#11  
Alt 21.09.2020, 07:55
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Pat10 Pat10 ist offline weiblich
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Hallo,

"Außerdem gibt es bei Ancestry auch noch diesen Heiratseintrag aus Trotha aus dem Jahr 1889 von einer Friederike Marie Kröhnert (* 1869 in Brehna), Tochter des verstorbenen Arbeiters Friedrich Kröhnert und dessen Ehefrau Dorothea geb. Seibitz. "



Anja bestätigt meine Vermutung.


VG
Pat

Geändert von Pat10 (21.09.2020 um 07:56 Uhr)
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  #12  
Alt 22.09.2020, 11:05
FrankMiller FrankMiller ist offline
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Guten Morgen,

entschuldigt bitte meine verspätete Antwort. Die Arbeit frisst sehr viel Zeit und Kraft.

Wenn ich dies nun richtig verstanden habe, ist die "Johanne Wilhelmine Seibitz" mit höchster Wahrscheinlichkeit "Wilhelmine Kröhnert". Zur eigenen Hochzeit war die Mutter "verunehelichte Dorothea Seibitz". Danach sind wahrscheinlich die 3 ersten Geburtsurkunden fälschlicherweise mit "geb. Kröhnert" statt "geb. Seibitz" ausgestellt wurden.

Was ich noch nicht ganz so verstehe ist, wie kann es passieren, das nach der eigenen Hochzeit von "Johanne Wilhelmine Seibitz" und nach der Hochzeit ihrer Mutter "Dorothea Seibitz" (Kröhnert), sie bei ihren 3 ersten Kindern einen falschen Mädchennamen angibt? Bis zu ihrer eigenen Hochzeit hieß sie mit Mädchennamen "Seibitz", danach heiratete ja erst ihre eigene Mutter den "Friedrich Kröhnert". Das müsste sie doch dann selber am besten wissen?
Ich weiß leider nicht wie zur damaligen Zeit so eine Hausgeburt und deren bürokratischen Abläufe waren.
Haben vielleicht alle als Großfamilie zusammen gelebt bzw. waren zur Geburt vor Ort? Und die Hebamme hat sich mit den Angehörigen unterhalten, während die Mutter erschöpft im Bett lag und es kam durch die eigene Mutter zum Missverständnis? Zumindest so oder so ähnlich?

Aber währe diese Variante auch möglich?:
J.W.Seibitz nahm nach ihrer eigenen Hochzeit den Namen "Kröhnert" als Mädchennamen an. Und ihr Stiefvater starb nach dem dritten Kind? Danach nahm sie wieder "Seibitz" als Mädchennamen an?

Bei der Hochzeit 1899 von ihrem 1877 geborenen Sohn, steht Kröhnert als Mädchenname. Da die Eltern selbst nicht als Zeugen genannt wurden, waren sie wahrschlich nicht vor Ort. Und seine Geburtsurkunde von 1877 galt als Legitimation. Und in dieser stand seine Mutter J.W.Kirchner, geb. Kröhnert. Ist dies auch möglich?


Ich kann mich nicht oft genug für eure Hilfe bedanken!!!
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  #13  
Alt 23.09.2020, 01:03
hessischesteirerin hessischesteirerin ist offline
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ich bin tatsächlich immernoch der Meinung, dass es sich um zwei verschiedene Männer mit gleichem Namen handelt.

Diese Verwechslungen mit den Nachnamen bei den Geburten oder die Änderung des Mädchennamens nach dem Tode des Stiefvaters, obwohl man bereits verheiratet gewesen ist, ist ziemlich weit hergeholt und müsste tatsächlich auch auf den Urkunden vermerkt sein.

auf ancestry würde ich mich nicht verlassen, dort fehlen viele Urkunden, was ich aus der eigenen Forschung weiß, selbst aus dem für Hessen wichtige Lagis ist nicht alles übertragen, meine Uroma oder ihr Vater sind gar nicht zu finden, aber ich bin mir sicher, dass sie gelebt haben ;-) immerhin kannte ich meine Uroma persönlich
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  #14  
Alt 23.09.2020, 17:26
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AKocur AKocur ist offline weiblich
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Hallo,

Einsicht in die Kirchenbücher von Trotha und Brehna (mit Thiemendorf ist vermutlich das bei Brehna gelegene gemeint, heute in Brehna aufgegangen) sollte die Sicherheit bringen, die uns bislang hier noch fehlt. Leider sind die wohl nicht online.
Ich kann mir jedenfalls nur extrem schwer vorstellen, dass in einem kleinen Ort zur gleichen Zeit zwei Männer mit der exakt gleichen Vornamenskombination aus 4 VN und mit demselben Rufnamen herumliefen, die dann auch noch eine Frau mit demselben VN und Rufnamen hatten, die zusätzlich auch noch ein ähnliches Alter hatten und Kinder bekamen. Ist mir zuviel Zufall, da gehe ich lieber von dem Leitsatz aus, dass weniger Menschen herumliefen, als Dokumente (wegen Abweichungen bei der Namensnennung) den Anschein erwecken mögen.

In diesem Fall kann man sich auch auf die bei Ancestry gefundenen Dokumente auf jeden Fall insoweit verlassen, als man sie dort ja einsehen kann. Ist also genauso sicher, als würde man die betreffenden Dokumente in einem Archiv einsehen.

Fehlerhafte Angaben in standesamtlichen Unterlagen kommen vor. Je weniger die Person, die die Angaben beim Standesamt gemacht hat, die betroffenen Personen kennt, umso höher die Fehlerquote. Die uneheliche Tochter meiner 4xUroma wird z.B. auf ihrer Sterbeurkunde 1875 als "Ehename geb. FN des Stiefvaters" benannt, ihr Stiefvater sogar als ihr Vater angegeben, dabei ist in ihrem Taufeintrag klar ein anderer Mann benannt; ihre Mutter heiratete den Stiefvater erst über 4 Jahre später. Solche Fehler sind sicherlich nicht häufig, aber sie kommen vor. Irren ist menschlich.

Die Hypothese, die J Wilhelmine hätte nach ihrer Hochzeit den FN des Stiefvaters angenommen und später wieder abgelegt halte ich allerdings auch für abwegig. Welchen Nutzen hätte ihr das bringen sollen? Sie war ja bereits verheiratet und dürfte generell unter dem FN ihres Mannes bekannt gewesen sein.

Eigene Angaben zu ihrer Person muss die J Wilhelmine der Hebamme gegenüber gar keine gemacht haben. Ich würde auch davon ausgehen, dass z.B. die Mutter anwesend war und sich als Mutter der Gebärenden mit dem Namen Kröhnert vorgestellt hat. Um die 20km ist jetzt nicht so weit, dass man da als Mutter nicht der Tochter bei der Geburt beistehen konnte. Aber selbst wenn die Mutter nicht anwesend gewesen war, könnte die Hebamme jeden gefragt haben, der im Haus war und geeignet schien, die Frage nach dem Namen der Eltern der Gebärenden zu beantworten. Je nachdem wen sie gefragt hat und auch wie sie gefragt hat, hat sie halt möglicherweise eine fehlerhafte Antwort bekommen.

Die Hochzeit der Mutter kann durchaus schon (lange) vor der Heirat Kirchner/Seibitz 1874 stattgefunden haben; ich würde sogar davon ausgehen, dass dem so war. Der Standesbeamte hat dann einfach die Angaben aus dem Taufschein übernommen, nicht weiter nachgefragt und leider kein "jetzt verehelichte Kröhnert" an den Namen der Mutter angehangen.
Ähnlich bei der Hochzeit 1899, auch da müsste dem Standesbeamten die Geburtsurkunde gereicht haben. Da die Hochzeit am Geburtsort stattfand, muss er die nicht mal im Vorfeld angefragt haben, er konnte ja einfach in seine Register schauen. Eine Änderung der Angaben in der Geburtsurkunde des Bräutigams wäre auf jeden Fall mit Kosten verbunden gewesen; da hat man sicherlich gerne drauf verzichtet, zumal die Mutter des Bräutigams ja nichts unterschreiben musste. Auffliegen konnte man also praktisch gar nicht und die Gültigkeit der Eheschließung wird davon auch nicht berührt.


LG,
Antje
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  #15  
Alt 24.09.2020, 07:51
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Pat10 Pat10 ist offline weiblich
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Hallo,


z.Zeit gehe ich auch von einem Paar aus. Leider ist bis jetzt nicht bekannt, wann die Mutter geheiratet hat. Vielleicht wurde aus Johanne Wilhelmine Seibitz nach der Heirat ihrer Mutter, Johanne Wilhelmine Seibitz, genannt (or) Kröhnert. Und vielleicht wurde nach dem Ableben des Ehemannes der Mutter, sie wieder zu Seibitz.



VG
Pat
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