#1  
Alt 11.07.2018, 11:17
Florian19 Florian19 ist offline
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Standard Transkription einer Pfarrer-Chronik

Hallo in die Runde,

und zunächst eine Bitte an die Mods: Sollte der Beitrag hier falsch sein, dann bitte ich darum ihn entsprechend zu verschieben. Vielen Dank.
Da mein Anliegen viele Bereiche (Lesehilfe, Hinweise zur Forschung, rechtliche Fragen, geografisch in Schlesien einzuordnen...) hier betrifft, wusste ich leider überhaupt nicht, wo ich es am besten einstelle und habe mich schließlich für den Bereich "Allgemeines" entschieden.

Da ein Teil meiner Familie aus dem ehemaligen Schlesien (Kleinitz, Kreis Grünberg) stammt und die Quellenlage dort ja oft sehr bescheiden ist, habe ich natürlich verschiedenste Quellen gesucht. Dabei bin ich auf die Pfarrer-Chronik von Kleinitz gestoßen. http://zbc.uz.zgora.pl/dlibra/public...0819#structure Nachdem ich meine Bedenken überwunden hatte, wagte ich mich also erstmals an einen so langen Text, um mögliche Einträge die meine Familie betreffen zu finden. Da ich anfangs große Schwierigkeiten mit der Transkription hatte, entschloß ich mich, einen Teil des Textes am Stück zu transkribieren - sozusagen als Leseübung.
Nun habe ich recht schnell festgestellt, dass ich dabei sehr viele Daten erhebe die nichts mit meiner eigenen Forschung zutun haben. Ausserdem halte ich die Erschließung eines solchen historischen Dokumentes für wichtig.
Meine Idee ist nun die Pfarrer-Chronik nach und nach zu transkribieren, dabei sind mir einige Fragen gekommen und ich hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann; vielen Dank.

Da der Text der Chronik von verschiedenen Personen über ca. 30 Jahre hinweg aufgeschrieben wurde, sind natürlich auch die unterschiedlichsten Handschriften vertreten. Also habe ich mir zusammenhängende "Blöcke" herausgesucht und von hinten (wegen dem vergleich der genealogischen Daten) begonnen. Auf Dauer möchte ich auch gerne ein Personen- und Ortsverzeichnis erstellen, da es die Suche ja sehr erleichtern würde.
Gerade bei Eigennamen habe ich teilweise aber große Probleme das Wort genau zu lesen! Dies ist aber für ein Verzeichnis von entscheidender Bedeutung. Nun möchte ich ungern Arbeit doppelt machen, deshalb meine Frage dazu: Wäre es sinnvoller erst alles (oder immer zusammenhängende Teile) zu transkribieren, alles nochmals korrigieren zu lassen und dann ein Verzeichnis zu erstellen oder doch lieber gleich für jede Seite die Eigennamen vermerken und dann halt ggf. nochmals das ganze Verzeichnis durchgehen und angleichen?

Ausserdem wollte ich einmal nachfragen, ob jemand hier weiß, wie es rechtlich aussieht, wenn man das Ergebnis später veröffentlichen und anderen Forschern zugänglich machen möchte?

Falls jemand die gleiche Idee hatte und möglicherweise schon an einer Transkription der Pfarrer-Chronik arbeitet, dann wäre ich über eine Kontaktaufnahme natürlich sehr dankbar.

Ebenso suche noch Personen die mir bei der Korrektur oder auch der Transkription selbst helfen würden, da das natürlich eine riesige Aufgabe ist.
Die einzelnen schon bearbeiteten Seiten kann ich hier ja aus Datenschutzgründen nicht in die Lesehilfe einstellen. Aber den Link einzustellen und die eigene Text-Transkription einzustellen, dass müsste doch in Ordnung sein oder?

Über weitere Hinweise, Tipps etc. bin ich natürlich auch sehr dankbar.

Viele Grüße

Florian
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  #2  
Alt 11.07.2018, 13:22
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Hallo Florian,


wenn Du nur die reinen Namen und Daten aus der Chronik zusammenfasst, solltest Du keine Probleme haben.
Wenn Du sie Wort für Wort abschreibst, gilt meines Wissens eine Schutzfrist von 70 Jahren. Da das Eingangsdatum von 1918 ist, sollte, auch wenn 30 Jahre daran geschrieben wurde, diese Frist gerade rum sein.

Solltest Du es veröffentlichen wollen, ist es sowieso am besten, wenn Du Dich da mit einem Verein zusammen tust. Entweder regional oder z.B. dem Verein f. Computergenealogie, die sollten sich bezüglich der rechtlichen Situation auch auskennen.

Zitat:
Die einzelnen schon bearbeiteten Seiten kann ich hier ja aus Datenschutzgründen nicht in die Lesehilfe einstellen. Aber den Link einzustellen und die eigene Text-Transkription einzustellen, dass müsste doch in Ordnung sein oder?
Wir halten uns an die gängigen Schutzfristen:
Ehen 80 Jahre
Geburten 110 Jahre (außer die Person ist bereits nachweislich verstorben, dann -->)
Sterbedaten 30 Jahre
Also keine Daten jünger als 30 Jahre einstellen!


Ich schiebe das Thema mal nach Schlesien. Ich glaube dort ist es besser aufgehoben, vorallem für die Suche nach Beteiligung.
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  #3  
Alt 11.07.2018, 13:58
Florian19 Florian19 ist offline
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Hallo Xtine,

Danke für deine Erklärungen (und für das Verschieben des Beitrages).
Bei den Ausführungen kam mir gerade der Gedanke, dass man theoretisch die Chronik selbst und das (noch zu erstellende) Register auch trennen könnte, da meine Grundidee schon ist, dass ich die Chronik "Wort für Wort" wiedergebe.
Daran arbeite ich gerade. Der letzte Eintrag ist von 1945, also sollte die Frist von 70 Jahren kein Problem darstellen.
Die Idee mit einem Verein kam mir auch schon, nur gibt es da so viele und ich weiß - um ehrlich zu sein - überhaupt nicht, an welchen der vielen Vereine ich mich am besten wende. Der Verein f. Computergenealogie scheint mir aber ein guter Hinweis zu sein.

Noch eine Frage bezüglich der anderen Schutzfristen:
Wie sieht das dann in der Praxis aus, wenn ich z.B. einen Eintrag wie folgenden habe (Beispiel): "Die Mustermann´s Anne hat am 17.7.44 den Knaben Karl in Musterstadt zur Welt gebracht, Herr Beispiel taufte ihn am 18.7. im Pfarrhaus. Sein Vater der Schreiner Mustermann Herrmann war 3 Tage zuvor von Bomben tödlich verletzt worden."
Müsste ich da jetzt die Geburt und Taufe, sowie den Namen des Kindes schwärzen (oder anders unkenntlich machen)? Hier würde die Frist für "Karl" ja bis 2054 gelten. Name und Beruf des Vaters dürfte wieder kein Problem sein, wenn ich die Frist beachte (Tod 1944, Frist 30 Jahre, wäre also 1974). Aber wie ist es jetzt mit dem Namen der Mutter? Ich weiß nicht wann oder ob sie bereits verstorben ist. Entweder verrenne ich mich da gerade etwas oder das ganze wird dann doch unheimlich kompliziert. Wie seht ihr das?

Somit verbleibe ich mit vielen Grüßen und der Hoffnung auf eine rege Beteiligung,

Florian

Geändert von Florian19 (11.07.2018 um 14:04 Uhr) Grund: Korrektur
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  #4  
Alt 11.07.2018, 14:48
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Hallo Florian,


setzt Dich doch einfach mal mit den Mitarbeitern des Vereins für Computergenealogie in Verbindung.
Hier bei den OFBs steht links unter Mitarbeit der Link Anfrage und öffnet Dein Mailprogramm bereits mit der richtigen Empfängeradresse. Die sollten Dir weiterhelfen können, auch wie das mit dem 1944 geborenen Beispielknaben Karl wäre. Ein OFB ist ja auch quasi sowas wie eine Chronik.
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  #5  
Alt 12.07.2018, 10:29
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Hallo Xtine,

nochmals Danke. Werde einfach mal beim Verein für Computergenealogie anfragen und dann berichten was das Ergebnis ist.
Einen schönen Tag wünsche ich.

Viele Grüße

Florian
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  #6  
Alt 03.09.2018, 10:21
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Hallo in die Runde,

nachdem ich nun leider ein paar Wochen keine Zeit für Familienforschung hatte, freut es mich, dass ich mich nun mit ersten Ergebnissen zurück melden kann. Der Hinweis mit dem Verein für Computergenealogie war wirklich super; nochmals Dankeschön! Nachdem ich selbst erst kürzlich den Verein angeschrieben hatte, habe ich sehr schnell und freundlich eine Antwort erhalten. Natürlich sind noch immer viele Detailfragen offen, aber mir wurden schon einige Fragen beantwortet und ich bin nun mit einem sehr freundlichen Herren des Vereins in Kontakt.

Durch den Verein habe ich den Hinweis bekommen, dass ein Buch erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors bzw. Herausgebers gemeinfrei ist. Und dank dieses tollen Forums hier weiß ich auch schon, wann Pfarrer Wolny verstorben ist. Danke hier auch nochmal an DoroJapan:
Zitat:
Zitat von DoroJapan Beitrag anzeigen
hm...zumindest

1932 wohnte der Erzpriester Ludwig Wolny noch in Kleinitz
https://adressbuecher.genealogy.net/...6272f5d1939e10

Edit:

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Grabsteine in Kleinitz, welche heute noch bestehen:

Ist wohl da geblieben. Dein Ludwig Wolny ;-)
12.08.1879 bis 30.05.1954
https://dolny-slask.org.pl/6824452,foto.html
+ Familie: https://dolny-slask.org.pl/6824438,f...Entity=6325834

(...)
Die ersten Teil der Pfarrchronik würde ich dann mal in die Übersetzungshilfe einstellen, soweit die Daten vom Datenschutz her unbedenklich sind. Den Link würde ich dann hier einfügen.*

* = https://forum.ahnenforschung.net/sho...94#post1116794

Viele Grüße, Florian

Geändert von Florian19 (03.09.2018 um 10:51 Uhr) Grund: Link eingefügt
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  #7  
Alt 14.09.2018, 19:02
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Hallo liebe Mitforschende,

der Verein für Computergenealogie hatte mir Unterstützung bei einer möglichen Veröffentlichung angeboten, aber dafür wäre es sehr wichtig, dass ich heraus bekomme, ob das Buch freigegeben bzw. gemeinfrei ist oder wer die Rechte daran hat(te). Weiß zufällig jemand an wen ich mich diesbezüglich wenden kann? Ich denke es macht nicht soviel Sinn "ins Blaue" Gemeinden anzuschreiben.
Mit Hilfe von Übersetzungsprogrammen und Google-Suche bin ich nun hier hin gelangt: https://diecezjazg.pl/cm-business/klenica/
Bin ich da richtig bei der (heutigen) katholischen Gemeinde in Klenica (ehem. Kleinitz)? Dann würde ich dort versuchen nachzufragen.
Vielen Dank schon einmal und ein schönes Wochenende.

Viele Grüße, Florian
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  #8  
Alt 15.09.2018, 02:14
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Hallo Florian,

ja, das bist du.

LG,
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  #9  
Alt 15.09.2018, 07:50
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Ich meine gemeinfrei wird es nur wenn es keine Erben gab.
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  #10  
Alt 26.09.2018, 07:55
Florian19 Florian19 ist offline
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Guten Morgen,

@Weltenwanderer: Dankeschön, ich werde es einmal dort versuchen.

@OlliL: Gerade das muss ich ja heraus bekommen. Ob die Rechte an die Gemeinde oder irgendwelche anderen Erben gingen und wie es heute damit steht.

Bin ja mal gespannt was dabei raus kommt. Ich werde dann hier berichten.

Viele Grüße

Florian
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grünberg , kleinitz , klenica , pfarrchronik , schlesien , transkriptionsprojekt

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