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Alt 15.02.2007, 11:52
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Standard ... und nochmals die Presse!

Hier ein neuer Presseartikel aus der Filder-Zeitung vom 14.2.07:

http://www.wappen-billet.de/forum/FilderZeitung.jpg

Hier der genaue Text:

Gewappnet für alle Fälle
Claus Billet weiß, wer was im Schilde führt: Der Heraldiker aus Bernhausen entwirft Familienwappen Bernhausen. Genealogie kann eine staubige Arbeit sein. Das Zurückverfolgen von Familiengeschichten, um Stammbäume und Wappen herzustellen, bedeutet oft mühsames Suchen in Archiven und Kirchenbüchern. Eine Arbeit, die nicht nur lautere Forscher lockt.

Von Frederike Poggel

Das mit Sir Francis Drake ist eher ein Witz. Zwischen Claus Billet und dem englischen Freibeuter liegen ein paar Ecken zu viel, um noch von Verwandtschaft sprechen zu können. 1420 heiratete Christiana Billet, die Tochter eines seiner Vorfahren, John Drake, und aus dieser Verbindung entstammte nach sieben Generationen Francis Drake.
Aber wenn er ehrlich ist, freut Claus Billet sich diebisch über die Geschichte. Und sie verfehlt ihren Zweck nicht: Spätestens nach derlei Erkenntnissen wird bei fast jedem zumindest ein Fünkchen Interesse geweckt an Genealogie. Das ist der sperrige Begriff, mit dem die Erforschung von Familiengeschichten bezeichnet wird, und der noch etwas schwerer über die Lippen geht, seit die Nazis ihre Rassenideologie damit stützten.
Claus Billet, der seit einigen Jahren in Bernhausen wohnt, ist aber mehr Heraldiker als Genealoge. Früher hat der gelernte Malermeister auch Stammbäume angefertigt; heute macht er fast nur noch Familienwappen, und das nach allen Regeln der Kunst. Der heraldischen, wohlgemerkt: "Es kamen schon Leute zu mir, die wollten einen Computer in ihrem Wappen haben. Oder einen Flugzeugträger", sagt Billet und schüttelt noch heute den Kopf. "Das ist absolut unheraldisch", sagt er. Weil ein Wappen in die Ritterzeit passen muss.
Zum Kampf gerüstete Clans haben sich als erste diese Art der Kennzeichnung erdacht. "Die waren so vermummt, dass irgendwann keiner mehr wusste, wer wo drinsteckt", sagt Billet. Das Wappen sorgte dafür, dass Familien sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlugen. Wer es zu Unrecht trug, "der wurde einen Kopf kürzer gemacht".
So strikt wird das heute freilich nicht mehr gehandhabt, aber eingetragene Wappen sind laut bürgerlichem Gesetzbuch geschützt. Für einen Heraldiker bedeutet das: Bücher und nochmals Bücher wälzen. Es gibt regelrechte heraldische "Bibeln", in denen nach Namen geordnet jedes eingetragene Wappen gedruckt ist.
Hat Billet seine Idee für ein Wappen zu Papier gebracht, schickt er es zu einer der Gesellschaften, denen er angehört. Dort wird geprüft, ob alles korrekt ist; Billet macht es fertig, es wird wieder geprüft und dann erst eingetragen. Ein Haufen Arbeit, aber unabdingbar.
"Wappenschwindler gibt's wie Sand am Meer", sagt der 67-Jährige, der sich seit 50 Jahren mit Heraldik befasst. Wer will schon wissen, ob die teuer bezahlte Erforschung der Familiengeschichte ihr Geld auch wert ist? Ob ein Wappen, für das man um die 1300 Euro zahlt, den umfassenden Farb- und Stilregeln der Heraldik entspricht?
(Anmerkung von mir: Der genannte Preis beinhaltet alles, Entwurf, Gestaltung, Fertgzeichnug, Eintrag und Registrierung in der Wappenrolle, sowie eine evtl. Chronik der Familie)
Einige Verbände (hier sollte eigentlich VEREINE stehen) planen gerade einen Bundesverband, den Interessenverband Deutsche Wappen. Der gibt bestimmte Richtlinien vor und will irgendwann alle seriösen Heraldiker vereinen. Bis dahin gilt: Kein Heraldiker bietet sich von sich aus an, der Wappenstifter kommt zu ihm. Außerdem sollte man sich zuvor Arbeiten zeigen lassen oder bei einer der heraldischen Gesellschaften rückfragen.
"So eine Arbeit ist Vertrauenssache", sagt Billet. Daran scheint es ihm nicht zu mangeln: Auf seinem Schreibtisch stehen zwei große Ordner. Sie sind prall gefüllt mit Anfragen von Menschen auf der Suche nach der Vergangenheit - und vielleicht dem Sir Francis Drake in ihrer Ahnengalerie.
[]
INFO: www.wappen-billet.de

© 2007 Filder-Zeitung
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Soweit der Bericht.
Da dieser eine halbe Seite der Zeitung ausfüllte, mußte ich den Artikel verkleinern (oben der Link), daher nochmals hier der Text.

Das Einstellen dieser beiden Presseartikel hier, die zwar auf meine Person abgestellt sind, soll die in der Öffentlichkeit teilweise vorherrschende irrigen Meinungen über Wappen und Zweck, sowie die Arbeit der Ahnenforschung und Heraldik, im weitesten Sinn, richtigstellen.
Wobei es äusserst mühsam ist, auf den wenigen Zeilen die zur Verfügung stehen, die gesamte Problematik der Ahnenforschung und Heraldik in unterhaltsamer Form zu Papier zu bringen.
Dazu kommt natürlich auch die Auffassungsgabe und Grundeinstellung der betreffenden Journalisten. :O
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