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  #11  
Alt 11.06.2012, 23:51
gki gki ist offline
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Zitat:
Zitat von dirkpeters Beitrag anzeigen
Die ganze Geschichte kann wohl in das Reich der hier schon vielfach vorgetragenen Familiengeschichten verschoben werden.
Du wirst zwar recht haben, aber vielleicht könnte man das etwas diplomatischer ausdrücken.

Es ist doch schade, wenn die Leute herkommen, ihre Familienmythen entzaubert finden und dann der Ahnenforschung enttäuscht den Rücken kehren.
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Gruß
gki
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  #12  
Alt 17.06.2012, 13:02
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Ritter von Janßen Ritter von Janßen ist offline männlich
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Kein Thema, Leute. Ich kann das ab. Selbstverfreilich werde ich mich noch schriftlich an das dortige Standesamt wenden. Als ich damals (vor ca. 3 Jahren) mal wieder meinen Vater in Bremen besucht hatte, blieb für mehr keine Zeit bzw. ich wollte das dann eh schriftlich machen.

Persönlich waren wir beim dortigen Stadtarchiv, wo ja auch der Familienforschungsverein Die Maus e.V. untergebracht ist.


Aber Standesamt ist noch offen, das muss ich zugeben.


Dirk, ich muss mich nochmals wiederholen. Meine Oma Bertha (ohne Elisabeth) ist eine uneheliche Tochter des Astes Landsberg-Velen und ist wohl seinerzeit mit gutem Grund verschwiegen worden. Und Berthas erste Ehe muss wohl um 1914 geschlossen worden sein. Es kann auch durchaus sein, dass es mehrere Strachwitz' gab (so wie es mehrere Landsberger auch gab).

Ich glaube nicht, dass es ein Märchen ist. Oma Bertha hat's meinem Vater erzählt und dieser mir, wenn auch sehr spät. Typisch Papa eben.

Trotzdem vielen Dank für euere Tips.
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Väterlicherseits: Janßen aus Bremen
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  #13  
Alt 18.06.2012, 09:12
gki gki ist offline
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Hallo Harti,

schön, daß Du Dich nicht entmutigen läßt. Laß uns doch bitte wissen, was Deine Nachforschungen ergeben.
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Gruß
gki
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  #14  
Alt 18.06.2012, 21:14
Juergen Juergen ist offline
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Hallo Herr (von) Landsberg,

Zitat:
"Meine Großmutter Bertha Janßen ist eine geb. Freiin von Landsberg, geb. 06.10.1894, gest. 10.05.1976 in Bremen."

vielleicht handelt es sich bei Ihren Silberarbeiter Albert Landsberg,
um folgende Person, gegen die 1899 eine Konkurseröffnung eingeleitet wurde.
Kam in den besten Familien vor. War die Wohnung Bremen, Weizenkampstr. 146 oder das Gericht?

hier die Quelle: http://www.google.de/search?client=o...w=1276&bih=840

Vollständig lesbar über einen Proxy-Server.

Vielmehr zur Familie steht dort aber nicht.

Hier noch ein Rechtsstreit 1899:
Hanseatische Gerichtszeitung: Band 21, 1900.

Hermann KLEINERT in Schwachhausen gegen
Albert LANDSBERG in Bremen

Es geht um den Konkurs vom 18.März 1899, des Albert LANDSBERG, im Zusammenhang mit einem Hauskaufvertrag.

http://books.google.de/books?id=M_gv...ed=0CDQQ6AEwAA

Ich habe keine Ahnung, ob es um diese Zeit um 1895 noch weitere Silberarbeiter
gleichen Namens in Bremen gab.

Vielleicht hilft die Info.

Die bessere Wahl, ist die genannten Urkunden bestellen.

Viele Grüße

Juergen

Geändert von Juergen (18.06.2012 um 21:38 Uhr)
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  #15  
Alt 18.06.2012, 21:36
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Hina Hina ist offline weiblich
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Irgendwie kapiere ich hier überhaupt nichts mehr .

Die Großmutter Berta war ein uneheliches Kind eines v. Landsberg-Velen? Dann kann sie überhaupt nicht als Landberg und schon gar nicht als Freiin v. Landsberg geboren worden sein, selbst wenn eine Kindschaftsanerkennung des Vaters existierte. Adel war kein Wunschprogramm, da gab es knallharte Regeln, wer wann wie und warum dem Adelsstand angehörte. Dazu gehörte zwingend eine eheliche Abkunft. Selbst wenn man adoptiert war, war es Essig mit dem Adel, es sei denn, man wurde selbst in den Adelsstand erhoben. Eine Ausnahme gab es nur, wenn auch die leiblichen Eltern adelig waren und man von denen ein eheliches Kind war aber auch hier bedurfte es den Segen vom Landesherren. Ohne Bürokratie war auch früher schon nichts zu wollen .

Ich glaube, hier ist jede weitere Diskussion reine Spekulation. Warten wir einfach mal die Kopie des Eintrages im Geburtenbuch beim Standesamt mit samt den Randvermerken ab. Geburtsurkunde ist nicht ausreichend aussagefähig, besonders nicht, wenn es sich um ein uneheliches Kind handelte.

Viele Grüße
Hina
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"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann
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  #16  
Alt 18.06.2012, 21:49
Juergen Juergen ist offline
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Hallo Hina,

sicher hast Du Recht.

Weil ich schon mal am suchen war, vielleicht auch noch interessant, dass die antisemitische Zeitschrift, Deutsch-Soziale Blätter, Band 14, 1899, unter der Überschrift: Israel auf dem Weg zum Kommerzienrat: den Konkurs eines Albert LANDSBERG, Detailist wohnhaft Bremen, Weizenkampstr. 146 vermeldet.

Quelle: http://books.google.de/books?id=IjsZ...ed=0CDwQ6AEwAg

Die Redakteure witterten scheinbar überall Juden

Gruß Juergen
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  #17  
Alt 19.06.2012, 00:08
Juergen Juergen ist offline
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Hallo,

Ich habe geschaut, ob der Familienname LANDSBERG in der Stadt Bremen sehr verbreitet war.

Leider sind nicht sehr viele Adressbücher von Bremen online.
Der Name LANDSBERG kommt 1890 nur einmal vor, LANDSBERGER auch nur einmal.

Die Adresse Weizenkampstr. 146 war scheinbar noch nicht bebaut.
Ob der Kläger Hermann KLEINERT in dem Gerichts-Verfahren im Jahr 1899 mit
untengenannten Silberarbeiter Carl Hermann Julius KLEINERT identisch ist?

Adressbuch Bremen 1890
LANDSBERG Albert, Schenkwirth, Pieperstraße 4
KLEINERT Carl Herm. Jul., Silberarbeiter, Willigstr. 242.

Wie Hina sagte, warte auf die Urkunden, sofern erhalten und sei
nicht enttäuscht, wenn kein bisschen "blaues Blut" in Dir fließt. -)

Übrigens hat hier im Forum schon jemand nach einem Carl Hermann Julius KLEINERT in Bremen ua. Willigstr, geforscht.
siehe hier: http://forum.ahnenforschung.net/show...ERT#post383805

Mit einem Albert LANDSBERG war er aber scheinbar nicht verwandt.

Übrigens bezieht sich meine Recherche zu Albert Landsberg auf folgende Aussage von Ritter von Janßen:
"... Ausstellung der Sterbeurkunde nur folgende Daten geführt wurden:
Albert Landsberg, Silberarbeiter
(Vater)
Margarethe ADELHEID, geb. Meyer
(Mutter)"
__________________________________________________ ____

Viele Grüße

Juergen

Geändert von Juergen (19.06.2012 um 00:31 Uhr)
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  #18  
Alt 19.06.2012, 11:18
Lenz Lenz ist offline
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"Hina" hat es doch bereits auf den Punkt gebracht! Selbst wenn "Oma Bertha" durch den adeligen Vater legitimiert worden wäre, so wäre sie doch noch immer "unadelig" geboren und von den Rechten "adelig" geborener Kinder ausgeschlossen.

Deshalb weder eine "Freiin v. Landsberg-Velen", noch eine "v. Landsberg, bzw. Landsberg-Velen".
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  #19  
Alt 20.06.2012, 21:15
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Ritter von Janßen Ritter von Janßen ist offline männlich
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Puuh, ist das schwierig. Ich weiß nicht, ich weiß wirklich nicht. Etwas verunsichtert habt ihr mich jetzt schon, aber ich staune auch, wie findig ihr seid.

Also, ich habe echt keine Ahnung - drum frage ich ja.

Gut, mit der schriftlichen Anforderung einer Kopie der Geburtsurkunde werden wir uns wohl in Geduld üben müssen. Die Standesämter haben wohl auch Personalmangel und Archivsachen werden wohl eher auf die lange Bank geschoben. Und dann bin ich mal gespannt, was da wieder drauf steht.



Ich habe halt noch die Hoffnung, weil Oma Bertha gegen 1914 mit einem von Strachwitz verheiratet wurde. Dies bestätigte mir indirekt vor allem


Prof. Dr. Georg von Landsberg


Schloss Georghausen


Georghausen 8
51789 Lindlar / Hommerich


einer Nebenlinie von Landsberg, der mir schriftlich mitteilte, dass eine gewisse Bertha Freiin von Landsberg einen von Strachwitz ehelichte und Baronin von Strachwitz hieß. Und er nannte sogar im gleichen Atemzug das Geburts- als auch das Sterbejahr von dieser Bertha. Identisch mit meiner Bertha!

Der Lebensgefährte meiner Mutter sagte sofort, dass kann nur ein- und dieselbe Person sein - wegen eben dem identischen Geburts- und Sterbejahr (als ich ihm die Unterlagen zeigte).


Außerdem erzählte mir Papa mal so ganz nebenbei, dass er als kleiner Junge / junger Mann einmal mit seiner Mutter (Oma Bertha) bei einer Familienfeier / Geburtstag o.ä. zugegen war. Er meinte, so stocksteif wie bei Adeligen geht's wohl nirgendwo zu. Naja, seine Meinung.


Na ja, was soll's. Möchte mich hier ja auch nicht unbedingt besser machen als andere..... mich würde es einfach nur interessieren. Denke, ihr könnt das verstehen.


P.S.: Es könnte eventuell aber noch sein, dass sie auf Grund des um 1899 eröffneten Konkurses adoptiert, sprich weggegeben wurde, weil das Kind sonst nicht mehr ernährt werden konnte etc. - vielleicht hatten seinerzeit derer von Landsberg keine eigenen Kinder? (Ist aber eher 'ne ganz schwache Vermutung von mir. Habe echt keine Ahnung.)
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Geändert von Ritter von Janßen (20.06.2012 um 21:23 Uhr)
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  #20  
Alt 20.06.2012, 22:30
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Hina Hina ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Ritter von Janßen Beitrag anzeigen
Bruder und Eltern von Oma Bertha
Albert Johann Hinrich (von) Landsberg, geb. 21.07.1903, gest. (vermutlich) 30.01.1945.
Albert (von) Landsberg, Silberarbeiter (?), geb. (unbekannt), gest. (unbekannt) wird als Vater genannt.
Margarethe ADELHEID, geb. Meyer, geb. (unbekannt), gest. (unbekannt) wird als Mutter genannt (tatsächlich war sie die Stiefmutter von Oma Bertha!).
Also nochmal gaaaanz langsam zum mitmeißeln, sonst verliere ich den Überblick.

Das da oben hast Du eingangs geschrieben. D.h. der Name des Vaters ist bekannt, er hieß Albert Landsberg, der Name des Bruders ist bekannt, er hieß Albert Johann Hinrich Landsberg, geb. 1903. Beide hießen also mit Nachnamen Landsberg und somit doch dann die Oma Bertha auch mit Geburtsnamen. Den Geburtsnamen von Oma Bertha findest Du übrigens auch auf ihrer Sterbeurkunde. Da steht dann auch drauf, ob sie als eine v. Landsberg oder eben nur Landsberg geboren wurde.

Wenn sie aber eine geborene Landsberg, Tochter des Silberarbeiters Albert Landsberg (wahrscheinlich Albert Landsberg, Silberarbeiter in Bremen, vormals Goldschmiedebesitzer) war, kann dessen Tochter keine Freiin v. Landsberg gewesen sein, da er nicht adelig war. Der hieß nämlich schon vor 1918 "nur" Albert Landsberg. Soweit kann man mir vielleicht folgen .

Wenn sie eine geborene Landsberg war, kann sie auch weder ein eheliches noch ein uneheliches Kind eines Freiherren v. Landsberg sein, denn sie ist auch noch vor 1918 geboren. Danach konnte man sich ja aussuchen, ob man Adelskennzeichen im Namen führen wollte oder nicht, vorher war man aber adelig oder nicht. Ihren Geburtsnamen konnte sie auch nach 1918 nicht mehr ändern, da sie ihn ja schon um 1914 mit ihrer ersten Ehe nicht mehr führte. Der blieb also, wie er war.

Wie man es auch dreht oder wendet, das geht einfach alles so nicht auf mit der Feiin v. Landsberg, selbst wenn wir hier unserer Fantasie großzügig freien Lauf lassen würden.

Viele Grüße
Hina

PS: Nicht die Geburtsurkunde, sondern die Kopie des Eintrages im Geburtenregister mit Randvermerken beim Standesamt bestellen (hab ich glaube ich schon zweimal erwähnt). Sollte sie doch ein uneheliches Kind sein, fehlt Dir sonst der Name des Vaters!!!
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janßen , landsberg , strachwitz , velen

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