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Alt 30.10.2008, 09:42
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Billet Billet ist offline männlich
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Ausrufezeichen Wie zeichne ich heraldisch korrekt?

Eine immer wieder auftauchende Frage ist:

Wie zeichne ich heraldisch korrekt ?
(Alles nicht so einfach, In der Heraldik gibt es vieles was zu beachten ist.)

Verschiedentliche Zeitepochen brachten natürlich die unterschiedlichsten Zeichenstile hervor.
Jedoch hat sich in der Heraldik und deren Entwicklung bis heute der sogenannte „gotische“ Stil durchgesetzt.
Dieser „Heraldische Zeichenstil“ hat sich aus der Notwendigkeit der schnellen und leichten Erkennbarkeit entwickelt.
Hier gilt die Faustregel:
„Der im Schild gezeigte Symbolgehalt muß auf 200 Schritt erkennbar sein !“
Dies beinhaltet in der Aussage schon klar, daß nach Möglichkeit, unter Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Schildfläche,
so wenig als möglich an Symbolen im Schild gezeigt werden soll.
Da ansonsten die Übersichtlichkeit und Deutung, also die Erkennbarkeit des Gegners, verloren geht.
„Weniger ist mehr !“ ist einer der Grundsätze des guten Heraldikers.
Dem Wunsch so mancher Wappenstifter, möglichst viele Symbole im Schild unterzubringen, sollte mit dieser Argumentation ausgeräumt werden.
Die Übersichtlichkeit muß gewahrt bleiben.
Das Platzangebot der Schildfläche sollte genutzt werden mit der klaren und deutlich sichtbaren Symbolzeichnung.
Es muß kein ganzer Baum gezeigt werden, wenn ein Blatt genügt. Kein Schiff, wenn ein Anker genügt.
Hierbei ist auch wichtig, die Symbole mit klaren Umrissen zu zeigen, das Bild möglichst groß und deutlich.
Ebenso sollten möglichst „natürliche“ Darstellungen unterbleiben.
Besser ist hier bei der „heraldischen Symbolik“ zu bleiben um das Gesamterscheinungsbild des Wappens nicht zu unterbrechen.
Unterstützt werden soll dies durch eine kontrastreiche Farbgestaltung.
Wobei hier noch die heraldisch Farbregel zu beachten ist.
Nie Farbe an Farbe. Nie "Metall" an "Metall"
Als "Metall" wird die Tingierung GOLD und SILBER bezeichnet.
(Für GOLD wird die Farbe GELB und für SILBER die Farbe "WEISS" genutzt.)
Also immer Farbe und "Metall" im Wechsel.
Mit der klaren Erkennbarkeit hängt auch eine immer wieder versuchte Darstellung der Schildsymbole in der Zeichenform der Perspektive zusammen,
diese ist im Schild nicht erwünscht und sollte unterbleiben.

Lesen Sie hierzu u.a. auch:
„Grundsätze der bildlichen Darstellung in der Heraldik“
Seite 105 bis 109 (in Verbindung mit weiterführenden Hinweisen)
im Handbuch der Heraldik (Wappenfibel)
Verlag Degener & Co.
ISBN 3-7686-7014-7
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