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Umfrageergebnis anzeigen: DNA-Genealogie
Ich habe schon DNA-Analysen durchgeführt. 28 41,79%
Ich habe noch keine DNA-Analysen durchgeführt. 20 29,85%
DNA-Analysen haben mich bei meinen Forschungen schon weitergebracht. 21 31,34%
Meine DNA-Analysen haben mir bislang keine neuen Erkenntnisse eingebracht. 3 4,48%
Ich hätte gern im Forum eine eigene Rubrik dazu. 22 32,84%
Ich kenne mich damit noch gar nicht aus. 6 8,96%
Ich will meine ethnische Zusammensetzung erfahren. 7 10,45%
Ich will entfernte Verwandte kennenlernen. 18 26,87%
Ich will nahe Verwandte finden (v.a. Eltern, Geschwister). 5 7,46%
Ich will erfahren, wo meine Vorfahren vor Jahrtausenden gelebt haben. 14 20,90%
Ich will unsichere Forschungsergebnisse verifizieren. 20 29,85%
Kein Interesse. 17 25,37%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 67. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #1  
Alt 14.08.2021, 23:13
Ferdix Ferdix ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 24.11.2018
Beiträge: 354
Frage DNA-Genealogie

Liebe Foristen,

mich würde interessieren, wie aktiv ihr die modernen Möglichkeiten der DNA/DNS-Genealogie nutzt bzw. ob ihr euch überhaupt dafür interessiert. Es gibt ja verschiedene Anbieter über die man seine DNA analysieren lassen kann (MyHeritage, Ancestry, FamilyTreeDNA, u.a.), um dann eine Einschätzung der ethnischen Zugehörigkeit zu erhalten und genetisch Verwandte ausfindig zu machen. Hattet ihr bereits von diesen Möglichkeiten profitiert und seid damit in euren Forschungen weitergekommen? Hättet ihr Bedarf euch in diesem Forum intensiver zu diesem Thema auszutauschen?

Vielen Dank im Voraus für die Teilnahme an dieser Umfrage.
__________________
Gruß,
Alex

Geändert von Ferdix (15.08.2021 um 12:38 Uhr) Grund: Tipper korrigiert
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  #2  
Alt 15.08.2021, 08:26
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Registriert seit: 15.05.2018
Ort: Harz
Beiträge: 3.106
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Hallo Alex,

ich habe bislang nichts mit DNA-Genealogie zu schaffen gehabt. Mein Eindruck ist immer der gewesen, daß hauptsächlich Menschen, die nach in die USA ausgewanderten Verwandten suchen, sich dieser Methode bedienen. Aus meiner Familie verspürte nie jemand die Neigung, in die USA zu emigrieren, sodaß der Themenkomplex "Auswanderung" für mich vollkommen uninteressant ist. Meine Vorfahren und deren Seitenverwandte habe ich bislang nach alter Väter Sitte gefunden.

Eine Sache reizt mich aber schon. Ein Vorfahre mit einem seltenen und nur in einem eng begrenzten Gebiet vorkommenden Familiennamen wurde err. 1603 geboren. Man weiß nicht wo. Familienüberlieferung sagt, er stamme aus einem Ort H., der nahe seinem späteren Wohnort liegt. Genau genommen weiß man aber nicht einmal, ob er mit der gleichnamigen Familie in H. überhaupt familiär zu tun hatte, da die Taufeinträge dort erst viel später beginnen. Falls er mit besagter Familie in H. verwandt ist, ist die Wahrscheinlichkeit, daß er aus H. stammt, aber extrem hoch, da es anderenorts, bis auf eine Ausnahme, diese Familie gar nicht gab. Meine Idee wäre, lebende Miglieder der anderen Familie, die "noch im Mannesstamme blüht", wie man früher sagte, dazu zu bringen, einen DNA-Test zu machen, um herauszufinden, ob es im 16. Jahrhundert einen gemeinsamen Vorfahren gab. Vielleicht ist es zu lange her, um da noch etwas feststellen zu können. Vielleicht war auch mal ein Nachbar an irgendeiner Zeugung beteiligt. Man weiß es nicht. Aber im Großen und Ganzen ist das die einzige Facette der DNA-Forschung, die mich interessiert.

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #3  
Alt 15.08.2021, 08:48
Benutzerbild von Gudrid
Gudrid Gudrid ist offline weiblich
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Registriert seit: 22.04.2020
Ort: Südostoberbayerisches Alpenvorland
Beiträge: 535
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Guten Morgen consanguineus,
rein vom zeitlichen her dürfte es keine Probleme geben. Wurden doch erst kürzlich die gefundenen Gebeine von Richard III. (+ 1485) genetisch untersucht, mit noch lebenden Nachfahren verglichen und deren Echtheit bestätigt.

Ich persönlich würde schon mal gerne einen DNA Test machen, nur hält mich bisher davon ab, einen seriösen Anbieter zu finden. Man hört ja so einiges darüber.
Das wäre vielleicht auch ein Punkt, um hier darüber zu diskutieren.
__________________
Liebe Grüße
Gudrid

Geändert von Gudrid (15.08.2021 um 08:54 Uhr)
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  #4  
Alt 15.08.2021, 08:52
Benutzerbild von DenniL
DenniL DenniL ist offline weiblich
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Registriert seit: 09.06.2021
Ort: zwischen Harz und Heide
Beiträge: 153
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Guten Morgen,



auch wenn mich die Ergebnisse noch so reizen, und das tun sie, habe ich viel zu viele Bedenken wegen des Datenschutzes.


Aus diesem Grund werde ich keine Analyse machen lassen.
__________________
viele Grüße
Daniela

Meine toten Punkte:
  • Familienname Illing in Schlanstedt um 1784
  • Familiennamen Seidler und Schwarz um Rastenburg um 1900
  • Familienname Grunert in und um Breslau um 1900
  • Familienname Dyck in Gotenhafen-Adlershorst 1944
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  #5  
Alt 15.08.2021, 09:07
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Registriert seit: 15.05.2018
Ort: Harz
Beiträge: 3.106
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Zitat:
Zitat von DenniL Beitrag anzeigen
...habe ich viel zu viele Bedenken wegen des Datenschutzes.
Nun, Datenschutz gibt es doch schon lange nicht mehr in diesem unserem Lande. Dein Aufenthaltsort kann jederzeit über Dein Handy ermittelt werden. Mit wem Du wo warst, weiß die Luca-App. Dein Smartphone hört Deine Gespräche, nicht nur die Telefongespräche, permanent ab und schickt Dir kurz darauf passende Werbung und Nachrichten. Und allüberall Überwachungskameras. Orwells 1984 ist Wirklichkeit geworden. Da kommt es jetzt auf die Daten einer DNA-Analyse auch nicht mehr an...
__________________
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  #6  
Alt 15.08.2021, 10:05
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
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Beiträge: 1.948
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Hallo

Für mich war und ist ein DNA-Test eigentlich kein Thema. Ich hatte mal kurz darüber nachgedacht, dass es helfen könnte, meine Verwandtschaft in Kanada aufzuspüren. Inzwischen habe ich sie aber über klassische Genealogie gefunden, ebenso viele Nachkommen von verschiedenen Vorfahren-Linien in den USA. Und das nur mit Find A Grave, Facebook und 14 Tage Ancestry. Ein DNA-Test ohne klassische Genealogie dazu nützt ja sowieso nur bedingt und mit viel Glück etwas.

Dass die ethnische Zusammensetzung eher eine Spielerei ist und dass man mit dem selben DNA-Test auf verschiedenen Plattformen ganz unterschiedliche Ergebnisse bekommt, ist ja inzwischen bekannt. Zudem habe ich inzwischen genug Vorfahren zusammen getragen, dass ich da nicht an überwältigende Ergebnisse glaube.
Ein Cousin von meinem Vater hat das zum Spass mal gemacht und seine ethnische Zugehörigkeit war 100% Italiener. Toll, das wussten wir vorher auch schon

Was ich eigentlich spannend fände, wäre das Vergleichen der DNA von vielen verschiedenen Verwandten. So liesse sich der Stammbaum teilweise verifizieren. Aber das Interesse bei der Verwandtschaft halte ich für sehr gering.
Für mich persönlich scheitern aber alle weiteren Pläne auch am Mangel von seriösen Anbietern.
__________________
Viele Grüsse von Garfield

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  #7  
Alt 15.08.2021, 10:19
Benutzerbild von Saraesa
Saraesa Saraesa ist offline weiblich
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Registriert seit: 26.11.2019
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Ich habe meine DNA aus Neugierde analysieren und habe tatsächlich entfernte Verwandte ausfindig machen können, die mir sogar bei meiner Forschung helfen bzw. diese bestätigen konnten. Auch die Ethnizitätsschätzung fand ich in meinem Fall sehr treffend.
Mein größter Traum bleibt immer noch, auf diese Weise mehr über den Vater einer unehelich geborenen Ururgroßmutter zu erfahren, auch wenn das illusorisch ist.
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  #8  
Alt 15.08.2021, 13:53
HelenHope HelenHope ist offline
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Registriert seit: 10.05.2021
Beiträge: 161
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Hi!
Ich nutze die DNA und habe einige spannende Entdeckungen gemacht. Inzwischen konnte ich einige Matches zuordnen und so immerhin die Papierforschung bestätigen. Darüber hinaus sind nette Kontakte entstanden, immerhin sind es Verwandte.
Das Problem mit der Papierforschung ist, dass sie die Biologie nicht wiedergibt. Man sagt, dass etwa 10 % aller Kinder Kuckuckskinder und adoptierte Kinder waren. Da sind dann schon mal ganze Linien im Stammbaum einfach falsch, ohne dass man es weiß.
DNA zu nutzen ist nicht immer einfach, lohnt sich mMn aber. Und tatsächlich hilft sie auch an toten Punkten weiter. Ich habe eine Verwandte gefunden, die meine Theorie des niederländischen Familienzweigs bestätigte. Sie hat mir einiges aus der Familie erzählt, was Dokumente einfach nicht vermögen.
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  #9  
Alt 15.08.2021, 13:54
Ferdix Ferdix ist offline männlich
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Beiträge: 354
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Aus meiner Familie verspürte nie jemand die Neigung, in die USA zu emigrieren, sodaß der Themenkomplex "Auswanderung" für mich vollkommen uninteressant ist.
Es könnte aber sein, dass entfernter Verwandte von dir ausgewandert waren. Oder hast du alle Cousins 1.-3. Grades deiner Vorfahren bis in die Gegenwart schon erforscht? Ich bin sicher, auch in deiner entfernteren Verwandtschaft gab es Auswanderer.

Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Eine Sache reizt mich aber schon. Ein Vorfahre mit einem seltenen und nur in einem eng begrenzten Gebiet vorkommenden Familiennamen wurde err. 1603 geboren. Man weiß nicht wo. Familienüberlieferung sagt, er stamme aus einem Ort H., der nahe seinem späteren Wohnort liegt. ... Meine Idee wäre, lebende Miglieder der anderen Familie, die "noch im Mannesstamme blüht", wie man früher sagte, dazu zu bringen, einen DNA-Test zu machen, um herauszufinden, ob es im 16. Jahrhundert einen gemeinsamen Vorfahren gab.
Das wäre ein sehr gutes Beispiel, wo die DNA-Analyse Sinn machen würde. Du kommst mit der traditionellen Methode nicht weiter - das ist deine wohl einzige Möglichkeit das Rätsel noch zu lösen. Hier würde eine Y-DNA-Analyse am meisten bringen. Teste einen heute lebenden männlichen Nachkommen aus deiner Familie, wo du glaubst, dass er von dem 1603 geborenen abstammt und vergleiche dessen Y-DNA mit der eines männl. Angehörigen der anderen Familie. Wenn beide vom selben männlichen Vorfahren abstammen, wird dir das der Y-DNA-Test sicher nachweisen, da die Y-DNA sehr viel langsamer mutiert, als autosomale DNA (der übliche DNA-Test der restlichen 22 Chromosomenpaare).

Ich habe einen ähnlichen Fall. Ein Vorfahre von mir hat einen so seltenen Familiennamen, der ursprünglich auf eine bestimmte Region im Burgenland (heute Österreich) zurückzuführen ist. Ich könnte mit einem Y-DNA-Test der heute in Österreich lebenden und der heute in den USA lebenden Nachkommen die Abstammungsgeschichte einwandfrei beweisen, wenn ich nur zwei Leute davon überzeugen könnte, einen Test zu machen. Der ist im Gegensatz zum autosomalen Gentest aber leider nicht gerade billig (aktuell 219 USD). Zumindest konnte ich auch über die autosomale DNA die gemeinsame Abstammung zw. den Auswanderern im Elsass (geboren ca. 1680, ausgewandert 1750er) mit jenen in den heute in den USA lebenden nachweisen, indem ich zwei Frauen mit gemeinsamen Segmenten und übereinstimmenden Angaben im Stammbaum gefunden habe.


Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Vielleicht ist es zu lange her, um da noch etwas feststellen zu können.
Zitat:
Zitat von Gudrid
rein vom zeitlichen her dürfte es keine Probleme geben. Wurden doch erst kürzlich die gefundenen Gebeine von Richard III. (+ 1485) genetisch untersucht, mit noch lebenden Nachfahren verglichen und deren Echtheit bestätigt.
Gemeinsame DNA aus dem 16. Jahrhundert sicher zu identifizieren, geschweige denn aus dem 15., dürfte über den üblichen Test der autosomalen DNA schwierig werden, da die gemeinsamen DNA-Segmente (falls überhaupt noch vorhanden) dann üblicherweise zu klein sind, um sicher von einer gemeinsamen Abstammung ausgehen zu können. Bei kleineren gemeinsamen Segmenten (unter 10cM) können diese z.B. auch durch zufällige Rekombination der Gene entstanden sein (müssen sie aber nicht). Meine persönliche Erfahrung ist, dass ich über die autosomale DNA-Analyse mehrmals eine gemeinsame Abstammung aus dem 17. Jahrhundert nachweisen konnte. Je mehr Generationen zwischen den Probanden und den Vorfahren liegen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass gar keine gemeinsame DNA mehr vorhanden ist. Heute lebende männliche Verwandte von Richard III. können, wie oben schon geschrieben, gut über einen Y-DNA-Test nachgewiesen werden. Bei einem autosomalen Test werden die Laboranten wohl nach speziellen Mutationen suchen müssen, die nur in dieser Familie auftreten. Den Aufwand kann ein normaler kommerzieller Anbieter nicht betreiben.


Zitat:
Zitat von Gudrid
Ich persönlich würde schon mal gerne einen DNA Test machen, nur hält mich bisher davon ab, einen seriösen Anbieter zu finden. Man hört ja so einiges darüber. Das wäre vielleicht auch ein Punkt, um hier darüber zu diskutieren.
Zitat:
Zitat von DenniL
auch wenn mich die Ergebnisse noch so reizen, und das tun sie, habe ich viel zu viele Bedenken wegen des Datenschutzes. Aus diesem Grund werde ich keine Analyse machen lassen.
Zitat:
Zitat von Garfield
Für mich persönlich scheitern aber alle weiteren Pläne auch am Mangel von seriösen Anbietern.
Was wäre für euch ein seriöser Anbieter und was glaubt ihr, welche Nachteile euch durch die Übermittlung eurer DNA entstehen könnten? Der Aussage von consanguineus zum Thema Datenschutz kann ich mich nur anschließen.

Zitat:
Zitat von Saraesa
Mein größter Traum bleibt immer noch, auf diese Weise mehr über den Vater einer unehelich geborenen Ururgroßmutter zu erfahren, auch wenn das illusorisch ist.
Gib die Hoffnung nicht auf. Irgendwann kommt vielleicht noch ein DNA-Match, der dich weiterbringt. Du könntest deine DNA z.B. auch noch auf GedMatch hochladen, um die Chance zu erhöhen.

Zitat:
Zitat von Garfield
Dass die ethnische Zusammensetzung eher eine Spielerei ist und dass man mit dem selben DNA-Test auf verschiedenen Plattformen ganz unterschiedliche Ergebnisse bekommt, ist ja inzwischen bekannt.
Die Ethnizitätsschätzung hängt eben sehr davon ab, wie groß und wie vielfältig die Datenbank des jeweiligen Anbieters ist. Übermäßig große Abweichungen zw. den Anbietern sollte es aber nicht geben. Ein Engländer wird woanders nicht zum Eskimo erklärt.

Zitat:
Zitat von Garfield
Ein Cousin von meinem Vater hat das zum Spass mal gemacht und seine ethnische Zugehörigkeit war 100% Italiener. Toll, das wussten wir vorher auch schon
Wenigestens ist er jetzt zu 100% sicher. Hätte ja auch 100% Orientale oder Grieche sein können, wer weiß. Die Ethnizitätsschätzung hilft dir aber auch bei der Beurteilung von DNA-Matches, aus welchem Zweig deines Stammbaums die Übereinstimmung kommen könnte.

Zitat:
Was ich eigentlich spannend fände, wäre das Vergleichen der DNA von vielen verschiedenen Verwandten. So liesse sich der Stammbaum teilweise verifizieren.
Ein für mich wesentliches Motiv für DNA-Analysen. Man bestätigt oder widerlegt seine eigenen Forschungsergebnisse. Es ist ein tolles Gefühl, wenn ich bestimmte Vorfahren nicht nur über Dokumente, sondern auch über die DNA nachweisen kann und so sicher sein kann, dass ich da keine Legende aufbaue, die womöglich gar nicht der Realität entspricht. Kuckuckskinder von Seitensprüngen wurden in den Dokumenten ja nicht immer angegeben.
__________________
Gruß,
Alex
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  #10  
Alt 15.08.2021, 14:34
gki gki ist offline
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Standard

Zitat:
Zitat von Ferdix Beitrag anzeigen
Heute lebende männliche Verwandte von Richard III. können, wie oben schon geschrieben, gut über einen Y-DNA-Test nachgewiesen werden. Bei einem autosomalen Test werden die Laboranten wohl nach speziellen Mutationen suchen müssen, die nur in dieser Familie auftreten. Den Aufwand kann ein normaler kommerzieller Anbieter nicht betreiben.

Der Y-DNA-Test dürfte daran scheitern, daß der Richard keine überlebenden Nachkommen hatte.

Im konkreten Fall hat man die weibliche Linie seiner Schwester erst mit klassischer Nachfahrenforschung (das muß eine Menge Arbeit gewesen sein) konstruiert und danach den Mitochondrien-Test gemacht.
__________________
Gruß
gki
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