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  #11  
Alt 26.07.2022, 16:56
schulkindel schulkindel ist offline
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Hallo Dieter,

ich habe im Sommer 2015 vom DRK die Kopie der Gefangenenakte meines Vaters bekommen.
Daraus war ersichtlich, dass er im Oktober 1949 zur Repatriierung ins Lager Nr. 69 Frankfurt/Oder überführt wurde.
Vorher hatte ich von der WAST die Stationen, in denen er im Einsatz war, bekommen.
Daher rührt mein Interesse an den Themen.
Damals war mein Vater schon gut 30 Jahre tot, meine Mutter ebenfalls nicht mehr am Leben.
Ich bin in der DDR aufgewachsen, da wurde über solche Themen so gut wie nicht geredet und schon gar nicht über die Vertreibung meiner Mutter aus Hinterpommern.
Dass mein Vater (einfacher Soldat) 5 Jahre in sowjetischer Gefangenschaft war, hat er erzählt, jedoch nicht wo und und kaum etwas darüber.
Er hat aber viele, viele Bücher gelesen, natürlich waren die von sowjetischen Autoren mit ihrer Sicht der Ereignisse geschrieben. Meine Mutter sagte oft zu ihm: „Hast du noch nicht genug!“
Daran denke ich jetzt oft, wenn ich mich auch mit diesen Themen beschäftige.
Ich habe heute das Glück, auf viele andere Quellen zurückzugreifen u.a. habe ich auch ein Buch über die Kämpfe der Heeresgruppe, zu der gehörte, gelesen.
Ich habe zu Sowjetzeiten viele Städte im Baltikum, Russland und der Ukraine besucht, wunderschöne Städte! Was macht man jetzt bloß daraus!

Viele Grüße
Renate

Geändert von schulkindel (26.07.2022 um 16:58 Uhr)
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  #12  
Alt 26.07.2022, 18:14
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Saure Saure ist offline männlich
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Liebe Renate,

ein Dankeschön für Ihren Bericht.

Ihr letzter Satz endet nicht mit einem ?
'Was macht man jetzt bloß daraus!'

Die Erinnerungen an diese schönen Reisen kann Ihnen keiner nehmen.

Wie ich ja schon geschrieben habe, ist mein Vater leider nicht wieder nach Hause gekommen.

Mich würde aber interessieren, wann und wo Ihr Vater in Kriegsgefangenschaft gekommen ist, und in welchen Lagern er war.

Wenn Sie es nicht öffentlich machen wollen, dann wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir ein paar Angaben per Email schicken würden. DieterSaureBS@aol.com

Meine Schwiegermutter stammt aus dem Dörfchen Köbbelitz, heute ein Ortsteil von Kusey in Sachsen-Anhalt. Sie hat im Krieg ihren Ehemann, ihren Bruder und ihren Vater verloren.

Wir waren oft in Köbbelitz, es war immer aufregend und schön. Ich könnte ein Buch darüber schreiben.

So weit erstmal, ich melde mich aber noch wegen Brest, in diesem Lager muß Ihr Vater auch gewesen sein.
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Viele Grüße
Dieter Saure

Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt.
Manchmal findet man, was man sucht. Nicht immer sucht man das, was man findet.
Ab und zu findet man etwas, was man überhaupt nicht gesucht hat, und stellt dann fest, dass es genau das war, was einem gefehlt hat.
Alle sagten immer, das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht.

Geändert von Saure (26.07.2022 um 18:48 Uhr)
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  #13  
Alt 26.07.2022, 18:51
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Hallo Renate,

wie versprochen, hier einige Seiten aus dem Buch:
'Zur Geschichte der Kriegsgefangenen im Osten'
zum Thema Brest.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Brest 1.jpg (248,4 KB, 9x aufgerufen)
Dateityp: jpg Brest 2.jpg (236,3 KB, 9x aufgerufen)
Dateityp: jpg Brest 3.jpg (287,5 KB, 8x aufgerufen)
Dateityp: jpg Brest 4.jpg (284,4 KB, 6x aufgerufen)
Dateityp: jpg Brest 5.jpg (237,0 KB, 8x aufgerufen)
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Viele Grüße
Dieter Saure

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  #14  
Alt 26.07.2022, 19:05
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Hallo Renate,

entschuldigen Sie bitte, daß ich Ihren Satz:

'Was macht man jetzt bloß daraus!'

nicht gleich verstanden habe. Es lies mir aber keine Ruhe.

Ja, es ist wirklich traurig, anscheinend hat die Menschheit aus den beiden Weltkriegen nichts gelernt.
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Dieter Saure

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  #15  
Alt 27.07.2022, 16:38
schulkindel schulkindel ist offline
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Hallo Dieter,

vielen Dank für die Seiten über die Station Brest.
Ich habe sie mit Interesse gelesen.
Ich selbst bin mal vor gut 40 Jahre über Brest mit der Eisenbahn gefahren.
Wir hatten dort einen mehrstündigen Aufenthalt, weil der Zug auf die Breite der Schienen umgestellt werden musste.
Währenddessen hat man uns zur Besichtigung in die Festung Brest geführt.

Deine Frage habe ich ausführlich beantwortet und eine Mail geschickt.

Ja, das ist richtig mit dem Ausrufungszeichen.
Ein Fragezeichen stünde hinter dem Satz von Marlene Dietrich
"...Wann wird man je verstehen?..."

Renate
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  #16  
Alt 31.07.2022, 13:17
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Standard Aufenthaltsdauer im Lager 69

Zitat:
Zitat von Bergkellner Beitrag anzeigen
Danke für den Tipp, Alex!

Was mich interessiert, ist, wie lange jemand in einem solchen Kriegsgefangenlanger, z.B. Nr. 69 in Frankfurt(Oder) blieb. - Wurden die Leute schnell in die Freiheit entlassen oder mussten sie noch monatelang dort zubringen? - Und gibt es darüber Unterlagen?

Lg, Claudia

Hallo,
mein Großvater ist aus einem Gefangenenlager im Februar 1947 in das Lager 69 verlegt worden und ist dann bereits am 20 Februar 1947 in Friedland angekommen. (Hier arbeite ich noch dran weitere Auskünfte zu bekommen) Er war noch bis zum 1 August 1947 als arbeitsunfähig eingestuft. Auskünfte hierzu habe ich von der ehemaligen WAST erhalten, Inklusive seiner Selbstauskunft zur Gefangenschaft zwecks Entschädigungsantrag nach dem Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz. Es lohnt sich die Unterlagen zu beschaffen.
Lieben Gruß
Jens
__________________
Dauersuche


Westpreußen:
FN-Granitzki, Franz Paul, Motitten (verstorben um 1924)
FN-Jabs, Gerswalde und Weinsdorf/Krs. Mohrungen
FN-Daniel, Walter Fritz, Wodigehnen
FN-Daniel, Gustav Christian, Saalfeld+Markushof
FN-Kowitz, Gr. Brodsende+Baalau
FN-Schössau/Schossau vor (Eleonore *1882)
Niedersachsen:
VN Hornbostel(s) Ursula, Geburt in/um (Uelzen, Prezier - etwa um 1700, Ehe 1720 ist bekannt)
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  #17  
Alt 31.07.2022, 14:35
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Saure Saure ist offline männlich
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Hallo Jens,

ich wäre Dir dankbar, wenn Du uns schreiben könntest, aus welchem Gefangenenlager Dein Großvater im Februar 1947 in das Lager 69 verlegt worden worden ist.
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Viele Grüße
Dieter Saure

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  #18  
Alt 01.08.2022, 16:10
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Tenny Tenny ist offline männlich
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Standard Gefangenenlager

Zitat:
Zitat von Saure Beitrag anzeigen
Hallo Jens,

ich wäre Dir dankbar, wenn Du uns schreiben könntest, aus welchem Gefangenenlager Dein Großvater im Februar 1947 in das Lager 69 verlegt worden worden ist.

Hallo,
aus seiner Selbstauskunft, ist ersichtlich das er am 23.06.1944 bei Witebsk in Gefangenenschaft geriet und zunächst in das Lager "Schanry" kam, dann wurde er am 15.07.1944 in ein Lager "Lyosho" verlegt und blieb dort bis zum 20.10.1944. Von dort ging es in das Lager "Stalingrad Süd" hier verblieb er bis eben "Anfang" Januar 1947 und dort dann in das besagte Lager 69.
(Die entsprechenden vorherigen Lagernummern sind nicht angeben und von mir noch nicht erarbeitet). Zuvor war er vom 28.03.1944-10.04.1944 im Feldlazarett 206. Er diente ab Einberufung, 14.08.1939, durchweg in der Infanteriedivision 206 als Wacht- und Futtermeister.
Gruß Jens
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  #19  
Alt 12.08.2022, 21:52
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Bergkellner Bergkellner ist offline
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Hallo,

hier die Neuigkeiten zum Fall "Wo war Opa zwischen 1948 und 1953?":
Ich habe letzte Woche ein Mail an die Zentralen Dateien in Friedland geschickt und nach einem Eintrag zu Friedrich Kellner von Bergen 1948 gefragt.

Aus der Rück-Mail geht hervor, dass es keine Daten zu diesem Namen gibt. Allerdings sind die Unterlagen, die 1952 von den Briten übergeben wurden, nicht vollständig.

Man rät uns, uns an die "ehemals Deutsche Dienststelle WAST" zu wenden. - Werden wir machen, aber das kann dauern...

Lg, Claudia von den bergkellners
__________________
Wer lesen kann, ist besser dran!(Andreas' Opa Fred)
Nierngstwuh giehts so zu wie uff dare Walt!(Claudias Uroma Anna)

Suchen immer:
Loewe - Steinau an der Oder/Schlesien(vor 1850)
Heine - Glogau/Schlesien(vor 1850)
Hollenstein - Bleiwäsche/Westfalen(vor 1710)
Ulich - Neukirchen b. Stollberg(um 1710)
Rothbart - Kröslin/Pommern(um 1740)
Mädtke - Grambin und Umgebung/Vorpommern(vor 1840)
Buden/Budin - Wriezen u.U./Brandenburg(um 1700)
Kellner/Gevers - Hannover Stadt u.U.(um 1700)


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  #20  
Alt 14.08.2022, 11:54
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Hallo Claudia,

ich habe mir gerade noch einmal genau Ihren Eingangspost durchgelesen.

Diese Aussage macht mich stutzig:
'Er kam erst 1953 in Bremen bei seiner Familie an.'

Es wäre vielleicht sehr hilfreich, wenn Sie ein Kopie der Meldekarte vom Einwohnermeldeamt in Bremen anfordern würden. Dort steht dann ja drauf, von wo er zugezogen ist.

So könnten Sie seinen Weg zurück verfolgen.
__________________
Viele Grüße
Dieter Saure

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