#11  
Alt 17.02.2020, 01:02
Asphaltblume Asphaltblume ist offline
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Einige beliebte Namenskurzformen konnten zu mehr als einem Namen gehören. Zum Beispiel Gustl, der konnte von Gustav oder August kommen, Lene von Magdalena oder Helene, Lieschen von Elisabeth oder Luise, Reni von Renate oder Irene...
Wenn dann jemand stirbt, den das ganze Dorf nur unter der Kurzform gekannt hat, rät der Pfarrer oder der Anzeigende schon mal daneben.

Und dann werden Menschen auch manchmal (aus vielleicht längst vergessenen Gründen) mit einem Namen gerufen, der gar nichts mit ihrem richtigen Namen zu tun hat.
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Gruß Asphaltblume
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  #12  
Alt 17.02.2020, 05:29
fajo fajo ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Ferdix Beitrag anzeigen
Da musste ich schon sehr genau hinsehen, um sie nicht zu übersehen bzw. für jemand anderes zu halten.
Oder du beißt dich wie ich, an der Suche deines Fehlers, fest. Habe einen geb. Johann, der bei seiner ersten Trauung ein Johann Georg wurde und bei seiner zweiten ein Johann Lorenz. Aber dem nicht genug! Bei der Taufe seiner Tochter war er dann Laurentÿ Johann... Aber vielleicht habe ich ja mal irgendwann die Er tung? - Bei 84 Häusern und ca. 400-500 Personen minus der weiblichen im Dorf, sollte es doch eigentlich eine Erklärung dafür geben, oder?

Bisher vermute ich diese Anwort >rät der Pfarrer oder der Anzeigende schon mal daneben.<
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  #13  
Alt 17.02.2020, 08:26
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Moin,

die hier beschriebenen Verwechslungen findet man in Eintragungen zuhauf, manchmal habe ich zunächst stark gezweifelt, ob die betreffenden Einträge wirklich zu ein und derselben Person gehörten. Vor allem bei Sterbeeinträgen ist Vorsicht geboten - da wurde dann schnell mal der Rufname verwendet.
Anna und Maria wurden sozusagen erwürfelt, Maria und Magdalena (ursprünglich ja nur ein Namenszusatz zur Unterscheidung der diversen Marien) waren regelrecht austauschbar, Helene und Magdalena haben die identische Kurzform, die Aussprache von Magda und Martha ist in manchen Regionen identisch, etc.
Bei den Männernamen ist es nicht ganz so arg, aber neben dem oben genannten Verwechslungspaar Mathias/Matthäus wurde auch gerne aus dem Josef ein Johannes und umgekehrt.
Noch eine kleine Anmerkung: „y“ mit zwei Pünktchen ist in Kirchenbüchern generell die Endung „ius“.
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Gruß, fps
Fahndung nach: Riphan, Rheinland (vor 1700); Scheer / Schier, Rheinland (vor 1750); Bartolain / Bertulin, Nickoleit (und Schreibvarianten), Kammerowski / Kamerowski, Atrott /Atroth, Kawlitzki, Obrikat - alle Ostpreußen, Region Gumbinnen
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  #14  
Alt 17.02.2020, 10:48
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Zitat:
Zitat von fps Beitrag anzeigen

Noch eine kleine Anmerkung: „y“ mit zwei Pünktchen ist in Kirchenbüchern generell die Endung „ius“.

Vielen Dank, hab ich auch versucht! Aber es gibt keinen Lerch Lorenz, Lorenzius oder y mit Pünktechen in Hirschenstand... allso bleibt eigentlich nur verkehrter Ort. Vielleicht liegt eine Generation vorher ein Fehler vor?- Oder er war ein Filue... ...


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Geändert von fajo (17.02.2020 um 11:49 Uhr)
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  #15  
Alt 17.02.2020, 11:01
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Bergkellner Bergkellner ist offline
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Ich habe schon die tollsten Kapriolen bei den Vornamen erlebt: Jemand wurde als Christoff getauft, heiratete als Christian, ließ alle seine Kinder unter dem Namen Christian taufen und wurde als Christoff beerdigt. Seine Witwe aber als Christians Witwe... - Da habe ich echt an mir gezweifelt, aber es war tatsächlich ein und derselbe Mann.

Anna Maria(laut Traueintrag) wurde als Johanna Dorothea getauft und als Dorothea beerdigt, Johann Andreas(laut Traueintrag) hieß eigentlich Christian Andreas und wurde als solcher dann beerdigt...

Auch Pastoren sind nur Menschen und konnten nur das schreiben, was sie wußten oder ihnen die Angehörigen erzählten.

Lg, Claudia

PS: Viele meiner Vorfahren mit Fehlnamen hatten in die Orte eingeheiratet.
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Wer lesen kann, ist besser dran!(Andreas' Opa Fred)
Nierngstwuh giehts so zu wie uff dare Walt!(Claudias Uroma Anna)

Suchen immer:
Loewe - Steinau an der Oder/Schlesien(vor 1850)
Heine - Glogau/Schlesien(vor 1850)
Hollenstein - Bleiwäsche/Westfalen(vor 1710)
Ulich - Neukirchen b. Stollberg(um 1710)
Rothbart - Kröslin/Pommern(um 1740)
Mädtke - Grambin und Umgebung/Vorpommern(vor 1840)
Buden/Budin - Wriezen u.U./Brandenburg(um 1700)
Kellner/Gevers - Hannover Stadt u.U.(um 1700)



Geändert von Bergkellner (17.02.2020 um 11:02 Uhr)
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  #16  
Alt 17.02.2020, 11:56
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@Claudia

So geht es mir nun auch... habe die Generation vorher überprüft und kann da keinen Fehler entdecken...

Aber naja, so lange aus dem Johann Georg Lorenz keine Johanna Georgia Lorenzia wird, ist alles im grünen Bereich... puha.... erst dann kauf` ich mir `ne neue Brille.
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Geändert von fajo (17.02.2020 um 11:57 Uhr)
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  #17  
Alt 17.02.2020, 12:49
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Hallo,

ich kann auch von einem Fall berichten, in dem der betreffende Mann wohl im Alltag Bert gerufen wurde. In den Kirchenbüchern tritt er dann als Albert, Lambert, Gisbert... auf.

Auch dass der seltene Thadäus schon mal zum Mathäus und Mathias gemacht wurde habe ich gesehen.

Zu der Sache mit dem y = ius: ich bin mir gerade nicht sicher, ob diese Abkürzung generell ein ÿ verlangt, denn dieses kann auch gerne mal mit ii (beim Genitiv) gleichbedeutend sein. In jedem Fall ist es dann ärgerlich, wenn durch Forscher weitere Namensfehler entstehen, wenn z. B. mal plötzlich ein Remigy auf diversen Genealogieseiten "frei rumläuft". Oder wenn generell nicht zwischen den Fällen im Lateinischen unterschieden wird und es plötzlich im Münsterland des 18. Jahrhunderts einen Bernardo gibt...

Nico
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  #18  
Alt 17.02.2020, 14:24
Ferdix Ferdix ist offline männlich
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Für die lateinische Endung "us" habe ich bisher häufig ein Zeichen gesehen, dass mich an ein g q oder eine 9 erinnert. Der untere Strich zeigt nach links und ist ziemlich stark gekrümmt. Weiß jemand wie man das Zeichen nennt? Es wird fast ausschließlich am Ende von Vornamen verwendet.
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Gruß,
Alex
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  #19  
Alt 17.02.2020, 15:45
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Zitat:
Zitat von Bergkellner Beitrag anzeigen
... wurde als Christoff getauft, heiratete als Christian ...
Ja, die sind oft austauschbar, wie Hans und Johann.
Genauso Christina und Christiana.
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (17.02.2020 um 15:47 Uhr)
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  #20  
Alt 17.02.2020, 17:23
Shepherd Shepherd ist offline weiblich
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Ich habe auch so einen Fall, wo ich kurz vor der Verzweiflung bin/war: da hat der Pfarrer bei den Geburten bzw. anderen Einträgen zu den Kindern ein paar mal den Vornamen des Vaters falsch geschrieben. Mal war es ein K(C)arl, mal ein Johann, dann auch noch ein Friedrich. Der Vorname der Mutter und der dazugehörige Ort passten jedoch immer. Also konnte ich mir dadurch zumindest sicher sein, dass ich noch auf der richtigen Spur bin. Jetzt habe ich endlich, nach langer Suche, den Eintrag im Trauregister gefunden und dort ist es auch der Karl. Jetzt bleibe ich bei dem Vornamen
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