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  #41  
Alt 20.09.2017, 09:59
jele jele ist offline männlich
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Hallo Dirk,

danke für Deinen Beitrag.
Den ganzen Band hatte ich schon in der Stabi Berlin händisch durchgeblättert - leider weiter nichts bezüglich von Bergen.

Gruß

jele
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  #42  
Alt 21.09.2017, 20:31
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Johannes v.W. Johannes v.W. ist offline männlich
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Hallo Alter Mansfelder,

auch von meiner Seite noch ein ganz herzliches Dankeschön für die mühevollen Korrekturen der Ahnenreihe. Ich werde das alles fleissig eintragen und beherzigen.
PN ist unterwegs!

Viele Grüße von Johannes
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Dergleichen [genealogische] Nachrichten gereichen nicht nur denen Interessenten selbst, sondern auch anderen kuriosen Personen zu einem an sich unschuldigen Vergnügen; ja, sie haben gar oft in dem gemeinen Leben und bei besonderen Gelegenheiten ihren vielfältigen Nutzen. Johann Jakob Moser, 1752
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  #43  
Alt 21.09.2017, 21:42
gustl gustl ist offline
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Hallo Alter Mansfelder,
das werde ich natürlich auch tun, ich muss aber noch nachsehen, was da nun wirklich falsch ist bei uns, denn nach meinen elektrischen Unterlagen hat Hans Müller seine Anna geheiratet "als er jünger als 9 Jahre alt war." Das kann ich in der Tat nicht so lassen, so kleine Jungs dürfen einfach noch nicht heiraten. Aber bevor ich diese Baustelle wieder aufmache, muss ich ein paar andere noch sichern.
An Johannes: In einem Brief in unserer Akte steht, dass sich das Familienarchiv" der von Bergen in Marwitz befunden haben soll. Weißt Du etwas darüber?. In diesem Brief gilt es als " wohl verschollen". Eine Familienchronik hat sich in Magdeburg befunden und das Archiv der von Bergen'schen Familienstiftung hat eine ältere alleinstehende Nachfahrin unserem EV zur Verwaltung überlassen, nachdem die Stiftung aber "vor mehr als einem Menschenalter" aufgelöst worden war (es war wohl hautpsächlich eine Stipendien-Stiftung, aber genau weiß ich das nicht). EV ist dann nach West-Berlin übergesiedelt Mitte der 1960er Jahre und hat dieses Archiv in Dessau gelassen, ich weiß aber nicht wo. Die Chronik hat EV einsehen dürfen und dann an die Nachfahrin zurückgegeben.
Beste Grüße
Cornelia
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  #44  
Alt 22.09.2017, 00:39
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Hallo Cornelia,
die Geschichte um das Gut Marwitz habe ich mühevoll rekonstruiert, da sie für “meine“ Bergen-Linie ein Dreh- und Angelpunkt ist.
Vorab: Marwitz lag in der Neumark jenseits der Oder, heute Polen, da dürfte erfahrungsgemäß nichts mehr übrig sein!
Das Gut Marwitz war auch eine Familienstiftung (diese nachgewiesen bis ins Ende 19. Jh., s.u.), also müßte das “Archiv der von Bergen'schen Familienstiftung“ vermutlich das dortige gewesen sein.

Albert Christian Ernst v. Berge (1724-1777), Enkel des Dietrich Christian (+ 1676), dem jüngsten Sohn des Gottfried v. Bergen u.d. Barbara Neefe, machte Karriere am Hof der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt, wurde Hofmarschall. Er kaufte 1747 das Gut Marwitz (von der gleichnamigen Familie) in der Neumark und bestimmte es, kinderlos, testamentarisch zu einem unveräußerlichen Familiengut (Fideikommiß), "worinnen nach dem Todte des Herrn Testatoris erstens nur die Männlichen, hernach aber die weibliche Deszendenz der von bergischer Familie succediren und sich des Besitzes und Genießbrauchs deren revenues zu erfreuen und auf ihre Descendence der linien vererben sollen“. Die Bestimmungen wurden 1786 von seinen Brüdern, den ersten beiden Majoratsherrn auf Marwitz, umgesetzt. Beide Brüder starben ebenso ohne Nachkommen. Der nächste, agnatische Verwandte war ein Cousin 3.(!) Grades aus der im Rheinland angessenen Linie, der preuß. Hofrat u. Resident in Düsseldorf Johann Clemens Gottlieb v. Bergen (1723-1798). Dieser hatte schon 1786 keine überlebenden Söhne und verzichtete auf Marwitz, unter lebenslangem Nießbrauch von ½ der erwirtschafteten Überschüsse, zugunsten seines Cousins 2. Grades (ebenfalls auf der rheinischen Linie) Johann Philipp Ludwig v. Berge(n) (1766-1831), kgl. preuß. Kriegs- und Domänenrat, 3. Majoratsherr auf Marwitz (seit 1801).

Interessant ist, daß schon damals Verwirrung mit den vielen gleichnamigen Familien v. Berg(e/en) herrschte und Joh. Ph. Ludwig v. Berge(n) und sein Bruder Joh. Heinrich Gottlieb sich in jahrelangen Prozessen gegen einen anderen “Prätendenten“, den Major Carl Ludwig v. Berge zu Bialystock (der aus einer ganz anderen Familie stammte, aber Anspruch erhob), erwehren mussten.

Joh. Ph. Ludwig v. Berge(n) hatte nur 2 Töchter, davon eine unverheiratet, die andere, Louise Mathilde Emilie v. Berge(n) (1800-1864) oo Karl Graf v. Eickstedt-Peterswaldt (1780-1862), war meine 4xUrgroßmutter.
Das Majorat Marwitz fiel nach dem Fideikommiß-Recht an Joh. Ph. Ludwigs einzigen jüngeren Bruder, Johann Heinrich Gottlieb Freiherr v. Berge(n) (1774-1851), 4. Majoratsherr auf Marwitz. Dieser starb kinderlos am 8.1.1851 in Dresden. Das Fideikommiß wurde nach ihm aufgelöst und in eine Stiftung verwandelt.
Daraus schließe ich, daß er tatsächlich (im Mannesstamm) der Letzte des Geschlechts war.

Das Gut Marwitz war das gesamte 19. Jh. hindurch an eine Familie Iffland verpachtet.

In einer Biographie zu (meiner 3xUrgroßmutter) Euphemie v. Eickstedt-Peterswaldt, einziges Enkelkind des o.g. Johann Philipp Ludwig v. Berge(n), heißt es:
"Ein Vorfahre von Berge hatte keine männliche Deszendenz und machte eine Stiftung aus Marwitz. Nach dieser sollten die Revenüen stets an die drei ältesten Damen, die aus diesem Geschlechte stammten, verteilt werden. Im Laufe der Jahre waren diese Bestimmungen ganz in Vergessenheit geraten, bis meine Großmutter [Euphemie geb. v. Eickstedt-Peterswaldt, Enkeltochter des Joh. Philipp Ludwig v. Bergen] sich dieser Angelegenheit erinnerte. Sie ließ Ende der 1880er Jahre ein Gutachten von einem sehr bekannten Juristen in Berlin für 1.000 Mark, eine damals hohe Summe, ausarbeiten. In diesem wurde [die Erbberechtigung] festgestellt. Die Jahresrenten schwankten zwischen 14.000 und 8.000 Mark."

Was dann weiter aus der v. Bergen’schen Familienstiftung Marwitz wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber spätestens 1945 hörte sie auf zu existieren ;-)

VG von Johannes
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Geändert von Johannes v.W. (22.09.2017 um 00:47 Uhr)
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  #45  
Alt 22.09.2017, 01:19
gustl gustl ist offline
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Hallo Johannes,
vielen herzlichen Dank für diese ausführliche Darstellung. Ich habe sie mir (Dein Einverständnis vorausgesetzt) ausgedruckt und werde sie unserer Akte beifügen, denn Gottfried von Bergen und Barbara Neefe sind ja dann gemeinsame Vorfahren, aber über die "Marwitzer Linie" habe ich in der Akte nicht viel gefunden. Es ging aus dem Brief nicht hervor, dass es sich dort ebenfalls um eine Stiftung handelte. Die Dessauer Stiftung bestand aus Kapital, dessen Rendite (wie ich sicher weiß) zu Stipendien zur Verfügung gestellt wurde, ob zu anderen Zwecken, weiß ich leider nicht. Dieses Archiv war sicher interessant, weil die das Stipendium begehrenden ja ihre Nachkommenschaft zu der Familie nachweisen mussten; wie weit das nun alles ausgewertet wurde und in die uns vorliegenden Daten eingeflossen ist, kann ich nicht sagen. Zumindest zur Chronik ist noch ein Briefwechsel vorhanden, aus dem hervorgeht, wer sie besaß, ich schicke Dir den Namen und die damalige Anschrift per PN, vielleicht sagt Dir das ja noch was.
Beste Grüße
Cornelia
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  #46  
Alt 22.09.2017, 11:56
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Hallo Cornelia
da fuehle ich mich geehrt, wenn du das in eurem Archiv ablegst.
Ich finde das auch toll, dass ihr dieses Vierthaler-Archiv weiterfuehrt und ergaenzt und unterstuetze das gerne!

- Lass mich die "Geschichte des Ritterguts Marwitz" die Familie v. Bergen betreffend noch einmal praeziser formulieren und mit Anm. und Quellen versehen. Dann werde ich es dir schicken.
- Dazu kann ich dir gerne die Nachkommenliste der "rheinischen Linie" des Johann Paulus (1628-1705) legen, die ich jetzt, soweit es geht, fertig habe.
- Weiter lege ich den Artikel von C. vom Berg, "Beitraege zur Geschichte der Familie von Bergen", 1917, dazu, in der alles publiziert ist, was sich in einer grossen Mappe "von Bergen" im ev. Kirchenarchiv Duesseldorf befand (befindet?).
- Zusaetzlich noch ein paar weitere Lit.-Auszuege, die ich habe.

VG von Johannes

PS. Ja, lass uns per PN die Kontaktdaten austauschen
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Geändert von Johannes v.W. (22.09.2017 um 11:59 Uhr)
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  #47  
Alt 06.10.2017, 16:15
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Der Vollständigkeit halber und weil o.g. Informationen teils nicht mehr stimmen:
Die frühe Geschichte des Ritterguts Marwitz und wie es in die Familie v. Bergen gelangte, kann man gut nachlesen bei:

F.W. v. Benekendorff, Kleine oekonomische Reisen Bd. 1, Züllichau 1785, S. 501-508
https://books.google.it/books?hl=it&...orn%20&f=false

VG Johannes
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  #48  
Alt 06.10.2017, 16:18
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Standard Rittergut Marwitz, Neumark

Hallo

Wer hat Zugriff auf Niekammers Landwirtschaftliche Güteradressbücher Bd. VII, Provinz Brandenburg (Jg. 2-4) 1914-1929
und könnte mir daraus Auskunft geben über Größe und v.a. die letzten Besitzverhältnisse von
- Rittergut Marwitz, Kreis Landsberg a. Warthe, Neumark

Da ich i.M. fern jeglicher deutschen Bibliothek bin, aber gerne eine diesbezügliche Arbeit (“Baustelle”) zu Ende führen möchte, wäre ich für die Information sehr dankbar.

Viele Grüße
Johannes
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Geändert von Johannes v.W. (06.10.2017 um 16:20 Uhr)
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  #49  
Alt 15.10.2017, 13:33
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SafeHaven SafeHaven ist offline weiblich
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Hallo Johannes,

ich bin durch Zufall hier reingestolpert und habe deine letzte Anfrage bzgl. Niekammers Landwirtschaftliche Güteradressbücher gesehen. Ich weiß nicht wie weit du von einer deutschen Bibliothek entfernt bist (bist du im Ausland?), aber ich habe über meine Universitätsbibliothek folgendes Buch gefunden:

Niekammers landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher 7, Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg
Verlagsort, Verlag, Erscheinungsjahr: Leipzig, Reichenbach, 1929

Wenn es das Richtige ist, dann könnte ich versuchen es kostenlos über meinen Studentenaccount aus Hannover zu bestellen und mal nachschlagen

Liebe Grüße,
Jana
__________________
Auf der Suche nach Spuren der Familie..

Hertzke/Herzke aus Posen und Berlin
Löchel aus Posen
Löwisch aus Creußen, Bayern
Weber, Johann aus Oberkrumbach (* ca. 1795)
Avdic und Seremet aus Sarajevo
Kilimann, Sadlowski, Tietz und Bialowons aus dem Kreis Ortelsburg
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