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  #1  
Alt 29.02.2020, 00:00
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo zusammen!

Heute hatte ich das 1588 erstellte Bewerbungsschreiben einer (bürgerlichen) Person an einen Herzog in der Hand. Dabei fiel mir auf, daß in das Briefpapier eine Art Wappen eingeprägt war. Handelt es sich hier um das Familien- oder individuelle Wappen des Schreibers, oder ist das eine Art Firmenzeichen des Papierherstellers? Bitte entschuldigt die etwas dumme Frage, aber ich sehe nicht jeden Tag solche Dinge.

Vielen Dank und viele Grüße
consanguineus
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Johann Heinrich Jonas ANDRAE, Pastor, * 1796 in Kutzleben
Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Johann Heinrich MAASBERG, Müllermeister, Kaufmann und Brinksitzer in Söhlde, * 1725
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #2  
Alt 02.03.2020, 17:43
Benutzerbild von Robert K
Robert K Robert K ist offline männlich
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Hallo "consanguineus",

es scheint ein Wappen mit Sparren zu sein, vielleicht mit zwei Helmzierden?

Um überhaupt mit einer Recherche beginnen zu können, solltest Du die ungenannten Personen benennen. Auch in der Region ist möglicherweise ein weiterer Hinweis versteckt. Man hat das Papier sicherlich nicht -so wie heute- vor dem Gebrauch durch die Weltgeschichte transportiert.

Also:
- Wie lautet Namen des Bewerbers?
- An welchen Herzog schrieb er?
- Wo spielte sich das ab?

Die Papiermühlen haben tatsächlich früh begonnen, ihre Produkte mit Wasserzeichen zu markieren. Hier sieht es mir etwas mehr wie eine Prägung aus, ein möglicher Hinweis auf ein nachträglich eingeprägtes Familienwappen.

Sehr interessante Informationen zum Thema "Wasserzeichen" bietet diese Seite: www.wasserzeichen-online.de

Beste Grüße und viel Erfolg
Robert
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  #3  
Alt 03.03.2020, 02:39
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Robert,

vielen Dank für Deine Antwort! Zu Deinen Fragen:

Der Bewerber war ein Andreas Bötel, im Jahre 1588 bereits etwas älter, der zuvor offenbar Verwalter und Schreiber bei einem Johann v. Alten war, welcher verstarb, weswegen Andreas Bötel eine neue Anstellung suchte. Bötel wuchs im Amt Schladen auf, welches von 1523 an zeitweilig zum Fürstentum Wolfenbüttel gehörte. An den Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel erging auch das Bewerbungsschreiben. Über den familiären Hintergrund des Andreas Bötel ist mir nichts bekannt. Sehr wahrscheinlich gehört er im weitesten Sinne zu der umfangreichen Bötel-Sippe, die südlich von Wolfenbüttel zu Hause war bzw. ist. Während des 15. und 16. Jahrhunderts waren die Bötel, von denen wir wissen, hauptsächlich Braunschweiger Bürger. Ein Wappen ist nicht bekannt. Sie siegelten mit einem Kaufmannszeichen. Vielleicht gehörte Andreas auch zu den bäuerlichen Bötel in Ohlendorf, die es im 16. und 17. Jahrhundert gab, von denen man aber nicht genau weiß, in welchem Zusammenhang sie zu den anderen Bötel stehen. Ohlendorf wäre jedenfalls der einzige Ort im Amt Schladen, an denen jemals Bötel nachgewiesen wurden.

Viele Grüße
consanguineus
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  #4  
Alt 03.03.2020, 09:15
Alter Mansfelder Alter Mansfelder ist offline
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Hallo consanguineus,

schon wegen der Initialen wird es das Wappen des Andreas Bötel sein. Die Papiermühlen verewigten sich m. W. durch Wasserzeichen im Papier.

Hast Du schon einmal das Buch "Goslarer Wappenrolle" konsultiert?

http://d-nb.info/840134266

Darin sind auch etliche Wappen aus der Umgebung aufgeführt.

Es grüßt der Alte Mansfelder
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  #5  
Alt 03.03.2020, 16:48
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Alter Mansfelder,

das von Dir empfohlene Buch war mir nicht bekannt. Ich werde es mir beschaffen. Vielen Dank für den Tip!

Wo siehst Du denn da die Initialen des Andreas Bötel? Meinst Du das "Gekrakel" über dem Schild? Ich erkenne darin gar nichts, habe aber auch keinen geübten Blick dafür.

Viele Grüße
consanguineus
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  #6  
Alt 03.03.2020, 17:00
Xylander Xylander ist offline männlich
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Hallo, als zweiten Buchstaben sehe ich ein W
Habs mal geschärft
Viele Grüße
Xylander
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  #7  
Alt 03.03.2020, 17:52
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Hallo Xylander,

ich erkenne vom Betrachter aus gesehen rechts ein auf dem Kopf stehendes A. Das Ding links würde ich als eine Art Fußabdruck eines Vogels ansprechen. Was mache ich falsch?

Viele Grüße
consanguineus
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  #8  
Alt 03.03.2020, 18:10
Alter Mansfelder Alter Mansfelder ist offline
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Hallo zusammen,

ich hätte gedacht, dass dort A und B auf dem Kopf stehen, wenn Andreas Bötel der Absender war. Ich kann mich freilich auch irren, denn das B ist alles andere als eindeutig.

Es grüßt der Alte Mansfelder
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  #9  
Alt 03.03.2020, 18:13
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Was ergäbe es für einen Sinn, die Initialen auf den Kopf zu stellen?
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  #10  
Alt 04.03.2020, 09:27
Xylander Xylander ist offline männlich
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Hallo Xylander,
ich erkenne vom Betrachter aus gesehen rechts ein auf dem Kopf stehendes A. Das Ding links würde ich als eine Art Fußabdruck eines Vogels ansprechen. Was mache ich falsch?
Viele Grüße
consanguineus
Auf die Idee, das Bild auf den Kopf zu stellen, war ich nicht gekommen. Ja, das A ist eindeutig, mein "W" dagegen unsicher. Mit dem anderen Zeichen kann ich nichts anfangen, egal wie rum. Nur: Du hast Recht. Während der Buchstabe im Bild rechts klare Linien aufweist, wirkt das Zeichen links eher wie ein Bildzeichen.
Viele Grüße
Xylander
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