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  #11  
Alt 27.01.2022, 23:40
Benutzerbild von fps
fps fps ist offline männlich
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Ja, das ist ein Kreuz mit dem Kreuz. Ich finde es auch dann und wann in diversen Regionen, und ganz offensichtlich hat es mit dem Absterben keineswegs immer zu tun.
Die Sache ist sehr irritierend, und in einem Fall auch ärgerlich:
In Belgien fand ich ein Kreuz bei dem Geburtseintrag eines möglichen Vorfahren. Ich nahem seinerzeit an, dass es einen frühen Tod des Täuflings signalisierte, doch da bin ich mir heute eben nicht mehr sicher. Ich fand Kreuze verschiedenster Ausführung auch neben Taufeinträgen von Personen, die ganz offensichtlich geheiratet hatten und nach oft reichlichem Nachwuchs Jahrzehnte später verstorben waren.
Die Sache in Belgien liegt nun einmal nicht bei 1634, sondern deutlich später, und es wurmt mich deswegen auch umso mehr, dass ich den Sachverhalt nicht klären kann.
__________________
Gruß, fps
Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Kawlitzki, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen
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  #12  
Alt 28.01.2022, 05:58
Pavlvs4 Pavlvs4 ist offline
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Ich fand in einigen KB's aus Mittelsachsen bei Taufeinträgen schon Kreuze in Kombination mit Sterbedaten. In der Regel wenn der Täufling auch im selben Ort der Taufe auch sein Leben verbracht und dort auch verstorben ist. Die Pfarrer haben sich einfach daran erinnert, dass er hier getauft wurde, haben den entsprechenden Eintrag im Register aufgeschlagen und einen Randvermerk gesetzt. Auch waren oftmals Daten zu Eheschließungen als Randvermerke zu finden. Das konnte die Suche natürlich schön vereinfachen. Aber natürlich konnten der oder die Pfarrer nur Randvermerke setzten, von denen sie Kenntnis hatten.
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  #13  
Alt 28.01.2022, 07:26
sternap sternap ist offline
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mir fällt als möglichkeit ein, dass die menschen mit kreuz eine messe gestiftet hätten, z.b. für die verstorbenen eltern, zu lesen jedes monat.
__________________
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freundliche grüße
sternap


weil man sich nicht sieht, mein gesichtsausdruck: my dog stepped on a bee!
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  #14  
Alt 28.01.2022, 07:49
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Ort: Südostoberbayerisches Alpenvorland
Beiträge: 891
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Das hier habe ich für das Bistum München-Freising gefunden:

Der Umfang der Taufeinträge hat sich
im Lauf der Zeit erweitert. Maximal
können sie folgende Angaben enthalten:
• Familienname und Taufname(n)
des Täuflings
• Name, Beruf und Wohnsitz
der Eltern; ggf. Angaben zum
unehelichen Vater
• Datum, Zeit und Ort der Geburt
• Datum, Zeit und Ort der Taufe
• Name des taufenden Priesters
• Name des Taufpaten
• Art der Geburt
• Name der Hebamme
• Hinweis auf den frühen Tod des
Täuflings
• Ehelichkeit bzw. Illegitimität der
Geburt
• frühere uneheliche Geburten der
Mutter


https://www.erzbistum-muenchen.de/cm...a-51171320.pdf Seite 15
__________________
Liebe Grüße
Gudrid
Lieber barfuß als ohne Buch
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  #15  
Alt 28.01.2022, 07:54
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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@sternap: Das mit der Messe wäre ein sehr unübliches Ding bei uns Ketzern. Ich kenne diese Kreuze fast nur mit Datumsangabe. Und tatsächlich eigentlich auch nur dann, wenn der Mensch in dem Ort gestorben ist, in dem er getauft wurde. Etwas um sich durch den höheren Informationsgehalt im Kirchenbuch besser orientieren zu können vielleicht. Aber ohne Datum ergibt das Kreuz wenig Sinn. Zumindest aus heutiger Sicht.
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Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Carl KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * um 1700
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #16  
Alt 28.01.2022, 08:01
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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So, wie im Anhang zu sehen, sind mir solche Kreuze geläufig. Sieht man hier nicht häufig, aber doch gelegentlich. Und nur so erkenne ich einen Sinn darin.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 20220127_092438.jpg (242,0 KB, 19x aufgerufen)
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  #17  
Alt 28.01.2022, 09:06
sternap sternap ist offline
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
So, wie im Anhang zu sehen, sind mir solche Kreuze geläufig.

in deinem text, ist es kaum wahrnehmbar. der besseren auffindbarkeit dient es nicht.

wozu ihm das gedient hat, bleibt schleierhaft.


ich habe sogar eine ansiedlerliste aus dem ungarischen österreich, da standen bei einem großen teil kunstvoll gemalte kreuze hinter dem namen, bei munter weiter lebenden menschen.
nazis konnte das nicht bezeichnen, und nicht die kolonisten vom dorf, das ehemals einem kloster gehörte.
wir haben überlegt, ob es für den ariernachweis eine rolle spielte.


das fällt bei deinem text sicher weg, da die tinte die vom schreiber des eintrags ist.
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freundliche grüße
sternap


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  #18  
Alt 28.01.2022, 10:11
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fps fps ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
So, wie im Anhang zu sehen, sind mir solche Kreuze geläufig. Sieht man hier nicht häufig, aber doch gelegentlich. Und nur so erkenne ich einen Sinn darin.
Diese Angaben zum Todestag kennen wahrscheinlich die meisten, die einmal in Kirchenbüchern gestöbert haben. Diese sind selbsterklärend.

Allerdings geht es bei dieser Diskussion ja nicht um solche Zusätze, deren Bedeutung ganz offensichtlich ist, sondern um Kreuze ohne zusätzliche Angaben.
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Gruß, fps
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  #19  
Alt 28.01.2022, 11:13
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von fps Beitrag anzeigen
Allerdings geht es bei dieser Diskussion ja nicht um solche Zusätze, deren Bedeutung ganz offensichtlich ist, sondern um Kreuze ohne zusätzliche Angaben.
Ganz genau! Ich wollte nur ein Beispiel für ein Kreuz mit Sterbedatum bringen, damit es keine Missverständnisse gibt, was ich meine.
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  #20  
Alt 28.01.2022, 16:49
Holy Holy ist offline
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Zitat:
Zitat von Anna Sara Weingart Beitrag anzeigen
Hallo, das glaube ich nicht.

In Württemberg gab es so etwas nicht. Dort wurde das Kreuz beim Tod gemacht, egal wie alt er war, z.B. 80 Jahre später etc.
Sehe ich auch so, allerdings kam es auf den Pfarrer an. Der eine machte gar nichts, der zweite
ein Kreuz und ein dritter schrieb sogar das Sterbedatum dran.
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