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  #1  
Alt 30.01.2014, 23:24
yvi1975 yvi1975 ist offline
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Frage Notburgaheim in Ratibor - FN Pospischil oder Rogalski

Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1942
Genauere Orts-/Gebietseingrenzung: Ratibor
Fernabfrage vor der Beitragserstellung genutzt [ja/nein]: ja
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive, Datenbanken): Adressbuch Ratibor 1926 und 1938

Hallo liebe Mitsuchenden,

auf der Suche nach meiner Uroma Josefa Pospischil und deren Familie bin ich mal wieder ein Puzzlestück weiter.
Meine Mutter hat mir die Zweitschrfit des Führerscheins meines Opas Leopold Pospischil gegeben. Das Original wurde im April 1942 in Ratibor ausgestellt. Da war mein Opa 24 Jahre alt.
Als Adresse steht dort:
wohnhaft in Ratibor O.S. Notbürger-Heim.

Nun meine Fragen:
* Was ist ein Notbürger-Heim? (Wurden dort die Vertriebenen aus der Bukowina untergebracht?)
* Gibt es irgendwo Datenbestände (z.B. Meldekarteien) wer in den Notbürger-Heimen untergebracht war? (Meine Schlussfolgerung: Wenn mein Opa da war, vielleicht war auch meine Uroma da?)
* Kann ich irgendwo erfragen, wo mein Opa/Uroma aus diesem Notbürger-Heim hingegangen sind?
* Ist mit der Adresseingabe im Führerschein die Stadt Ratibor oder der Kreis Ratibor gemeint?

Meine Uroma soll nach ihrer Hochzeit "Rogalski" geheißen und in Polen gewohnt haben. Ihr Geburtsname war Pospischil.
Mein Opa wurde 1918 in Wien geboren und meine Uroma soll aus der Bukowina (Dorf Vale Putna) stammen.

Vielen Dank für Eure Antworten.
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  #2  
Alt 31.01.2014, 06:11
animei animei ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von yvi1975 Beitrag anzeigen
Als Adresse steht dort:
wohnhaft in Ratibor O.S. Notbürger-Heim..
Steht das garantiert so da?
Zitat:
Zitat von yvi1975 Beitrag anzeigen
Nun meine Fragen:
* Was ist ein Notbürger-Heim?
Wenn ich danach google, stoße ich auf ein St. Notburga-Heim in Ratibor.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg NBH_1.jpg (28,7 KB, 15x aufgerufen)
__________________
Gruß
Anita

Geändert von animei (31.01.2014 um 06:25 Uhr)
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  #3  
Alt 31.01.2014, 18:08
yvi1975 yvi1975 ist offline
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Hallo Anita,

vielen Dank für Deine Antwort und den Hinweis mit "Notburga".
Ich lese es aber als Notbürger (habe mal den Führerschein angehängt).
Vielleicht ist es aber auch ein Übertragungsfehler, da die Zweitschrift erst 1950 in Usingen (im Taunus) ausgestellt wurde.

Ich würde mich sehr über weitere Anregungen und Tipps bzgl. der Suche nach meiner Uroma freuen.

Danke

Yvonne

1. Führerschein außen Leopold Pospischil.jpg
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  #4  
Alt 31.01.2014, 18:38
goli goli ist offline
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In Ratibor gab es zweifelsfrei nur das "Notburgaheim", was dort damals auch nicht so unbekannt war.
Die "Schreibweise" Notbürgerheim, kann ich mir nur durch den unwissenden und völlig ortsfremden (Usingen) Schreiber erklären!
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  #5  
Alt 31.01.2014, 19:12
yvi1975 yvi1975 ist offline
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Ich gehe dann mal davon aus, dass im Notburgaheim Kriegsflüchtlinge bzw. Heimatvertriebene untergebracht waren, denn mein Opa und dessen Mutter stammen eigentlich aus Bukowina (Buchenland, heute Rumänien).
Gibt es denn irgendwo noch Unterlagen, wie z.B. Personenlisten, von Personen, die in dem Notburgaheim untergebracht waren?
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  #6  
Alt 31.01.2014, 19:28
Benutzerbild von Andi1912
Andi1912 Andi1912 ist offline männlich
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Beiträge: 4.493
Standard Notburga-Heim in Ratibor

Hallo zusammen,

dieses "Seniorenheim" wurde sehr wahrscheinlich nach der Tiroler Volksheiligen Notburga von Rattenberg benannt. Es war sicherlich eine katholische Einrichtung. Im Notburga-Heim in Ratibor haben Anfang des 20. Jahrhunderts offenbar (auch) honorige Bürger gewohnt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Schaffer "Zitat: ... Im Jahr 1909 tritt er in den Ruhestand und wohnte im St.-Notburga-Heim in Ratibor."

Weitere Bilder siehe: http://ratibor24.wordpress.com/tag/notburgaheim/.

Das Notburga-Heim in Ratibor scheint noch heute als Dom Pomocy Społecznej "Dom św. Notburgi" w Raciborzu zu existieren:

Dom Pomocy Społecznej "Dom św. Notburgi" w Raciborzu
Pl. Jagiełły 3
47-400 Racibórz
tel/fax: +48 32 / 415 46 27
dyrektor: s. Stefania Seidel

Eine Anfrage auf Polnisch könnte Klarheit bringen, ob sich dort noch Personen- / Bewohnerlisten aus der Zeit vor 1945 befinden.

Heute ist es offenbar ein Sozialheim. Möglicherweise war es während des 2. WK ein Heim für Kriegsflüchtlinge und Heimatvertriebene.

Viele Grüße, Andreas
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Fotopolska_1992.jpg (123,3 KB, 7x aufgerufen)

Geändert von Andi1912 (31.01.2014 um 19:43 Uhr) Grund: kl. Änderungen und Ergänzugen
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  #7  
Alt 31.01.2014, 20:32
yvi1975 yvi1975 ist offline
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Danke Andi1912, dann werde ich mal Deinen Rat befolgen und bei dem Heim in Ratibor anfragen.

Es ist echt zum Verzweifeln, denn ich habe keine Spur von meiner Uroma und alle behördlichen Anfragen verliefen bis jetzt ergebnislos.

Noch mal für alle, die Lust haben bei der Lösung am Rästel meiner Uroma mitzuwirken:
Meine Uroma war bei Geburt meines Opas minderjährig (Uroma geboren 1899, Opa geboren 1918) und unverheiratet.
Meine Oma stammt aus der Bukowina und mein Opa ist in Wien zur Welt gekommen. Die Geburtsurkunde meines Opas liegt mir im Original vor.
Anfragen beim Melderegister in Wien und bei der Verwaltungstelle in Bukowina (Ort Vale Putna = heute Valea Putnei, Gerichtsbezirk Kimpolung) waren negativ.
Nun ist mir der oben besagte Führerschein meines Opas in die Hände gefallen, der in Ratibor ausgestellt wurde.
Hat jemand von euch noch Ideen, wie ich meine Suche fortsetzen kann?

Geändert von yvi1975 (31.01.2014 um 21:00 Uhr)
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  #8  
Alt 18.02.2014, 12:06
yvi1975 yvi1975 ist offline
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Beiträge: 12
Standard Ratibor O. S. / Nothburgaheim

Hallo liebe Mitforscher,

kann mir jemand von euch sagen, welche Funktion das Nothburgaheim in Ratibor im 2. Weltkrieg (1942) hatte?
Die Suchmaschine habe ich befragt und auf der Homepage des Heimes war ich auch schon, habe aber leider keine Infos bekommen.
Ich habe dort auch schon direkt per Mail angefragt, aber ich warte nun schon seit ca. 2 Monaten auf eine Antwort.

Vielen Dank
Yvonne Pirch
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  #9  
Alt 18.02.2014, 13:41
PeterS PeterS ist offline männlich
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Registriert seit: 20.05.2009
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Beiträge: 2.849
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Hallo Yvonne,
hier
http://www.raciborz.com.pl/art949.html
steht, dass es ein Heim für vertriebene Deutsche war, beschlagnahmt von der Volksdeutsche Mittelstelle.

Viele Grüße, Peter
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  #10  
Alt 18.02.2014, 17:22
yvi1975 yvi1975 ist offline
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Beiträge: 12
Lächeln

Hallo Peter,

vielen Dank für Deine Antwort. Leider kann ich kein polnisch, aber der Hinweis alleine genügt mir schon.
Denn es ist so, wie ich vermutetet habe, dass meine Uroma doch aus der Bukowina vertrieben wurde.
Wieder ein Puzzlestein mehr in meiner unermüdlichen Suche nach ihr.
Kannst Du (oder gerne auch jemand anders) mir vielleicht sagen, ob es irgendwo Unterlagen (Meldelisten, Personenlisten) über die Flüchtlinge, die im 2. Weltkrieg im Nothburgaheim untergebracht waren, gibt oder ob ich irgendwo Unterlagen von der Volksdeutsche Mittelstelle oder ähnliches finden kann?

Danke
Yvonne

Geändert von yvi1975 (18.02.2014 um 17:40 Uhr)
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Stichworte
bukowina , pospischil , ratibor , vale putna , wien

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