#21  
Alt 19.02.2016, 11:54
AhnenHeike AhnenHeike ist offline weiblich
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Zitat von gki Beitrag anzeigen
Aber eigentlich wollte ich ja nur wissen, ob jemand schonmal so eine familiäre Situation gesehen hat.
Hallo,

um diesen nochmal konkret aus meiner Sicht zu beantworten: NEIN!
Ich denke auch, dass du solche Fälle in anderen Familien selten finden wirst. Wenn du auch nur das wissen wolltest, wäre vielleicht eine Abfrage mit Ja/Nein effektiver gewesen.
Dafür gibt es aber in anderen Familien andere Schicksale. Und ich dachte, dass dafür die "Plauderecke" gedacht ist, um sich auch mal über solche Dinge auszutauschen, aber kann ja dann auch ein anderer Thread sein.

Nochmal zu deinen "Müttern": Ich glaube nicht an genetische Veranlagung, da es ja auch unterschiedliche Todesursachen sind. Im 18./19. Jahrhundert war es leider nicht all zu ungewöhnlich, dass Frauen nach einer Entbindung verstorben sind.

Heike
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Gebiete der Ahnenforschung:
1. Ostpreußen: Kreise Ortelsburg, Neidenburg (FN: Lukaschik, Powierski, Abt, Lork, Grabowski)
2. Westpreußen: Kreise Berent, Karthaus (FN: Klawitter, Felske, Skibbe, Jahnke, Muschke, Wohlfahrt, Kromke, Ziegert)
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  #22  
Alt 19.02.2016, 12:13
gudrun gudrun ist offline
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Hallo,

dass Frauen kurz nach der Geburt eines Kindes verstorben sind, ist keine Neuigkeit.
Meine Großmutter sagte schon: Bei jeder Geburt ist die Frau mit einem Bein im Grab.
Ich habe bei meiner Forschung das Glück, dass die Frauen selten bei einer Geburt gestorben sind. Aber die Kinder. Von 24 Geburten (eine Frau) sind 7 Kinder am Leben geblieben.
Bei anderen Familien hab ich mich gewundert, dass so wenige Kinder da waren. Später stellte sich raus, dass es doch wesentlich mehr Kinder gewesen sind, die Kinder aber sehr bald verstorben sind.
Nicht immer alles auf genetische Krankheiten schieben. Es kann auch andere Ursachen haben, dass viele Kinder oder Mütter verstorben sind.

Viele Grüße
Gudrun
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  #23  
Alt 19.02.2016, 14:43
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Moin zusammen,

wobei man bei den Geburten nicht nur an das Kindbettfieber denken sollte. Schwergeburten, Verletzungen der Mutter während der Geburt, Erschöpfung aufgrund zu langer Geburt (möglicherweise mit dem noch Ungeborenen)...

Aber zu gkis Frage: Auch ich kenne derartige Mutterlinien in meinen Forschungen nicht.

Friedrich
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"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

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  #24  
Alt 19.02.2016, 15:17
Artsch Artsch ist offline
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Hallo,

in meiner noch nicht nachgewiesenen Mutterlinie, heiratete ein junger Mann nacheinander Schwestern und/oder Cousinen aus der Familie. (19. Jahrhundert)
Die ersten beiden Ehefrauen verstarben im ersten Ehejahr.
Die dritte Ehefrau 3 Wochen nach der Geburt des 1. Kindes. (Kind lebte nur kurz)
Die vierte Ehefrau überlebte ihn im 4. Ehejahr ohne mir bekannte Kinder.
Todesursachen weiß ich nicht mehr, ob da überhaupt welche standen.
Leider wurden die privaten Unterlagen entsorgt, so daß diese Angaben meinem Gedächtnis entspringen.
Aus mündlicher Überlieferung weiß ich, das sowohl meine Großmutter als auch die Urgroßmutter nur einen Bruder hatte. Meine Großmutter jedenfalls hatte eine Stoffwechselerkrankung. Die einzige Cousine meiner Großmutter hatte einen Buckel, war unverheiratet, ging zeitlebens arbeiten, in der Rente machte sie noch Heimarbeit und wurde alt.

Beste Grüße
Artsch
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  #25  
Alt 22.02.2016, 22:28
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Mandragora Mandragora ist offline weiblich
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Hallo gki,

vor wenigen Tagen hab ich in der Familie meines Mannes was ähnlich grusiges herausgefunden. Alle Mütter der Linie sterben mit 24 Jahren, zwei mal an Folgen der Geburt, einmal an Gehirnhautentzündung, sie hinterlassen je ein oder zwei kleine Kinder. Die erste Familie wurde innerhalb von 2 Jahren von 6 Personen auf 1 Person reduziert. Den Bann durchbrechen erst die letzten beiden, Jakob wird alt und hat vier überlebende Kinder, seine Tante Magdalena heiratet und stirbt 1919 mit 66 Jahren (ihre Kinder hab ich noch nicht recherchiert).

Ich bin systemische Therapeutin, und da schrillen gleich alle Alarmglocken

Grüße, Kathrin

Familie 1
1801 wird (Margaretha) Katharina Benker in Querrenbach geboren
ca 1818 heiratet sie den Johann Pecher von Förstenreuth
1819 kommt Katharina Pecher zur Welt
1821 kommt Anna Barbara Pecher Welt
1822 kommt Adam Pecher zur Welt
1825 im Dezember kommt Margaretha Pecher zur Welt
1826 im Januar stirbt das Baby Margaretha Pecher an Geburtsschwäche und zwei Stunden später die Mutter Katharina an Abzehrung mit 24 Jahren
1827 sterben im Abstand von zwei Wochen Anna Barbara und Adam Pecher an Frieseln (Fieber)
1828 stirbt nur 7 Monate später der Vater Johann Pecher an Lungenschwindsucht - Katharina ist 9 Jahre alt

Familie 2
1833 heiratet Katharina mit 14 Jahren den (Johann) Nikolaus Pecher
1839 wird Johann Nikolaus geboren und stirbt getauft noch am selben Tag
1841 wird Sibylla Pecher geboren
1843 wird Magdalena Pecher geboren
1844 (vier Monate später) stirbt Katharina Pecher im Alter von 24 Jahren an Abzehrung - Sibylla ist 3 Jahre alt

Familie 3
1864 bekommt Sibylla unehelich den Sohn (Johann) Jakob Pecher, dann Täuber.
1864 sieben Monate später heiratet sie den Kindsvater
1865 zehn Monate später stirbt sie im Alter von 24 Jahren an Genickkrampf - Jakob ist 1,5 Jahre alt

Familie 4
1888 heiratet Jakob im Alter von 24 Jahren die Margaretha Fleßa aus Tennersreuth. Sie haben die Kinder Emma, Fritz, Katharina, Johann und noch einen Johann.
__________________
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  #26  
Alt 23.02.2016, 14:51
gki gki ist offline
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Hallo Kathrin,

vielen Dank für die ausführliche Schilderung. Interessant, daß diese Konstellation offenbar öfter auftrat. Mal sehen, ob sich noch mehr melden.
__________________
Gruß
gki
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  #27  
Alt 23.02.2016, 18:53
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Mandragora Mandragora ist offline weiblich
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Bei so vielen Menschen in so vielen Generationen hat wohl auch das schlimmste Schicksal beträchtlich viele Wiederholungen

Trotzdem nimmt es einen immer wieder mit, wenn man es so schwarz auf weiß sieht, und sich das latent vorhandene Wissen von "so war es halt" an einem einzelnen Schicksal konkretisiert.

viele Grüße
Kathrin
__________________
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