#21  
Alt 21.01.2021, 12:52
Schrumpftalstein Schrumpftalstein ist offline
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Guten Tag,
bislang bin ich mit Archiven telefonisch und per Mail in Kontakt getreten. Nun hatte ich in einem Archiv einfache Kopien angefragt, habe nun aber beglaubigte Kopien zu 15 € das Stück angeboten bekommen, würde bei vier Kopien also bei 60 € landen.
Nun ist es ja in Ordnung, dass die Archivare für ihre Leistung entlohnt werden, aber da ich momentan nicht viel übrig habe, versuche ich die Kosten gering zu halten. Hatten auch schon andere Nutzer Schwierigkeiten, die Archivare zu überzeugen, dass man keine beglaubigte Kopie benötigt?
Anfügen möchte ich auch sehr positive Erfahrungen mit ambitionierten Archivaren aus zumeist kleinen Ortschaften, die den von mir bevorzugten papierlosen Weg eingeschlagen haben und Fotografien oder Scans per Mail geschickt haben, und das unentgeltlich. Auch der Kreisarchivpfleger aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld war äußerst zuvorkommend und hilfsbereit. Generell freue ich mich in allen Bereichen, wenn ich spüre, dass jemand seine Arbeit gerne macht. Dann sind die Kosten auch nebensächlich.

Schönen Gruß,
Benjamin
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Ich suche Zumann aus Santoppen, Bischdorf oder Bischofsburg, Schiemann aus Freiheit Rößel, Stein aus VG Brohltal (um Kempenich herum) und VG Maifeld (v.a. Schrumpftal), Heß aus Neuwied und Köln-Ehrenfeld, Dietz aus Oberelsbach und Eußenhausen/Mellrichstadt, Klein aus Kornhöfstadt/Scheinfeld, Ziegler aus Matzenbach, Meixner aus Rattelsdorf, Kupfer aus Heroldsbach, Wintgen aus Essen-Werden

Geändert von Schrumpftalstein (21.01.2021 um 18:08 Uhr)
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  #22  
Alt 24.01.2021, 07:29
Julchen53 Julchen53 ist offline weiblich
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Hallo Benjamin,
es gibt da sehr große Unterschiede von Ort zu Ort.
Von einem Archivar, der mir bald 1/2 Stunde Daten vorgelesen hat (kostenlos!), bis zu einem anderen, der nur für einen Blick in ein Register (Urk.Nr. bekannt, nur nach Namen der Eltern gefragt) mindesten 30 Minuten veranschlagen wollte.

Ich kenne auch Archive (Sonneberg z.B.), die nur beglaubigte Kopien ausstellen, aber 15€/Stück ist schon heftig.
Aber wenn es in den AGB so steht, wird daran nichts zu ändern sein.

Viele Grüße
Jutta
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Stauch und Ponsold (Kreis Sonneberg)
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  #23  
Alt 24.02.2021, 22:17
Nachahnung Nachahnung ist offline
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Meine Erfahrungen sind durchaus meistens positiv. Aber ich finde man merkt beim Anfang des Gespräches sofort, ob man mir weitergeholfen wird oder nicht. Die Bürokratie macht es meistens nicht einfacher.
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  #24  
Alt 25.06.2021, 00:48
september26 september26 ist offline
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Standard Kreisarchiv Seelow

Liebe Forschende,

ich wollte wiedermal in das Kreisarchiv nach Seelow fahren. Leider kann ich mir den Weg sparen, auf der Internetseite steht zu lesen:

"Aus konservatorischen Gründen ist die persönliche Einsichtnahme grundsätzlich nicht möglich, es werden jedoch Auskünfte aus den Personenstandsregistern und den Sammelakten erteilt bzw. Kopien angefertigt und auf Wunsch beglaubigt"
Für mich ist es das erste Archiv, was grundsätzlich jegliche persönliche Einsichtnahme (neuerdings) verweigert.

Jetzt meine Frage an Euch, gibt es noch andere Archive die keinen an die Unterlagen lassen?

Viele Grüße

september26
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  #25  
Alt 23.07.2021, 16:45
iClaudia iClaudia ist offline
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Hallo erstmal,

Mir geht es wie den meisten hier. Auf fränkisch "gibt solcha und solcha".

Bei einem Standesamt warte ich seit 2 Wochen darauf, überhaupt eine Antwort zu bekommen, bei einem anderen war die Mitarbeiterin so hilfreich und total begeistert davon, "mal im Keller zu wühlen"

Die Krönung ist ein Standesamt, bei dem mir bei der ersten Anfrage nach einer alten Urkunde schnell (innerhalb von 20 Minuten per Email) mitgeteilt wurde, dass ich falsch bin und mich an ein anderes Standesamt verwiesen hat. Nachdem sich nun rausgestellt hatte, dass ich doch richtig beim ersten war, durfte ich erst nachweisen, dass ich berechtigt bin und nun warte ich auch schon wieder ne Woche. Da hat jemand richtig Spaß an seinem Job.

Das Hauptarchiv der oberfränkischen katholischen Kirchen in Bamberg hat mir tatsächlich noch nie geantwortet.

Allgemein finde ich es sehr schade, wie die Archive und Ämter teilweise auf den Sachen hocken und darauf achten, bloß nichts rauszulassen oder den Zugriff zu erschweren. Gerade wenn man nicht persönlich vorbeikommen kann. Ich kann es ja verstehen, wenn es um aktuelle Personen und ihre Daten geht, aber wie soll denn jemand Daten und Fotos aus dem 19. Jahrhundert missbräuchlich verwenden? Ironischerweise gibt es zwei Zweige meiner Familie, die sich zumindest zeitweise außerhalb meines Heimatlandkreises Kronach bzw. außerhalb Oberfrankens befunden haben.

Den Zweig aus Danzig konnte ich quasi komplett online finden via Ancestry, selbst für die Zeit dann in Saalfeld/Thüringen, den anderen für die Zeit, als mein Ururgroßvater als Bergmann ins Erzgebirge ist. Auch da war alles zu finden, was sich außerhalb des Bezirks Oberfranken abgespielt hat. Vorher und nachher schaut es düster aus.

Naja, ich lass mich nicht unterkriegen. Wir Franken sind ja geduldig

Liebe Grüße an alle und viel Spaß bei der Recherche
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  #26  
Alt 24.07.2021, 16:06
HelenHope HelenHope ist offline
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Hallo Claudia,

Bei Danzig und Saalfeld werd ich gleich hellhörig, welche Familie ist denn das?


Ich warte jetzt seit 5 oder 6 Wochen auf Antwort aus dem Kölner Archiv. Ich weiß, die sind erst umgezogen, aber eine kurze Mail, dass es noch dauert oder sie nichts finden, wäre schon gut.
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  #27  
Alt 22.10.2021, 21:54
Lorry Bee Lorry Bee ist offline weiblich
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Ich warte seit Mai d. J. auf eine Antwort des Geheimen Staatsarchivs Preussischer Kulturbesitz. Nach meiner ersten Mail bekam ich immerhin noch eine automatisierte Eingangsbestätigung. U. a. mit der Bitte, man möge doch nicht vor Ablauf von zwei Wochen nachfragen. Eine weitere Mail habe ich zwei oder drei Monate später geschrieben, die nicht mal die automatische Antwort bekam. Vielleicht sind die zwei Wochen, die man mindestens warten soll, noch nicht um?
__________________
VG Lorry


z. Zt. auf der Pirsch nach Goeldel/Göldel in Hessen: Nieder-Wildungen, Alt Wildungen, Affoldern, Landau.
Und Sieper in Hagen.
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  #28  
Alt 24.10.2021, 21:33
Pavlvs4 Pavlvs4 ist offline
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Zu 90% wickele ich meine Ahnenforschung über Internet ab und folglich läuft meine Kommunikation mit Archiven und Standesämtern hauptsächlich über Email. In den knapp 1/1.2 Jahren meiner Tätigkeit habe ich dabei vorallem einen Unterschied in der Arbeitsweise von Büros und Behörden in Großstädten gegenüber jenen auf dem Lande feststellen können.

Anfragen an Archive und Ämter in Leipzig, Braunschweig, Dortmund und Pinneberg sind dabei vergleichsweise schnell bearbeitet oder beantwortet wurden. Länger als einen Monat habe ich bei ihnen nie auf entsprechende Nachricht warten müssen, sei es digital oder im Briefkasten. Seit etwa einem halben Jahr aber konzentriert sich meine Forschung auf den ländlichen Raum, so das ich nun vor allem mit Kreisarchiven und Ämtern in Kleinstädten kommunizieren muss.
Und das gestaltet sich bisher als recht umständlich. Ich habe mittlerweile mehrere Anfragen parallel am laufen, auf deren Beantwortung ich nun seit über zwei Monaten warte. Manchmal bekomme ich immerhin eine Nachricht, dass ich an der falschen Stelle nachgefragt habe, mit einem entsprechenden Hinweis auf die korrekte Anlaufstelle. Doch das bleibt eine seltene Ausnahme. Bei einem Standesamt habe ich sogar schon festgestellt, dass es über keinen Email-Account mehr verfügt.

Da ich nicht in der Gegend wohne, auf die sich meine Forschung konzentriert, bin ich aber hauptsächlich auf Telefon und Email angewissen. An den seltenen Tagen, in denen ich vor Ort bin, habe ich nun deshalb den persönlichen Kontakt aufgenommen.
Mein erstes Aufsuchen eines "Kleinstadtamtes" verlief recht positiv. Ich hatte eine Woche zuvor angerufen und einen Termin vereinbart. Als ich dort war, hatte mir der junge Standesbeamte freundlich geholfen. Nur hatte er mich nicht persönlich in die Registerbücher schauen lassen, eben wegen dem Datenschutz, wie er sagte. Aber ich hatte einige weiterführende Informationen erhalten. Auch hatte er mir das Aufsuchen des Kreisarchivs empfohlen.
Dieses habe ich dann aber spontan aufsuchen müssen, nachdem es mir nicht gelungen war, mit diesem telefonisch für eine Terminvereinbarung in Kontakt zu treten. Der junge Archivar den ich dort antraf war allerdings freundlich und hilfbereit. Weil er mangels einer Terminvereinbarung nichts vorbereiten konnte, hat er alle Daten aufgenommen, nach denen ich forschen wollte und mich auf ein paar Wochen Wartezeit vertröstet, in der er die entsprechenden Akten heraussuchen wollte. Nach etwas mehr als einem Monat hatte ich dann einen Umschlag im Briefkasten mit Kopien seiner Forschungsarbeit.

Das war bisher mein letzter "Direktkontakt" mit einem Archiv. Wenn ich das nächste mal wieder "auf dem Land" bin, werde ich auf jeden fall noch zwei Standesämter aufsuchen. Für nächstes Jahr habe ich eine Fahrt zum polnischen Staatsarchiv in Grünberg geplant, nachdem man meine Anfrage dort wegen zu ungenauer Angaben nicht bearbeiten wollte.
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  #29  
Alt 25.10.2021, 10:25
Silvio52 Silvio52 ist offline männlich
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Normalerweise recherchiere ich über Internet-Archive und per E-Mail. Nunmehr ergab sich die Möglichkeit "nebenbei" direkt in Polen Vorort nachzuforschen, das betraf das Staatsarchiv Płock und das Archiv des KZ Majdanek (Lublin).

Ich war jedesmal unangemeldet, was etwas Diskussionen (Corona) auslöste, aber jedesmal kein wirkliches Problem darstellte.

In Płock bekam ich 2 Stunden Zeit, in einem Konferenzraum unter dem Dach, 4 originale Kirchenbücher aus dem 19. Jahrhundert in Ruhe durchzusehen. Kopien wäre sicher möglich gewesen, mir reichten Fotos und Notizen.

Im KZ Majdanek suchte ein junger Mann alles zur Person (Name und Geburtsdatum notwendig) aus dem PC, verschwand kurz und kam mit Originalakten zurück. Er fertigte mir hochwertige Kopien. Nur in einem Fall "mußte" ich Fotos machen, da er aus urheberrechtlichen Gründen keine Kopie machen dürfe Insgesamt besprachen wir die Ergebnisse rund eine Stunde in englischer Sprache, wobei meine Schulzeit schon etwas her ist ... da aber das Thema bekannt war, ging das problemlos in "einfacher Sprache".

Alles war kostenlos und die Archivmitarbeiter stets sehr freundlich. Es wäre sicher vorteilhalft gewesen, jemanden mit Polnischkenntnissen dabei zu haben, es geht aber auch so.

__________________
Suche FN: Dülge (Stettin, Lublin) / Streich und Hintz (Großpolen, Lublin) / Seeger (Elbing, Danzig und Berlin) / Havemann, Thiede und Stolz (Breslau, Bernau und Berlin).
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