#11  
Alt 01.11.2020, 20:55
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Zitat:
Zitat von Malte55 Beitrag anzeigen
...
Und so nützlich und reizvoll es für mich heute auch wäre, mag ich nicht an die zukünftigen Forscher denken, die dann vielleicht nicht mehr den Reiz der Ahnenforschung für sich entdecken können, weil sie nur noch eine ID an die andere klatschen.
...
Hallo Malte,
das ist in der Tat ein nicht zu unterschätzendes Argument, aber künftige Forscher werden es ohnehin nicht leichter haben.
Gibt es eigentlich schon Programme, die nicht meckern, wenn die Eltern das gleiche Geschlecht haben oder man bei einer Person nacheinander 2 unterschiedliche Geschlechter eingeben kann oder gar ein drittes?
Das sind ja inzwischen ganz normale Sachverhalte.
LG
Lothar
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  #12  
Alt 01.11.2020, 22:40
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Hallo

Spannende Überlegung.

Künftige Genealogen werden es bestimmt nicht einfacher haben bei den neuen Zivilstandesverordnungen und Gesetzen. In der Schweiz war Ahnenforschung bisher relativ einfach: Der Heimatort wurde vom Vater an die Kinder "vererbt", bei der Heirat übernimmt die Ehefrau den Heimatort des Ehemannes. Auch dann, wenn sie seit Generationen nicht mehr im Heimatort wohnen. Super Sache also, vor allem, weil seit ca 1800 rum in allen (oder vielen?) Kantonen die Familienregister im Heimatort geführt werden. Heute natürlich digital, aber immer noch als Familienübersicht: Ehepaar mit ihren Eltern und allen Kindern, männliche Kinder die heiraten bekommen eine eigene Seite und weibliche Kinder die heiraten bekommen einen Verweis zum Heimatort des Ehemannes. Immer schön mit Verweisen zu Band und Seitenzahlen. Mir hat das trotzdem noch Spass gemacht .
Mit dem neuen Gesetz wird bei der Heirat der Familienname und der Familienheimatort festgelegt, nun wird beides nicht mehr automatisch vom Ehemann übernommen.

Laut Standesbeamtin sei aber Name, Geburtsdatum in Kombination mit dem Geburtsort als Identifikation für eine Person eindeutig. In der Schweiz wird auch noch oft der Heimatort zusätzlich angegeben (sogar bei sowas wie einem Arbeitszeugnis).

Im Prinzip wäre eine ganz eindeutige ID praktisch, auch für Behörden. In der Schweiz kenne ich schon zwei Projekte in diese Richtung:
- im Kanton Bern gibt es ein Login, das fürs digitale Ausfüllen der Steuererklärung verwendet werden kann (kann man weiterhin auf Papier machen oder mit dem früheren Login). Weitere Behörden wollen sich anschliessen und das selbe Login anbieten, z.B. wenn man bei der Wohngemeinde seine Adresse ändern muss oder Dokumente bestellen muss.
- Switch Edu-ID gibt es seit ein paar Jahren für Hochschulen und wird seit diesem Jahr m.W. flächendeckend eingesetzt - ein Login für die Angebote von allen Hochschulen in der Schweiz. Die Hochschulbibliotheken der Schweiz stellen aktuell gerade auf ein neues System um, das ebenfalls nur noch die Switch Edu-ID als Login akzeptiert. Man hat also ein Login und verknüpft sich dann zB mit der aktuellen Hochschule an der man studiert oder arbeitet, oder eben den Bibliotheken.

Google geht ja in eine ähnliche Richtung: möchten Sie sich hier mit Ihrem Google Konto oder Facebook anmelden? Nur ein Klick!


Die Schweiz arbeitet als eindeutige ID sonst mit der AHV-Nummer (Renten-Nummer, die man mit 18 Jahren zugeteilt bekommt), Italien hat etwas ähnliches und die USA hat ja die Social Security Number.

Die Frage wäre dann eher: wer würde/dürfte diese eindeutige ID nutzen? Nur Behörden? Wäre die Datenbank mit den Geburten öffentlich? Welche Daten wären öffentlich, wenn die Person stirbt?
Würden auch Dienste, die datenschutzmässig eher bedenklich sind, die ID nutzen? Und damit all die privaten Daten und Fotos aus Social Media mit den Angaben bei den Behörden verknüpfen?
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Viele Grüsse von Garfield

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  #13  
Alt 01.11.2020, 22:49
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Genialoge Beitrag anzeigen
Gibt es eigentlich schon Programme, die nicht meckern, wenn die Eltern das gleiche Geschlecht haben [...]?
Das sind ja inzwischen ganz normale Sachverhalte.
Auch wenn diese Sachverhalte von manchen inzwischen als ganz normal angesehen werden, so setzt diese Sichtweise doch nicht biologische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft, denn ein Kind kann nur von einem Mann mit einer Frau gezeugt werden. Über diese Tatsache braucht man wohl nicht zu diskutieren. Alle anderen Konzepte haben in der Genealogie nichts verloren. Vermutlich gilt Ahnenforschung in gewissen Kreisen genau aus diesem Grund als "verdächtig".

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #14  
Alt 02.11.2020, 13:27
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Genialoge Genialoge ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Auch wenn diese Sachverhalte von manchen inzwischen als ganz normal angesehen werden, so setzt diese Sichtweise doch nicht biologische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft, denn ein Kind kann nur von einem Mann mit einer Frau gezeugt werden.

Biologisch gibt es da definitiv nichts zu diskutieren. Der andere Elternteil ist dann halt im Zweifel unbekannt.
__________________
Suche: Rudolph, Hiller, Forche in Breslau und Krs Frankenstein sowie Vorfahren von Georg Hoffmeister *10.10.1821 in Giershagen oo Rosina Schlömer *22.05.1838 in Essentho
Biete: Hilfe zu Marsberg und Warburg (Stammtafeln vorhanden) ...
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