Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Allgemeine Diskussionsforen > Erfahrungsaustausch - Plauderecke
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Hinweise

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #1  
Alt 01.11.2020, 17:55
Benutzerbild von Genialoge
Genialoge Genialoge ist offline männlich
Benutzer
 
Registriert seit: 29.10.2020
Ort: Rheinbach bei Bonn
Beiträge: 65
Standard Meine Vision eindeutiger Personen-IDs

Wir werden heute regelrecht vollgemüllt mit redundanten, richtigen und falschen Informationen über das Internet. Obwohl es doch jeden Menschen definitiv nur einmal gab oder gibt, findet man ihn oder sie Zig-fach auf Tausenden Web-Seiten und in diversen Akten.

Vor über 30 Jahren habe ich u.a. Informatik studiert. Ich bin zwar seit vielen Jahren raus aus dem aktuellen Geschäft, aber meine "digitale" Denkweise habe ich natürlich behalten. Gerade eine Lösung für die aktuellen Probleme der Identifizierung (Migration, Herkunft ...) von Personen aus dem Ausland beschäftigt mich in Gedanken immer wieder, und gerade weil die digitalen Möglichkeiten bereits jetzt schon ausreichen, geht es doch im Grunde "nur" noch um die Realisierung. Es scheitert jedoch am Willen und nicht an den Möglichkeiten.

Wie schön wäre es, wenn alle Menschen, ob aktuell lebend oder aus der Historie, eine eindeutige ID hätten und auch nur 1x in einer zentralen Datenbank gespeichert wären? Da jeder Mensch auch 2 (eindeutige) Elternteile hat und deren IDs - sofern bekannt - mit zu erfassen wären, würde so ein weltweiter Stammbaum entstehen.

Etwa 2/3 aller aktuell lebenden Personen könnten auf einen Schlag automatisch erfasst werden, weil nahezu jedes Land der Erde irgendwie bereits eindeutige Identifikationsmerkmale für seine Bürger hat. In DE könnte das z.B. die Steuernummer sein. Würde man nun diesen vorhandenen und national eindeutigen IDs eine Länderkennung voransetzen, wären die IDs aller lebenden Menschen eindeutig, und diese eindeutigen IDs könnten dann fester Bestandteil z.B. von Ausweis- oder Vertragsnummern sein.

Für die aus der Historie erfassten Menschen der vergangenen Jahrhunderte würde es natürlich schwieriger, weil da erst explizit eindeutige IDs vergeben werden müssten. Adam und Eva könnten ja ggf. die 1 und 2 bekommen

Die IDs könnten aber auch systemgesteuert und automatisch generiert werden, denn eine Systematik brauchen sie ja nicht. Und wenn die Millionen Genealogen und Familienforscher jeweils ihre eigenen Daten bereitstellen und bei der Erfassung mitwirken würden, wäre das sicherlich keine unlösbare Aufgabe.

Ok, einige könnten sagen, der Genialoge hat nicht alle Latten am Zaun, und sie könnten vielleicht sogar Recht haben, oder?
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 01.11.2020, 18:18
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist gerade online
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 23.10.2012
Ort: Berlin
Beiträge: 9.032
Standard

Hallo
die Kontrolle über die Menschheit haben schon andere Diktatoren versucht zu erlangen.
Und diese von Dir erstrebte einzigartige Datenbank über die Menschheit soll dann in wessen Keller stehen?
__________________
Viele Grüße
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 01.11.2020, 18:28
Benutzerbild von Genialoge
Genialoge Genialoge ist offline männlich
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 29.10.2020
Ort: Rheinbach bei Bonn
Beiträge: 65
Standard

Natürlich darf die Datenbank nur die absolut unveränderlichen Merkmale enthalten, und das sind im Grunde neben einer eindeutigen ID nur Geburtsdatum/-ort und ggf. Sterbedatum/-ort. Namen, Adressen und selbst das Geschlecht sind ja veränderlich. Alle veränderlichen und anderen Daten, die ja bisher ohnehin dezentral und redundant verwaltet werden, müssten dann mit dieser ID-Tabelle lediglich verknüpft werden. Datenschutzrechtlich würde sich dadurch gar nichts ändern. Im Gegenteil! Durch Vermeidung der Redundanzen würden sich die Datenmengen vielfach verringern. Da bin ich übrigens vom Fach (IT-Sicherheit und Datenschutz)

Geändert von Genialoge (01.11.2020 um 18:31 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 01.11.2020, 18:41
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.05.2018
Ort: Harz
Beiträge: 2.234
Standard

Was soll das wem genau bringen, wenn es Milliarden und Abermilliarden von IDs gibt, deren einziger Informationsgehalt in Geburts- und ggf. Sterbedatum inclusive. der dazugehörigen Orte besteht? Oder habe ich etwas falsch verstanden?
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 01.11.2020, 18:46
Benutzerbild von Genialoge
Genialoge Genialoge ist offline männlich
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 29.10.2020
Ort: Rheinbach bei Bonn
Beiträge: 65
Standard

Das Problem ist doch, dass es Millionen von Datenbanken und Systemen mit Personendaten gibt und Viele pflegen gleiche oder vermeintlich gleiche Daten. Meine Daten und ich sind wohl in Hunderten Datenbanken und Systemen vorhanden. Digitalisierung funktioniert aber nur, wenn Redundanzen vermieden werden und erfasste Daten valide sind. Beides ist aktuell nicht der Fall.

Geändert von Genialoge (01.11.2020 um 18:53 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 01.11.2020, 18:52
Benutzerbild von Genialoge
Genialoge Genialoge ist offline männlich
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 29.10.2020
Ort: Rheinbach bei Bonn
Beiträge: 65
Standard

Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Was soll das wem genau bringen, wenn es Milliarden und Abermilliarden von IDs gibt, deren einziger Informationsgehalt in Geburts- und ggf. Sterbedatum inclusive. der dazugehörigen Orte besteht? Oder habe ich etwas falsch verstanden?
Jeder, der selbst weiterhin ergänzende Daten pflegt, muss diese einer eindeutigen Person (zentrale ID) zuordnen. Otto IV von Dingsbums hätte dann in allen Datenbanken, die es ja schon gibt, eine eindeutige ID und es wäre erkennbar, um wen es sich handelt (und wer seine Eltern sind).
Und bei längst verstorbenen Personen könnten ja durchaus auch die wesentlichen Kenndaten (Name ...) hinterlegt werden.

Geändert von Genialoge (01.11.2020 um 19:05 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 01.11.2020, 19:04
Kasstor Kasstor ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.11.2009
Ort: bei Hamburg
Beiträge: 10.574
Standard

Hallo,

ja bei Otto IV von Hinten vielleicht, aber bei den vielen Ungenialogen ergeben sich bei Namensgleichheit od. -ähnlichkeit doch schon Zuordnungsprobleme, wie man heutzutage in den diversen Datenbanken sieht. Bei den von Dir genannten wenigen Kriterien ist es ja auch aufgrund der Materiallage nur wenige Generationen zurück möglich, so etwas darzustellen. Wo soll ich denn anfragen, wenn ich eine Person suche, von der ich nur den Namen Eduard Schulze habe?
Im übrigen ist die Steuernummer in D veränderbar, Du meintest wahrscheinlich die el. Steuer-ID.

Freundliche Grüße

Thomas
__________________
FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Uelzen)
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 01.11.2020, 19:17
Benutzerbild von Genialoge
Genialoge Genialoge ist offline männlich
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 29.10.2020
Ort: Rheinbach bei Bonn
Beiträge: 65
Standard

Zitat:
Zitat von Anna Sara Weingart Beitrag anzeigen
Hallo
die Kontrolle über die Menschheit haben schon andere Diktatoren versucht zu erlangen.
Und diese von Dir erstrebte einzigartige Datenbank über die Menschheit soll dann in wessen Keller stehen?
Hier im Forum geht es mir natürlich nicht um die heutige Menschheit, sondern um unsere Vorfahren. So viele Ahnen sind in allen möglichen Datenbanken teils mehrfach erfasst und man kann sie nicht zuordnen, weil ihre Abstammung nicht erkennbar ist, obwohl dies aus den Akten, aus denen die Daten ursprünglich entnommen wurden, in den meisten Fällen sehr wohl hervorgeht.
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 01.11.2020, 19:25
Benutzerbild von Genialoge
Genialoge Genialoge ist offline männlich
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 29.10.2020
Ort: Rheinbach bei Bonn
Beiträge: 65
Standard

Zitat:
Zitat von Kasstor Beitrag anzeigen
ja bei Otto IV von Hinten vielleicht, aber bei den vielen Ungenialogen ergeben sich bei Namensgleichheit od. -ähnlichkeit doch schon Zuordnungsprobleme, wie man heutzutage in den diversen Datenbanken sieht. Bei den von Dir genannten wenigen Kriterien ist es ja auch aufgrund der Materiallage nur wenige Generationen zurück möglich, so etwas darzustellen. Wo soll ich denn anfragen, wenn ich eine Person suche, von der ich nur den Namen Eduard Schulze habe?
Im übrigen ist die Steuernummer in D veränderbar, Du meintest wahrscheinlich die el. Steuer-ID.
Hallo Thomas,
jepp, ich meinte z.B. die elektrische Steuer-ID
Ich habs gerade wohl schon in einem vorherigen Post erklärt. Die vielen vorhanden Seiten, wo ich natülich auch weiterhin und wie gewohnt suchen könnte, müssten um die zentrale ID ergänzt werden. Für eigene Daten verwenden manche ja u.U. auch "Nummern" (Sosa, Kekule ...), die aber immer nur für den eigenen begrenzten Bereich gelten.
Bei zentralen IDs könnte man ja auch gezielt nach einer bekannten ID (z.B. der ID meines bekannten Großvaters) suchen und würde zugehörige Personen angezeigt bekommen, die ich noch nicht kenne.

LG
Lothar

Geändert von Genialoge (01.11.2020 um 19:30 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 01.11.2020, 20:13
Malte55 Malte55 ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.08.2017
Beiträge: 1.115
Standard

Moin,
mit diesen Gedanken habe ich mich auch schon beschäftigt und just heute angefangen mehrere Taufdatenbanken zu einer zusammenzulegen. Natürlich auch aus dem Grund Mehrfachbelegungen von Personen auszuschließen. Gelingt dies, ergeben sich vielleicht weitere Möglichkeiten unsichere Zusammenhänge anderer zu belegen. Bei den weiteren Lebensereignissen erreiche ich in allen Datenbanken etwa eine Deckung von um die 70 %, das heißt obwohl ich die Umgegend absuche, bleiben die restlichen 30 % der Getauften weitgehend unentdeckt oder besser nicht identifizierbar(selbst in ordentlichen KB).
Ich kann mir vorstellen das eine ID einen Ortsschlüssel ähnlich GOV enthalten sollte, dazu Geburts- und Sterbedatum. Ob es dann schon zur Einmaligkeit reicht, ich weiß es nicht.

Die ID-Vergabe wird vielleicht noch nicht mal das Problem sein, der Streit unter den Forschern entbrennt dann sicherlich darum, wer die richtige Zuordnung hat.

Und so nützlich und reizvoll es für mich heute auch wäre, mag ich nicht an die zukünftigen Forscher denken, die dann vielleicht nicht mehr den Reiz der Ahnenforschung für sich entdecken können, weil sie nur noch eine ID an die andere klatschen.
Dagegen müßte ich vielleicht nicht zum xten Mal erklären warum diese eine Person nicht die Gesuchte sein kann.

Als vielleicht größten Vorteil einer solchen ID würde ich vermutlich sehen, das jeder seine eigenen Vorlieben bei Namen und Orten weiter beibehalten kann. Ein Hans Meier wäre dann selbst als Johannes Mayer identifizierbar.
LG Malte
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
personen-id , zentrale datenbank

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:15 Uhr.