichen Sinn ergibt, die offene Flamme der Fackel schwenkt hin und her.
Quelle




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  #7  
Alt 07.12.2018, 09:58
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Standard 7. Dezember

7. Dezember


Alles in Butter


Die Redensart kommt nicht daher, das mal wieder alles "wie (mit Butter) geschmiert gelaufen ist",
sondern stammt aus dem Mittelalter. Wenn damals teuere Gläser aus Venetien
über die Alpen transportiert werden mußten, blieb Bruch selten aus. Doch dann hatten die Fuhrleute
die entscheidene Idee. Sie legten die Gläser in große Fässer und gossen heiße,
flüssige Butter dazu. Wurde diese fest, hielt Sie die Gläser an Ort und Stelle
und dämpfte die Stöße der Kutsche. Selbst wenn ein Faß vom Wagen fiel,
zerbrachen die Gläser nicht.
Es war eben "alles in Butter".

Quelle





Selbst Weihnachtskrippen lassen sich aus Butter fertigen
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  #8  
Alt 08.12.2018, 10:13
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8. Dezember


Einen Denkzettel bekommen



Im hansischen Recht (15.Jhd.) kannte man schon den "Gedenkzettel".

Es handelte sich um eine schriftliche Mitteilung des Gerichtes, vergleichbar mit unserer heutigen Vorladung.
Später benutzte man den Begriff allgemein für "schriftliche Mitteilung. Auch in Jesuitenschulen wurde später Schülern,
die irgendwelche schlechten Eigenschaften erkennen ließen, vom Lehrer ein "Denkzettel" ausgehändigt,
auf dem der Fehler stand. Der Schüler mußte den Zettel ständig bei sich tragen.
Da mit dem Denkzettel auch meist körperliche Bestrafungen einhergehen, hat das Wort heute eine ehrer negative Bedeutung.
Quelle



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  #9  
Alt 09.12.2018, 10:38
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Standard 9. Dezember

9. Dezember


Haderlump


Hadern sind die zerkleinerten Textilien, die man zur Hestellung von besonders wertvollem Papier benötigt.
In der Frühzeit der Papierherstellung, als man noch keinen Zellstoff kannte, waren sie sogar die einzige Rohstoffquelle.
Da man aber im Mittelalter nicht die Mengen Textilien besaß wie heute,
wurden nur die alten Lumpen zur Papierherstellung abgegeben, die nun wirklich niemand mehr anziehen wollte.
Normalerweise waren die dermaßen dreckig, oft war darin jemand gestorben, usw..
Nach der Pest erlebte aus diesem Grund die Papierherstellung in Europa eine Blüte....

Die Frauen, die die Lumpen zerkleinern mußten, saßen auf einer Bank,
auf der ein nach oben gestelltes Messer montiert war. An diesem Messer zerrissen sie den Stoff,
bevor er gereinigt wurde. Da kann man sich vorstellen, was passierte,
wenn sich eine der Frauen in den Finger geschnitten hat.

Den Männern ging es nicht viel besser: da man glaubte, daß die Papierherstellung
am besten mit kaltem Wasser funktioniert, fingen sie um 3 Uhr in der
Frühe an Papier zu schöpfen. Dabei waren sie mit den ganzen Oberarmen im Wasser.
Gicht und andere üble Krankheiten waren die Folge.

Ein Haderlump ist also ein Lumpen, der so am Ende ist, daß man aus ihm Hadern herstellen darf.
Es ist also wirklich das Allerletzte.
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"Die Lumpensammler" Theodor Hosemann
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  #10  
Alt Gestern, 10:00
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10. Dezember


Mehrere Eisen im Feuer haben


Wer klug plant, sieht zu, daß er immer noch ein Eisen im Feuer hat,
also eine weitere Möglichkeit weiterzumachen.

Die Eisen um die es hier geht, waren die Bügeleisen der Schneider.
Die wurden früher auf dem Herdfeuer erhitzt, dann konnte man bügeln
bis sie abgekühlt waren. Ein kluger Schneider hatte daher immer stets
mehrere Eisen im Feuer, um ohne Pause weiterbügeln zu können.

Quelle




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