#1  
Alt 11.06.2014, 14:37
Grapelli Grapelli ist offline männlich
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Standard Liste der Glashütten in Böhmen (Böhmerwald)

Hallo zusammen,

die folgende Liste der Glashütten im Böhmerwald (also südlich von Neuern / Nýrsko) wurde der Literatur entnommen und von mir nach Pfarreien sortiert. Sie soll eine Hilfe sein für das Auffinden von Glasmachern in den Matriken dieses Gebiets. Die Zuordnung zu den Pfarreien ist in einigen Fällen spekulativ, da die im Internet verfügbaren Hilfsmittel nicht in jedem Fall eine sichere Auskunft geben. Es empfiehlt sich also, im Zweifelsfall auch die Bücher der benachbarten Pfarreien zu konsultieren. Wer Fehler oder Lücken in der Liste findet, möge diese bitte melden (im Forum oder privat an mich) – die Liste wird dann entsprechend korrigiert.

Glashütten waren Wanderbetriebe, die ihren Standort oft mehrfach geändert haben. Auch Besitzer- und Namenswechsel waren häufig, sodass die untenstehende Liste nicht alle, sondern nur die bekanntesten Namen der einzelnen Hütten aufführt. Die Daten zur Gründung und Stillegung einzelner Glashütten variieren von Publikation zu Publikation und die Quellenlage ist oft unübersichtlich, sodass die Bestandszeiten als Richtwerte zu verstehen sind. In der Regel sollte man deshalb auch angrenzende Jahrgänge für die genealogische Forschung auswerten, zumal mit dem Erliegen der Glasproduktion oft einige Bewohner am Standort verbleiben und die Siedlung weiterbesteht.


Diese Liste der Glashütten im Böhmerwald enthält die Nummern 1 bis 105 der Publikation von Claudia Mittelhammer und wurde ergänzt und korrigiert nach anderen Quellen (weggelassen wurde Nr. 106: Slárna Husinec, gegr. 1996).

Quelle für Glashüttenstandorte und ihre Bestandszeiten:
Claudia Mittelhammer: Standorte und Entwicklung der Glasindustrie im Šumava-Gebiet (Tschechien).
In: Regensburger Beiträge zur Regionalgeographie und Raumplanung. Band 6 (1999), S. 1–59 [hier S. 55–59]


Die Liste ist geordnet:
– nach Pfarrei (diese in etwa von Nord nach Süd sortiert)
– innerhalb der Pfarrei nach Gründungsjahr
– die angegebene Nummer entspricht der Reihenfolge der Gründungen insgesamt

Internet-Quellen für die Zuordnung zu den Pfarreien:
Genteam.at: Genealogisches Ortsverzeichnis von Felix Gundacker
GenWiki: Alte Regionalseiten des Vereins für Computergenealogie
Porta fontium: Inhaltsangaben zu einzelnen Kirchenbüchern des Archivs Plzeň
– historische Karten, insbesonders der Franziszeischen Landesaufnahme von Böhmen (1836–1852) (bei Mapire.eu, Mapy.cz und Oldmaps)
historische Katasterkarten von Tschechien
– u.a. Internet-Quellen

Literatur
– Sommer, Johann Georg und Franz Xaver Maximilian Zippe: Das Königreich Böhmen: Statistisch-topographisch dargestellt. 16 Bände. Prag 1833–1849.
- 7. Band: Klattauer Kreis. Prag 1839
- 8. Band: Prachiner Kreis. Prag 1840
- 9. Band: Budweiser Kreis. Prag 1841
– Trajer, Johann: Historisch-statistische Beschreibung der Diöcese Budweis. Budweis 1862.

Diese Quellen werden zum Teil bei den einzelnen Pfarreien bzw. Glashütten verlinkt.


Für Glashütten auf der tschechischen Seite des Oberpfälzer Waldes (Böhmischer Wald / Český les) verweise ich auf das Buch von Zdeněk Procházka: Glasindustrie im Böhmischen Wald, in der Tauser und der Tachauer Region (3. Aufl. 2009) und für Glashütten in Südböhmen, Nieder- und Oberösterreich auf den Artikel von Ernst Bernleithner: Alte Glashütten im niederösterreichisch-böhmischen Grenzgebiet.


Herzliche Grüße
Grapelli

Geändert von Grapelli (18.06.2014 um 13:58 Uhr)
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Alt 11.06.2014, 14:38
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Liste der Glashütten im Böhmerwald
(nur Tschechien; nach Pfarreien geordnet)

Teil 1: Glashütten mit Matriken im Archiv Pilsen (tsch.: Plzeň),
veröffentlicht bei Porta fontium


Neuern
– Matriken der Pfarrei Nýrsko
– Matrikenbeginn: 1654/1654/1654 (Geburt/Hochzeit/Tod)
– Keine Vorpfarre
– Literatur: Trajer, S. 179–181
– Links: Wikipedia; Historische Karte


Glashütten
1. Neuern: 1348
12. Glashütten, bei Neuern: 1461–1620
14. Hüttstadt, bei Neuern: 15. Jahrhundert
24. Freihöls bei Neuern: vor 1550
36. Gerlhütte bei St. Katharina: 1582–1617
38. Hinterhäuser bei Neuern: 1600–1698
59. Muckenhof, Muckenhoferhütte, Zahnhütte: ca. 1679–1709; 1731–1773; 1797–1808 (nach 1787 zu Hammern)
105. Okula (ehem. W. Eckstein & Co.), Neuern: 1892 – heute [d.h. mindestens bis ca. 1999]


Deschenitz
– Matriken der Pfarrei Dešenice
– Matrikenbeginn: 1681/1681/1681
– Keine Vorpfarre
– Literatur: Trajer, S. 168–170
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
53. Fürstenhütte: vor 1700 – nach 1808 (nach 1784 zu Grün, nach 1808 zu Eisenstraß)
64. Osserhütte: ca. 1749–1771 (nach 1787 zu Hammern)
68. Stornhütte, Stornerhütte, Schindlerhütte (später Storngut): 1753–1792 (nach 1784 zu Grün, nach 1808 zu Eisenstraß)


Hammern
– Matriken der Pfarrei Hamry
– Matrikenbeginn: 1799/1799/1799 (Zweitschriften)
– Eventuelle Vorpfarre: Deschenitz 1681/1681/1681 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 173 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
59. Muckenhof, Muckenhoferhütte, Zahnhütte: ca. 1679–1709; 1731–1773; 1797–1808 (vor 1787 zu Neuern)
64. Osserhütte: ca. 1749–1771 (vor 1787 zu Deschenitz)
90. (Alte) Osserhütte, Lenkenhütte: 1797–1844
92. Müllerhütte, Grasslhütte: 1802–1812
95. (Neue) Osserhütte: 1845–1891


Grün

– Matriken der Pfarrei Zelená Lhota
– Matrikenbeginn: 1784/1784/1784
– Eventuelle Vorpfarre: Deschenitz 1681/1681/1681 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 172 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
53. Fürstenhütte: vor 1700 – nach 1808 (vor 1784 zu Deschenitz, nach 1808 zu Eisenstraß)
68. Stornhütte, Stornerhütte, Schindlerhütte (später Storngut): 1753–1792 (vor 1784 zu Deschenitz, nach 1808 zu Eisenstraß)


Eisenstraß
– Matriken der Pfarrei Hojsova Stráž
– Matrikenbeginn: 1808/1808/1808
– Eventuelle Vorpfarre: Grün 1784/1784/1784 (s.o.)
– Eventuelle Vorpfarre: Deschenitz 1681/1681/1681 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 170 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
53. Fürstenhütte: vor 1700 – nach 1808 (vor 1808 zu Grün, vor 1784 zu Deschenitz)

Obwohl die Fürstenhütte (Nr. 53) und die Stornerhütte (Nr. 68) zur Gemeinde Eisenstraß gehören, sind Matrikeneinträge zu diesen beiden Glashütten aus der Pfarrei Markt Eisenstein bekannt. Ob und in welchem Umfang diese beiden Hütten tatsächlich auch in der Pfarrei Eisenstraß und ihren Vorpfarren in den Matriken auftauchen, muss noch genauer untersucht werden.

Geändert von Grapelli (16.06.2014 um 14:46 Uhr)
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  #3  
Alt 11.06.2014, 14:39
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St. Maurenzen
– Matriken der Pfarrei Svatý Mouřenec
– Matrikenbeginn: 1687/1688/1689
– Eventuelle Vorpfarre: keine bekannt
– Literatur: Trajer, S. 883–886
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
17. Eulhütte (bei Kochet): um 1500 (nach 1747 zu Seewiesen, nach 1763/66 zu Haidl)
18. Althütten, bei Haidl: um 1500 – 1666 (nach 1747 zu Seewiesen, nach 1763/66 zu Haidl)
89. Annathal: 1796–1947, Glasschleiferei bis heute [d.h. mindestens bis ca. 1999]

Obwohl Annathal (Nr. 89) zu St. Maurenzen eingepfarrt ist, sprechen andere Quellen von Langendorf als Pfarrort. Es empfiehlt sich daher, in beiden Pfarreien auf die Suche zu gehen.


Seewiesen
– Matriken der Pfarrei Javorná
– Matrikenbeginn: 1722/1722/1722
– Eventuelle Vorpfarre: Cachrau 1677/1677/1677 (Archiv Plzeň, Matriken der Pfarrei Čachrov)
– Literatur: Trajer, S. 890–892
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
16. Jenewelt: 1494–1622
33. Eisnerhütte, auch Preisslerhütte und Hüttenhanselhütte, bei Seewiesen: 1565–1698
34. Patterlhütte bei Seewiesen: 1565 – Anfang 19. Jahrhundert
37. Gerlhütte, auch Bockbastlhütte, bei Seewiesen: vor 1600 – 1698
42. Schürerhütte: 1615?–1831
51. Brunst, später Altbrunst, bei Seewiesen: 1698–1830
52. Neue Gerlhütte: nach 1698 – 1865
67. Haidler Hütte: 1753 – vor 1787 (vor 1747 zu St. Maurenzen, nach 1763/66 zu Haidl)
70. Vordere Schmaußenhütte: 1754–1809
74. Hintere Schmaußenhütte: 1764–1800
99. Neubrunst: 1831–1900


Haidl
– Matriken der Pfarrei Zhůří
– Matrikenbeginn: 1763/1763/1763
– Eventuelle Vorpfarre: Seewiesen 1722/1722/1722 (1747–1766, s.o.)
– Eventuelle Vorpfarre: St. Maurenzen 1687/1688/1689 (vor 1747; s.o)
– Literatur: Trajer, S. 880 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
67. Haidler Hütte: 1753 – vor 1787 (vor 1763/66 zu Seewiesen, vor 1747 zu St. Maurenzen)


Markt Eisenstein
– Matriken der Pfarrei Železná Ruda
– Matrikenbeginn: 1694/1694/1694
– Keine Vorpfarre
– Literatur: Trajer, S. 873 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten

50. Stangenruckhütte, Grafenhütte, Althütte (bei Eisenstein): 1690–1715 [Standort heute in Bayern?]
53. Fürstenhütte: vor 1700 – nach 1808 (s.a. Eisenstraß)
55. Neuhütte (bei Eisenstein): 1715–1790 [Standort heute in Bayern?]
61. Stifthütte (bei Eisenstein): 1733–1763
68. Stornhütte, Stornerhütte, Schindlerhütte (später Storngut): 1753–1792 (s.a. Eisenstraß)
75. Obere Spiegelhütte: 1766–1857
77. Rothsohlhütte: 1769–1791
80. Deffernik-Hütte, Althütte: 1774–1889
83. Pampferhütte [Neue Pampferhütte ab 1838]: 1783–1893
85. Kameralhütte, auch Neue Deffernik-Hütte: 1786–1825
101. Ferdinandsthal: 1835–1892
103. Elisenthal: 1841–1906
104. Theresienhütte: 1883–1892

Die Matriken von Eisenstein enthalten Einträge von einer Reihe weiterer Glashütten, die heute in Bayern liegen. Man vergleiche dazu die Informationen (Metadaten) zu den einzelnen Kirchenbüchern im Portal Porta fontium (dort in der Spalte "Titel" klicken).

Geändert von Grapelli (14.06.2014 um 08:33 Uhr)
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  #4  
Alt 11.06.2014, 14:39
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Gutwasser
– Matriken der Pfarrei Dobrá Voda
– Matrikenbeginn: 1734/1734/1734
– Keine Vorpfarre
– Literatur: Trajer, S. 875–877
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
41. Althütten bei Waid: 1608–1760
44. Babylon: vor 1619 – 1640
60. Hurkenthal, Hohenstegener Hütte, Böhmische Hütte (später Althütten): 1732–1749 (nach 1789 zu Hurkenthal)
62. Hurkenthal, Hohenstegener Hütte, Böhmische Hütte (später Alt-Hurkenthal): 1749 – vor 1840 (nach 1789 zu Hurkenthal)
63. Untere Stubenbacher Hütte: 1750–1824 (nach 1783/86 zu Stubenbach)
65. Obere Stubenbacher Hütte: 1752–1818 (nach 1783/86 zu Stubenbach)
66. Neubrunn: 1752–1772
76. Neu-Hurkenthal: 1766–1904 (nach 1789 zu Hurkenthal)
81. Leturnerhütte: 1778–1840 (nach 1789 zu Hurkenthal)
82. Hohenstock: 1778–1818 (nach 1789 zu Hurkenthal)


Hurkenthal
– Matriken der Pfarrei Hůrka
– Matrikenbeginn: 1789/1789/1789
– Eventuelle Vorpfarre: Gutwasser 1734/1734/1734 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 881–883
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
62. Hurkenthal, Hohenstegener Hütte, Böhmische Hütte (später Alt-Hurkenthal): 1749 – vor 1840 (nach 1789 zu Hurkenthal)
76. Neu-Hurkenthal: 1766–1904 (vor 1789 zu Gutwasser)
81. Leturnerhütte: 1778–1840 (vor 1789 zu Gutwasser)
82. Hohenstock: 1778–1818 (vor 1789 zu Gutwasser)


Stubenbach
– Matriken der Pfarrei Prášily
– Matrikenbeginn: 1786/1786/1783
– Eventuelle Vorpfarre: Gutwasser 1734/1734/1734 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 892–894
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
63. Untere Stubenbacher Hütte: 1750–1824 (vor 1783/86 zu Gutwasser)
65. Obere Stubenbacher Hütte: 1752–1818 (vor 1783/86 zu Gutwasser)


Langendorf
– Matriken der Pfarrei Dlouhá Ves
– Matrikenbeginn: 1709/1709/1709
– Keine Vorpfarre
– Literatur: Trajer, S. 591–593
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
89. Annathal: 1796–1947, Glasschleiferei bis heute [d.h. mindestens bis ca. 1999] (s.a. St. Maurenzen)


Bergreichenstein
– Matriken der Pfarrei Kašperské Hory
– Matrikenbeginn: 1627/1659/1659
– Keine Vorpfarre
– Literatur: Trajer, S. 869–871
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
10. Vogelsang: 1450 erstmals erwähnt, 1584–1891


Unterreichenstein
– Matriken der Pfarrei Rejštejn
– Matrikenbeginn: 1686/1686/1686
– Keine Vorpfarre
– Literatur: Trajer, S. 894–896
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
9. Zwoischen: 1450 erstmals erwähnt, 1523–1629
21. Antiglhütte: 1786–1818 (nach 1784/86 zu Außergefild)
54. Hirschenstein: vor 1714 – 1768
69. Tiefenthal: 1754–1786
72. Grünberger Hütte: 1757–1799 (nach 1789 zu Rehberg)
73. Buchingerhof: um 1760
78. Kaltenbrunner Hütte (bei Stubenbach): 1774–1798 (nach 1789 zu Rehberg)
84. Philippshütte, auch Breitenhütten: 1785–1798 (nach 1784/86 zu Außergefild)
102. Klostermühle: 1836–1947


Rehberg
– Matriken der Pfarrei Srní
– Matrikenbeginn: 1789/1789/1789
– Eventuelle Vorpfarre: Unterreichenstein 1686/1686/1686 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 888 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
72. Grünberger Hütte: 1757–1799 (vor 1789 zu Unterreichenstein)
78. Kaltenbrunner Hütte (bei Stubenbach): 1774–1798 (vor 1789 zu Unterreichenstein)

Geändert von Grapelli (14.06.2014 um 08:47 Uhr)
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  #5  
Alt 11.06.2014, 14:39
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Teil 2: Glashütten mit Matriken im Archiv Wittingau (tsch.: Třeboň),
veröffentlicht im eigenen DigiArchiv



Außergefild
– Matriken der Pfarrei Kvilda
– Matrikenbeginn: 1784/1786/1784
– Eventuelle Vorpfarre: Unterreichenstein 1686/1686/1686 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 923–925
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
21. Antiglhütte: 1786–1818 (vor 1784/86 zu Unterreichenstein)
84. Philippshütte, auch Breitenhütten: 1785–1798 (vor 1784/86 zu Unterreichenstein)
87. Grafenhütte: 1794–1888
88. Tobiashütte, Tafelberger Glashütte: 1796–1809
91. Goldbrunn: 1799–1880
94. Biertopfhütte, Franzensthal: 1801/02–1887


Klein Zdikau
– Matriken der Pfarrei Zdíkovec
– Matrikenbeginn: 1756/1756/1756
– Eventuelle Vorpfarre: Watzau 1664/1666/1690 (Archiv Třeboň, Matriken der Pfarrei Vacov)
– Literatur: Trajer, S. 963–965
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten

47. Alte Bockhütte (später Althütten): 1653 – nach 1690 (nach 1860 zu Neugebäu)
49. Neue Bockhütte: 1685 – 2. Hälfte 18. Jh. (nach 1860 zu Neugebäu)
79. Adlerhütte, bei Planie: 1774–1795 (nach 1860 zu Neugebäu)


Stachau
– Matriken der Pfarrei Stachy
– Matrikenbeginn: 1787/1787/1787
– Eventuelle Vorpfarre: Klein Zdikau 1756/1756/1756 (s.o.)
– Eventuelle Vorpfarre: Watzau 1664/1666/1690 (Archiv Třeboň, Matriken der Pfarrei Vacov)
– Literatur: Trajer, S. 975–977
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
29. Stachauer Hütte: 1560/61 – vor 1654
86. Neue Stachauer Hütte: 1788–1889


Winterberg
– Matriken der Pfarrei Vimperk
– Matrikenbeginn: 1664/1646/1651
– Eventuelle Vorpfarre: Neumark 1643/1644/1644 (Archiv Plzeň, Matriken der Pfarrei Všeruby)
– Literatur: Trajer, S. 942–945
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten

3. Glashütten, bei Winterberg: 1359–1581
22. Helmbachhütte oder Michlhütte: 1531 – um 1770
25. [=43.] Tafelhütte, Toffelhütte: 1552 – nach 1722 (nach 1788 zu Korkushütten)
26. Schlemmerhütte, auch Thomashütte und später Hüttenhof: 1552–1722 (nach 1788 zu Korkushütten)
27. Rabenhütte, auch Kubischhütte und Moldauer Spiegelhütte: 1554–1722 (nach 1724 zu Obermoldau)
30. Gansau: 1562–1611
39. Scherau: 1602–1883 (nach 1788 zu Korkushütten)
45. Magerlhütte: vor 1621 – vor 1678 (nach 1724 zu Obermoldau)
46. Korkushütte: vor 1625 – nach 1755 (nach 1788 zu Korkushütten)
56. Neue Schlemmerhütte, Birkenhütte, Birkenbergerhütte: 1722–1794 (nach 1724 zu Obermoldau)
57. Neue Michelhütte (Neubusk bei Ferchenhaid): 1724–1771
97. Adolf, Adolfhütte, Adolfshütte: 1816–1947, Glasschleiferei bis 1996


Korkushütten
– Matriken der Pfarrei Korkusova Huť
– Matrikenbeginn: 1788/1788/1788
– Eventuelle Vorpfarre: Winterberg 1664/1646/1651 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 933 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
39. Scherau: 1602–1883 (vor 1788 zu Winterberg)


Neugebäu
– Matriken der Pfarrei Nový Svĕt
– Matrikenbeginn: 1788/1788/1846
– Eventuelle Vorpfarre: Winterberg 1664/1646/1651 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 936 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
93. Kaltenbach, Neuhütten: 1801–1816


Obermoldau
– Matriken der Pfarrei Horní Vltavice
– Matrikenbeginn: 1724/1724/1724
– Eventuelle Vorpfarre: Winterberg 1664/1646/1651 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 938–940
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
56. Neue Schlemmerhütte, Birkenhütte, Birkenbergerhütte: 1722–1794 (vor 1724 zu Winterberg)
58. Kubohütte, auch Podscheiderhütte: 1728–1736
71. Adlerhütte, auch Röhrenbergerhütte: 1754–1798
100. Eleonorenhain: 1834–1996

Geändert von Grapelli (15.06.2014 um 00:51 Uhr)
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  #6  
Alt 11.06.2014, 18:35
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Wallern
– Matriken der Pfarrei Volary
– Matrikenbeginn: 1658/1658/1658
– Keine Vorpfarre
– Literatur: Trajer, S. 917–919
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
2. Sklenarzova lhota, nördl. von Wallern: 1359 [Zuordnung zu Wallern spekulativ]
13. Miesauer Hütte: 1470–1741 (nach 1732 zu Oberhaid, nach 1787 zu Christianberg)
32. Stögerhütte bei Wallern: 1563–1807


Oberhaid
– Matriken der Pfarrei Zbytiny
– Matrikenbeginn: 1732/1732/1732
– Eventuelle Vorpfarre: Chrobold 1645/1666/1666 (Archiv Třeboň, Matriken der Pfarrei Chroboly)
– Eventuelle Vorpfarre: Tisch 1641/1641/1641 (Archiv Třeboň, Matriken der Pfarrei Ktiš)
– Eventuelle Vorpfarre: Wallern 1658/1658/1658 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 904–906
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
13. Miesauer Hütte: 1470–1741 (vor 1732 zu Wallern, nach 1787 zu Christianberg)


Christianberg
– Matriken der Pfarrei Křišťanov
– Matrikenbeginn: 1787/1787/1787
– Eventuelle Vorpfarre: Wallern 1658/1658/1658 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 897 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten

96. Ernstbrunn: 1808–1944


Oberplan
– Matriken der Pfarrei Horní Planá
– Matrikenbeginn: 1670/1670/1670
– Keine Vorpfarre
– Literatur: Trajer, S. 332–334
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
6. Althütten (bei Böhmisch Haidl): vor 1420
8. Glashöfe, Glashof (bei Deutsch Haidl): 1445
40. Kaltenbrunn, Kaltenbrunnerhütte, Oberplaner Hütte (später Hüttenhof): Anfang 17. Jahrhundert – 1715 (nach 1787 zu Glöckelberg)


Glöckelberg
– Matriken der Pfarrei Zvonková
– Matrikenbeginn: 1787/1787/1787
– Eventuelle Vorpfarre: Oberplan 1670/1670/1670 (s.o.)
– Literatur: Trajer, S. 328 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
98. Josefsthal: 1822–1894



Teil 3: Weitere Glashütten (14.–17. Jh.) in anderen Pfarreien
(offenbar ohne erhaltene Matrikeneinträge)


4. Glashut, bei Wittinghausen: 1379
5. Glashof, bei Höritz, später Teutschmannsdorf: 1417
7. Althütten, bei Tisch: vor 1420
11. Glashütte des Antner bei Horaut: 1456 – vor 1503
15. Mochau: 1494-1565
19. Repeschin: 1503
20. Peterschlag: 1503
23. Oberschlag: 1549
28. Jarkowitz: 1557–1572
31. Betelhütte / Patterlhütte St. Magdalena: 1562
35. Radwanitz: 1577
48. Mistelholz, Spiegelhütten: 1673–1678



Zur Beachtung:

Die Zuordnung der Glashütten zu den Pfarreien basiert auf Informationen
aus verschiedenen Sekundär-Quellen und enthält vermutlich Fehler!
Korrekturen anhand der Original-Matriken sind sehr willkommen.

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Alt 11.06.2014, 18:35
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Alt 18.06.2014, 13:35
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Alt 18.06.2014, 13:35
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Da es nicht möglich ist, Beiträge in diesem Forum beliebig lange zu verändern, wird die obenstehende Liste nicht weiter korrigiert (wie es eigentlich von mir geplant war). Ergänzungen finden sich jedoch in der folgenden Arbeit:
KADLECOVÁ, Hana. Die Entwicklung und der heutige Stand der Glasherstellung und Holzverarbeitung im Böhmerwald und Bayerischen Wald. Č. Bud., 2007. diplomová práce (Mgr.). JIHOČESKÁ UNIVERZITA V ČESKÝCH BUDĚJOVICÍCH. Pedagogická fakulta. LINK
Die dort aufgestellte Liste von Glashütten ist mit der Liste von C. Mittelhammer nicht leicht in Übereinstimmung zu bringen. Dennoch werden in dieser Arbeit eine Reihe von Glashütten aufgezählt, die oben offensichtlich noch nicht genannt wurden, vor allem diese:


Teil 4: Weitere Glashütten
(teilweise mit erhaltenen Matrikeneinträgen, Nummerierung hier nach H. Kadlecová)


(6.) Prachatitz, 1380-1397
(37.) Kaplitz, vor 1579
(40.) Starlitz, 16. Jh. (?)
(60.) Patterlhütte (bei Stadeln, Pfarrei Gutwasser), 1713
(105.) Seehütte, Oberseehütte (Paterlhütte, Gemeinde Eisenstraß), ca. 1750 – Anfang 19. Jh.
(107.) Stögenwald, gegr. um 1720 (?) (zur Pfarrei Untermoldau, keine Vorpfarre bekannt)
(120.) Kösnerhütte/Winterberg, 1861 – vor 1887
(121.) Idahütte/Winterberg, 1870
(122.) Louisenhütte/Winterberg, 1872

Die Seehütte (105.) war nach Grün eingepfarrt, Matriken-Einträge finden sich aber auch in Markt Eisenstein sowie (möglicherweise) in Eisenstraß und den entsprechenden Vorpfarren. Die Glashütte in Stögenwald (107.), Pfarrei Untermoldau, ist vermutlich vor den seit 1784 erhaltenen Matriken-Zweitschriften eingegangen. Für die Winterberger Glashütten (120.–122.) suche man in der Pfarrei Winterberg.


Es erscheint daher angebracht, hier die Informationen für die Pfarrei Untermoldau nachzutragen, ebenso für die Pfarrei Kalschin, wo die oben in Teil 3 bereits genannte Spiegelhütte bei Mistelholz nach diesen Informationen noch bis 1708 bestand.


Untermoldau / Unterwuldau
– Matriken der Pfarrei Dolní Vltavice
– Matrikenbeginn: 1784/1784/1784 (Zweitschriften)
– Eventuelle Vorpfarre: keine bekannt
– Literatur: Trajer, S. 341 f.
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
(107.) Stögenwald, gegr. um 1720 (?)


Kalsching
– Matriken der Pfarrei Chvalšiny
– Matrikenbeginn: 1710/1749/1784
– Eventuelle Vorpfarre: keine bekannt
– Literatur: Trajer, S. 310–312
– Links: Wikipedia; Historische Karte

Glashütten
48. Mistelholz, Spiegelhütten: ca. 1673–1708 (korrigiert)


Insgesamt wurden damit im tschechischen Böhmerwald (Šumava) zwischen Neuern (Nýrsko) im Norden und einer Linie Kalsching (Chvalšiny) / Untermoldau (Dolní Vltavice) im Süden insgesamt 30 Pfarreien identifiziert, in denen seit der Mitte des 17. Jahrhundert Glashütten bestanden, und wo man demzufolge mit Matriken-Einträgen von Glasmacherfamilien rechnen muss. Wer an einer systematischen Erfassung dieser Einträge interessiert ist, kann sich darüber in diesem Thema austauschen.


Dass daneben weitere (ältere) Glashütten existiert haben, zeigt die zufällige Auffindung der Glashütte "Althütten" südlich von Obermoldau, in der Nähe der Rabenhütte. Dieser Standort wird von J. G. Sommer genannt und findet sich auch auf der Karte der Josephinischen Landesaufnahme von 1764–68. Dass er bei C. Mittelhammer und H. Kadlecová fehlt, zeigt auch, dass wichtige ältere Quellen und Karten von den beiden Autorinnen nicht ausgewertet wurden. Eine umfassende Arbeit zu den Glashütten des Böhmerwaldes, die sowohl archivalische Quellen als auch archäologische Befunde berücksichtigt, ist derzeit offenbar ein Desiderat.


Herzliche Grüße
Grapelli

Geändert von Grapelli (23.06.2014 um 17:41 Uhr)
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