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  #11  
Alt 11.03.2019, 21:27
Wolfg. G. Fischer Wolfg. G. Fischer ist offline männlich
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Standard Ludwig Reinhardt, 1917 - 1941

Zitat:
Zitat von Saure Beitrag anzeigen
Hallo Wolfgang,

verstehe ich das jetzt so richtig ?

Valentin hat den Brief vom 18. Sept. 1939 an Rudolf (* 1910) gerichtet.
Ludwig (* 1917, gefallen 1941) wird darin erwähnt,
der in derselben Kampfeinheit wie Valentin war ?

Wissen Sie vielleicht einen Grund, warum ich Ludwig Reinhardt nicht in der Gräbersuche online beim Volksbund finde ?
Hallo Saure,

ja, so stimmt es.

Keine Ahnung, warum Ludwig in der Gräberliste fehlt. Er fiel in Hbrenice bei Poltawa.

Mit besten Grüßen
Wolfgang
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  #12  
Alt 12.03.2019, 12:16
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Saure Saure ist offline männlich
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Hallo Wolfgang,

informieren Sie doch bitte den Volksbund, dass Ludwig dort aufgenommen wird.
__________________
Viele Grüße
Dieter Saure

Manchmal findet man, was man sucht.
Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.
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  #13  
Alt 18.03.2019, 09:20
Wolfg. G. Fischer Wolfg. G. Fischer ist offline männlich
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Hallo Saure,

habe gerade viel um die Ohren. Muss das ein Verwandter machen?

Mit besten Grüßen
Wolfgang
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  #14  
Alt 18.03.2019, 12:33
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Saure Saure ist offline männlich
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Beiträge: 3.961
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Hallo Wolfgang,

es muß kein Verwandter sein.
Schicken Sie einfach Ihre Unterlagen zum Volksbund.
__________________
Viele Grüße
Dieter Saure

Manchmal findet man, was man sucht.
Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.
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  #15  
Alt Gestern, 12:18
Wolfg. G. Fischer Wolfg. G. Fischer ist offline männlich
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Standard Brief vom 18. Sept. 1939

Ich habe es nicht geschafft, den Brief in einer Woche ganz zu transkribieren, deswegen erfolgt der Rest jetzt.


"Wald und Heide, 18. Sept. 1939,


Mein lieber Bruder (Rudolf)!

Ich habe mich recht gefreut, daß Du alter Krieger auch etwas von Dir hören läßt. Mir geht es bisher sehr gut. Ich sollte ja ursprünglich in der Garnison bleiben, um Reservisten auszubilden und dann mit diesen an die Front zu rücken.

Ich hatte aber die letzte Zeit die Gaskammer übernommen und wurde dann ausgewechselt und kam mit der akt. Truppe, allerdings zum Troß. Man sagt auch - - "Etappe".

Mir paßte das ja gar nicht, dieses seltene Soldatspielen, aber Befehl ist Befehl. Nun bin ich immer bei den Pferden und Fahrzeugen. Dadurch bin ich auch nicht mehr mit Ludwig zusammen.

Wir freuen uns immer, wenn wir uns einmal sehen. Die letzten Tage war unser Btl. in Ruhe, da hat er mich einmal in meiner Wildnis aufgesucht. Das ist ihm sauer geworden.

Wir liegen mit vielen Pferden und Wagen einige Kilometer hinter der Front in einem großen Wald. Unsere Entwicklung ist auch eine wachstümliche. Zuerst schliefen wir im Wagen und mit einer Decke, dann in kleinen Zelten. Die Pferde wurden an Stangen gebunden, dann wurde der Boden geebnet. Schlagbäume, dann krachten Bäume, Dachsparren richteten sich aus, Dachpappe rollte und der Pferdestall war vorläufig fertig - nur nicht so schnell.

Dann kamen wir an die Reihe. Einer hätte zum Hineinkriechen (bessere Hundehütte) . Ausschachtung - Neubau - Anbau - Deckung gegen Splitter und jetzt bauen wir einen Unterstand nach allem Gemurkse mit allem Komfort, Tisch und Bänken, erst ohne, jetztmit Wetterdach zum Futtern und Feldpostschreiben.

Was das für ein gegenseitiges Organisieren von Balken, Brettern, Dachpappe, usw. war, kannst Du Dir vielleicht etwas ausmalen. Wahre Künstler gab es. Nun regnet es schon seit fast 14 Tagen, der lehmige Boden der Wege und Umgebung verwandelt sich in einen zähen Brei, so daß ich jeden Tag von früh bis spät Nacht ..... hatte.

Gestern ging unser Batallion wieder nach vorne, da mußte ich den ganzen Salat mit nach vorn bringen. Die Gelegenheit wurde benutzt, um allerhand Mobiliar und Inventar mitzubringen. Zwei Öfen, Kurzbrand und Dauerbrand, Stuhl, Schemel, Bretter, Nägel, Schippe, Schüssel, Kanne usw. Es ist bald wie in den Vogesen und Ardennen. Das Beste waren ein Paar Gummistiefel. Mit Spaß geht's jetzt durch den Schlamm.

Als ich gestern vorne war, konnte ich von einem hohen Punkt auch unsere und französische Artillerie schießen sehen. Interessant waren die Geschosse, (wie sie) über unsere Köpfe heulten. Die Einschläge bei den Franzosen konnte man gut sehen. Jetzt ist es etwas ruhiger.Sonst rollte und dröhnte den ganzen Tag über das Artilleriefeuer.

Sehr interessant war es, als die französischen Flieger in sehr großer Höhe versuchten, herüber zu kommen und unsere Flak sie begrüßte. Die meisten Abschüsse waren in unserem Abschnitt. Ludwig ist ja auch in einem Todesbunker, der weit vorgeschoben ist. Bis jetzt sind die Franzosen noch nicht rangekommen. Wenn es bei uns einmal reinfunkt, sind wir ja arm dran, schlimmer als die vorn. Die Granaten haben die Bunker gar nichts ausgemacht, trotz vieler Volltreffer.

Sonst ist es ziemlich öde. Wir versuchen, uns das Leben leicht zu machen. Aus der Nähe bekomme ich jeden Tag einen Topf Milch. Auch Butter kann ich kaufen. Sonst ist ja alles weg hier. Kühe, Hühner, Hunde, Katzen gehören auch schon zu unserer Belegschaft. Ich habe hier schon manchen herrlichen Braten zurechtgemacht. Mit der Zeit bekommt man Übung. Ein(?) ganz junger Maschierer bin ich auch nicht mehr. Ich meine, ich diene im dritten Dienstjahr."


Hier fehlt leider der nächste Briefbogen.

Mit besten Grüßen
Wolfgang
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