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  #1  
Alt 03.05.2020, 21:25
k-a k-a ist offline
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Beiträge: 4
Standard Auswanderung aus Schleswig-Holstein oder Hamburg nach Uralsk, 1815

Hallo zusammen,

im Jahr 1814 hat der 5 Kosakenregiment Hamburg belagert und war bis Mitte 1815 in Schleswig-Holstein stationiert. Während dieser Zeit hat Oberst Konstantin Skworkin seine zukünftige Frau kennengelernt die ihm in 1815 nach Uralsk, heute Oral im nördlichen Kasachstan gefolgt hat. Der einzige Eintrag in den russischen quellen lässt vermuten dass es sich um eine Katharina handelt, ihr Vater hieß vermutlich Georg und war Kaufmann. Leider wurde wie damals üblich ihr Nachnamen nicht erfasst. Auch ihr genauer Geburtsort ist nicht bekannt. Hat jemand eventuell eine Empfehlung wie ich dieser Dame trotz fehlenden Infos auf die Spur kommen könnte?
Vielen Dank im Voraus
Konstantin
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  #2  
Alt 05.05.2020, 14:50
SusanneVonG SusanneVonG ist offline
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Registriert seit: 08.02.2020
Beiträge: 202
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Hallo Konstantin,

ohne Ortsangabe und Familienname hast Du ja eine ganz harte Nuß zu knacken.

Nach einiger Recherche halte ich das Buch von Dieter Kienitz: Der Kosakenwinter in Schleswig-Holstein 1813/14, 246 Seiten, für geeignet, Dir vielleicht weiterhelfen zu können. Leider ist es nur zum Teil online. Vor allem den Quellenteil konnte ich leider nicht einsehen: https://books.google.de/books?id=TIG...gbs_navlinks_s
Das 5. Uralische Kosakenregiment soll seinen Stab in dieser Zeit in Oldenburg gehabt haben. Das wäre ein erster Anhaltspunkt.
Mein Problem: Es gibt wirklich sehr viele deutschsprachige Literatur zu den Befreiungskriegen aus dem 19. Jhd., die dann ja auch bei google online ist. Es werden mitunter sämtliche an einem Feldzug beteiligte Rgt. mit ihren Chefs angeben. Aber einen Skworkin kriege ich nirgends zu fassen.

Kann es nicht sein, daß die deutsche Schreibweise für diesen russischen Obristen anders aussehen müßte? Er war doch als Oberst der Chef des 5. Kosakenregiments in der Zeit um 1813/14, oder habe ich das falsch verstanden?

Grüße
Susanne.
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  #3  
Alt 06.05.2020, 12:19
k-a k-a ist offline
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Registriert seit: 03.05.2020
Beiträge: 4
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Hallo Susanne,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. Du hast Recht, es ist nicht einfach. Ich bin schon eine Weile hinter dieser Dame her.

1) Danke für die Empfehlung. Das Buch von Hr. Kienitz ist sehr gut, es gibt dort sogar ein Kapitel über die Liebschaften im Krieg. Leider wird Konstantin Skworkin dort nicht erwähnt. Ich gehe gerade die Quellen von Hr. Kienitz nach und nach durch, vielleicht lässt sich dort was finden.
2) Oldenburg ist eine gute Idee. Vielen Dank dafür. Ich schaue mal nach den Kirchenbücher.
3) Den Dienstgrad von Skworkin habe ich zu hoch angesetzt. Er war ein Quartiermeister und Anführer einer Hundertschaft, hatte also keine große Einheit unter sich wie Tettenborn etc. Ich bezweifle sehr dass er namentlich irgendwo auftauchen kann, es sei in persönlichen Erinnerungen, Kirchenbücher etc.
4) Die Schreibweise ist immer so eine Frage. Ich kann mir vorstellen dass er eventuel als Scvorkin oder Scworkin geführt wird.

Danke und viele Grüße
Konstantin
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  #4  
Alt 06.05.2020, 22:52
SusanneVonG SusanneVonG ist offline
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Registriert seit: 08.02.2020
Beiträge: 202
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Hallo Konstantin,

das ist ja gut, wenn Du das Werk von Herrn Kienitz bereits vorliegen hast.

Zur Organisation der russischen Kosakenregimenter vermag ich nichts beizutragen. Eine solche Einheit ist verm. mit den altpreußischen Husaren zu vergleichen. Die von Dir genannte Hundertschaft wurde dort als Eskadron bezeichnet. Jedes Husarenregiment hatte zehn Eskadrons, die von einem Rittmeister (Hauptmann) oder Major befehligt wurde. Demnach hätte Dein Skworkin in etwa einen solchen Rang gehabt. Aber damit läßt er sich natürlich schwerlich in der Literatur nachweisen. Das müßte schon die Bescheibung eines besonderen Unternehmens seiner Eskadron gewesen sein. Was gar nicht paßt, ist der Titel Quartiermeister. Der gehörte bei den Altpreußen zusammen mit dem Chirurgen, Lehrer und Feldprediger zum Unterstab. Oftmals war bei den Husaren der Lehrer gleichzeitig auch Quartiermeister. Nur ist dann der Hinweis auf Oldenburg hinfällig. Wenn er Chef einer Eskadron (Hunderschaft) war, kann oder muß er eigentlich in einer anderen Stadt gewesen sein. Vielleicht kommst Du über das Quellenverzeichnis bei Herrn Kienitz weiter, daß man die Standquartiere des Regiments irgendwo nachlesen kann. Die Sache bleibt aber ganz schön schwierig.

Grüße
Susanne.
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  #5  
Alt 09.05.2020, 18:07
k-a k-a ist offline
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Themenstarter
 
Registriert seit: 03.05.2020
Beiträge: 4
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Hallo Susanne,

Du hast völlig Recht. Eine Hundertschaft ist mit einer Eskadrone durchaus vergleichbar. Das mit dem Quartiermeister muss ich revidieren. Er war zwar einer aber zu einem viel früheren Zeitpunkt. Meistens waren das Offiziere die für verschiedene wirtschaftlichen Belange zuständig waren - Quartiere, Versorgung, Fortbewegung etc.

Da ich irgendwo weiter machen soll bleibt Oldenburg zumindest eine Möglichkeit

Viele Grüße
Konstantin
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  #6  
Alt 10.05.2020, 16:50
k-a k-a ist offline
Neuer Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 03.05.2020
Beiträge: 4
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Ich habe noch was entdeckt. 1812 bestand das 5 Regiment aus 15 Oberoffiziere, 10 Unteroffiziere und 443 Kosaken. Es ist also keine große Einheit gewesen, daher kommt Oldenburg durchaus in Frage.
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  #7  
Alt 11.05.2020, 22:44
SusanneVonG SusanneVonG ist offline
Gast
 
Registriert seit: 08.02.2020
Beiträge: 202
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Hallo Konstantin,

so ganz kann ich Dir nicht zustimmen. Die Kosaken sind doch mit den altpreußischen Husaren vergleichbar. Diese hatten in Friendenszeiten vor allem die taktische Aufgabe der Beobachtung durch Patrouillen. Nur dazu mußte man sie über das zu sichernde Gebiet verteilen. Hinzu kommt noch das nicht zu unterschätzende Problem der Versorgung der Tiere. Nach Deiner Aufstellung kommst Du ja bald auf 500 Pferde; für die mußt Du erstmal Futter und Wasser zur Verfügung stellen. Was ebenfalls verteilt auf mehrere Kleinstädte einfacher war.

Aber Du hast natürlich recht. Irgendwo muß man anfangen zu suchen und vielleicht hast Du ja Glück mit Oldenburg.

Grüße
Susanne.
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