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  #1  
Alt 30.03.2008, 09:50
Maria21 Maria21 ist offline
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Registriert seit: 04.02.2008
Beiträge: 24
Ausrufezeichen Einführung d. Standesämter

Guten Morgen ins Forum,

eine Verständnissfrage Da ich mich langsam versuche in die Familienforschung einzufinden.

Bei Gründung/Einführung der Standesämter wie wurde verfahren mit "alten" Daten? D. h. Personen die voher schon geheiratet haben, dann vielleicht Kinder bekommen haben. Wurden zu diesem Zeitpunkt Familienblätter eingerichtet? Oder wurden zur Einführung alle Personen aufgenommen und Familenblätter eingerichtet?

Die zweite Frage wie wurde es z. B. in Hamburg gehandhabt. Im zweiten Weltkrieg 1943 wo der gr. Luftangriff über Hbg. war, Hamm und Umgebung wurde ziemlich zertört, wohl auch viele Dokumente. Wurden die Personen neu erfasst? Besonders Daten aus Wandsbek und auch Hamburg würden mich interessieren.

Wandsbek wurde erst 1937 zu Hamburg eingemeindet, da war das Standesamt 21 zuständig (von dort habe ich auch viele Kopien) jedoch wurde die Großmutter meines Mannes 1988 in Hamburg geboren, wurden alle Dokumente umgestellt von Wandsbek auf Hamburg, bzw. von Hamburg auf Wandsbek (klingt vielleicht etwas wirr) diese Übergänge machen mir etwas zu schaffen.

LG Maria
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  #2  
Alt 30.03.2008, 10:05
Marlies
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard RE: Einführung d. Standesämter

Zitat:
Original von Maria21
wurde die Großmutter meines Mannes 1988 in Hamburg geboren,
Hallo Maria,

da hat Dein Mann aber eine sehr junge Großmutter

Grüße aus Niederbayern
Marlies
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  #3  
Alt 30.03.2008, 10:36
Maria21 Maria21 ist offline
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Registriert seit: 04.02.2008
Beiträge: 24
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Hallo Marlies,

:O 1899 ,

anders wäre auch nicht schlecht da könnte ich mehr Infos bekommen

LG aus dem hohen Norden (Schleswig-Holstein)
Maria
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  #4  
Alt 30.03.2008, 11:10
Benutzerbild von Hintiberi
Hintiberi Hintiberi ist offline männlich
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Registriert seit: 26.09.2006
Ort: Paderborn, Westf.
Beiträge: 1.019
Standard

Hallo Maria,

ich kann mir nicht vorstellen, daß die Standesämter nach einem Brand- oder Kriegsschaden Register rückwirkend erstellt haben.

Ich habe bspw. eine Kopie einer Sterbeurkunde vom Standesamt Ahaus von 1943:
Ahaus ist im 2. Weltkrieg stark bombardiert und zuvor bei einem großen Stadtbrand 1863 fast gänzlich in Schutt und Asche gelegt worden.
Dort wurden etliche Kirchenbücher und Standesamtsregister zerstört.

Auf der besagten Sterbeurkunde steht zum Beispiel der Vermerk, daß der Verstorbene (+ 1894) ein "Sohn, dessen Elternnamen nicht angegeben werden können", sei.

Viele Grüße
-Jens
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg urkunde2.jpg (163,3 KB, 347x aufgerufen)
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  #5  
Alt 30.03.2008, 11:40
Benutzerbild von Alex71
Alex71 Alex71 ist offline männlich
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Registriert seit: 18.04.2007
Ort: Bad Vilbel
Beiträge: 594
Standard RE: Einführung d. Standesämter

Moin,

in manchen Regionen wurden schon lange vor Einführung der Standesämter Personenstandsdokumente erstellt. Ich weiß nicht, wie das in Hamburg war, aber zum Beispiel im Großherzogtum Berg, wo mein Forschungsschwerpunkt liegt, fungierte bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts der Bürgermeister als Zivilstandsbeamter, der Geburten, Sterbefälle und Heiraten beurkundete.

Viele Grüße
Alexander
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  #6  
Alt 30.03.2008, 13:09
Maria21 Maria21 ist offline
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Registriert seit: 04.02.2008
Beiträge: 24
Standard

Hallo Jens, Hallo Alexander,

ich ahnte vorher schon das es wohl keine Rückwirkende Dokumentation gab, jedoch wollte ich sicher sein. Bei den ganzen Informationen die einen am Anfang fast erschlagen sind manche verwirrungen einfach gegeben,

Mein Schwerpunkt verteilt sich zur Zeit ein wenig, da ich sowohl meine eigene Familie und auch die Familie meines Mannes versuche zu erfassen. Somit wirklich am anfang stehe. Die Tipps die ich hier gefunden habe sind einfach goldwert :P

LG Maria
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  #7  
Alt 30.03.2008, 13:20
Benutzerbild von Hintiberi
Hintiberi Hintiberi ist offline männlich
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Registriert seit: 26.09.2006
Ort: Paderborn, Westf.
Beiträge: 1.019
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Hallo Maria,

also das war nur ein Gedankengang meinerseits!!
Ich weiß nicht, ob tatsächlich keinerlei Register rückwirkend erstellt wurden, stelle es mir allerdings ungeheuer schwierig vor, falls es doch gemacht worden sein sollte...

In einer Kirchengemeinde hier in der Nähe (ich glaube Neuenbeken, bin aber nicht sicher) gab es mal einen Brand, bei dem die Kirchenbücher zerstört wurden - da hatte sich der Pfarrer dann aber die Mühe gemacht, wohl aus der Erinnerung heraus, etliche Familien ins Kirchenbuch nachzutragen. So kann man dort dann trotz verbrannter Bücher in einigen Fällen noch zwei oder drei Generationen zurückkommen.
Das wird aber sicherlich die Ausnahme gewesen sein - ich kann's mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß dem Standesamt daran gelegen wäre, diese Datenlücken schließen zu lassen - zumal das alles mit einem erheblichen Aufwand verbunden wäre...

Viele Grüße
-Jens
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  #8  
Alt 30.03.2008, 20:40
Gerda Gerda ist offline weiblich
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Registriert seit: 22.07.2004
Ort: bei Hamburg
Beiträge: 133
Standard

Hallo Maria,


ab 1. Januar 1876 wurden Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle beim Standesamt registriert. Familienbücher (nicht zu verwechseln mit dem Familienstammbuch)wurden erst nach dem 2. Weltkrieg angelegt.

Was die Erfassung der Daten angeht, ist es bei Geburten und Eheschließungen ab 1875 klar, bei Sterbefällen hat der Anzeigende das Alter des Verstorbenen angegeben oder sein Geburtdatum. Möglicherweise hat er sogar einen kirchlichen Nachweis vorgelegt. In der Anfangszeit gab es anscheinend nur den Urkundenvordruck für Sterbefälle mit einer Zeile, in der nicht das Geburtsdatum, sondern das Alter des Verstorbenen angegeben wurde.

Sind die Erst- und Zweitbücher der Personenstandsbücher durch Kriegseinwirkungen oder andere Schäden vernichtet worden, wurden sie vermutlich nicht rekonstruiert. Das schließe ich aus dem Schreiben einer Standesbeamtin, die mir mitteilte, dass sie sie mir keine Kopie erstellen kann, da die Erstbücher der Jahrgänge 1938 bis 1944 bei Bombenangriffen, die Zweitbücher durch einen Wasserschaden vernichtet wurden.

Interessant dürften Urkunden, Pässe und ähnliche Dokumente sein, die während oder nach dem Krieg ausgestellt wurden. Ich denke da z.B. an Flüchtlinge, die möglicherweise überhaupt keine Dokumente zum Nachweis mehr hatten.

Zu Hamburg: Vor Einführung der Ständesämter wurden in Hamburg (Altstadt!) ab 1866 Zivilstandsregister geführt. Ob die Daten aus diesen Büchern übernommen wurden, wäre ebenfalls beim Standesamt zu erfragen.

Viele Grüße
Gerda
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  #9  
Alt 31.03.2008, 15:21
Silanna Silanna ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.02.2007
Beiträge: 178
Standard RE: Einführung d. Standesämter

Hallo Maria,

es gibt in Hamburg ein Generalregister, da kannst Du anrufen und nachfragen.
Oft reichen Name und Geburtsdatum, wenn die Personen in Hamburg
geboren, geheiratet oder verstorben sind.
Von dort habe ich die Heiratsurkunde meiner Großeltern bekommen (1897),
obwohl ich nur wusste, daß sie in Hamburg geheiratet hatten.

Tel: 040/428392688
Der Link dahin klappt nicht vom Forum aus, kannst ihn bei Yahoo eingeben:
www.dibis.dufa.de/dibi0031.asp


Viele Grüße
Silanna
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  #10  
Alt 31.03.2008, 19:55
Maria21 Maria21 ist offline
Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 04.02.2008
Beiträge: 24
Standard

Hallo Jens,

das hatte ich auch so verstanden

Hallo Gerda,

jetzt hat sich bei einiges sortiert

Mit dem Alter des Verstorbenen - stimmt ich war ein wenig irritiert wie ich die Sterbeurkunden "übersetzt" habe und die altersangabe gelesen habe.

Mit dem Schreiben der Standesbeamtin und der Kopie von Jens - damit ist mir dann auch klar das keine Neuerfassung stattfindet.

Mein Schwiegervater ist ein Flüchtling - mit Glück kann ich sagen dass Sie die Papiere dabei hatten.

Standesamt und Staatsarchiv - oh je was für ein Geduldspiel habe ich mir auferlegt (und geduldig war/bin ich noch nie gewesen) :O


Hallo Silanna,

die Nummer ist notiert - und den Link probiere ich gleich noch aus. Rückmeldung wird es dann auch geben.

Auf jedenfall euch allen ein Dankeschön

Viele Grüße
Maria
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