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  #11  
Alt 26.04.2017, 21:08
Benutzerbild von Huber Benedikt
Huber Benedikt Huber Benedikt ist offline
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Registriert seit: 20.03.2016
Ort: Castra Batava
Beiträge: 561
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Und wie verfährst du mit Ligaturen wie dem ae ? Gibts da einen Unicode?
Wie mit den zahlreichen Abkürzungshaken (für die es sicherlich kein Unicodezeichen gibt) -us-con p.p.
Umschreibst du die dann diplomatisch (z.B. Grosses H mit einem l-förmigen Anhängsel).
Grds. kann jeder von mir aus transkribieren wie er will.
Ich halts (uindiplomatisch) mit einer Transkription, die den Inhalt sinnvoll wiedergibt.
__________________
Keine Zensur für Schmid Max !!
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  #12  
Alt 26.04.2017, 21:52
AndreeP AndreeP ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 16.02.2013
Ort: Hamburg
Beiträge: 38
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Zitat:
Zitat von Huber Benedikt Beitrag anzeigen
Ich halts (uindiplomatisch) mit einer Transkription, die den Inhalt sinnvoll wiedergibt.
Das finde ich in Ordnung.
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  #13  
Alt 27.04.2017, 04:21
Jürgen Wermich Jürgen Wermich ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.09.2014
Beiträge: 2.654
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Hallo AndreeP,

Benedikts Einspruch wegen ae-Ligatur und Kürzungszeichen ist absolut berechtigt!
Transkribierst Du das Zeichen für -us auch als y, weil es doch genauso aussieht?

Du wirst Deinem Anspruch, die Schrift möglichst exakt wiederzugeben, nämlich selbst nicht gerecht.

Was ist mit Lang-s und Schluss-s?
Was mit "lateinischen" und "deutschen" Buchstabenformen?
Die beiden letzten Beispiele wurden immerhin noch vor 100 Jahren berücksichtigt.

Was mit weiteren, z. T. sehr unterschiedlichen Schreibweisen für denselben Buchstaben, z. B. für r?

Darf ich bei manchen Handschriften um 1900 die nicht mehr klar getrennten Sägezahn-Buchstaben als Hannner lesen,
weil man anhand der Schreibweise nicht das Gegenteil beweisen kann?
Soll man Hl für H(err) schreiben, weil das Kürzungszeichen doch dem l so ähnlich sieht?
Muss ich als Bindestrich ein Gleichheitszeichen verwenden?

Wir können hunderte weitere Unicode-Zeichen erfinden, um dies alles einigermaßen abzudecken und landen dann immer noch bei solchem Schwachsinn wie vnd und beuor, was ja niemals so gesprochen wurde (sonst darf ich auch Martü sagen),
was am deutlichsten macht, dass wir uns nicht auf die optische Erscheinung der Zeichen zurückziehen dürfen, sondern auch deren Lautwert aus dem Zusammenhang zu erschließen haben.

Also hängen wir an unsere Unicodezeichen jetzt noch kleine Indizes an mit der Bedeutung:
dieses v-geschriebene Zeichen ist als u zu lesen,
dieses j-geschriebene Zeichen ist als i zu lesen,
dieses u-geschriebene Zeichen entspricht der heutigen Verwendung eines v und ist als f-Laut zu lesen,
...

Wenn Du hier all das leistest, werde ich Dir nicht mehr widersprechen.

Und ein letzte Mal von mir für dieses Thema:
Hier stehen zwei stellungsbedingt unterschiedlich geschriebene i nebeneinander, und kein y.

Ein Wort zum Schluss:
Auch wenn ich Deinen Ansatz für falsch bzw. gemessen an dem eigenen Anspruch einer möglichst originalgetreuen Wiedergabe für hoffnungslos unzureichend halte,
schätze ich nichtsdestotrotz den Austausch von Argumenten, möge sich dann jeder sein eigenes Bild machen.

Auch waren mir Deine Beiträge schon vor dieser aktuellen Zwistigkeit aufgefallen, und zwar als nützlich und qualifiziert,
insofern werte unsere sachliche Differenz in einem Punkt bitte nicht als persönlichen Angriff.

Geändert von Jürgen Wermich (27.04.2017 um 05:35 Uhr)
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