#1  
Alt 28.11.2016, 22:18
gki gki ist offline
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Standard Ahn als Vettter, Großvater als Ahn?

Hallo,

mir liegt ein Geburtsbrief vor für Stephan Hausner (ca. * 1660?). In diesem Brief wird neben seinen Eltern seine Großeltern Peter und Ottilia Hausner als "Bauer am Haarschedl" genannt. "Bauer am Haarschedl" ist dabei der Hofname.

In der Einleitung des Briefes wird davon berichtet, daß der Stephan in Wien wohnt und seinen "Vetter" Abraham Hausner, Bauer am Haarschedl, brieflich gebeten hat, für ihn den Geburtsbrief in der Grafschaft aus der er stammt zu besorgen.

Datum des Briefes ist 1691, Ort der Handlung ist die Grafschaft Neuburg bei Passau.

Frage: Würdet ihr es für belegt halten, daß der Abraham ebenfalls ein Enkel der genannten Großeltern ist?

Die putativen Großeltern kann ich in den 1630/40er Jahren mehrfach nachweisen, leider haben die KB danach eine Lücke von 50 Jahren.
__________________
Gruß
gki
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  #2  
Alt 29.11.2016, 00:49
gustl gustl ist offline
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Hallo giki,

nein! Leider. Vetter war und ist ein so weitläufiger Begriff für Verwandte der selben Generation und oder desselben Alters, dass man es leider nicht für "belegt" halten kann. Ein gemeinsames Urgroßelternpaar ist ebenso möglich. Aber so ein Geburtsbrief ist einfach toll!

Beste Grüße
Cornelia
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  #3  
Alt 29.11.2016, 20:33
gki gki ist offline
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Hallo Cornelia,

danke für Deinen Beitrag. Im Prinzip seh ich das genauso, aber mal sehen, ob da noch andere Meinungen kommen.

Und ja: Geburtsbriefe sind toll!

Leider findet man sie im bäuerlichen Bereich eher selten.
__________________
Gruß
gki
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  #4  
Alt 29.11.2016, 21:58
Alter Mansfelder Alter Mansfelder ist offline
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Hallo gki und Cornelia,

Zitat:
Zitat von gustl Beitrag anzeigen
Vetter war und ist ein so weitläufiger Begriff für Verwandte der selben Generation und oder desselben Alters, dass man es leider nicht für "belegt" halten kann.
also ich kann das nicht bestätigen. So wird es oft gesagt, aber in den mir bekannten Quellen ( 14. bis 17. Jh.) ist es nicht so. In der Regel steht der "Vetter" im Onkel-Neffe- oder Cousin-Cousin-Verhältnis. Eine Verwendung in weiterem Sinne ist eher die Ausnahme. Wenn Dein Abraham eine Generation älter als der Empfänger des Geburtsbriefs ist, spricht das dafür, dass er ein Vatersbruder ist. Ohne weitere Belege würde ich das aber nicht ohne Fragezeichen angeben.

Es grüßt der Alte Mansfelder
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  #5  
Alt 29.11.2016, 23:12
gki gki ist offline
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Hallo Alter Mansfelder,

vielen Dank auch für Deinen Beitrag!

Zitat:
Zitat von Alter Mansfelder Beitrag anzeigen
also ich kann das nicht bestätigen. So wird es oft gesagt, aber in den mir bekannten Quellen ( 14. bis 17. Jh.) ist es nicht so. In der Regel steht der "Vetter" im Onkel-Neffe- oder Cousin-Cousin-Verhältnis. Eine Verwendung in weiterem Sinne ist eher die Ausnahme. Wenn Dein Abraham eine Generation älter als der Empfänger des Geburtsbriefs ist, spricht das dafür, dass er ein Vatersbruder ist. Ohne weitere Belege würde ich das aber nicht ohne Fragezeichen angeben.
Ja, ein Fragezeichen gehört da einfach aus Prinzip hin. Allerdings würd es mich sehr überraschen wenn sich herausstellen sollte, daß der Abraham kein Enkel von Peter und Ottilia war. Für einen Urgroßenkel wäre er wohl zu alt. Und da ich weiß, daß der Peter zumindest überhaupt Nachkommen hatte, würd mich wundern, wenn der Abraham kein Nachfahre wäre, er saß ja auf demselben Hof, und vor ihm saß ein Georg Hausner drauf.

Der Abraham und seine Frau Sibilla haben 1716 ihren Hof an den Sohn Thomas übergeben. Im Brief wird erwähnt, daß sie ihn vor 35 Jahren übernommen hätten. Demnach hätten sie etwa 1680 geheiratet und der Abraham wäre in etwa so alt wie ich den Stephan geschätzt hab.

Von dem Stephan weiß ich aber eigentlich nur, daß dessen Eltern 1637 geheiratet haben, ob er ein jüngeres Kind oder ein älteres war, weiß ich nicht.

Naja, mit etwas Glück finde ich noch den Hochzeitsbrief des Abraham und vielleicht noch den seines Vaters oder einen weiteren Geburtsbrief...
__________________
Gruß
gki
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