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  #1  
Alt 14.09.2017, 01:18
Benutzerbild von Araminta
Araminta Araminta ist offline
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Hallo,

ich würde gerne von euch wissen, ob ihr wisst, wie eure Ahnen sich kennen gelernt oder zu einander gefunden haben.
Bei den Eltern weiß es wohl jeder aber schon bei meinen Großeltern weiß ich es nur aus einer Linie.

Ein Teil meiner Urgroßeltern hat sich per Annonce kennen gelernt und soweit ich weiß, erst am Traualtar zum ersten Mal begegnet.
Beim Rest kann ich nur spekulieren aber jetzt habe ich eine Urkunde aus dem Jahr 1807 gefunden, die mich schon ins Grübeln bringt, da beide Parteien sehr weit auseinander lebten.
Zu der Zeit war Krieg, was auf jeden Fall eine Möglichkeit wäre.

Aber sicher gibt es unter euch viele Vorfahren, die unter spannenderen Vorzeichen ihr Glück gefunden haben.

Erzählt bitte!
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  #2  
Alt 14.09.2017, 12:31
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Leider weiss ich nur von meinen Eltern und von einem Urgrosselternpaar, wo sie sich kennen lernten.

Meine Urgrossmutter war von Beruf Weissnäherin und arbeitete (keine Ahnung als was genau) in der psychiatrischen Anstalt. Mein Urgrossvater arbeitete als Maler dort und so lernten sie sich kennen. Leider habe ich noch nicht herausgefunden, ob damals das Gebäude erweitert oder einfach so gestrichen wurde.
Sie heirateten 1926, knapp ein Monat bevor mein Grossvater geboren wurde .
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  #3  
Alt 14.09.2017, 14:05
Kunze Peter Kunze Peter ist offline weiblich
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Meine Mutti hat 1941 in Zittau einen humpelten Soldaten, meinen Vati aus dem Zittauer Lazarett beim Spaziergang in Zittau kennengelernt.
Meine Großeltern mütterl. seits haben sich in Ostritz in einer Gastwirtschaft kennengelernt, Sie Köchin dort Er ein schneidiger Kavallerist ,so erzählt die Familie.
Großvater väterl. seits wurde 1901 von der Armee , Geyer nach Erfurt entlassen und lernte dort beim Tanz die Konfektionsnäherin meine Großmutter kennen.
Mir istes heute noch ein Rätsel wieso er Geburtsort Geyer dort auch seine Familie nach Erfurt entlassen wurde.
Grüße Renate

Geändert von Kunze Peter (14.09.2017 um 19:28 Uhr) Grund: rechtschreibfehler
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  #4  
Alt 14.09.2017, 16:13
Scherfer Scherfer ist offline
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Ich gehe mal ein bisschen weiter zurück in die Vergangenheit:

Einer meiner Vorfahren (1733-1807) war Pfarrer, aber zu Beginn seiner Laufbahn Hauslehrer der Tochter eines Amtsmannes in Königsee, Thüringen, als diese Tochter 10-15 Jahre alt war. Als die junge Dame später 23 Jahre alt war, heiratete der Herr Pfarrer Jacobi seine ehemalige Schülerin.
(Lustigerweise hat es ihm einer seiner Enkel nahezu gleich getan, indem er seine ehemalige Klavierschülerin heiratete. Auch dieses Paar gehört zu meinen Vorfahren.)

Sehr viele meiner Vorfahren heirateten Schwiegertöchter ihrer ehemaligen "Chefs". So heirateten beispielsweise einige Papiermacher die "lukrativen" Erbtöchter anderer Papiermacher und konnten so deren Mühlen übernehmen. Dabei kamen die Bräutigame oft aus weit entfernten Regionen Deutschlands und landeten auf der Wanderschaft an einem Ort, wo sie gute Zukunftschancen in einer bereits bestehenden Papiermühle vorfanden. Diakone heirateten die Töchter der Pfarrer, unter denen sie in den Gemeinden dienten und übernahmen dann einige Jahre später die Pfarrstellen. Lehrer heirateten die Töchter von Lehrern etc.

Dann gibt es einige Beziehungen, bei denen ich zwar keine Beweise habe, aber die Vermutung recht naheliegt, wie sie zustande kamen. Die Tochter eines Drehers (1791-1878) beispielsweise bekam ein uneheliches Kind zusammen mit einem Zimmermann. Natürlich mussten die beiden daraufhin heiraten.

Meine Lieblingsgeschichte bietet einer meiner 3xUr-Großväter (1817-1896): Er stammte ursprünglich aus Lübeck, ging dann aber als Kaufmann und Tuchfabrikant nach St. Petersburg, wo er die russische Armee mit Uniformstoffen belieferte, dabei Reisen bis an die Wolga unternahm und im Zusammenhang mit dem Krimkrieg reich wurde. Seine Haushaltshilfe in St. Petersburg war die Tochter eines schwedischen Pistolenschmiedes, der (nach einem Abstecher in die neu gegründete Waffenfabrik Izhevsk im Ural - später Produktionsstätte der Kalashnikov-Gewehre!)wiederum Anfang des 19. Jahrhunderts von Schweden nach St. Petersburg gekommen war. - Ja, wie es das Schicksal so wollte, heiratete jener Lübecker Kaufmann schließlich seine Haushaltshilfe und ging mit ihr zurück nach Lübeck.

Eine sehr spannende (wenn auch für meine Begriffe nicht hinreichend belegte) Geschichte findet sich einige Jahrhunderte früher unter meinen Vorfahren: Johann Ludwig Mohr (1617-1698) war Truchsess in Simmern im Hunsrück. Seine spätere Ehefrau Angélique de Madra (ca. 1615-1696) war angeblich als Glaubensflüchtling ca. 1630 an den Hof zu Simmern gekommen und wurde dort erzogen. Sonst hätte es sie wohl nie nach Simmern verschlagen...
(Auch hier wiederholt sich die Geschichte ein wenig vier Generationen später, als ein Ur-Urenkel dieses Paares Mohr-de Madra die Enkelin eines hugenottischen Glaubensflüchtlings in Mannheim heiratet.)

Somit als kurze Antwort auf die angedeutete Frage von Dir, Araminta: Ja, auch weite Entfernungen zwischen zwei Orten der Brautleute sind kein Ding der Unmöglichkeit. Statt "Wo die Liebe hinfällt..." sollte man manchmal wohl eher sagen: "Wo die Liebe hingefallen wird..."

Geändert von Scherfer (14.09.2017 um 16:27 Uhr)
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  #5  
Alt 14.09.2017, 18:40
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Das weiß ich leider nicht. Dieses "Geheimnis", wenn es eines gegeben hat, haben die Großeltern väterlicherseits mit ins Grab genommen. Ich habe die Großmutter nie gefragt, als Kind hat man das nicht zu fragen bzw. hat sie nie über früher erzählt, auch allgemein nicht so. Und wie ich schon älter gewesen bin, hat die Großmutter leider nicht mehr gelebt.

Die Großeltern mütterlicherseits sollen sich, so haben sie es oft erzählt, beim Rad fahren kennengelernt haben, über einen gemeinsamen Bekannten.

Es gibt Photos, die ein Treffen beweisen.

In den späteren Jahren hat es meine Großmutter mütterlicherseits nur noch mit einer Sportart gehabt : Denksport.
Das gilt auch als Sportart, oder ?

Alles weitere - bezüglich der Urgroßeltern über die väterliche und die mütterliche - Seite liegt im Dunkeln.

Wer/wann/wo - das kann ich über Matricula recherchieren.

Wie/warum - das wird mir auf immer ein Rätsel bleiben.
__________________
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.

Geändert von Andrea1984 (14.09.2017 um 18:54 Uhr)
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  #6  
Alt 14.09.2017, 19:04
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hhw hhw ist offline
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Hallo,
von meiner Urgroßmutter mütterlicher Seite gibt es einen Brief, in dem sie schreibt, wie sie ihren Mann kennenlernte.

Elisabeth Wilhelm: Wie ich Euren Herrn Vater kennen lernte.

Es war Weihnachten 1878, als ich im September 17 Jahr geworden, da fuhr ich nach den Feiertagen, wie so oft, nach Schützendorf. Martha hatte sich im Sommer mit Hermann Bild aus Brieg verlobt und ich sollte vor Silvester nach Schützendorf kommen, um Silvester dort zu erleben. Es muss sehr kalt gewesen sein, denn der große Teich im Hofe war fest zugefroren und Selma und ich fuhren auf dem Teich Schlittschuh. Jedenfalls war uns warm geworden und wir setzten uns etwas hin, hatten sogar die Tücher abgelegt. Die Folge war, dass wir uns beide erkälteten und uns hundeelend war.

Es war nun der 31. herangekommen und erwartete Martha natürlich nachmittags ihren Bräutigam. Anstatt recht zu helfen, verkrochen wir uns, Selma und ich, ins Bett. Martha war wütend, aber davon wurde es nicht besser. Nun hörten wir den Schlitten kommen, denn meist wird bis nach Groß Zöllnig mit der Bahn gefahren, und dort wartete das Gespann. Wie oft mag ich wohl dort angekommen sein? Es war das eine herrliche Zeit für mich. Also, als wir das Schellengeläut hörten, wir aber raus aus dem Nest und schleunigst angezogen. Wenn man in Schützendorf ins Haus kam, war eine große Halle, aus dieser ging man in die Zimmer und eine Treppe an der Hinterwand führte nach oben, wo alle Schlafstuben und Gastzimmer waren. Als wir herunter kamen, war ein bisschen Gedränge in der Halle, denn außer Hermann war noch sein Bruder Heinrich mitgekommen und aus Orla mein Vetter Carl Teschner . Lebt noch in Pankow und ist Apotheker. Ich blieb etwas auf der Treppe stehen, da konnte ich besser das Gedränge und Gemache übersehen, bis Onkel Carl mich Heinrich vorstellte, „und das ist die Sturm’sche Liaison“. Onkel liebte nämlich sehr ein Späßchen zu machen. Dann wurde Abendbrot gegessen, Bierkarpfen, und ist mir in Erinnerung, dass ich zu meinem Leidwesen wenig Appetit hatte. Wann die beiden Brüder wieder heimfuhren, weiß ich nicht mehr, aber Eindruck hatte der Herr Bild gar keinen auf mich gemacht. Ich fürchte, ich war noch entsetzlich kindisch, jedenfalls lebte ich herrlich und in Frieden.

Am 3. Juni 1879 hatte Martha Hochzeit, Selma Brautjungfer mit Gustav Bild aus Berlin und ich zweite Brautjungfer mit Heinrich Bild. Wer keine Hochzeit auf dem Land mitgemacht hat, weiß nicht, wie herrlich solche Hochzeit ist. Ins nächste Dorf in die Kirche zu fahren, herrlich war es. Und vorher das viele Kuchenbacken und Logis zurechtmachen, auch auf dem Boden Massenquartier auf Stroh. Viel geschlafen wurde doch nicht, uns genügte alles. Selma und ich machten uns noch einen extra Spaß, in dem wir unter die Füße der Bettställe von Freund Müller (Stadtrat und Seifensieder Müller) halbe Nussschalen legten, damit es knackte, wenn er sich hineinlegte. Es ging auch prompt in Erfüllung. Da Herr Bild mein Tischherr war, ergab es sich von selber, dass er viel mit mir tanzte, jedoch es waren so viele junge Leute da, dass ich gar keine Zeit gehabt hätte, mich etwas zu verlieben.

Wie es im Sommer dann war, weiß ich nicht mehr so genau. Jedenfalls ging ich mit Mieze viel in den Zwinger, bis Mannichs in die Weinstube kommen und viele unverheiratete Herren zum Mittagessen, und auch ein Dr. Depène. Er saß viel am Tisch bei uns und kam es daher von selbst, dass wir uns näher kennen lernten. Er hatte strahlend blaue Augen. Die gefielen mir, und da er erheblich Älter war als ich, machte es mir begreiflicher Weise recht viel Spaß zu bemerken, „ich gefiel ihm“. Einmal kam er auf die Kirche zu sprechen, da sagte ich, ich gehe Sonntag mit Vater in die Maria Magdalena Kirche. Er sei katholisch, meinte er, er will aber auch gehen. Mein Schreck über das Katholische war wohl deutlich. Jedenfalls frug er mich später, ob mich es stört, wenn er katholisch sei. Er will aber auch in meine Kirche gehen. Ich sagte ihm, das sei mir recht gleichgültig was er sei, was man ist, muss man bleiben. Vater ging sonntags in die Kirche, ich aber nicht. Schändlich war es von mir, Vater war ärgerlich, denn Dr. Depène stand die ganze Predigt hinter unserer Loge in der Kirche, das störte ihn. Depène war wütend auf mich, und als er mir Vorwürfe machte, dass ich nicht gekommen bin, sagte ich, was kamen sie, ich habe es Ihnen doch nicht geheißen. Mutter sagte mal zu ihm, er soll mich doch laufen lassen. Da erwiderte er, böse könnte er mir nie sein. Schlimm für ihn, für mich aber nicht, ich nehme selbst Depène nicht ernst.

Im Juni fuhren die Eltern nach Greifenberg, ich sollte nachkommen, musste erst noch in Breslau Wäsche holen, alles ausbessern und dann Bruder Richard seine Wäsche noch nach Neißa schicken. Dann fuhr ich nach und in Brieg waren Tante Martha und Herr Heinrich Bild an der Bahn, er, mit Rosen für mich, was ich recht hübsch fand. In Greifenberg war es sehr schön, Mannichs waren auch dort und es gab viel Unterhaltung. Dort bekam ich von Martha einen Brief, innenliegend eine Karte von Heinrich Bild, worin er mir schrieb, ob auf erlaubter oder unerlaubter Weise soll ich ihm schreiben. Das tat ich nun nicht, hätte gar nicht Zeit dazu gehabt und dann wollte ich auch nicht.

In Breslau wieder, war ich mit Mieze Mannich noch im Zwinger und sehe Herrn Bild herumgehen suchend. Na warte, dachte ich, das soll dir nicht glücken. Wir ließen ihn laufen, ohne dass er uns sah und bemerkte, gemächlich nach Hause. Später kam er dann uns zu begrüßen. Traf Mutter und mich auch an. Auf eine geheime Anfrage von Mutter, ob sie ihn zum Abendbrot auffordern soll, schüttelte ich nur weiter mit dem Kopf. Ich fand es nicht schön in den Zwinger einfach zu gehen, wo dieser doch nicht öffentlich war, sondern ein geschlossener Garten.

Mit viel Spaß ging der Juli, August und ein Teil September muss es gewesen sein, dahin. Martha hatte mich oft aufgefordert, nach Brieg zu kommen, sie zu besuchen. Da hatte ich dann die Absicht gefasst, hinzufahren. Ich hatte im Zwinger sicher davon erzählt, denn als ich auf den Bahnhof kam um nach Brieg zu fahren, war Depène wieder da, und beschwor mich, nicht zu fahren, er möchte es nicht. Natürlich hörte ich nicht darauf und fuhr, musste ja fahren, Martha erwartete mich und was für Folgen hätte es für mich gehabt, ich bliebe wegen Depène in Breslau, das Gerede und mit Recht, und dafür war ich nicht.

In Brieg erklärte sich mir Heinrich Bild am Tage meiner Abreise, doch ich sagte nicht ja, aber sagte auch nicht nein, als er fragte er will kommen den kommenden Sonntag zum Vater kommen. Er kam auch und Vater sagte nein, ich sei zu jung und habe auch traurige Erfahrung mit meiner Schwester gemacht. Also er fuhr wieder ab, doch schrieb er mir bald und hoffte immer, Vater gibt seine Einwilligung. 14 Tage oder 3 Wochen wieder klingelte es und ich mache noch dazu auf, kommt Depène, mein Schreck, er will Vater um eine Unterredung bitten. Also ich bugsierte ihn in die Erkerstube. Vater ging sehr missvergnügt nach. Das Resultat war, dass Vater ihm sagte wie es ist und er doch auch erst meinen Willen wissen muss und ob Herr Heinrich Bild auf seiner Werbung besteht.

Jedenfalls gab Vater dann seine Einwilligung, ob er geschrieben hatte oder wie oder was weiß ich nicht mehr. Jedenfalls gab es keinen glücklicheren Menschen als meinen Vater, als am 2. Nov 1879 unsere Verlobung war. Was bestimmt ist, kommt. Das habe ich in meinem Leben so oft erfahren. Nochmals wollte ein Störenfried dazwischen kommen, in dem Vater von einem Herrn in Breslau, sehr reich, hatten eine Villa auf der Kaiser-Wilhelm-Straße , einen Brief erhielt, worin er bat, ihn zu empfangen, dass er um mich werben kann. Ich hatte keine Ahnung wer es sei, habe es nie erfahren. Auch Mutter hat den Mann nie verraten. Ich schrieb damals davon an Heinrich, da kam er schleunigst und umgehend nach Breslau, ich soll ihm doch nicht etwa den Laufpass geben, was ich auch nicht tat, und war dann 16. April 1880 unsere Hochzeit.

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht
Hans

Geändert von hhw (14.09.2017 um 19:07 Uhr)
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  #7  
Alt 14.09.2017, 19:17
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Moin Hans,

Deine Urgroßmutter hat in den letzten Zeilen ein wenig konfus und unverständlich geschrieben. Wen hat sie denn jetzt geheiratet, Heinrich Bild oder Dr. Depène?

Friedrich
__________________

"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
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  #8  
Alt 14.09.2017, 19:37
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  #9  
Alt 14.09.2017, 19:39
Wolfg. G. Fischer Wolfg. G. Fischer ist offline männlich
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Hallo,

meine Eltern und meine Großeltern mütterlicherseits haben sich beim Tanzen kennengelernt, die anderen Großeltern gingen in dieselbe Klasse.

Mit besten Grüßen
Wolfgang
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  #10  
Alt 14.09.2017, 21:09
Scherfer Scherfer ist offline
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Lächeln Anhalten um die Hand der Tochter im Jahre 1686

Das Folgende ist zwar kein Text meiner Vorfahren, aber doch passend zum Thema. Es handelt sich um einen von mehreren Briefen aus dem Jahr 1686 im Reskriptenbuch der vereinigten Pfarreien Lindenfels und Schlierbach in Hessen, damals zur Pfalz gehörig. Der Schreiber der Zeilen ist der 26-jährige Pfarrherr Christophorus Wiertz aus Mannheim, der Brief ist gerichtet an den Herrn Wilkenius, Pfarrherr zu Northeim. Die Briefe (von diesen hier nur der erste) sind abgedruckt in

Hessische Chronik, 3. Jahrgang 1914, Seiten 304-310
"Wie der Großvater die Großmutter nahm"

"so nöthigt mich doch mein habendes anliegen, daß ich mich erkühne, M.H. mit wenigem zu berichten, daß von der Stunde an, da ich s. mittlere Tochter, die viel tugendsame Jfr. Catarinam Margaretam ersthmals zu sehen die Ehre gehabt, auß solchem Sehen meine Kundschafft und aus der Kundschafft endlich eine hertzliche Libe, die nimmer bei mir aufhören wird, erwachseen ist, weßwegen ich auch neulich das Hertz gefasset, ihr meine Liebesgewogenheit eröffnet und mit ihr von einer Ehe zwischen uns beyden geredet. Weil es nun nicht allein wohlanständig, sondern höchst billig und nothwendig ist, daß man in diesem Fall nach erhaltener guter Vertröstung von der Liebsten, am allerersten sich um der Eltern Consens und Einstimmung bewerbe, so gelanget an M.H. wie auch an dessen Eheliebste mein dienstfreundlich und inständiges Ansuchen; weil diese meine Heurathsgedanken sonder Zweiffel von dem Stiffter des h. Ehestandes herkommen und zu seinem Lob und Ehr gereichen werden, Er wolle mir nicht nur nicht in Ungüten aufnehmen, daß ich besagte s. mittlere Tochter die Jfr. Cat. Mar. von Ihm zur Ehe begehre, sondern auch solchem meinem Bitten platz geben, meinen Wunsch erfüllen, und durch s. gn. Jawort das Ihrige bekräfftigen. Im übrigen will ich, wie es die gewohnheit des Freyers, nichts anderes von mir, doch ohne ruhm, sagen, daß ich ein aufrichtiges und redliches Gemüth habe, daher Er versichert sein kann, d. Jfr. Tochter werde die Zeit meines Lebens also von mir geliebt und gehalten werden, als es einem ehrlichen und treuen ehemann zu thun gebührt. Nun in erwartung einer vor mich erfreulichen und günstigen antwort, die ich künftige Wochen in H. Heußers haus anzutreffen verhoffe, verbleibe meinem hochgn. Herrn

Lindenfels d. 15. 7bris 1686.
Dw. (dienstwilliger) C. W., Pf. zu Lindenfels"

Geändert von Scherfer (14.09.2017 um 22:43 Uhr)
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