#21  
Alt 14.10.2009, 16:25
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Lieber Johannes,
ja das stimmt, Peter Lehmann war 1562 ja noch minderjährig und was ich bisher gesehen habe, wurden minderjährige Kinder nicht namentlich bei der Adelsstandserhebung benannt. Wichtig war, dass es sich um erblichen Adelsstand handelte. Wobei das ja auch ein etwas missverständlicher Begriff ist, denn sie haben ihren Adelstand ja nicht erst als Erbfall mit Ableben des Vaters, sondern mit ihrer eigenen Geburt erworben .
Viele Grüße
Hina
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  #22  
Alt 14.10.2009, 16:32
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Hallo Johannes, hallo Hina,

@ Johannes: Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Nun bin ich mir wieder unsicher... Also Du plädierst für rechtmäßigen Adel, weil der Sohn des Peter Lehmann noch nicht volljährig war. Klingt irgendwie logisch. Hast Du eine Quelle, in der man nachlesen kann, dass bei diesem frühen Briefadel alle Nachkommen in den Adelsstand gehoben wurden? Würde mich sehr interessieren...

@ Hina: Hab nix mehr zu sagen...

Liebe Grüße
Anton
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  #23  
Alt 14.10.2009, 16:48
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Zitat:
Zitat von fxck Beitrag anzeigen
Also Du plädierst für rechtmäßigen Adel...
Ja, ganz klar. Nur dann eben nicht mehr geführt für einige Generationen.

Zur Literatur siehe auch hier:
http://www.adelsrecht.de/index.html
und im besonderen hier:
http://www.adelsrecht.de/Lexikon/P/P...cher_adel.html

Dazu kann man anmerken, daß der persönliche (also der nicht erbliche) Adel in den meisten Fällen später verliehen worden ist (18./19. Jh.) und regional gebunden war: v.a. Bayern und Württemberg.

Viele Grüße
Johannes
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Dergleichen [genealogische] Nachrichten gereichen nicht nur denen Interessenten selbst, sondern auch anderen kuriosen Personen zu einem an sich unschuldigen Vergnügen; ja, sie haben gar oft in dem gemeinen Leben und bei besonderen Gelegenheiten ihren vielfältigen Nutzen. Johann Jakob Moser, 1752
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  #24  
Alt 14.10.2009, 16:51
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Hallo Hina, hallo Johannes,

@ Hina: da warst Du schneller als ich...

@ Johannes: Danke für die Links!

Liebe Grüße
Anton
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  #25  
Alt 12.11.2009, 22:04
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Hallo ihr Lieben,

möchte Euch wenigstens noch kurz weitere Erkenntnisse über den hier diskutierten Fall schreiben.

Durch einen glücklichen Zufall fand ein Benutzer des Forums meinen Beitrag und hat sich per PN bei mir gemeldet. Er besaß die Adelsbestätigung von 1703 in Kopie, die ich dankenswerterweise von ihm erhalten habe.
Eine Begründung, warum die Lehmanns den Adelstitel nicht mehr führten, findet sich im Antrag von Christian Theodosius von Lehmann an den Kaiser:

"[...] desselben [Peter Lehmanns] Söhne und Enckel haben auch den Adel zwar fortgeführet, deren Posteritet aber ist per injurias belli und andere Unglück gergestalt herunter und in Armuth kommen, daß Sie nur Burgern gleich sich aufgeführet."

Der Grund für die Neuausstellung war ein Brand (1647) im Haus des Eusebius Lehmann, der das alte Adelsdiplom aufbewahrte.

Noch ein letztes zum Fall (auch durch den besagten Benutzer erfahren ):
Am 1. November 1556 ist einem Wenzel Lehmann das Bürgerpatriziat verliehen worden (Peter Lehmann am 11. Dezember 1555), am 8. Oktober 1561 wurde Wenzel der erbliche Adel mit dem Prädikat "von Lehenthal" verliehen (Peter Lehmann am 20. September 1562 und ebenfalls "von Lehenthal").
Daher meine Frage: Müssen die beiden zwangsläufig verwandt gewesen sein?

Liebe Grüße
Anton
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  #26  
Alt 12.11.2009, 23:11
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Zitat:
Zitat von fxck Beitrag anzeigen
Daher meine Frage: Müssen die beiden zwangsläufig verwandt gewesen sein?
Hallo Anton,

das sollten sie eigentlich. Da ist sicher kein Versehen passiert, dass in so kurzer Zeit hintereinander zwei verschiedenen Familien gleichen Namens der erbliche Adelsstand mit dem selben Prädikat verliehen wurde. Fragt sich nur, warum sie nicht zusammen in den Adelsstand erhoben wurden. Das war durchaus üblich, kenne ich auch bei Bruder- und Cousinlinien so, dass sie gemeinsam in den Adelsstand erhoben wurden. Oder lebten sie in verschiedenen Herrschaftsbereichen?

Nun ist auch das Rätsel gelöst, warum sie ihre Adelsprädikate nicht mehr führten. Das freut mich für Dich, dass da etwas Licht ins Dunkel gekommen ist.

Viele Grüße
Hina
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  #27  
Alt 12.11.2009, 23:18
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Hallo Hina,

danke für Deine Antwort...
Wenzel war wohl in Österreich, Peter in Sachsen (wobei ich das nicht 100%ig versichern kann). Wie die beiden allerdings zusammenhängen, weiß ich noch nicht. Aber es bleibt spannend.

Vielen Dank nochmal an alle für die Hilfe!

Liebe Grüße
Anton
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  #28  
Alt 12.11.2009, 23:35
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Zitat:
Zitat von fxck Beitrag anzeigen
Peter in Sachsen (wobei ich das nicht 100%ig versichern kann).
Hallo Anton,
wobei er ja wohl in Prag in den Adelsstand erhoben wurde, wenn Du die Urkunde von dort hast, also wohl Böhmischer Adelsstand. In den Abschriften der Böhmischen Saalbücher klafft da 1562 leider eine große Lücke.
Viele Grüße
Hina
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  #29  
Alt 12.11.2009, 23:55
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Ja, Hina, Du hast Recht... War wohl böhmischer Adel. Wobei ich noch herausfinden möchte, ob er in Sachsen oder Böhmen gelebt/gewirkt hat...
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  #30  
Alt 30.11.2009, 11:44
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Sag mal, hast du über Christian Theodosius von Lehmann mehr zu seinem Leben?
Ich finde es sehr kurios, dass ich ihn hier finde und schon seit einiger Zeit versuche herauszufinden, ob eine mir bekannte Bibel von 1634 aus dem Besitz dieser Familie stammt.
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