#21  
Alt 29.06.2009, 09:21
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Johannes v.W. Johannes v.W. ist offline männlich
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Ein ursprünglich interessantes Thema, das auf eine schiefe, mißverständliche Ebene geraten ist und nun vollkommen auszuarten droht.
Das ist schade und letztlich unnötig.

Gruß
Johannes v.W.
__________________
Dergleichen [genealogische] Nachrichten gereichen nicht nur denen Interessenten selbst, sondern auch anderen kuriosen Personen zu einem an sich unschuldigen Vergnügen; ja, sie haben gar oft in dem gemeinen Leben und bei besonderen Gelegenheiten ihren vielfältigen Nutzen. Johann Jakob Moser, 1752
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  #22  
Alt 29.06.2009, 10:01
Paulchen Paulchen ist offline
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Anika123: "Graf von Adametz"

Wunderbar! Das passiert unserem Forscherkollegen aus Down Under sicher öfters...
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  #23  
Alt 29.06.2009, 11:27
Benutzerbild von Hina
Hina Hina ist offline weiblich
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Liebe Forscherfreunde,

ich möchte Euch auch gerne bitten, an dieser Stelle wieder zum Thema zurückzukehren.

Es stand noch die Frage im Raum, ob es tatsächlich in der BRD oder DDR Fälle gab, in denen die Aufenthaltsgenehmigung nur unter der Bedingung erteilt wurde, dass auf die adeligen Titel verzichtet wurde.

Ich denke, hier ging es nicht um die Aufenthaltsgenehmigung, bei der den Antragstellern generell keine neuen Geburtsurkunden ausgestellt wurden, sondern um die in der Regel damit verbundene Einbürgerung dieses deutschstämmigen Personenkreises in die BRD oder DDR. Und hierbei dürfte es in beiden Ländern die Regel gewesen sein, dass die adligen Titel weder als Namensbestandteil noch als Titel in den Papieren erschienen, obwohl es dazu keinen standesamtlichen Verwaltungsakt gab. Das lag jedoch nicht an der Willkür einzelner Beamter, sondern an den Gesetzen der BRD und der DDR.

Bei den im Jahre 1919 in Deutschland lebenden deutschen Adelsfamilien wurde per Verwaltungsakt eine Namensänderung, in der deutsche adelige Titel zum Namensbestandteil wurden, vollzogen. Mir ist diesbezüglich auch kein anderes Land bekannt, dass eine eben solche gesetzliche Regelung hatte. Anderswo blieben es also Titel, sofern sie überhaupt geführt werden durften.

Beantragten also diese zugezogenen deutschstämmigen Familien nach dem 2. WK die Einbürgerung in der BRD oder DDR, verloren sie automatisch ihre adeligen Titel, da diese Titel weder in der BRD noch in der DDR als anerkannte Titel galten. Eine gesetzliche Grundlage für die Eingliederung adeliger Titel in die Familiennamen gab es ebenso weder in der BRD noch in der DDR. Demzufolge kann es auch keine standesamtlichen Unterlagen zu einem Titelverzicht oder zur Namensänderung dieser Personen geben. Per Verwaltungsakt kann man nur (freiwillig oder unfreiwillig) Titel ablegen, die ansonsten auch gesetzlich anerkannte Titel sind. Das traf hier nicht zu. Es spielte also auch keine Rolle, ob es sich um deutsche oder ausländische Titel handelte. Bei ausländischen Titel erscheint es vielen nur einfach logischer.

Viele Grüße
Hina
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"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann
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