#11  
Alt 06.04.2020, 22:28
SusanneVonG SusanneVonG ist offline
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Hallo Anne,

die von Dir genannten Ortschaften Rauschwitz, Jätschau u. Hermsdorf liegen auf einer Linie südlich von Glogau und parallel zu den Orten Nilbau, Stumberg u. Herrndorf, die ja ebenfalls im Zusammenhang mit der Familie Hossenfelder stehen. Hermsdorf gehörte ev. zur Pf. Jakobskirch, da blieb meines Wissens auch nichts erhalten.

Wenn Du nach Polen in die Archive in Breslau u. ggf. noch Grünberg fährst, solltest Du noch etwas in den vor mir erwähnten Akten der schles. Generalkommission finden. Früheres (um 1720/30) womöglich noch im Karolinischen Kataster. Aber die Angaben daraus ersetzen kaum die fehlenden Kirchenbücher.

Hast Du schon Kontakt zu heute noch lebenden Familien Hossenfelder gesucht? Da waren doch mehrere in der NSDAP. Gut möglich, daß da noch ein Ariernachweis / Ahnenpaß vorhanden ist. Vielleicht findet sich da Dein Gottlob Hossenfelder.

Hattest Du schon Kontakt zum Glogauer Heimatbund?
http://www.glogauerheimatbund.de/

Die scheinen ja noch ganz aktiv zu sein. Vielleicht hat man dort noch einen Hinweis oder kann Dich an eine Fam. Hossenfelder weitervermitteln.

Grüße
Susanne.
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  #12  
Alt Gestern, 08:09
asommermann asommermann ist offline
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Hallo Sabine,
vielen Dank für die guten Tipps. Mit dem Glogauer Heimatbund werde ich mal Kontakt aufnehmen. Ansonsten werde ich weiterforschen und mich bei Fragen oder wenn ich etwas gefunden habe wieder melden.
Viele Grüße
Anne
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  #13  
Alt Gestern, 22:34
SusanneVonG SusanneVonG ist offline
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Hallo Anne,

nochmals kurz zu Hermsdorf, das ja kirchlich zu Jakobskirch gehörte. Dort verhielt es sich ähnlich wie in Nilbau, nur in Jakobskirch wurde 1753 eine eigene ev. Pfarrkirche eingeweiht mit Pfarrer und eigenen KB. Die erste ev. Kirche in Jakobskirch wurde 1653 zwangskatholisiert u. die ev. Einwohner ließen ihre Kinder in den ev. Kirchen in Glogau, Kriegsheide und Hummel taufen. Aber der arbeitslose kath. Pfarrer in Jakobskirch mußte dafür bezahlt werden und notierte sich Entsprechendes im kath. KB, das im Gegensatz zum kath. KB von Nilbau bei ancestry online ist. Darin findet sich nun:

Am 18. Februar 1695 verstarb im Alter von 67 Jahren die Eva Hoßefelderin, Witwe aus Berndorf [bei Jakobskirch] und wurde am 20. beigesetzt in Jakobskirch.
https://www.ancestry.de/interactive/...00194/17142804

Demnach waren die Hossenfelder schon über 100 Jahre früher als die Tf Deines Vorfahren Gottlob in der Gegend ansässig! Ich halte Hossenfelder für einen Herkunftsnamen (der aus Hossenfeld stammt, nannte man den Hossenfelder), den es aber in Schlesien nicht gab. Der Stammvater sollte aus dem Westen ins Fürstentum Glogau gekommen sein. Womöglich war es ein Söldner im 30jährigen Krieg, der dort 'hängenblieb' und sich mit seiner Ablösung ein kleines Gut kaufte.

Da die Familie also schon viel früher dort lebte als angenommen, würde ich an Deiner Stelle alle diese speziellen kath. KB mit ganz überwiegend ev. Eintragungen im südl. Teil von Glogau für die Zeit nach dem 30jährigen Krieg durcharbeiten. Also Glogau-Stadt, Jakobskirch, Nilbau usw. Sicher, Du kommst damit nicht bis 1794, aber alle aufgefundenen Hossenfelder gehören schließlich zusammen.

Es ist wirklich schade, daß so viele ev. KB in der Gegend um Glogau vernichtet wurden.

Grüße
Susanne.
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glogau , hossenfelder , liegnitz , nilbau

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