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  #1  
Alt 18.11.2018, 22:51
MaJaLu MaJaLu ist offline
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Registriert seit: 20.04.2014
Beiträge: 95
Standard Soldat der Reserve 2. Weltkrieg

Hallo liebe Militärprofis,


ich bitte um Eure Mithilfe.


Nach 2,5 Jahren Wartezeit habe ich nun die WAST -Unterlagen meines 2. Großvaters erhalten. Das Wehrstammbuch welches nur eine Zweitschrift ist, ist mehr als nur unvollständig und wirft für mich sehr viele Fragen auf, da dieses in keiner Weise mit seiner Entnazifizierungsakte übereinstimmt.
Im Internet finde ich auch keine zufriedenstellende Antwort.


Wie habe ich mir die Einsatzzeiten eines Gefreiten bzw. Obergefreiten (Flak) der Reserve im 2. Weltkrieg vorzustellen, was bedeutete in dieser Zeit Reserve? Wie zur heutigen Zeit?

Dienst auf Abruf? Ansonsten Heimatarbeitsdienst, oder beim Heimatdienstherren?
Sein eingetragener aktiver Wehrdienst verzeichnet nur kurze Einsatzzeiten.
Großvater war durch ein Rückenleiden beeinträchtigt und wurde erst im Herbst 1941 zur Wehrmacht beordert.
Er war jedoch ebenfalls als Aufseher in einem Zuchthaus tätig. Ich weiß, dass der dortige Anstaltsleiter alles dafür getan hat, seine Mannschaft zu Hause zu halten.
Könnte es auch bei ihm so gewesen sein?
Ich freue mich auf Eure Antwort und danke recht herzlich,


LG Andrea
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  #2  
Alt 19.11.2018, 00:22
Benutzerbild von Svenja
Svenja Svenja ist offline weiblich
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Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Kanton Luzern, Schweiz
Beiträge: 2.525
Standard

Hallo Andrea

Du schreibst dass das Wehrstammbuch in keiner Weise mit seiner Entnazifizierungsakte übereinstimmt.

Da wären mehr Details hilfreich, könntest du bitte alle Einsätze auflisten:
- die aus dem Wehrstammbuch hervorgehen (Einheit, Zeitspanne, Einsatzort)
- die aus der Entnazifizierungsakte hervorgehen
- als Aufseher in einem Zuchthaus (welches, Ort, Zeitspanne)

Gruss
Svenja
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  #3  
Alt 19.11.2018, 01:09
Benutzerbild von Saure
Saure Saure ist offline männlich
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Registriert seit: 27.03.2008
Ort: Bad Salzuflen
Beiträge: 3.698
Standard

Hallo Andrea,

wir müssen ja irgendwie und irgendwo anfangen.

Da Sie schreiben:
Nach 2,5 Jahren Wartezeit habe ich nun die WAST -Unterlagen meines 2. Großvaters erhalten.
wäre es sehr hilfreich, wenn Sie das WASt-Schreiben hier einstellen würden.
Dann sehen wir weiter.
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Viele Grüße
Dieter Saure

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Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.
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  #4  
Alt 19.11.2018, 08:59
Gerrit Gerrit ist offline männlich
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Registriert seit: 11.11.2016
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Beiträge: 401
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Hallo,


das sind eine Menge Fragezeichen.


Mein Tipp aus eigener leidvoller Erfahrung: Konzentriere Dich auf die Fakten des Stammbuches. Die Entnazifizierungsakte kann davon abweichen, da diese Angaben durch Zeugen des eigenen Umfeldes untermauert wurden. Beschönigungen, Vertuschungen und dreiste Lügen sind an der Tagesordnung. Leider gilt das auch für überlieferte Familiengeschichten, was einige nicht wahr haben wollen.


Stelle hier ein, was Du teilen möchtest, dann finden wir bestimmt noch mehr heraus.


VG

Gerrit
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  #5  
Alt 19.11.2018, 14:36
MaJaLu MaJaLu ist offline
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Registriert seit: 20.04.2014
Beiträge: 95
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Ihr Lieben,


vielen Dank für Eure Antworten. Ich bitte um Verständnis, dass ich keinerlei Dokumente einstellen werde. Diese würden auch mehr verwirren als nützen.


Ich möchte trotzdem nochmals die Frage stellen, gibt es irgendwo die Anweisung oder Verfügung, was mit Soldaten der Reserve in dieser Zeit, wenn sie nicht im Einsatz waren, geschehen ist.


Wo mussten/ oder durften sie sich aufhalten. Mussten sie am Standort in der Kaserne sein, oder konnten sie zurück in den Heimatort zur Arbeit und mussten sich auf eventuellen Abruf bereithalten?


Noch anmerken möchte ich, dass mein Großvater nie weit weg von seinem Heimatort war, er hat Deutschland nie verlassen, der letzte Eintrag im Wehrbuch endet im Jan.1945. Bei seiner Entnazifizierung hat er zweimal ein viel späteres Datum angegeben.



Zu Gerrit möchte ich anmerken, dass ich wie viele Andere hier im Forum, 1 Buch mit 3 Fortsetzungen über Lügen und Vertuschungen aus dieser Zeit schreiben kann...



Ich danke allen die sich die Mühe machen zu helfen.


Liebe Grüße aus dem Bergischen


Andrea
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  #6  
Alt 19.11.2018, 16:25
Benutzerbild von Saure
Saure Saure ist offline männlich
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Registriert seit: 27.03.2008
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Hallo Andrea,

auf Ihre Fragen:

Ich möchte trotzdem nochmals die Frage stellen, gibt es irgendwo die Anweisung oder Verfügung, was mit Soldaten der Reserve in dieser Zeit, wenn sie nicht im Einsatz waren, geschehen ist.

Wo mussten/ oder durften sie sich aufhalten. Mussten sie am Standort in der Kaserne sein, oder konnten sie zurück in den Heimatort zur Arbeit und mussten sich auf eventuellen Abruf bereithalten?

Noch anmerken möchte ich, dass mein Großvater nie weit weg von seinem Heimatort war, er hat Deutschland nie verlassen, der letzte Eintrag im Wehrbuch endet im Jan.1945. Bei seiner Entnazifizierung hat er zweimal ein viel späteres Datum angegeben.


kann ich Ihnen leider nicht antworten.
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  #7  
Alt 19.11.2018, 16:54
Basil Basil ist offline männlich
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Hallo Andrea,

du fragst nach einer Erklärung des Reservedienstes. Gern würde ich bei der Beantwortung dieser Frage die besonderen Umstände deines Großvaters wie Einsatzzeiten als (Ober-)Gefr. (Flak) d. Res., nur kurze Dienstzeiten (???) und Einberufung im Herbst 1941 (Alter ?) mit einbeziehen. So kann ich aber nur eine allgemeine Antwort geben.

Die Wehrpflicht wurde 1935 in Deutschland wieder eingeführt. Die Wehrdienstzeit betrug 2 Jahre. Nach dem Ende des aktiven Wehrdienstes wurde man in die Reserve entlassen. Die Reservedienstzeit hätte vermutlich einige Jahre oder bis zum Erreichen eines bestimmten Alters gedauert. Der Reservist war verpflichtet, an einer bestimmten Anzahl von Wehrübungen teilzunehmen, ansonsten konnte er seinem normalen Leben nachgehen.

Die Reservisten waren nach den Soldaten des aktiven Dienstes die ersten, die im Krieg mobilisiert wurden. Zu Beginn des 2. Weltkrieges bildeten sie das Rückgrat der Wehrmacht, schließlich gab es mehr Reservisten als aktive Soldaten.

Falls dein Großvater nicht bereits vor dem Krieg den Wehrdienst abgeleistet hatte; es war auch möglich, dass während des Krieges Eingezogene direkt nach der Grundausbildung wegen Unabkömmlichkeit wieder entlassen wurden. Die Person galt dann trotzdem als Soldat der Reserve und konnte zu einem späteren Zeitpunkt wieder einberufen werden.

Ich hoffe, dieser kleine Überblick über den Reservedienst hilft dir ein wenig weiter.

Gruß
Basil
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  #8  
Alt 19.11.2018, 17:40
Niederrheiner94 Niederrheiner94 ist offline
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Beiträge: 326
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Schlimm, dass man hier alles aus der Nase ziehen muss.



Zitat:
der letzte Eintrag im Wehrbuch endet im Jan.1945. Bei seiner Entnazifizierung hat er zweimal ein viel späteres Datum angegeben.

Um was handelt es sich bei dem Datum? Die Entlassung? Eine Versetzung? Was hat er später selbst angegeben?



Gruß
Fabian
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  #9  
Alt 19.11.2018, 17:58
Benutzerbild von Saure
Saure Saure ist offline männlich
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Registriert seit: 27.03.2008
Ort: Bad Salzuflen
Beiträge: 3.698
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Hallo Fabian,

ja so ist das, wenn man keine Dokumente einstellt:
Schlimm, dass man hier alles aus der Nase ziehen muss.
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Dieter Saure

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  #10  
Alt 19.11.2018, 19:25
MaJaLu MaJaLu ist offline
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Beiträge: 95
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Hallo guten Abend,


ich verlange von niemandem mir irgendetwas aus der Nase zu ziehen.


Ich möchte diese Dokumente hier nicht veröffentlichen. Punkt. Es wäre schön dies zu akzeptieren.


So wie ich akzeptieren muss, dass ich vielleicht nicht zum gewünschten Ergebnis komme.

Lieber Dieter, lieber Fabian klemmt Euch bitte Eure Antworten...


Bei allen Anderen möchte ich mich herzlich bedanken, Ihr habt mir sehr geholfen.
Liebe Grüße Andrea
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