#1  
Alt 29.11.2020, 22:08
BeWoWa1972 BeWoWa1972 ist offline
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Standard Siegelring mit unbekanntem Wappen

Guten Tag.

Ich bin seit 40 Jahren im Besitz eines Siegelringes, über den ich überhaupt nichts weiß. Ich wäre über einen Hinweis bzgl. der Herkunft, Zuordnung des Wappens, dankbar.

Herzlichen Dank.
Angehängte Grafiken
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  #2  
Alt 29.11.2020, 22:57
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Hallo BeWoWa1972,

herzlich willkommen hier im Forum.

M.E. nach handelt es sich um das Wappen der Augsburger Familie v. Link.
Text im Siebmacher:
https://images.sub.uni-goettingen.de.../0/default.jpg
Tafel im Siebmacher:
https://images.sub.uni-goettingen.de.../0/default.jpg

Hier der direkte Vergleich:


Beste Grüße
Robert
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  #3  
Alt 02.12.2020, 07:25
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Hallo BeWOWa1972,

falls noch Interesse an der Herkunft der Familie v. Link bestehen sollte:
"Geschichte der adelichen Geschlechter in der freyen Reichs-Stadt Augsburg [...]", Paul von Stetten, S. 252, § 1

Beste Grüße
Robert
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  #4  
Alt 02.12.2020, 14:26
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Hier antwortet Herr v. Roy :


Das vormals in Augsburg beheimatete Geschlecht v. L i n (c) k ,
dessen Wappen im alten „Siebmacher“ zu finden ist
vgl. http://www.wappenbuch.com/imagesA/A217.jpg ,
dürfte seit langem e r l o s c h e n sein.

Insofern ist es seltsam, daß ein moderner Siegelring das Wappen dieser Familie zeigt.

MfG
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M.d.MWH.
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  #5  
Alt 02.12.2020, 16:00
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Hallo in die Runde,

interessant wäre es auch zu erfahren, ob der Fragesteller mit der in Windeseile erfolgten Antwort auf seine wohl langjährige Frage eine Verbindung zu seiner Familie herstellen kann.

Wenn der Ring nun seit 40 Jahren bekannt ist, müsste es doch ein paar mehr Informationen für uns geben; zumindest, wie er in den Besitz vom Fragesteller gelangte.

Beste Grüße
Robert

Geändert von Robert K (02.12.2020 um 16:04 Uhr)
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  #6  
Alt 03.12.2020, 23:09
BeWoWa1972 BeWoWa1972 ist offline
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Standard Ring Herkunft

Guten Abend.

Der Ring hat gar keine Verbindung mit meiner Familie, Entschuldigung, falls ich dies im Vorfeld hätte mit dazu schreiben müssen. Eher kuriose Geschichte, ich habe den Ring als Kind im Großen Alpsee bei Immenstadt gefunden. Nachdem sich im Fundbüro niemand gemeldet hat, wurde er mir zugesprochen. Meine Absicht war (ist), den Ring endlich seinem/seiner rechtmäßigen Besitzer/-in zukommen zu lassen. Dies erweist sich jedoch als größeres Unterfangen, trotz Ihrer Hilfe. Für mich ist dies hier jedoch trotzdem ein großer Gewinn, ich finde die Informationen, die Sie Robert und Herr v. Roy, mir zur Verfügung gestellt haben, sehr faszinierend. Daher noch mal mein Dank.
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  #7  
Alt 04.12.2020, 07:48
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Hallo BaWeWo1972,

es freut mich, dass Sie sich hier zurückmelden und mit uns diese doch interessante Geschichte teilen.

Meine Theorie dazu:
Die Schreibweise dieser Familie kommt als Link, Linck, Lincke, Glingg und Lingg vor. Die bekannten Adelslexika aus dem 19. Jahrhundert erwähnen diese nicht mehr, lediglich bei Hefner findet man einen Eintrag, jedoch ohne einen Hinweis darauf, ob das Geschlecht noch (zu der Zeit) blüht:

Johann Christian v. Hellbach, 1826: kein Eintrag
Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke, 1864. kein Eintrag
Leopold Freiherr v. Ledebur, um 1856. kein Eintrag
Otto Titan v. Hefner, 1860, 2. Band G-L, Seite 361: „Lincke, ein Patriziergeschlecht zu Regensburg und zu Augsburg“

Etwas mehr Informationen findet man im Artikel auf der Seite „Stadtlexikon Augsburg“. Hier wird beschrieben, dass die Familie dort bis ins 17.Jahrhundert (Heinrich v. Linck † 1623) nachweisbar war. Ob sich die Familie ausbreitete und/oder weiterblühte wird nicht erwähnt.

Insofern gehe ich mit Herrn v. Roy konform, dass wohl davon auszugehen ist, dass die Familie erloschen ist.
Nun stellt sich allerdings die Frage, wie es zu diesem „modernen“ (grob und laienhaft auf das 20. Jahrhundert geschätzt) Ring gekommen ist, den Sie als Kind um 1980 im Großen Alpsee gefunden haben.
Es wäre denkbar, dass eine Familie mit z.B. einem phonetisch ähnlichem Namen Anfang des 20. Jahrhunderts einem Wappenschwindler aufgessen war und eben dieses Wappen der Augsburger Familie v. Linck „angedreht“ bekam und fortan gutgläubig als das eigene führte. In diesem Fall wäre das Aufspüren des damaligen Ring-Besitzers über eine Wappenrolle z.B. sehr unwahrscheinlich, da eine ernsthafte Wappenrolle dieses Wappen „v. Linck“ nicht für eine andere Familie eingetragen hätte.

Dennoch weiterhin viel Erfolg!
Beste Grüße
Robert
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  #8  
Alt 04.12.2020, 11:51
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Zitat:
Zitat von Robert K Beitrag anzeigen
Nun stellt sich allerdings die Frage, wie es zu diesem „modernen“ [...] Ring gekommen ist...
Hallo,

kürzlich las ich in einem anderen Forum über die Geschichte des Wappens der Familie v. Roy, dass die preußischen v. Roys das Wappen der ausgestorbenen schweizer de Roys angenommen hatte, was Herr v. Roy mit: "Man wußte es damals halt nicht besser" kommentierte.

Schaut man bei Ancestry nach "von Lin(c)k", findet man davon selbst im 20. Jhd. noch einige (1925: Arnold v. Linck in München, Förster, vermutlich im Revier Starnberg, frühere KB-Einträge auch in Württemberg). Womöglich befand sich der Ring im Besitz einer dieser Personen. Die in gutem Glauben zu den Augsburger Lincks zu gehören, den Ring haben anfertigen lassen - siehe Fam. v. Roy.

MfG
Manni
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  #9  
Alt 04.12.2020, 12:34
Kasstor Kasstor ist offline männlich
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In dem hier schon genannten Forum hat Herr v Roy 2017 in anderem Zusammenhang auf die Familie des am 12. Jan. 1 8 2 4 im Königreich Bayern bei der Adelsklasse immatrikulierten Kgl. Bayerischen Regierungs-Vizepräsidenten Franz Arnold Ritter v. L i n c k hingewiesen. Im weiteren Verlauf gibt es dort einen unvollständigen Stammbaum bis in die heutige Zeit.

Frdle. Grüße

Thomas
__________________
FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Uelzen)

Geändert von Kasstor (04.12.2020 um 12:39 Uhr)
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  #10  
Alt 04.12.2020, 13:31
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Robert K Robert K ist offline männlich
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Hallo in die Runde,

@ Thomas:
Der von Dir angeführte Arnold v. Linck führt ein vollkommen anderes Wappen (siehe Siebmacher 2.1, Seite 94 und Tafel 110):

Einen Zusammenhang kann ich da, außer der Namensgleichheit, nicht erkennen. Es gibt einige Familien mit diesem Namen, wir müssen aber immer im Hinterkopf behalten, dass Namensgleichheit nicht Wappengleichheit ist.
Das Wappen auf dem Siegelring ist eindeutig dem Augsburger Patriziergeschlecht zuzuordnen – und keiner anderen Familie.
Insofern würde der angeführete Stammbaum an dieser Stelle nicht weiterhelfen.


@ Manni:
Möglich ist alles (Beispiel Wappen der Familie v. Roy).
Ich titulierte meinen Beitrag ja mit „Theorie“...und da ist Wappenschwindel eine durchaus immer wiederkehrende Geschichte, die in diesem und den Nachbarforen schon so manches Mal behandelt wurde...und von der "Gutgläubigkeit" lebten eben diese Schwindler.


Mal so nebenbei:
Ich finde die Idee von BeWoWa1972, den ehemaligen Besitzer des Rings ausfindig zu machen, ganz große Klasse!


Beste Grüße
Robert

Geändert von Robert K (04.12.2020 um 13:36 Uhr)
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